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Test: Gemini Slate 4, DJ-Controller

26. Februar 2015

Günstiger Controller-Spaß für Serato

Über mangelnde Auswahl auf dem Controller-Markt für das Serato-Ökosystem kann nun wirklich niemand mehr klagen. Mit dem Gemini Slate und Gemini Slate 4 kommt zum ersten Mal ein Serato-Controllerpaar auf den Markt, preislich eher im unteren Bereich angesiedelt und als Zwei- und Vierkanal-Version für rund 200,- bzw. 300,- Euro Ladenpreis verfügbar. Vorgestellt wurden die Slate-Controller bereits im Jahr 2014 auf der NAMM-Show im Bundle mit VirtualDJ, kamen aber danach nie auf den Markt. Nach dem Schulterschluss mit Serato und der Integration mit der abgespeckten Software DJ Intro nehmen wir den größeren Gemini Slate 4 unter die Lupe.

Slate4Angled-Serato pix

Das Layout ist weitestgehend klassisch gehalten und schnell durchschaubar für jeden, der schon mal einen Controller unter den Fingern hatte. In der Mitte liegt die Mixer-Sektion mit vier Kanälen (Deck 1 und 2 symmetrisch in der Mitte, 3 und 4 außen), einem Crossfader und je einem 3-Band-Equalizer plus Hochpass-Tiefpass-Kombo-Filter pro Kanal. Zwischen den Kanälen findet man den Endlos-Encoder fürs Scrollen durch die Library sowie Lautstärkeregler für Master und Kopfhörer. Cue- und Load-Buttons liegen unter bzw. über dem jeweiligen Kanalzug. Die Drehregler sind nicht gummiert, dafür erfreulich stabil, groß und gut genug positioniert, um Verwechslungen und Fummeleien vorzubeugen. Allerdings gibt es auf der gesamten Oberfläche nur eine Ausführung dieser Potis – eine andere Form oder Größe hätte helfen können, die Filter und Lautstärkeregler haptisch vom EQ zu unterscheiden.

Die Linefader (alle Faderwege betragen 45 mm) sind merklich schwergängiger als der Crossfader, von dem man zwar keine Wunder erwarten sollte, der aber für den günstigen Preis tatsächlich keine schlechte Figur macht. Die Kurve des Crossfaders ist in der Software einstellbar, und auch wenn der Slate 4 kein Methadon für Turntablists sein will, sind mit etwas Übung und kleiner Buffer-Einstellung durchaus brauchbare Ergebnisse zu erzielen. Auffällig: Die mittleren Linefader kommen in Nullstellung dem Crossfader gefährlich nahe und laden zum Fingerhakeln ein. Die Decks 1 und 3 sind fest der linken Seite des Crossfaders zugewiesen, Decks 2 und 4 liegen rechts, eine manuelle Zuweisung oder Deaktivierung ist in Serato DJ Intro nicht vorgesehen. Wenn man also das Signal von Deck 2 cutten will, unterbricht man immer auch Deck 4. Wer mit mehr als zwei Decks mixen und dazu den Crossfader nutzen will, muss das im Hinterkopf behalten. Austauschbar ist für den Nutzer keiner der Fader, kein Wunder in diesem Preissegment. Bei einem Schaden wird der Service der richtige Kontakt sein, um diesen zu beheben.

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