Gotharman‘s SpazeDrum Black – Drum-Synthesizer mit neuen Filtern

22. September 2020

Jetzt mit SSI2140 und Touchscreen

Gotharman kündigt mit der SpaceDrum Black eine überarbeitete Version des Drum-Synthesizers an. Die blaue Version bleibt aber weiterhin im Programm des dänischen Herstellers.

gotharman's spazedrum black drum synthesizer

Die SpazeDrum (blau) wurde erst Anfang dieses Jahres vorgestellt. Es ist ein vierstimmiger Drum-Synthesizer mit Sequencer und Effekten. Die hybride Klangerzeugung kombiniert digitale und analoge Komponenten (siehe frühere Meldung unten).
In der neuen Black-Version kommen anstelle der SSI2144 Filter-Chips nun SSI2140 Filter-Chips zum Einsatz. Laut Gotharman unterscheiden sich diese beiden im Klang deutlich und damit auch die damit erzeugten Sounds. SpazeDrum Black soll sauberer klinegn, während SpazeDrum Blue einen „crunchy Sound“ bescheinigt wird. Außerdem kann bei SpazeDrum Black die Flankensteilheit auf 6 dB, 12 dB oder 18 dB eingestellt werden, während die blaue Version ausschließlich mit 24 dB arbeitet.
Zusätzlich ist es bei der Black-Version möglich, für die analogen Oszillatoren zusätzlich Harmonics in vier Stufen einzustellen.
Ein weitere Verbesserung ist der Touchscreen, der auch als X/Y-Controller eingesetzt werden kann und die Eingabe der Werte für den Stepsequencer sowie die Anwahl von Menüs vereinfacht.
Die weiteren Features sind gleich geblieben.

gotharman's spazedrum drum synthesizer rear

Die Rückseite mit Outputboard

Gotharman‘s SpazeDrum Black kann ab sofort vorbestellt werden. Das Basismodell kostet 1.394,- Euro. Als Erweiterung gibt eine Outputboard mit vier separaten Ausgängen für 220,- Euro sowie blaue LEDs für alle 16 Steps (100,- Euro) oder nur für die Steps 1, 5, 9 und 13 (40,- Euro) zzgl. Versand.

Ab hier die Meldung vom April 2020

Als Gotharman’s SpazeDrum vor zwei Monaten erstmals angekündigt wurde, standen noch nicht alle Spezifikationen fest. Inzwischen ist die Entwicklung soweit abgeschlossen, dass ab sofort Vorbestellungen angenommen werden. Die Auslieferung soll ab Juni beginnen.

Gotharman's SpazeDrum drum machine

Die SpazeDrum ist ein Drumsynthesizer mit vier analogen Stimmen, die ihrerseits wiederum jeweils vier Parts besitzen, was 16 insgesamt ergibt. Es gibt verschiedene Algorithmen für die analoge Engine: Percussion, Cymbal, Clap, Synthesizer. Daneben steht auch ein digitaler Oszillator zur Verfügung, der unterschiedliche Modi besitzt: Waveform, Resonator, Percussion Oscillator, Cymbal Oscillator, Clap Oscillator und Sampler. Eigene Samples im WAV-Format können improtiert werden.

Was an SpazeDrum noch auffällt ist, dass die Maschine im Gegensatz zu Little Deformer u.a. kein Touchdisplay verwendet wurde. Die Bedienung erfolgt also über Menüführung und Reglereingabe.

Gotharman’s SpazeDrum kostet 1.260,- Euro bei Preorder. Außerdem gibt es verschiede Optionen: vier analoge Ausgänge: 220,- Euro, blaue LEDs: 100,- Euro oder blaue LEDs auf Steps 1, 5, 9, 13: 40,- Euro.

Gotharman’s SpazeDrum Spezifikationen

-Each part can be configured as an analog drum sound
or a digital sound/sampler with 2 analog filters
-2 filters and 2 insert effects per part
-2 output effects
-Sample wav import (18 minutes/2047 samples)
-Sequencer with 16 note tracks and 64 knob tracks
-64 random generators, 16 LFO’s
-Stereo out
-Morphing

Ab hier die Meldung vom 1. Februar 2020

Gotharman’s SpazeDrum Analog Drum Synthesizer ist noch ein Prototyp, den der umtriebige dänische Hersteller aber schon mal mit einigen Videos vorstellt.

Gotharman's SpazeDrum

Gotharman’s SpazeDrum – Prototyp

Leistungsdaten gibt es zum Gotharman‘s SpazeDrum noch nicht. Die in Blau gehaltene Drummachine ähnelt vom Gehäuse her dem Little Deformer. Das für Gotharman‘s typische Display ist vorhanden, wie auch Tasten für den Stepsequenzer. Da das Gerät weniger tief ist, sind nur sieben Drehregler statt der 11 des LD3 vorhanden.

Ob die Beschriftung über den Step-/Funktionstasten zutreffend sind oder nur von bisherigen Layouts übernommen wurden, lässt sich nicht sagen. Jedenfalls findet sich dort Menüs für Oszillatoren, Filter, EFX, LFO, ENV, Randomize und weiteren Systemfunktionen.

In den Clips werden verschiedene Arten von Drums demonstriert. Die Percussion-Oscillators dürften mit den als Update nachgelegten Algorithmen für Little Deformer 3 und Tiny LD identisch sein. Es werden „Analog Drums“ gezeigt, die von klassischen Synth-Percussion bis zu heftigen, verzerrten Drums reichen. Außerdem gibt es einen Clip, bei dem von den FM-Fähigkeiten explizit Gebrauch gemacht wird.
Außerdem wird ein einem Post angekündigt, dass SpazeDrum auch in der Lage sein wird, Samples zu importieren. Allerdings ist die Entwicklung noch nicht so weit fortgeschritten.
Wir behalten die Entwicklung von Gotharman‘s SpazeDrum im Auge.

Die Percussion-Algorithmen für Little Deformer und Tiny LD beinhalteten folgende Modelle, die vermutlich auch im SpazeDrum zu finden sind:

Percussion Oscillator 1 besitzt zwei „Percussion Waves“, die gegeneinander verstimmt werden können und vom Noise sowie anderen Quellen des Synthesizers sich frequenzmodulieren lassen. Ein Attack-Parameter emuliert das Anschlaggeräusch. Der Oszillator eignet sich besonders für Kicks, Snares und Noise-Sounds.

Percussion Oscillator 2 ist mit dem ersten fast identisch, nutzt jedoch „Squared FM Noise“ zur Modulation und eignet sich daher mehr für HiHats und Cymbals.

Percussion Oscillator 3 arbeitet ebenfalls mit zwei „Percussion Waves“, die jedoch ringmoduliert werden. Ansonsten ist hier ebenfalls eine Frequenzmodulation durch Noise und alle anderen Quellen der Synthesizer möglich. Auch hier gibt es die Attack-Hüllkurve. Dieser Algorithmus soll gut für HiHats, Toms und Bell-Sounds sein.

Der Cymbal Oszillator ist ein Mix aus mehreren „Square Waves“, die sich gegenseitig bis in den FM-Bereich modulieren und so komplexe metallische Klangfarben erzeugen.

Forum
  1. Profilbild
    Filterpad  AHU

    Schade! Schaut von der Größe aus wie eine Volca. Dachte beim ersten Anblick an was echt großes. Vielleicht kann man sie mit den Volcas verknüpfen?

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    Emmbot  AHU

    „neun Drehregler“ Ich zähl sieben. So genug klug gesch…

    Der ist doch größer als ne Volca. Ich würde so auf 2 Volca nebeneinander tippen.

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    mfk  

    Eigentlich ein schönes Hybrid-Produkt. Ein bisschen Digitone + Volca Drum + ALPHA BASE.
    Wäre für ca. 500-600€ sicherlich ein no-brainer.
    Die Soundbeispiele klingen in meinen Ohren etwas harsch; hoffentlich kann er auch anders.
    Dass das Display rechts von den Potis ist, wird alle Linkshänder freuen.
    Das ist auch bei der Jomox ALPHA BASE so, die ich mir tatsächlich dann eher zulegen würde.

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