Green Box: AKAI S3000, S3200, S2800, 16 Bit Sampler

Hinweis zum Audio Track

Die Werksdiskette namens Sample Wave Mixing liefert bei gerade mal 1,4 MB großzügige 40 Sounds. Wie geht das denn? Nun, cleveres Sampeln heißt bei einem Gerät dieser Epoche stets auch Speicherplatz sparen, kurze Loops erstellen, die eingebaute Engine für die Klangformung einsetzen und allerlei andere Tricks mehr. Beim Audio Track habe ich 22 Sounds dieser Diskette angespielt. Sie hören als kleine Zeitreise in die frühen 90er diese Reihenfolge: Bell Voice, Brass Pad, D Piano, Marimpad, Synthbass, Noiz Effect, Duckes, Ac Guit FX, Air Voice, Pipe Lead, Erdee PF, Bellpad, Elein, Jangle Feedback, Metarimba, Metal EPF, Power S-Bass, S Strg, Rez Pad, Wal Bass, Horn Pad, Vox Pad.

Fazit

Studiolegende und gelegentlich unterschätzter Sampler zugleich, das sind der S3000 und seine Kameraden auf jeden Fall. Aus dem früheren Arbeitspferd ist ein Vintage Sampler geworden, der eine Reihe praktischer Fähigkeiten ins Spiel bringt. Dazu zählt der autarke Betrieb mit einem stromlinienförmigen Workflow von A bis Z, der so manche aktuelle Lösung übertrifft. Nicht auf dem Gebiet der Feature-Liste, sondern beim Handling. Trotz kleinem Display! Durch die vielen erhältlichen Sample CD-ROMs sind die Möglichkeiten, den S3000 als Sample-basierten Synthesizer zu benutzen, seinerzeit weitgehend unter den Tisch gefallen, wodurch diese Möglichkeiten noch heute zu erkundendes Neuland bietet. Ein ideales Feld für Experimentierfreudige und natürlich auch für die, die ganz unkompliziert auf ein außerordentlich umfangreiches Angebot kommerzieller Sample Librarys zugreifen möchten. Da man ihn derzeit für einen Spaßpreis kaufen kann, ist da kaum was falsch zu machen.

Plus

  • praxisfreundliches Bedienkonzept
  • niedriger Gebrauchtpreis
  • populäres Sampleformat

Minus

  • Filter Resonanz Nutzfaktor eingeschränkt

Preis

  • je nach Ausstattung zwischen 100€ und 160€
  • (Syntacheles-Liste Stand 12.2015)
Klangbeispiele
Forum
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    MidiDino  AHU

    Danke für den historischen Bericht. Ich muss gestehen, dass die Akai 3000er Serie zwar für eine ansteigende Popularität von Samplern wichtig war, doch die Begrenzung auf 32 MB Speicher und die relativ wenigen Synthesizer-Funktionen machten die Serie für mich unbrauchbar. Zwar reichte der Speicher für einige Multisamples von Synthesizern oder Drums/Perc., doch es gab zu wenig Synthese-Funktionen, für Naturinstrumente langte hingegen der Speicher nicht. Ich griff erst auf einen Hardware-Sampler zu, als die E-mu E IV enstand.

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    tomk  AHU

    Die Dinger waren gebaut wie Panzer, erst ab der 3000 Serie für OttoNormal erschwinglich. Mein 900 leistete mir lange Zeit Dienste, einige dicke Scheiben wurden u.a. damit produziert. Stolz wie Oskar war ich als mein S3000XL im Rack hing. Da hängt er ungenutzt heute noch, denn Schleuderpreise werden der Legende nicht gerecht. Der nächste Schritt von Akai war der MPC 3000 (warum Akai dann da nicht wirklich weiter … ??!).

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    swellkoerper  AHU

    Die Akais hatten back in the day den Ruf von zuverlässigen, aber nüchternen Playback-Arbeitstieren. Für Synthesizer-Mojo waren wohl eher die E-MUs,Kurzweils oder Ensoniqs bekannt. Ein paar Hinweise auf typische Probleme dieser Baureihe wie ausgebrannte Displayfolien oder springende Taster wären noch toll gewesen, gerade wenn die Teile hier so gelobt werden. Wenn das Display dunkel bleibt, nützt der beste Workflow nichts ;-). Ansonsten guter Artikel, danke dafür.

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      AMAZONA Archiv

      Volle Zustimung beim Display. Der Gebrauchtpreis wäre wesentlich höher wenn man mit alten Augen noch alles gut ablesen könnte. MESA ist nicht mein Ding. Wenn das nicht wäre hätten wir coole Teile im Schrank. So ist jeder ASR-10 „behindertengerechter“. :)

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        k.rausch  RED

        Nun, unser Doc Analog hat die Display Folie von Midirakete kürzlich besorgt und im Dynacord ADD One erfolgreich verbaut.

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    AMAZONA Archiv

    Das Display bleibt trotzdem funzelig und kontrastarm. Hatte die Folie schon getauscht. Das hätte ab Werk besser gelöst werden müssen. Ein Umbau auf moderne Displaytypen ist auch nicht in Sicht. Für einen alten quasi Industriestandard ein schlechtes Ergebnis. Die MPC’s werden da besser versorgt.

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    doc analog  

    Ich finde das mit der Leuchtfolie gar nicht so dramatisch. Siehe auch Backlight im Soundcraft DC2000 Pult. Vermutlich gab es zu dieser Zeit nur die Alternative der LED Hintergrundbeleuchtung wie z.B. beim Alesis Midiverb, dann aber bei kleineren Displays.
    Trotzdem; Wenn das Display dunkel ist einfach die Folie erneuern und gut ist.
    @ Kyotonic: Ich weis was Du meinst, habe beim Casio FZ20 eine weiße Folie eingebaut anstatt blau, weil mir die Beleuchtung auch zu trüb war.

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      AMAZONA Archiv

      Hallo Doc! Puh, habe die Email nicht mehr aber es müsste die Pinke von Backlight4you gewesen sein. Macht das so einen Unterschied? Es war umso ärgerlicher weil der Akai S3000XL von mir mit CF aufgerüstet wurde. Das Ergebnis war dermaßen enttäuschend das ich alles wieder verkauft habe. Den Sampler an sich mochte ich sehr, nur sind meine Augen zu schlecht.

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    Despistado  

    Ich habe „nur“ den S5000 und kann daher zur S3000 Serie nicht wirklich etwas sagen, aber von neutraler Klangwiedergabe kann man zumindest beim S5000 nicht wirklich sprechen, denn in meinen Ohren hebt der höhere Frequenzen ziemlich stark an (ist aber auch abhängig vom Sample).
    Obwohl Anhebung eher nach EQ klingt und demnach nicht das ist was ich meine: Er fügt dem Klang höhere Frequenzen hinzu. Das kann mal gut klingen, aber auch nicht immer.
    Vielleicht ist das bei der S3000-Serie ja nicht der Fall.

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