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Test: German Maestro JFB 8.35D, DJ-Kopfhörer

Klang

Klanglich bildet der JFB 8.35D einen Frequenzbereich von 20 Hz bis 27 kHz ab. Der maximale Schallpegel soll 101 dB bei 1 kHz an 35 Ohm betragen, das ist zugegeben kein Spitzenwert. (Im Vergleich: Der Sennheiser HD-25 SP-II schafft gute 114 dB bei 1 kHz, der AIAIAI TMA-2 DJ-Preset schafft 117 dB, der AKG K-267 landet bei 112 dB, jeweils laut Hersteller.)

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Unterm Strich ist dieser Wert eher erstaunlich gering. Sollte man sich jedoch auf diesen Wert verlasen, wäre man ebenso erstaunt, dass der Kopfhörer sofort klar macht, dass er mehr kann, als nur 101 dB zu erreichen. Was gefühlt beim „laut machen“ klar wird, zeigte auch der spontane Test ohne großen Versuchsaufbau: 114 dB bei 2154 Hz war die Ansage und der maximal erreichte Schallpegel über das Frequenzband gesehen. In Richtung 1 kHz sinkt der Pegel ab, dennoch leistet der JFB 8.35D mehr als nach diesem Wert erwartet.

Hinsichtlich des Frequenzklanges fiel sofort auf, dass der JFB 8.35D im Bassbereich nicht übermäßig präsent ist, eher ist der Bassbereich unterrepräsentiert. Der Bass ist hörbar, setzt sich aber unterhalb von geschätzt 100 Hz nur entfernt hörbar durch. Bei hohem Pegel wird dabei eher der hohe Frequenzbereich zu einem Problem, als dass der Bass kräftiger wirken würde.
Während der Bassbereich nun definitiv sehr milde ist, sind die Mitten und besonders die Höhen sehr diffizil, sehr sauber und präsent. Dies führt bei hohem Pegel definitiv dazu, dass sie beginnen, beißend zu klingen.

Für DJs, die sich im Mix an den mittleren und hohen Frequenzen orientieren, ist der JFB 8.35D demnach sicherlich klanglich geeignet. Ein DJ, der wie ich, Bassverlauf und Kick präsent im Klangbild haben möchte, wird spätestens im Club mit einem anderen Modell besser beraten sein. Was nicht besonders betont ist, kann auch nicht durch eine erhöhte Lautstärke ausgeglichen werden. In meinen Augen ist der JFB 8.35 in den unteren Frequenzbereichen unterdurchschnittlich präsent. Glücklicherweise ist das Klangbild für jeden Nutzer noch etwas Subjektives, ebenso wie der Sound, der von jedem DJ selbst gewünscht wird. Es hilft also nur mal wieder: anhören.

Die Isolation durch die Ohr-umschließenden Kopfhörer ist vollkommen in Ordnung. Hier liegen Druck und Dämmung in einem guten Verhältnis, die großen Ohrmuscheln umschließen das Ohr fest und ohne zuviel Druck, sorgen aber für einen angenehmen abgeschlossenen Raum.

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Qualität

Zu der Haltbarkeit des Modells gibt es ein sehr stumpfes und doch zugleich lustiges Video des Herren DJ JFB selbst mit allen erdenklichen Zerstörungsmöglichkeiten eines DJ-Kopfhörers. Über drei Minuten verzweifelter Versuch diesen Kopfhörer zu zerstören, das kann man sich gerne einmal anschauen.

An sich kann man diesem Video nur anschließen. Der Bügel des Kopfhörers wirkt wirklich unzerstörbar. Man kann den Kopfhörer flach auf den Boden drücken, ohne Auswirkungen. Ebenso verhält es sich mit den Ohrmuscheln, die aus festem Kunststoff bestehen und keine Grund geben, die Haltbarkeit anzuzweifeln.

Leider wird dem Nutzer der Wechsel des Kabels auf eigene Faust verwehrt, was hinsichtlich von häufiger auftretenden Kabelbrüchen oder anderen möglichen Schäden an einem Kabel leider ein Negativpunkt ist. Hier bietet der Markt nicht ohne Grund reichhaltiges Angebot an Ersatzkabeln sowie verschiedenen Modellen an Kabeln. Auch wenn das Kabel des JFB 8.35D sehr stabil wirkt, gute DJs bekommen mit den Komponenten „schlechte Verpackung“ und „viel Nutzung“ jedes Kabel kaputt.

Im wahrsten Sinne des Wortes: Ein Stück Kopfhörer

Im wahrsten Sinne des Wortes: ein Stück Kopfhörer

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Forum
  1. Profilbild
    AQ  AHU

    Egal wie das Ding tönt, so etwas hässliches gehört auf keinen Kopf, ausser du bist Scheintot und siehst eh nicht mehr um was es geht… ;-(

  2. Profilbild
    AMAZONA Archiv

    „[..] Auch das Design wirkt ein wenig veraltet [..]“?
    Das ist aber eine sehr freundliche Umschreibung für „80er-Proll-Look für pubertierende Mofaschrauber“.
    Selbst beim Versuch, soviel Subjektivität wie möglich beiseite zu lassen: Das ist mit weitem Abstand der hässlichste Kopfhörer, den ich je gesehen habe. Daneben wirken ja selbst die möchtegernschwanzverlängernden Beats edel und seriös…..

  3. Profilbild
    Johannes Bollmann  RED

    Das konnte ich natürlich in dem Bericht nicht so ausdrücklich schreiben, aber ja, ich schließe mich hier mit meiner ganz persönlichen Meinung an: Schön ist anders – definitiv.

  4. Profilbild
    maddin808  

    Was das Design angeht ist das Teil wirklich sperrig, aber irgendwie kann ich dem etwas abgewinnen. Eine Art „80er-Knight-Rider-Proll-Chique“ irgendwie (wenn es so etwas geben kann). Auf jeden Fall erfrischend für meine Augen. So, wie ich lieber eine klassische Stereo-Anlage in schwarz mit goldener Schrift sehe, als so einen modernen, silbernen Edelreceiver. Aber so, wie Bolle den Klang beschreibt, ist das Teil nicht nützlich ;-) Klingt nach Ohrenschmerzen. Also mein Einwand ist ein anderer, aber nicht minder schwerwiegend.

  5. Profilbild
    NicGrey  

    Naja, sieht irgendwie aus wie ein Gehörsschutz für den Bauhandwerker oder den Sportschützen.

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