Green Box: AKAI S3000, S3200, S2800, 16 Bit Sampler

Modellunterschiede innerhalb der S-3000 Serie

Im Folgenden finden Sie die wichtigsten Details, worin sich die einzelnen Modelle voneinander unterscheiden.

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S2000

Er ist in einem 2 HE Gehäuse untergebracht, kann optional mit 16 MB ROM Card ausgerüstet werden, hat keine XLR-Anschlüsse, die Einzelausgänge sind optional erhältlich. Außerdem hat er nur ein kleines LC-Display. Dafür ist das SCSI Interface bereits werksseitig eingebaut.

S2800

Auch der AKAI S2800 hat das kleinere 2 HE Gehäuse. Es gibt weder Einzelausgänge, noch XLR-Anschlüsse. Und der RAM-Speicher ist maximal nur bis 16 MB ausbaufähig. Die Möglichkeit für eine interne Festplatte gibt’s genauso wenig wie für den SMPTE-Generator/Reader.

CD3000

Auch der AKAI CD3000 kann nur bis maximal 16 MB RAM aufgerüstet werden. Zudem hat er keine Recording Inputs, sondern sampelt nur vom internen CD-Laufwerk, das sowohl Audio CDs als auch CD-ROMs lesen kann. Mehrere CD-ROMs gehören zum Lieferumfang: East West Rock Drums, Dance/Industrial, Invision Lightware, The Hollywood Edge Super Single, Synthesized & Acoustic Sound Collection. Um die CD-ROM Inhalte zu individualisieren, gibt es eine Setup Funktion.

S3200

Hier ist die Grundausstattung des Speichers 6 MB, man kann optional intern ein Magneto Optical Drive einbauen, ebenso ein Digital Hi/Band/Low Pass Filter. Und das eingebaute Effektgerät stellt gleich 50 Typen bereit, darunter auch Reverb.

XL-Versionen

Ca. eineinhalb Jahre nach dem ersten Release, brachte AKAI sogenannte XL-Versionen auf den Markt. Sie boten bereits von Werk aus mehr Anschlüsse, die sonst nur optional angeboten worden waren. Außerdem befand sich eine Software an Board sowie die Editor-Software MESA im Lieferumfang.

Das Gehäuse hatte sich nur beim S3000 geändert. Der S3000XL musste nun in einem 2HE Gehäuse PLatz finden, während sein Vorgänger noch im großen 3HE Gehäuse angeboten wurde.

Gebrauchtmarkt

Die Preise für gebrauchte AKAI Sampler der S3000-Klasse sind durchweg im Keller, mehr Wertverfall geht kaum. Syntacheles listet derzeit den S3000 mit Euro 100,-, einen S2000 sogar mit nur Euro 70,-. Jeweils mit voll ausgebautem 32 MB RAM Speicher. Rechnen Sie mit etwas mehr, dann finden Sie leicht ein Angebot mit allem möglichen brauchbaren Zubehör. Da es das meiste davon nicht mehr neu gibt, ist das eine gute Idee. Durchaus interessante Alternativen zur diesen AKAIs sind die E-mu Systems Sampler der 90er, also etwa ein ESI-32 oder EIV sowie die Ensoniq Sampler der ASR-Serie, die in Sachen Leistungsbandbreite diese AKAIs teils übertreffen, eigene Klangcharakter haben und bei Fans der alten Hardwaresampler ebenfalls geschätzt werden.

Ursprüngliche Preise 1993

Hoch interessant ist auch eine offizielle AKAI-Preisliste vom 1. Juni 1993, die der Redaktion im Original vorliegt. Die hier hier gelistete Grundausstattung umfasste nur beim S3200 8MB Ram, alle anderen Modelle hatten nur 2MB Ram, der S01 sogar nur 1MB Ram:

  • AKAI S3200 10.990,– DM
  • AKAI S3000 8.099,– DM
  • AKAI S2800 5.790,– DM
  • AKAI CD3000 6.395,– DM
  • AKAI S01 2.030,– DM

Eine 8MB Speichererweiterung schlug 1.070,–DM zu Buche. Eine interne HD mit 100MB kostet gar 1.890,– DM. Und zum Schluss noch der Preis pro Sounddiskette: 16,–DM.

Klangbeispiele
Forum
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    MidiDino  AHU

    Danke für den historischen Bericht. Ich muss gestehen, dass die Akai 3000er Serie zwar für eine ansteigende Popularität von Samplern wichtig war, doch die Begrenzung auf 32 MB Speicher und die relativ wenigen Synthesizer-Funktionen machten die Serie für mich unbrauchbar. Zwar reichte der Speicher für einige Multisamples von Synthesizern oder Drums/Perc., doch es gab zu wenig Synthese-Funktionen, für Naturinstrumente langte hingegen der Speicher nicht. Ich griff erst auf einen Hardware-Sampler zu, als die E-mu E IV enstand.

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    tomk  AHU

    Die Dinger waren gebaut wie Panzer, erst ab der 3000 Serie für OttoNormal erschwinglich. Mein 900 leistete mir lange Zeit Dienste, einige dicke Scheiben wurden u.a. damit produziert. Stolz wie Oskar war ich als mein S3000XL im Rack hing. Da hängt er ungenutzt heute noch, denn Schleuderpreise werden der Legende nicht gerecht. Der nächste Schritt von Akai war der MPC 3000 (warum Akai dann da nicht wirklich weiter … ??!).

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    swellkoerper  AHU

    Die Akais hatten back in the day den Ruf von zuverlässigen, aber nüchternen Playback-Arbeitstieren. Für Synthesizer-Mojo waren wohl eher die E-MUs,Kurzweils oder Ensoniqs bekannt. Ein paar Hinweise auf typische Probleme dieser Baureihe wie ausgebrannte Displayfolien oder springende Taster wären noch toll gewesen, gerade wenn die Teile hier so gelobt werden. Wenn das Display dunkel bleibt, nützt der beste Workflow nichts ;-). Ansonsten guter Artikel, danke dafür.

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      AMAZONA Archiv

      Volle Zustimung beim Display. Der Gebrauchtpreis wäre wesentlich höher wenn man mit alten Augen noch alles gut ablesen könnte. MESA ist nicht mein Ding. Wenn das nicht wäre hätten wir coole Teile im Schrank. So ist jeder ASR-10 „behindertengerechter“. :)

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        k.rausch  RED

        Nun, unser Doc Analog hat die Display Folie von Midirakete kürzlich besorgt und im Dynacord ADD One erfolgreich verbaut.

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    AMAZONA Archiv

    Das Display bleibt trotzdem funzelig und kontrastarm. Hatte die Folie schon getauscht. Das hätte ab Werk besser gelöst werden müssen. Ein Umbau auf moderne Displaytypen ist auch nicht in Sicht. Für einen alten quasi Industriestandard ein schlechtes Ergebnis. Die MPC’s werden da besser versorgt.

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    doc analog  

    Ich finde das mit der Leuchtfolie gar nicht so dramatisch. Siehe auch Backlight im Soundcraft DC2000 Pult. Vermutlich gab es zu dieser Zeit nur die Alternative der LED Hintergrundbeleuchtung wie z.B. beim Alesis Midiverb, dann aber bei kleineren Displays.
    Trotzdem; Wenn das Display dunkel ist einfach die Folie erneuern und gut ist.
    @ Kyotonic: Ich weis was Du meinst, habe beim Casio FZ20 eine weiße Folie eingebaut anstatt blau, weil mir die Beleuchtung auch zu trüb war.

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      AMAZONA Archiv

      Hallo Doc! Puh, habe die Email nicht mehr aber es müsste die Pinke von Backlight4you gewesen sein. Macht das so einen Unterschied? Es war umso ärgerlicher weil der Akai S3000XL von mir mit CF aufgerüstet wurde. Das Ergebnis war dermaßen enttäuschend das ich alles wieder verkauft habe. Den Sampler an sich mochte ich sehr, nur sind meine Augen zu schlecht.

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    Despistado  

    Ich habe „nur“ den S5000 und kann daher zur S3000 Serie nicht wirklich etwas sagen, aber von neutraler Klangwiedergabe kann man zumindest beim S5000 nicht wirklich sprechen, denn in meinen Ohren hebt der höhere Frequenzen ziemlich stark an (ist aber auch abhängig vom Sample).
    Obwohl Anhebung eher nach EQ klingt und demnach nicht das ist was ich meine: Er fügt dem Klang höhere Frequenzen hinzu. Das kann mal gut klingen, aber auch nicht immer.
    Vielleicht ist das bei der S3000-Serie ja nicht der Fall.

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