Resynthese mit Bildern und Audio
GCS Spectral Synthesizer ist ein additives Synthesizer-Plug-in, das mittels Resynthese Audiosamples und Bilddateien in Klänge umwandeln und diese manipulieren kann. Eine regelrechte Spielwiese für Klangexperimente.
GCS Spectral Synthesizer
Einfach eine Audio- (wav, aif, flac) oder eine Bilddatei (png, jpg) per Drag & Drop auf das Plug-in schieben und fertig ist der Sound, der sich dann polyphon spielen lässt. Die Datei wird spektral aufgeschlüsselt und durch die Synth-Engine wiedergegeben. Verlauf und Länge des Klanges wird durch das Bildformat bzw. das Audio-Sample bestimmt.
Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Die Abspielgeschwindigkeit lässt sich drastisch verändern, was auch drastische Änderungen des Klangs bewirkt. Aus einer atmosphärischen Soundscape wird ein perkussiver Effekt, während die Tonhöhe natürlich gleich bleibt.
Zur weiteren Bearbeitung sind ein Multimode-Filter, Hüllkurven, LFO und Effekte (Delay, Reverb) vorhanden. Außerdem kann mit Wow&Flatter eine Drift erzeugt werden und Noise lässt sich hinzumischen.
Die so erzeugten Klänge können über den Bildschirm des Plug-ins weiterführend bearbeitet werden. Mit dem Brush-Tool lassen zusätzlich Obertöne einzeichnen oder auch aus dem Spektrum löschen. Auch ohne zuvor geladenen Datei können Klänge gezeichnet und mit Hilfsfunktionen erweitert werden. Die Teiltöne lassen sich auch über den Partial Mixer mit 32 bipolaren Fadern gezielt regeln.
Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Mit zwei Generate-Funktionen können auch bestimmte Muster oder geometrische und sogar Mandala-ähnliche Figuren auf Knopfdruck erzeugt werden.
GCS Spectral Synthesizer ist in den Formaten VST3, AU und AAX (macOS, Windows) verfügbar. Das Plug-in kostet 69,- US-Dollar. Eine 10 Tage lauffähige Demoversion steht zur Verfügung.
































Im Vergleich zum Silhouette 1 Synthesizer geradezu ein Schnäppchen. Auch wenn ersteres vermutlich mehr Spaß macht. Aber ich musste sofort an den Silhouette denken. Obwohl mich die Technik sehr begeistert, würde mir das nur wenig für meine Produktionen nutzen. Denn, mein Eindruck ist sowohl bei dem Plugin als auch beim Silhouette immer, dass die Grundklänge relativ identisch bleiben und nur Nuancen sich ändern. Dennoch schau ich mir immer wieder Videos des Silhouette an. Die Möglichkeiten und auch die Klangmanipulation ist deart speziell, das man sich sicher sein kann, keiner auf der Welt hat den selben Klang erzeugt – Was gibt es einzigartigeres, als sein persönliches Foto in einen Klang zu modulieren, sein Gesicht, seine Zähne oder sein Mittagessen. Als finanzieller Einstieg würde ich mir das Plug-in kaufen. Die 69$ gehen meiner Meinung nach in Ordnung. Für alle anderen gibt es den Silhouette 1. – Übrigens ein deutscher Hersteller (Johannes Przygodda) und er erklärt auch den Silhouette persönlich in seinen Videos.
Das Prinzip, sich eine Waveform „selbst zu malen“, kannte man schon anno dunnemals vom (u.a.) Fairlight CMI. Nun kann man sich Bilddateien laden und wird feststellen, dass das hübsche Foto von Freund oder Freundin leider lange noch kein Garant für einen hübschen Sound ist. 😅 Ich seh das mehr als „Gimmick“. Reiner Zufall, ob da was Brauchbares bei rauskommt.