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Eventide H9 Harmonizer Gen2, Multieffektgerät

Eventide lässt die Bombe platzen

5. Juni 2026
Eventide H9 Harmonizer Gen2

Eventide H9 Harmonizer Gen2

Nanu, was haben wir denn da? Nachdem vor zwei Tagen aufgrund eines Leaks das Gerücht von einem neuen Eventide H9 Harmonizer Gen2 die Runde machte, hat Eventide die Bombe platzen lassen und nun das neue Multieffektpedal auch offiziell auf seiner Homepage vorgestellt.

Der neue Eventide H9 Harmonizer Gen2

Der Eventide H9 Harmonizer Gen2 beerbt den Eventide H9 als einen der beliebtesten Multieffektprozessoren überhaupt und vereint als 2. Generation Features des H9 Max, des H90 sowie eine komplett neu designte Oberfläche.

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Eventide H9 Harmonizer Gen2 Vollansicht

User des ersten H9 werden vermutlich Luftsprünge machen, denn die Bedienung der ersten Generation war nicht gerade leicht. Die Navigation auf dem Gerät und die Einstellung der verschiedenen Effektparameter wurde von vielen als absolute Zumutung empfunden.

Eventide H9 Harmonizer Gen2 Anschlüsse

Gut, dass man beim Eventide H9 Harmonizer Gen2 schon auf den ersten Blick mehr Knöpfe und Regler erkennen kann! Es gibt ein neues 2,5-Zoll-Display, das von vier Button-Pads und drei sogenannten Quick Knobs samt großem Navigations-Poti flankiert wird. Über diese Bedienelemente lässt sich direkt am Gerät zwischen dem Select-, Bank- und dem bühnenoptimierten Perform-Mode wechseln – alles ohne App.

Das klangliche Spektrum deckt natürlich wieder alles von erstklassigen Pitch-Shifting- und Harmonizer-Effekten über Modulationen, Delays und Reverbs bis hin zu komplexen Synthesizer-Sounds ab. Mit über 74 Algorithmen und über 1000 Presets beinhaltet der neue H9 Harmonizer Gen2 die komplette Soundbibliothek des H90 und des H9 Max.

Eventide H9 Harmonizer Gen2 Seitenansicht

Außerdem bringt das Gerät die hochauflösende SIFT-Technologie für das polyphone Pitch-Shifting und die Harmonizer+ Vocal Suite.

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Anschlussseitig ist das Pedal bestens für Bühne und Studio gerüstet. Die Stereo-I/Os verarbeiten wahlweise Instrumenten- oder Line-Signale und erlauben ein flexibles Routing. Ergänzt wird das Interface durch MIDI-Konnektivität, USB-C sowie Buchsen für ein Expression-Pedal oder zusätzliche Fußschalter. Außerdem soll mit einem zukünftigen Update auch Bluetooth zur Verfügung stehen.

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Wann ist der neue H9 Harmonizer Gen2 erhältlich?

Der neue Eventide H9 Harmonizer Gen2 sieht wirklich schick aus und scheint eine absolut sinnvolle Nachfolge des Vorgängers zu sein. Laut Eventide kann das Pedal ab jetzt für 599 US-Dollar vorbestellt werden, offizieller Verkaufsstart ist der 24. Juni 2026. Wir dürfen gespannt sein, wie die Preise auf dem deutschen Markt sind.

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Über den Autor
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Matze Franz RED

Mit Lenny Kravitz und Coldplay aufgewachsen und dann zum Jazz gefunden. Bachelor und Master Studium Jazz Gitarre in Würzburg und Mannheim. Danach den Fokus wieder auf die Musik gelegt, mit der ich groß geworden bin und jetzt als Live- und Studio-Gitarrist mit allen möglichen deutschen Pop-Acts unterwegs. Ich habe mit ClockClock, LEA, Laith Al-Deen, Lotte, Marie Bothmer, Bengio, Tiemo Hauer und vielen weiteren Künstler*innen und Bands zusammengearbeitet. Große Momente in meiner Karriere ...

Forum
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    dflt AHU

    auch wenn ich das gern als rack-gerät oder 500er modul hätte, bin ich schon etwas angefixt. ich hoffe auf einen baldigen test der keys oder studio-abteilung 😁

  2. Profilbild
    kinsast

    Die Bedienoberfläche des H9 ist/war ja wirklich eine Zumutung. Diese müsste sich um 180 grad wenden bevor ich nur eine Sekunde spenden wuerde mir dieses Gerät ueberhaupt anzusehen.

  3. Profilbild
    masterBlasterFX AHU

    Hallo Matze Franz

    Du schreibst : „Gut, dass man beim Eventide H9 Harmonizer Gen2 schon auf den ersten Blick mehr Knöpfe und Regler erkennen kann!“

    Ich zähle genau 1 ( Knöpfe/Regler ) weniger, gegenüber dem Eventide H90 Harmonizer.

    Das Gerät ist vielversprechend und für diesen Hersteller relativ günstig.

  4. Profilbild
    j.keys

    Kann man program changes senden? Wär super wenn ich damit meine displaylosen Synths ansteuern könnte. Dann hätten die Patches aufeinmal nicht nur Namen sondern auch FX. Dann wär’s natürlich noch praktisch wenn man mehrere Synths „anlegen“ und zwischen ihnen hin- und her switchen könnte. Das wäre Software-Technisch alles easy zu lösen und würde eine neue Welt eröffnen. Dann macht auch einmal ein outboard MultiFX wieder Sinn. Denn aktuell tut es das für mich überhaupt nicht.

    • Profilbild
      Aljen AHU

      @j.keys Schon der erste H9 kann Programm Changes senden, der H90 sowieso. Es wäre albern, wenn es mit dem H9 II plötzlich nicht ginge.

      Die Idee finde ich ebenfalls interessant — endlich die Drumbrute mit namentlich genannten Sequenzen aufwerten… oder, ganz pervers, MIDIVERB II mit H9/H90 ansteuern :-)

  5. Profilbild
    Aljen AHU

    Wie gut, dass ich meinen H9 Max vor kurzem noch gut verkauft habe. Bald werden die Preise für die erste H9-Version im Keller sein. Gerade noch so die Kurve gekriegt. :-)

    (By the way… wie kann ich hier [m]eine Kleinanzeige löschen?)

    Tatsächlich war der H9 nutzungstechnisch sehr … speziell. Was ich nie verstanden habe, war, wieso sich der Input nicht über MIDI schalten ließ, sondern nur umständlich per Menu-Diving (und natürlich in der unbedingt erforderlichen App).

    Wobei ich in der App die Presets bastelte und die an das H9 schickte, das wars. Bedienbar war das Meiste dann schon — über den großen Regler & kleine Flohzerdrücker-Taster und gern auch über Expression-Pedal + Toe Switch.

    Das wirklich (wirklich wirklich…) Idiotische an dem H9 war das Display — völlig ohne Not sowas von 1970er. Da konnte man noch nicht mal die kompletten Namen der Presets ablesen. So lässt es sich natürlich auch in Schönheit sterben.

    Das 1950er Krankenhaus-Cremeweiß des H9 hatte natürlich seinen Charme — und war zudem sehr widerstandsfähig, wie eine Emaille. Den H90 habe ich in Schwarz gekauft — keine gute Idee, die Lackierung verzeiht keinen auch so flüchtigen Kontakt mit anderen metallenen Geräten. Das H9 II scheint es vorerst nur in diesem Schwarz zu geben.

  6. Profilbild
    Wolfgang

    Kann man damit einen soliden Bitcrusher-Effekt erzeugen? Es ist schwierig Informationen zu finden und in den älteren Bedienungsanleitungen hab ich darüber auch nichts gefunden. Mehrere Fragen an die KI gaben mir die Hinweise: „dass es keinen dezidierten Einzeleffekt gibt, der rein als „Bitcrusher“ bezeichnet wird, aber es verfügt über die CrushStation. Diese bietet einen speziellen Bitcrushing-Modus. Mit dem Grit-Regler lassen sich Bits und Sample-rate verändern.“ Stimmt das und funktioniert das in der Praxis gut, also brauche nur Bit-Depth, Sample-Rate und Filter vielleicht noch, oder ist ein Ottobit oder Bitmap dafür besser geeignet? Greetings!

    • Profilbild
      Aljen AHU

      @Wolfgang Das klingt alles nach Eventide. Ob Bitcrush, Harmadillo oder andere vermeintliche Brutalos. Das Nachmachen echter Effekte anderer Sorten war nie wirklich die Stärke von Eventide und klingt ähnlich wie der vermeintliche Piano-Sound, der bei Synthesizern der frühen 1990er als sowas wie Referenz galt. Vielleicht in Verbindung mit Gitarre, amp und einem ordentliche Gitarristen geht da mehr, das kann ich aber nicht überprüfen.

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