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Green Box: Clavia Nord Modular G2, G2X, G2 Engine

19. August 2017

Modular on Screen mit Live-Feeling

Nord Modular G2

Nord Modular G2

Als im Jahr 1998 die schwedische Firma Clavia mit dem Nord Modular Synthesizer auf den Markt kam, überraschten sie viele Musikproduzenten durch ihr neuartiges Konzept: ein externer Modular-Synthesizer, bei dem man an einem angeschlossenen Rechner quasi ferngesteuert die Sounds aus frei konfigurierbaren virtuellen Modulen wie Oszillatoren, Filtern und Verstärkern mit virtuellen Kabeln zusammenbauen konnte.

Hatte man sich seine Sounds erst einmal erstellt, brauchte man den Rechner nicht zwingend zum Spielen und Editieren der Sounds. Man war mit der Nord Modular Hardware unabhängig. Dieses Konzept wurde von vielen Usern dankbar angenommen. 2004 ging die zweite Generation der Nord Modular Plattform an den Start – der Nord Modular G2 mit verkürzter Tastatur, sowie der Nord Modular G2X mit einer fünfoktavigen Tastatur.

Nord Modular G2

Die G2-Serie wurde von Clavia bis 2009 gebaut, hatte aber trotz ihres damals innovativen Konzepts nie den durchschlagenden Erfolg. Die produzierten Stückzahlen blieben daher relativ gering, weshalb die heutigen Gebrauchtmarktpreise im Vergleich zu anderen VA-Synthesizern seiner Zeit deutlich höher sind. Dazu kommt, dass sich der Nord Lead G2 eine feste Fanbase erschlossen hat, die ihren Liebling hegen und pflegen, was sich auch in zahlreichen Foren und Webseiten niederschlägt.

Mit der sogenannten „Engine“, einer schmalen (1 HE) 19″-Einheit, lag das Konzept auch als Klangerzeuger ohne Keyboard vor und war entsprechend günstiger. Für 2.000 Euro konnte man seinerzeit den G2 erwerben, die „Engine“ kostete rund die Hälfte, die vergrößerte G2X Version mit 61 Tasten lag bei ca. 2.500 Euro. Der aktuelle Gebrauchtmarktpreis beträgt für die G2-Version ca. 1.500 Euro.

Nord Modular G2

Mit dem Nord Modular G2 bzw. G2X stellte Clavia vor allem aber eine innovative Hardware vor, die großen Wert auf Live-Performance Features legt. Fünf Displays und acht sehr hochwertige Encoder (Endlos-Drehregler) mit LED-Kränzen lassen schon erahnen, was hier geboten wird.

Ob es dennoch heute noch sinnvoll ist, sich einen Nord Modular G2 zuzulegen, erörtern wir am Ende des Artikels und zeigen auch die aktuellen Alternativen auf, die es zwischenzeitlich am Software-Markt in reichlicher Auswahl gibt.

Ein kompletter Patch im Editor.

Ein kompletter Patch im Editor

Konzept

Das Nord Modular G2 System besteht grundsätzlich aus zwei Teilen: der Synthesizer an sich und der Software-Editor. Die Klangerzeugung findet im G2 selbst statt. Der Anschluss des G2 an den Rechner erfolgt via USB.

Man braucht den Editor auch nicht zwingend zum Spielen des G2, sondern nur zum Erstellen von Sounds. Dieser Vorgang entspricht dem „Patchen von Modulen“ (dem Verkabeln) bei einem Hardware-Modularsystem und dem anschließenden Einstellen der Parameter. Die fertig erstellten Sounds werden dann im G2 gespeichert und können ohne die Editor-Software gespielt und editiert werden – äußerst flexibel! Das Editieren bezieht sich hier auf das „Verändern der Parameter der verkabelten Module“. Daher möchte ich darauf hinweisen, die beiden Ausdrücke Erstellen und Editieren von Sounds im Rahmen dieses G2-Testberichts nicht zu verwechseln.

Es gibt den G2 als Keyboard („G2 Key“) und als Rack-Version („G2 Engine“). Beide haben die gleiche DSP-Leistung. Die G2 Engine kann allerdings ausschließlich über den Software-Editor oder über MIDI editiert werden. Die 61-Tasten-Version („G2X“) beinhaltet schon die DSP-Erweiterungskarte, die die DSP-Rechenleistung verdoppelt. Diese kann auch im G2-Key nachgerüstet werden.

der obere Teil eines Patches

Der obere Teil eines Patches

 Schnelldurchlauf

Die bei Clavia traditionelle Soundhierarchie wurde auch beim G2 wieder verwendet.

Es gibt vier Slots, denen man jeweils einen Sound namens „Patch“ zuordnen kann.

Man wählt dazu einen der Slots A bis D aus und „füllt“ diesen dann mit einem Patch.

Pro Patch sind beim G2 bis zu acht „Variations“ speicherbar. Diese basieren alle auf dem gleichen Patch, allerdings mit verschiedenen Parameter-Settings. Und noch mal anders erklärt: Da wir es hier ja mit einem Modularsystem zu tun haben, entspricht ein Patch einer „Verkabelung“ und die Variations den verschiedenen Parameter-Einstellungen.

Für den Live- oder Multimode-Betrieb gibt es den sogenannten Performance-Mode. Hier lassen sich bis zu vier Patches kombinieren und als eine Performance speichern.

Das Classic Filter ist eines von zwölf Filtertypen

Der G2 verfügt über ein weites Spektrum an Modulen. Von traditionellen Synthesizer-Bauteilen wie Oszillatoren, Filtern und Hüllkurven-Generatoren über Effekt-Prozessoren und Step-Sequencern bis hin zu Spezial-Modulen ist die Auswahl gigantisch. Insgesamt stehen mehr als 150 Module zur Auswahl. Nachfolgend ein Überblick über die interessantesten Bauteile in Auszügen:

  • Bereich Oszillatoren
  • Oszillator mit FM
  • Phase Modulation Oszillator
  • Shape Oszillator
  • Dual Oszillator
  • String Oszillator
  • Percussion Oszillator
  • Drum Synth
  • Noise Generator Bereich Shaper:
  • Clip
  • Overdrive
  • Saturation
  • Exp. Shaper
  • Wavewrapper
  • Static Shaper
  • Rectifier
  • Bereich Filter
  • LP 6-36 dB/oct
  • HP 6-36 dB/oct
  • Nord 12/24 dB/oct
  • Classic LP 12/18/24 dB/oct
  • Multi Filter 6/12 dB/oct
  • Static 12 dB/oct
  • Wah-Wah
  • Voice Filter
  • Vocoder
  • EQ Peak
  • EQ 2 band
  • EQ 3 band
  • Phase Filter
  • Comb Filter Bereich FX:
  • Stereo Chorus
  • Phaser
  • Flanger
  • Digitizer
  • Frequency Shifter
  • Reverb
  • Compressor
  • Bereich Sequencer
  • Event Sequencer
  • Level Sequencer
  • Note Sequencer
  • Control Sequencer

Die Envelope-, LFO-, Mixer-, Delay-, MIDI-Module etc. habe ich nicht vergessen aufzuzählen, sondern nur aus Platzgründen unterschlagen.

Farbige Textmodule kennzeichnen verschiedene Abschnitte

Der G2 Editor

Die Editor-Software ist für das Erstellen der Sounds (Patchen der Module) des G2 notwendig. Die Klangerzeugung findet im G2 selbst statt! Voraussetzung für den Betrieb der Editor-Software ist ein PC mit Windows 98SE/2000/XP und einem USB(1.1) Anschluss.

Die Installation unter Windows XP verlief problemlos. Zunächst ist der USB-Treiber zu installieren, dann sollte man die USB-Kabelverbindung zwischen PC und G2 herstellen und anschließend die Editor-Software installieren. Diese einfachen Schritte waren kein Problem und dauern ca. drei Minuten.

Jetzt kann es also losgehen mit dem Editieren der G2-Sounds. Wir starten die Software.

So sieht ein Nord G2 Patch im Editor aus.

So sieht ein Nord G2 Patch im Editor aus

Beim ersten Blick auf ein Patch im Editor fällt auf, dass hier alles sehr bunt aussieht. Aber wie sich gleich herausstellen wird, macht das wirklich Sinn.

Dank der Real-Time USB-Kommunikation werden die Editierschritte am Rechner direkt an den G2 gesendet. In die andere Richtung sieht das Ganze genauso aus. Jede Reglerbewegung wird sofort im Editor angezeigt.

Man beginnt das Basteln eines Patches damit, dass man Module per „drag & drop“ in den anfangs noch leeren Patch-Editor zieht. Um bei vielen Modulen die Übersicht zu behalten, kann man jedes Modul nach eigenen Vorstellungen einfärben und auch benennen und sich somit sein eigenes Sound-Layout schaffen.

Anschließend beginnt die Verkabelung der einzelnen Module miteinander. Durch die virtuellen Patch-Kabel können verschiedene Signale „fließen“: Audio-, Control- und Logic-Signale. Die Audio-Anschlüsse der Module sind rot eingefärbt, die Control-Anschlüsse (Hüllkurven, LFOs etc.) tragen die Farbe Blau und die Logic-Signal-Anschlüsse (Clock, Trigger etc.) sind gelb und orange eingefärbt.

Die Kabelverbindungen haben vordefinierte Farben, die den Anschlüssen der Module entsprechen. Man kann allerdings die Erscheinungsform der Kabel verändern, so dass es dicke, aber auch hauchdünne Kabel sein können. Die einzelnen Anschlüsse jedes Moduls sind grundsätzlich entweder als Eingang oder Ausgang definiert. Alle Eingänge haben runde, alle Ausgänge rechteckige Anschlüsse.

Der Inhalt der Module-Displays ändert sich je nach zugewiesenem Modul. Auch eine eigene Namensgebung ist möglich.

Der Inhalt der Module-Displays ändert sich je nach zugewiesenem Modul. Auch eine eigene Namensgebung ist möglich.

Um eine Kabelverbindung herzustellen, wählt man einen Ein- oder Ausgang eines Moduls aus, hält die Maustaste gedrückt und „zieht“ das Kabel zur gewünschten Verbindung. Schon ist diese hergestellt.

Grundsätzlich muss man im Editor-Fenster noch zwischen der Voice Area und der FX Area unterscheiden. In der oberen polyphonen Voice Area wird der Sound an sich gebaut. Polyphon bedeutet hier, dass sich die Polyphonie einfach multiplizieren lässt und man dazu nicht jedes Modul duplizieren muss. In der unteren monophonen FX Area lassen sich Effekte o.ä. bauen, die sich auf die Summe der Ausgangssignale der Voice-Area beziehen. Nachdem man das Prinzip der beiden Areas begriffen hat, beginnt der Spaß mit dem Bauen von Patches.

Modul auf Modul

Bei der Arbeit mit dem G2 ist mir aufgefallen, wie unflexibel eigentlich andere „normale“ Synthesizer sind. Man hat einen vorgegebenen Signalfluss, eine gewisse Anzahl an Oszillatoren, Filtern und Hüllkurven, aber nicht die Möglichkeit, auch mal „was anderes“ auszuprobieren.

Beim G2 ist fast alles möglich – zumindest soweit passende Module vorhanden sind und davon gibt es mehr als genug!

Wir „stecken“ also einen Sound zusammen: Das Ziehen der einzelnen Module in den Editor und das anschließende Verkabeln geht schnell und unkompliziert vonstatten. Mit jedem weiteren Modul wird es natürlich schwieriger, die Übersicht zu behalten. Daher sollte man sich beim Erstellen der Sounds grundsätzlich überlegen, welchen Modulen man welche Farbe gibt. Eine weitere gute Hilfe ist das so genannte „Name-Modul“. Es dient nicht der Klangerzeugung, sondern erlaubt die Beschreibung einzelner Modul-Gruppen, was erheblich zur Übersicht beitragen kann.

Bei meiner Arbeit mit dem G2 habe ich vor dem wirklichen Beginn des Sound-Bastelns eine Art „Basis-Patch“ erstellt, das nur aus Name-Modulen besteht, die jeweils eine Modulgruppe (Osc, Filter, Env etc.) beschreiben.

Nord Modular G2

Die Zuweisung der Patches geschieht in der Hauptnavigation

Mit Hilfe dieses Ausgangspatches kann man bequem damit starten, Module unter dem jeweiligen Name-Module anzuordnen. Anschließend vergibt man noch die entsprechende Farbe und behält so auch bei vielen Modulen den Überblick.

Eine tolle Funktion: Replacing Modules: Tauscht man bspw. ein Filter gegen einen anderen Filter-Typen aus, so werden die angeschlossenen Kabel sinngemäß am neuen Modul auch wieder gepatcht! Voraussetzung ist, dass das „alte“ und „neue“ Modul aus der gleichen Gruppe (z.B. Filter, LFOs etc.) stammen. Das erspart viel Arbeit und ermöglicht das wilde Rumprobieren mit verschiedenen Modulen der gleichen Gruppe.

Übrigens: Will man eine Kabelverbindung entfernen, muss man zunächst die rechte Maustaste gedrückt halten, wenn man sich auf der Verbindung befindet und anschließend den Befehl „delete“ auswählen. Die Alternative: Doppelklick und Halten auf das Kabel und anschliessend das Kabel ins Leere ziehen – fertig!

Parameter Zugriff am G2

Hat man sich sein Patch erst einmal mit Hilfe der Editor-Software erstellt, will man die Parameter der verwendeten Module auch am G2 selbst editieren. Ein Modularsystem besticht aber grundsätzlich durch die Flexibilität, mit der man aus den Bauteilen Sounds bauen kann. Dabei kommen letztendlich oftmals ganz unterschiedliche Module zum Einsatz, eine feste Parameter-Zuordnung zu Potis o.ä. wie bei „Nicht-Modular-Hardware-Synthesizer“, macht daher keinen Sinn. Wie sieht aber eine praktikable Lösung aus?

Morph Assign per Rechtsklick

Morph Assign per Rechtsklick

Hier liegen die ganz großen Stärken des G2. Clavia präsentiert mit dem neuen Nord Modular wieder mal eine innovative Hardware, die laut eigenen Angaben großen Wert auf Live-Performance Features legt. Clavia hat den Zugriff auf die Parameter eines Patches sehr schlau gelöst.

Fast alle Parameter der per Software aktivierten Module können den acht Encodern am G2 zugeordnet werden. Dafür gibt es 5 Parameter-Page-Taster, die den jeweiligen Zugriff auf einen klar definierten Editier-Bereich erlauben. Diese fünf Bereiche sind: Oscillator, LFO, Envelope, Filter und Effect. Grundsätzlich kann man auch Parameter anderer Module (wie z.B. Sequencer) einem dieser fünf Bereiche zuordnen.

Die drei sogenannten „Columns“ kann man als Unterbereiche der Parameter-Pages deuten. Damit wird die Anzahl der aufzurufenden Parameter-Pages verdreifacht.

Nord Modular G2

Über die Parameter-Pages kommt man an 120 wählbare Parameter

Sobald man bspw. die Parameter-Page Filter durch Drücken des entsprechenden

Klangbeispiele
Forum
  1. Profilbild
    AMAZONA Archiv

    Am ,,nächsten´´ dran ist meiner Meinung nach der Oscillot von Maxforcats. Sei es beim Aufbau der Module als auch die Einbindung in Ableton Live und entsprechenden Midicontrollern.
    Zudem kann der Oscillot Innerhalb des Signalwegs VST oder Samples einbinden, und verfügt über Wavetables. EIin G3 wie ihn sich viele gewünscht hätten.

  2. Avatar
    AMAZONA Archiv

    Ich kann dem Artikel nur zustimmen. Das G2 kennt kaum Konkurrenz im Synthie Bereich. Auch als Effekt Gerät, kann man das G2 gut missbrauchen, geschweige von den Möglichkeiten der Physikalischen Modulation mit diesem Teil.
    Ich habe mir persönlich die G2 Engine zugelegt und bin absolut überzeugt davon. Das einzigste Problem ist das dieses Gerät eine Beziehungskrise auslösen kann, weil man nicht mehr ins Bett kommt. Alles in allem, diese Synthie ist keinem abzuraten… :)

  3. Avatar
    AMAZONA Archiv

    Der G2 ist wirklich ungewöhnlich, die Benutzeroberfläche üppig und flexibel, das modulare Konzept umwerfend. Aber wie klingt er letztlich?
    Trotz der originalen Nord- und der Amazona.de-Demos, habe ich davon keinen rechten Eindruck. Momentan kommt es mir so vor, als ob er zwar vieles ordentlich erledigt, aber keine wirklichen Sound-Highlights zu bieten hat – von abgefahrenen Effekten mal abgesehen, die nur ein modulares System erlaubt…
    Ein wenig erinnert mich das daran als ich erstmals das hochgelobte „Zebra VST“ ausprobiert habe… der erste Eindruck am PC und einfachen Multimediaspeakern: schlicht umwerfend… aber dann später auf einem „echten“ Audiosystem zwar gut, aber doch irgendwie wieder enttäuschend digital dünn.

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      Jauly

      Ich hatte den G2 Expanded voriges Jahr beim Synthesizermeeting in Kufstein mit und habe ihn soundmäßig mit den Synthies dort verglichen, da ich mit dem Gedanken spielte, ihn zu verkaufen um mir einen waschechten Analogen zuzulegen. Im Endeffekt habe ich feststellen müssen, dass der G2 alles andere als dünn und edler als 90% der Synthesizer-Klassiker dort klang. Ich möchte sogar behaupten, dass der G2 der am besten klingensde VA ist, der je gebaut wurde. Seine (teilweise als bauchig warm zu bezeichnende) Breite und Brillianz steht ganz im Gegensatz zu dem spielzeugartigen Gepiepse der meisten anderen VA’s.

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        Tricky

        dem schließe ich mich zu 90% an ;)
        Der G2 ist mittlerweile mein Haupt-Synthesizer, ich will ihn nicht mehr missen!
        Fett, brilliant, warm … aber auch kratzig und aggressiv … wenn gewünscht.
        Habe in den letzten 3 Jahren viele „Analoge“ gegen den G2 antreten lassen und konnte nur bei den Analog-Schlachtschiffen (Voyager, Andromeda, Matrix-12/Xpander, Jupiter6/8) klar die „Analog-Power“ ausmachen.
        Einen Matrix-6, Juno, Prophet600 usw. kann man enorm gut mit dem G2 „emulieren“.
        Ehrlich gesagt gefällt mir der G2 in diesem Bereich klanglich besser … subjektiv.
        Optisch empfinde ich den G2 als Neuauflage des Martix-12 ;) … und genauso klanglich flexibel wie diese Legende ist der G2 … und darüber hinaus !

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    MidiDino  AHU

    Mir fehlt auch etwas an den Klangbeispielen. Ein analoger Schmutz. Ich habe allerdings keine Ahnung, ob er sich im G2 erzeugen ließe.
    Für mich gibt es eine Ähnlichkeit im Klang zur JV-Serie von Roland, die ja intern über tolle Möglichkeiten zum Biegen verfügt, freilich gut versteckt ;-) Modular ist die Serie aber nicht gewesen. Mir blieb nichts anderes übrig, als aus einem JV eine Acid-Maschine zu machen, um das Gerät zu ‚retten‘; vielleicht eine Idee auch für den G2?
    Als Modular-Ersatz nutze ich weiterhin gerne den EIV (Hardware) mit umfangreicher Sample-Bibliothek und den Ultra-Analog 2 (Software) von AAS.

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    Son of MooG  AHU

    Der Nord Modular ist natürlich bei polyphonem Spiel weitaus übersichtlicher als ein Eurorack-System, außerdem verbraucht er nicht so viel Platz. Andererseits ist er im Vergleich ein geschlossenes System; die Verbindungs-Möglichkeiten über MIDI-CVGate Interfaces sehe ich eher als Notlösung. Ein Riesenvorteil des Euroracks ist ja seine Vielfalt an unterschiedlichen Herstellern und Modulen. In meinem System werkeln Module von 10 Herstellern aus 6 Ländern, und jedes System mit seinen eigenen Kombinationen ist ein Unikat. Das können die 150 Module des Nord nur bedingt ausgleichen. Dennoch glaube ich, dass sich ein neu aufgelegter Nord Modular gut verkaufen würde. Er müsste dann aber zumindest für Soft-Module anderer Anbieter offen sein…

  6. Profilbild
    AMAZONA Archiv

    Das wohl mit Sicherheit verrückteste Software Modular Meisterstück hat wohl die ehemalige Firma Creamware später und heute noch unter dem Namen Sonic core mit seiner DSP Hardware erschaffen. Jaaaa und das Modular Dinges war ja nur eines ihrer vielen Produkte die man auf den DSPs werkeln lassen kann. Also aktuell gibt es es immer noch support und Erweiterungen sind noch erhältlich. Auch gibt es noch eine gigantische Flut an Modulen als Freeware und kaufbar. Dieses „Nebenprodukt“ Modular ist weitaus mächtiger als der Nord oder alles andere was ich bisher als Software gesehen habe.

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    zeitlos  

    Ich bin immer noch begeistert von den Möglichkeiten dieses Modulars. Allerdings ist mir der Sound zu clean. Ich den Grundsound der Modular 1 besser, vermutlich weil dieser „schlechtere“ Wandler hatten, So was ähnliches wird ja auch über DX7 und DX7II gesagt.
    Ich „verschmutze“ deshalb den 2er mit einem analogen Filter.

    Hier ein Klangbeispiel, wo allein mein Modular 2 im Einsatz ist, mit etwas beigefügtem Klaviergeklimper … https://youtu.be/90Jm9pvOoyQ

    Allerdings habe ich Probleme mit der letzten(?) erhältlichen OS-Version (1.62) . Seitdem ich die drauf habe, werden immer wieder Sounds zerstört. Weiß jemand, wo ich die OS-Datei bekomme, die davor aktuell war? (oder wer hat sie noch?)

    • Profilbild
      t.goldschmitz  RED

      Hallo zeitlos,

      Du solltest suchen nach:

      „Nord Clavia G2 OS 1.40“

      vorher den alten Editor samt Treibern (für win!) runterschmeißen

      dann Editor 1.40 installieren und die Firmware OS 1.40 vom Editor in den G2 spielen

      Editor 1.40 samt Treiber deeinstallieren

      Editor 1.62 samt Treibern wieder installieren (und natürlich nicht das OS 1.62 in den G2 zurück spielen)

      Das hat das Problem für mich zuverlässig beseitigt.

      Cheers

  8. Profilbild
    AMAZONA Archiv

    Geniale Kisten, obwohl ich mir diese nie gekauft habe. Wer den Sound von Anthony Rother mag (Die Zeit seiner Electro Produktionen) , dann weiß man wie der Nord klingt.

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