Feature: Das Comeback der Vintage-Sampler

3. Juni 2017

Roh & Trocken - "rawndry" im Feature

Mark-Ephraim Kretschmer von rawndry

Wer die einschlägigen Gebrauchtmärkte nach Vintage-Samplern durchforstet, wird feststellen, dass seit ca. zwei Jahren die Preise wieder stetig steigen. Wir reden dabei nicht von den Kultmodellen E-Mu Emax oder Sequential Prophet 2000/2002, sondern plötzlich auch von Roland, Akai und Ensoniq Samplern.

Gibt es dafür rationale Gründe? Ist es reine Sammlerleidenschaft oder haben die User dieser Geräte eine masochistische Ader für minimalen  Speicher, langsame Datenübertragung und kryptische Menüführungen?

Vielleicht ist es aber auch einfach nur der Klang? Ein Beleg für diese These wäre der Plug-in-Sampler von TAL. Mit viel Liebe hat TALMastermind Patrick Kunz den TAL-SAMPLER programmiert, der all die Attitüden seiner Vintage-Ahnen überzeugend authentisch nachahmt,  ohne deren technischen Unzulänglichkeiten zu übernehmen. Wenn also bereits ein Plug-in besteht, das den Vintage-Sampler-Sound emuliert, scheint die Nachfrage danach doch enorm groß zu sein.

Als ich kürzlich meinen in die Jahre gekommenen AKAI S6000 umrüsten wollte, damit dieser auch mit der neuesten OS-Version von Apple Verbindung aufnehmen kann, bin ich auf einen hochinteressanten Online-Store gestolpert: http://rawndry.de

Ich war vollkommen perplex. Da hat sich doch tatsächlich jemand auf den Umbau von Vintage-Samplern spezialisiert. Nach einem kurzen Telefonat mit „rawndry-Inhaber“ Mark-Ephraim Kretschmer war klar, die beste und preisgünstigste Lösung für meinen S6000 war ein SD-Card-Reader zum Selbsteinbau.

Nach der kompetenten und sehr netten Beratung orderte ich aber nicht nur das SD-Card-Reader-Set (das wir gleich mal von DOC ANALOG einbauen haben lassen – siehe letzter Teil dieses Artikels), sondern führte mit Mark auch gleich noch ein kleines Interview.

Die Produktbilder im Interview hat uns übrigens alle Mark zur  Verfügung gestellt. Sie stammen von Geräten, die er selbst umgebaut hat.

Peter:
Hallo Mark, ich bin durch Zufall über deinen Online-SHOP gestolpert. Du hast dich auf Vintage-Sampler spezialisiert. Wieso?

Mark:
Das hat sich aus einem Hobby entwickelt. Synthesizer und anderes Musikequipment interessiert mich auch, aber Sampler sind mein Steckenpferd. Ursprünglich komme ich aus dem HipHop-Bereich und produziere hauptsächlich Sample-basierte Beats aus Loops und Breaks von alten Platten. Die MPC 2000 Classic war mein erster Hardware-Sampler und von da aus habe ich alles erforscht, was mit Samplern zu tun hat.

E-Mu Emax mit HxC und SCSI-Card-Reader

Peter:
Woher kommt deine Leidenschaft für Hardware-Sampler?

Mark:
Ich mag den ursprünglichen Ansatz, aus dem HipHop etwas altes zu nehmen und es in kreativer Weise umzugestalten und vor allem mag ich den Sound von Vintage-Instrumenten, wie sie z.B. auf alten Jazz-, Funk- oder Rock-Platten klingen. Daher natürlich die Verwendung von Samplern. Und Hardware-Sampler im speziellen, weil es einfach viel mehr Spaß macht an Knöpfen zu drehen als Pixel zu schieben. Außerdem hat man irgendwie das Gefühl, dass man eine Art Instrument beherrscht.  Schließlich kommt noch der Vintage-Faktor dazu, dass man die Musik auf die gleiche Art produziert, wie die eigenen Vorbilder. In meinem Fall die HipHop-Produzenten der 90er Jahre. Das gilt sicherlich auch für House, Techno oder für Depeche Mode Fans. Dabei spielt auch die kreative Herausforderung eine Rolle. Dass man mit dem auskommen muss, was der Sampler an Funktionen bietet. Und oft stelle ich sowieso fest, dass die besten Beats ziemlich einfach sind!

Peter:
Gibt es wirklich etwas, was Hardware-Sampler besser können als Software-Sampler?

Mark:
Also wenn man effizient und sehr schnell arbeiten will, dann ist es sicherlich vorteilhafter, Software zu benutzen. Hardware-Sampler benutze ich persönlich aber aus anderen Gründen. Vorwiegend natürlich wegen dem Sound, dann ist es mir auch egal, wenn die Bedienung umständlich oder langwierig ist. Viele schwören auch auf Hardware-Sampler im Live-Einsatz, einfach weil es mehr Sicherheit gibt als ein Laptop. Zuverlässigkeit im allgemeinen. Die Akais sind gebaut wie Panzer und unverwüstlich. Darüber hinaus ist es eine Haltungsfrage und Gefühlssache. Genauso kannst du einen Oldtimer oder Muscle Car Enthusiasten fragen: Gibt es etwas, das dein 1967 Ford Mustang besser kann als ein aktueller Mustang. Er wird dir eine ähnliche Antwort geben.

AKAI MPC2000XL Custom Black

Peter:
Wie würdest Du heute folgende Sampler beurteilen: E-MU EIV Serie?

Mark:
Solide Arbeitstiere, schöne große Displays, viele Librarys, gute Aufrüstmöglichkeiten, vor allem mit Speicherlösungen wie Card-Reader oder SSD. Für mich persönlich nicht so spannend, weil der Sound nicht so sehr markant ist.

Peter:
AKAI S6000 Serie

Mark:
Genauso wie die EIV Serie, sehr komfortable Bedienung.

Peter:
Die 12-Bit Liga wie Prophet 2002, Emax, Korg DSS-1?

Mark:
Das ist mein absoluter Lieblingsbereich. Es gibt zwar auch ein paar 16 Bit Sampler mit interessantem Sound, aber meistens sind es die 12-Bit Sampler, die die Samples auf wunderschöne Weise färben. Man merkt, dass ich kein klassischer Musiker und Keyboarder bin. Ich mag es, wenn der Sampler „raw“, also roh klingt, möglichst mit Artefakten beim Downsampling ohne Aliasing-Filter. Am besten mit der Möglichkeit, die Bit- und Samplingrate möglichst niedrig einzustellen. Mein absoluten Favoriten sind die alten Emus: SP1200, SP12, EMAX. Die Sps sind natürlich der heilige Gral bei Beats. Aber der Emax ist auch Hammer, ähnlicher Sound, aber variabler durch änderbare Sampling-Rate.

AKAI MPC-60 mit Card-Reader

Peter:
Und zu guter Letzt der E-MU II.

Mark:
Riesenschlachtschiff. Auch wunderbar. Optik wie SP12. Wunderschön. Sehr gut mit Floppy-Emulator oder SCSI-Card-Reader aufrüstbar. Qualitativ bester 8-Bit Sound, den ich bisher kenne, kann aber auch crunchy und gritty klingen, aber ist mehr etwas für Keyboarder als für Beatmacher.

Peter:
Was bietest du in deinem Shop alles an?

Mark:
Prinzipiell alles, was mit Samplern zu tun hat. Neben Desktop- Rack- und Keyboard-Samplern z.B. externe Laufwerke, Upgrades wie Zusatzkarten oder interne Laufwerke, Akku-Packs für kleine Phrase-Sampler. Und hin und wieder mal einen Synth oder etwas anderes außer der Reihe.

Peter:
Kann man zu dir auch mit Sonderwünschen kommen?

Mark:
Unbedingt ! Zum einen habe ich einige Geräte auf Lager, die noch fertig gemacht werden müssen und zum anderen kann ich viele Sachen besorgen oder auf Kundenwunsch ein- oder umbauen. Einfach anfragen !

Peter:
OLED Displays und Floppy-Emulatoren habe ich bei dir noch nicht entdeckt. Warum nicht?

Mark:
Mittlerweile biete ich Floppy-Emulatoren im Shop an. Display-Kits werden auch noch kommen. Aber man kann immer anfragen, wenn was Bestimmtes gesucht wird. Entweder ich habe es auf Lager oder ich kann es besorgen.

Peter:
Nun fehlen eigentlich nur noch Librarys in deiner Angebotsliste, oder?

AKAI MPC 2000XL mit Custom Black Buttons

Mark:
Ich habe Librarys, bin nur noch nicht dazu gekommen, die richtig anzubieten. Wird bestimmt auch noch mal kommen.

Peter:
Und zuletzt… was bedeutet eigentlich dein Firmenname „rawndry“?

Mark:
raw’n’dry heißt roh und trocken, so müssen Beats für mich sein.

Peter:
Lieben Dank für das Interview und weiterhin viel Erfolg mit Vintage-Samplern.

DYI-KIT EINBAU VON DOC ANALOG

Gleich im Anschluss an das Interview haben wir unseren DOC ANALOG gebeten, den Einbau als Fachmann vorzunehmen und dabei auch das DIY-Kit inklusive der Anleitung zu bewerten.

Der Preis für das Kit beträgt 165,- Euro plus 5,90 Eurofür den Versand. Auf Wunsch baut Mark das Kit auch direkt in den Sampler ein für 35,- Euro (alle Preise inkl. MsSt.).

LOG FILE – DOC ANALOG

Das Card-Reader Kit kommt in zwei Verpackungseinheiten. Zum einen das SD-Drive mit ausgedruckter Anleitung, zum anderen die vorformatierte SD-Card mit Flachbandkabel, Anschlusskabel der Spannungsversorgung, Jumper und zwei kleinen Schräubchen.

Die Anleitung ist ausführlich und gut verständlich geschrieben.

Bild 2 zeigt den Sampler im Originalzustand mit Remote und  externem SCSI Drive. Das Problem: Ein Datenaustausch mit SCSI-Medien ist mit modernen MACS inzwischen richtig kompliziert und auch kostspielig geworden – und auch der direkte Datenaustausch über die USB-Schnittstelle am AKAI S6000 funktioniert mit der aktuellen MAC-OS-Version nicht mehr, da die Software AKAI-SYS vom System nicht mehr akzeptiert wird. Der einfachste Austausch ist also tatsächlich aktuell über eine SD-Karte zu realisieren.

Bild 3:  Ein kleiner Zusatz zur Anleitung hier: Beim Ausbau des Floppy Drives waren noch zwei Schrauben unter der linken Seitenblende versteckt, welche ebenfalls gelöst werden müssen.

Bild 4 zeigt den korrekten Sitz des Flachbandkabels vom neuen SD-Card-Reader

Bild 5: Eine Kleinigkeit zu meckern: Das Stromanschlusskabel des Card-Readers sitzt auf Spannung. Hier hätten ca. 2-3 cm mehr Kabellänge gut getan.

Bild 6 zeigt die formatierte SD-Card von ranwdry in der Drive-List unter Utility.

Funktionscheck – done!  Auch das Kopieren einzelner Ordner vom ext. Laufwerk zur SD-Card funktioniert prima.

Der Umbau hat ca. 20 Minuten gedauert und war nicht sonderlich kompliziert. Trotz allem sollte man elektrische Geräte als Laie nicht unbedacht öffnen. Selbst wenn man zuvor das Gerät von der Spannungsquelle (Stromanschluss) gelöst hat, können Restspannungen im Netzteilbereich existieren. Außerdem sollte man stets eine ESD (electrostatic discharge) geschützte Arbeitsfläche haben. Statische Aufladung bzw. Entladung kann mitunter empfindliche Bauteile im Gerät beschädigen. Ich empfehle daher selbst bei solchen Umbauten für unerfahrene User, einen Fachmann zu Hilfe zu ziehen oder den Umbau direkt bei rawndry.de vornehmen zu lassen.

Hier das finale Gerät nach dem Umbau:

Fazit

rawndry ist ein toller Service für Freunde von Vintage-Samplern. Qualität und Preis stimmen und obendrein gibt’s noch eine freundliche Beratung.

Preis

  • SD-Card Set für AKAI S6000: 165,- Euro plus 5,90,-Euro Versand
  • Einbau durch rawndry.de: 35,- Euro
Forum
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    Son of MooG  AHU

    Auch wenn Hip-Hop für mich Folter ist, kann ich den Hang zu alten HW-Samplern nachempfinden. Meinen Mirage werde ich nie verkaufen und meinem S01 muss ich irgendwann noch ein neues Laufwerk spendieren. SD-Cards oder USB-Emulatoren wären für mich nur als Erweiterung interessant, weil ich noch haufenweise Disketten habe…

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      Mark-Rawndry

      Erweiterung geht leider nicht. Man kann nur entweder das Original Floppy einbauen ODER einen Floppy Emulator. Eine Lösung wäre, dass man die Floppies an einem alten PC mit Floppy in Disk-Images umwandelt um diese mit dem Floppy-Emulator zu nutzen.

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    Sudad G  

    Toller Bericht! Genau, was ich suche.
    Ich arbeite – trotz guter Software-Sampler heutezutage – zusätzlich auch noch mit Hardwaresamplern (S-1100, Roland S-750, Emu E-6400 Ultra, Kurzweil K200, Ensoniq EPS) wegen eines mir noch rätselhaften Phänomens.
    Der wesentliche UNterschied ist die mangelhafte Transpositionsqualität aktueller Softwaresampler. Bei den zahllosen Multisample-Natursound-Libraries faällt einem das zunächst gar nicht auf, aber gerade im elektronischen Musikbereich, wo man manchmal nur ein oder zwei Samples hat, die man über einen Bereich von einerhalben Oktave einsetzen möchte versagen die Softsampler. Der Sound kommt einfach nicht aus dem Quark trotz Hüllkurvenanpassung und Schnittpunktveränderung.
    Vielleich kann einer technisch erklären, was da passiert und warum Software-Sampler so mieß beim Transponieren von Samples klingen. Irgendwas läuft da technisch anders ab. So setze ich Hardwaresampler immer dann ein, wenn man nur wenig Samples zur Verfügung hat oder fette House-Chords generieren will.

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      Despistado  

      Ich bin mir nicht sicher ob die Qualität so schlecht ist. Ich hab nicht viel Erfahrung mit Softwaresamplern aber z.B. Kontakt kann schon recht gut Samples transponieren und zwar eigentlich besser als jeder Hardware-Sampler.
      Und darin liegt dann wohl auch der Unterschied begründet. Wenn man ein Sample in einem HW-Sampler 2 Oktaven tiefer abspielt dann ist es mit jeder Menge Schmutz und Artefakten versehen, weil es einfach tiefer abgespielt wird, während der SW-Sampler versucht den ursprünglichen Sound (Formanten, Klangcharakter, vllt. sogar die Länge des Samples) zu erhalten. Etwas was HW-Sampler gar nicht können.
      Aber dadurch klingt es natürlich ganz anders.

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        Mark-Rawndry

        für mich machen diese Artefakte und der Schmutz den ganze besonderen Reiz aus. Genau deshalb benutze ich die Sampler.

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    TobyB  RED

    Das Hauptproblem beim Anschluss per SCSI dürfte der Apdapter USB zu SCSI sein. Das SCSI IO Kit schlummert immer noch im MAC OS X und wurde letztmalig im SU 2015-008 gepatcht. Es ist nur kein direkter SCSI Port an den neueren Macs.

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        TobyB  RED

        Hallo PSV-DDV,

        ich brauchs ja nicht :) Hab nen ollen Mac, der eine Festplatte im Netz teil. Und jeder Rechner hat noch SCSI. Wobei deine Variante einfacher ist. Gibts in der Bucht ab 15 €. Müsste unter MacOS als USB 2.0 Device laufen.

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          psv-ddv  AHU

          Jo, Deine Variante ist die elegantere.
          Aber ich bin froh, daß ich meine alten SCSI Macs (IIFX, NuBus-PPC604, PCI-G3) im Keller parken konnte und wirklich nur für Kompatibilitätsnotfälle aufbewahre. Durch den SCSI Adapter komme ich zum Glück mittlerweile mit einem einzigen Rechner aus.

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            TobyB  RED

            Hallo PSV,

            ich hab mich vertippt, jener Mac muss es heissen nicht jeder Mac ;-) Ich würde die alten Schätzchen auch noch behalten und pflegen. Macs sind da sehr dankbar. Ich besitze auch meine ollen Macs Power Mac 9600 und Power PC 7400. Läuft :-) SCSI habe ich wegen des Studiums anständige Scanner hatten das damals. Der nette Nebeneffekt war halt das man die Kiste auch als Backupserver nutzen konnte.

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              psv-ddv  AHU

              Ach ja, die alten SCSI Scanner :-)
              Ich erinnere mich gut. Mit den Teilen konnte man wunderbar auch mal ein 3D Geländemodell fotografieren. Hab ich auch noch irgendwo im Keller. Ich fürchte nur, das Thema führt hier wohl auf gut ausgeleuchtete Abwege ;)

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                TobyB  RED

                Hallo PSV DDV,

                hier gehts ja nicht um Licht sondern um Töne. Wobei mein erster und derzeit einziger Sampler der Volca Sampler ist. Ich wollte immer mal einen EMU anschaffen aber mehr als den Romplern und einem Proteus und Procussion hab ich nicht :-) Also die SCSI Schnittstelle in Mac OS X funktioniert, entweder mit einem Adapter oder in älteren mit einer Einsteckkarte. Ist total unproblematisch. Unter Windows ist das etwas schwieriger aber auch lösbar. Apdaptec unterstützt noch jede Menge Karten in W10.

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    MidiDino  AHU

    Oh, ich freue mich, zu erfahren, dass es für meinen betagten E-IV-Sampler eventuell Möglichkeiten gibt. Er ist der beste Sampler in Jazz und Klassik, mit dem ich je gearbeitet habe, zieht man in Betracht, dass Libraries erforderlich sind, die überwiegend nicht von E-mu stammen, sondern … zu konvertieren waren und als besonderes Image auf CD gebrannt werden mussten, um einlesbar werden zu können …

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    costello  RED

    Auch wenn Marks Vorlieben ja klar bei den 12-Bit-Samplern liegen, hätte ich mich gefreut zu hören, wie er die 16-Bit-Sampler von Roland (750/760/770) einschätzt. Die Bedienung am Gerät ist ja ziemlich grausam, die Filter klingen aber meiner Meinung nach sehr schön.

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      psv-ddv  AHU

      Der hervorragende Klang der grossen Roland Sampler ist sogar in Hollywood legendär. Lassen die sich nicht sogar ganz easy über ein Maus/Bildschirm Interface bedienen?

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      Mark-Rawndry

      Es stimmt, die Bedienung ist mühselig ohne externes Display, auch die Original-Maus ist behäbig mit der Kugel. Es gibt aber dafür moderne Lösungen mit Adapter, so dass man eine moderne optische Maus benutzen kann. Und als Display gibt es kleine kompakte 7″ Displays, die nicht viel Platz wegnehmen.

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    iggy_pop  AHU

    Ich finde es erstaunlich, daß selbst die letzten großen Akai-Schlachtschiffe S-5000 und S-6000 mittlerweile in die Kategorie „Vintage“ fallen, ebenso die Emu EOS Sampler.
    Gerade in diesem Bereich scheint sehr viel sehr schnell obsolet geworden zu sein (vor allem im Bereich der Speichermedien).

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    Syncla

    Kann ich nur empfehlen. Toller Typ mit viel Tech-Know-How. Habe schon einen Emax SE-Plus KB von Mark gekauft. Wie neu und technisch auf neustem Stand. Für „Norddeutsche“ sowieso die einzige Adresse.

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    Despistado  

    Ich finde es gut, dass es solche Shops gibt.
    Aber so neu ist das eigentlich nicht.
    Es gab auch mal einen Anbieter namens SCSI4samplers, die haben auch allerlei Umrüstkram für Sampler verkauft, u.a. eben auch Kits zum Einbau von SD-Karten statt Festplatten usw.

    Ich wollte auch mal meinen S5000 mit einer solchen SD-Karte ausrüsten, hab dann allerdings in einem Akai-Forum gelesen, dass es da Probleme geben kann, u.a. die dass es recht lange dauert bis der Sampler die Karte als Festplatte erkennt, weswegen dann eben Datenübertragungen unnötig lange dauern können.
    Scheinbar gibt’s damit unterschiedliche Erfahrungen. Ich hab mich dann damals für eine ext. echte SCSI-Festplatte entschieden, 70 oder 80GB Speicher, tut ihren Dienst und an den PC ist sie auch angeschlossen.
    Geht auch.

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    SimonChiChi  

    Vielleicht sollte ich doch ich mir doch noch irgendwann einen Hardware-Sampler (Vintage) zulegen. Wollz ihr (amazona) da mal einen „Einkaufsführer“ machen? Auf was man achten muss und was für wen empfehlenswert ist? Grüße, Simon

    • Profilbild
      Despistado  

      Das gibt es eigentlich schon teilweise, es gibt ja (recht aktuelle) Testberichte zu (relativ alten) Samplern, wie die Emulatoren, Akai Sampler, Kurzweil K-Serie usw.

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    lightman  AHU

    Ich habe von Mark-Ephraim diverse Zubehörteile gekauft, guter Mann. Hoffentlich führt die Sache nicht wieder zu ’nem Hype, der die Preise für alte Sampler ins Unermessliche steigert, so wie das unnötigerweise bei vielen klassischen Synths der Fall ist.
    .
    An Samplern habe ich einen S2000, S20 und Ensoniq Mirage, alle Geräte sind in ständigem Einsatz.

  11. Profilbild
    psv-ddv  AHU

    Auf Amazona gibt es ja dankenswerter Weise gute Testberichte über fast alle der alten Kisten bis hin zu den ganz harten Drogen wie Synclavier und Fairlight. Wenn man sich da mal durchwühlt bekommt man schon einen guten Eindruck.
    Ich muss mich sehr zusammenreissen mir nicht wieder den Roland S50 und den Ensoniq ASR10 zuzulegen. Hach…, die Erinnerungen :-)

  12. Profilbild
    T.W.G

    Solche Menschen und Shops sind immer eine Bereicherung!

    Ich bin sogar heilfroh, dass er KEINE OLED-Displays verkauft sondern LCDs. Die Haltbarkeit der OLEDs ist begrenzt und die werden keine 20-30 Jahre schaffen wie die LCDs der meisten Synthis, Sampler usw.

  13. Profilbild
    AMAZONA Archiv

    Super wenn er davon leben kann wenn er alten Samplern auf die Beine hilft. Ich finde die Wandler in Akais S-Serie immer noch spitzenmäßig, nur ist das kleine LCD schwer zu ertragen. Den EMU IV hatte ich mir mal zusammen mit einem AKAI S3000 zusammengedengelt und mit raren Yamaha SCSI-Controllern betrieben die auf SD-Karten gespeichert haben. War cool aber zeitaufwendig und nahm viel Platz im Rack ein. Ein ASR-10 bleibt ewig ungeschlagen. Der ist super schnell bedienbar, hat ein spitzen Keyboard und kann bis zu vier simultane Effekte, die sogar über aktivierte Sample/Track Inputs am Mischer anliegen können. Leider ist der bei Vollauslastung nicht ganz betriebsstabil gewesen, was an heißen Rams im Vollausbau gelegen haben soll. Ich habe hier noch ein „best of rams“ 80ns, 8 rams pro 4MB Modul, Single-Sided Kit liegen das einen gut erhaltenen purple ASR sucht. Dann mit aktivem Lüfter und/oder offener Ram-Klappe. ;)

  14. Profilbild
    simonstein

    Endlich jemand, der uns die teuren Versandkosten von mpcstuff.com erspart. Ich hoffe, dass Mark in Zukunft noch mehr Parts für die neuren MPCs anbieten wird.

    • Profilbild
      Mark-Rawndry

      ich kann bei Bedarf auch Sachen bei MPCStuff mitbestellen. Mache in regelmäßigen Abständen eine Order da.

  15. Profilbild
    Marcus_Kiel   1

    Hey Ho,

    ich habe in den letzten Jahren meine Sampler komplett auf CF-Karten umgerüstet, 1x ESI4000, 1x Roland S-760, 1x Roland S-770 (SCSI CF-Reader) und auch meinen Roland VP-9000 (IDE CF-Reader), was allerdings die Hölle war, da der VP-9000 nur „Industrial“ Karten lesen kann… tja, bis man das erstmal checkt…
    Wer zu den Roland Samplern fragen hat…
    Den ESI will ich jetzt verkaufen, die anderen werden mit mir alt. Ich finde, Hardware rockt!

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