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Gibson Les Paul Traditional 2015, E-Gitarre

31. März 2015

Paula, immer in guter Stimmung

Unsere unter die Lupe genommene Les Paul Traditional 2015 zeigt sich in einem auffällig schönen, transparenten Hellblau und ermöglicht somit den Blick auf die aufregend gemaserte Ahorndecke. Die Gibson  Les Paul Traditional 2015 ist auch noch in den Farben Tobacco Sunburst, Heritage Cherry Sunburst, Placid Purple und Honey Burst zu erstehen. Preismäßig unterscheiden sich die verschiedenen Farbvarianten etwas, unser Ocean Blue Testmodell siedelt sich preislich etwa in der Mitte der oben genannten Kandidaten an.

Lieferumfang und Werkseinstellung

Die Gibson Les Paul Traditional 2015 kommt im goldenen Hartschalenkoffer, der einen sehr stabilen und wertigen Eindruck macht. So darf man erwarten, dass das gute Stück über eine lange Zeit gut geschützt und sicher transportiert bzw. aufbewahrt werden kann. Zum Laden des motorgetriebenen Stimmsystems wird das passende G-Force Ladegerät mitgeliefert. Die Traditional 2015 ist ab Werk bereits vernünftig eingestellt, bietet aber noch geringfügig Spielraum zur Verbesserung der Saitenlage.

Koffer

— Goldener Hartschalenkoffer —

Ausstattung

Korpus und Hals sind, wie bei einer Gibson Les Paul zu erwarten ist, aus Mahagoni gefertigt. Laut Gibson wurden hier nur beste und ausgesuchte Hölzer verwendet. Die Rückseite des Korpus ist der Decke entsprechend dunkelblau lackiert, aber die schöne Maserung des Mahagoni ist noch zu erkennen, sehr schick. Auch der Hals ist auf die gleiche Weise lackiert. Da die Bilder der Les Paul Traditional 2015 vom Hersteller im Internet für meinen Geschmack etwas artifiziell aussehen und ihre wahre Schönheit darauf nicht ausreichend zur Wirkung kommt, habe ich sie sicherheitshalber noch einmal selber abgelichtet.

paula2015

— Blue Beauty —

Die Gibson Les Paul Traditional 2015 weist die von Gibson üblicherweise verwendete Mensur von 628 mm auf. Das Griffbrett wurde erwartungsgemäß aus Palisander gefertigt und in etwas stärkerer Ausführung gewählt. Diese Maßnahme soll laut Hersteller für ein besseres Sustain sorgen. In das Griffbrett wurden zur Orientierung, die ebenfalls bekannten Trapezeinlagen gekonnt eingelassen. Hardwaremäßig darf man die vertraute vernickelte Tune-o-Matic- Brücke, in dieser allerdings sechs Titaniumbrücken zum Einsatz kommen, welche sich ebenfalls positiv auf das Sustain auswirken sollen und ein vernickeltes Stop-Tailpiece zur Kenntnis nehmen. Ein schönes Feature ist der Sattel, der in der Höhe justierbar ist, so kann sich z.B. der Slidegitarrist bei Bedarf eine höhere Saitenlage verschaffen. Das Schlagbrett ist auf Wunsch abnehmbar, ohne Löcher zu hinterlassen.

Bei der Fertigung dieses Modells kamen keinerlei gewichtsreduzierende Maßnahmen wie z.B. das „Chambering“, bei dem das Gewicht mittels Bohrungen im Korpus reduziert wird, zum Einsatz. Aufgrund dessen bringt unsere getestete Les Paul ein Gewicht von satten 4,6 kg auf die Waage. Das kann bei einem langen Gig schon mal auf die Knochen gehen.

Klangbeispiele
Forum
  1. Profilbild
    AMAZONA Archiv

    Ich war wirklich kurz davor, mir eine 2015er Gibson zu kaufen, zumal ja seit dem letzten Modelljahr auch die Qualitätsprobleme verbessert sein sollen. Aber das E-Tuning hat mich abgeschreckt. Gitarren sind für mich Instrumente für die Ewigkeit. Ich habe schon mehrere Gitarren über mehr als 20 Jahre gespielt. Aber wie wird wohl das G-Force in 10 oder 20 Jahren aussehen geschweige denn funktionieren? Ich will sowas an einer Gitarre nicht fest verbaut haben. Und damit stehe ich nicht allein, wie man im Internet allerorten lesen kann. Ich verstehe nicht, dass Gibson das einfach ignoriert. Mir kanns egal sein. ich habe mich inzwischen für einen anderen Hersteller entschieden.

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      Stephan Güte  RED

      .. sehe ich ganz genau so! Es passt auch einfach nicht zur sonst sehr edlen Optik und Haptik, abgesehen von der Zuverlässigkeit in ein paar Jährchen. Meiner Meinung nach wäre ein guter Sattel und eine gute Arbeit vom Gitarrenbauer sinnvoller, um Stimmproblemen vorzubeugen :)

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        AMAZONA Archiv

        Es gibt ja Leute die behaupten, der breite, massige Hals soll Problemen der Halsgeometrie durch wilde Stimmungsexperimente, wie sie mit dem G-Force vorprogrammiert sind, vorbeugen. Und ich dachte anfangs wirklich, da hätte mal jemand an große Menschen mit Riesenhänden wie mich gedacht …

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    HuhHuh

    Ich finde man kann den ganzen Kram den sie für 2015 verändert/eingebaut haben schon machen. In der Futura- oder in irgendeiner noch zu erfindenden neuen Serie, da können sie sich dann die nächsten Jahre total dran austoben. Aber – Traditional – das sagt doch schon der Name, dass man die in Ruhe lassen muss.

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    oro

    Sehr gute und aussagekräftige Soundbeispiele! So kann man sich auch etwas unter der Gitarre vorstellen.
    Das Gewicht ist nicht ganz ohne und das Tuningsystem ist auch nicht jedermanns Sache, trotzdem oder gerade deshalb eine interessante Gitarre.
    Wenn Gibson nun auch endlich mal seine Qualitätskontrolle in den Griff bekommt (bekommen hat), kann man sich sowas auch mal wieder antun.

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