Green Box: Korg DW-8000, EX-8000 Hybrid-Synthesizer

25. Oktober 2008

DWGS Waves gepaart mit analogen Filtern

Der Korg DW-8000, sowohl Digital- als auch Analog-Synthesizier

1985 auf den Markt gekommen, stellt der Korg DW-8000 den Nachfolger des mit einigen Handicaps versehenen Korg DW-6000 dar. Wie sehr das “Update” gelungen zu sein schien, verrät die (zumindest “sehenswerte”) Produktionszahl: 20 000 Exemplare haben das Licht der Welt erblickt. So ist es nicht weiter verwunderlich, dass der DW-8000 heute regelmäßig am Gebrauchtmarkt zu finden ist – und das zu äußerst attraktiven Preisen. Attraktiv vor allem in Hinblick auf das Preis-/Leistungs-Verhältnis. Es gibt nicht viele Synthesizer, die zu angesagten 150-200 Euro (Stand 2008)eine derart musikalisch klingende Stimmenarchitektur anbieten. Der Sound des achtstimmigen Korg DW-8000 bzw. dessen Rackversion EX-8000 ist sagenhaft “musikalisch”, voll von dynamischem Charakter, relativ rauschfrei und genial unkompliziert bzw. “mixtauglich” treffgenau einzusetzen.

Der Korg DW-8000 aus einer damaligen Prospektabbildung

Findige Amazona-Leser stellen sich jedoch noch die Frage, warum der letztlich präsentierte Roland JX-10 alias Super-JX aus dem Jahre 1986 traditionsgemäß der BLUE BOX zugeordnet wurde, jedoch der ein Jahr früher erschienene Korg DW-8000 hingegen in die GREEN BOX fällt. Nun, der Unterschied liegt in der Klangstruktur. Genauer gesagt im Herz der Sounderzeugung – bei den Oszillatoren. Dieselbigen sind beim DW-8000 digital und machen den Synthesizer zu einem der frühen S+S Instrumente (Sample + Synthesis). 1985 hieß das natürlich noch anders, und so nannte Korg seine spezielle Oszillator-Architektur …

Der Cloud des Korg DW-8000: DWGS

oder einfach Digital Waveform Generator System.

Während man heute mit Hunderten, manchmal mit Tausenden Samples als Basismaterial moderner Digitalsynthesizer verwöhnt wird (was, zugegeben, nicht unbedingt zur musikalischer Zufriedenheit führen muss), waren die 16 Digital-Wellenformen des Korg DW-8000 in den Produktionsjahren von 1985 bis 1987 schon eine hippe Angelegenheit. Darunter befinden sich übrigens auch die klassischen Wellenformen wie Sägezahn und Puls.

Immerhin waren es doppelt so viele wie beim Vorgänger Korg DW-6000 und natürlich deutlich mehr als bei allen “klassischen” Roland-Synthesizern, wie dem bereits genannten JX-10 oder dessen Vorgänger (obwohl der Vergleich natürlich sehr hinkt, da die Roland-Oszillatoren analoger Natur und nicht samplebasiert waren). Wie dem auch sei: Die “Sample”-Oszillatoren des Korg DW-8000 machen das Instrument in seinem musikalischen Facettenreichtum deutlich flexibeler, und da sie in Folge VCF und VCA durchlaufen, bleibt der Klang dennoch angenehm warm, druckvoll und insgesamt sehr analog-like. Den Hinweis, dass “… die DW-8000 Sounds digital, sehr klar und sauber klingen”, wie in diversen Testberichten aus den 80er Jahren zu lesen, würde ich nur teilweise unterschreiben.

Die Wellen-Formen sind auch am Panel verewigt

VCF und VCA des Hybrid Synthesizers

Warum DW-8000 bzw. EX-8000 so herrlich “analog” bzw. dynamisch und warm klingen, ist sicher zu einem guten Teil diesen beiden Klangbausteinen zu verdanken. Hier empfehle ich als Hörprobe Soundfile Nr. 1 “Padsolo.mp3” (eine rundum schöne Fläche, gespielt von DW-8000 und EX-8000 zusammen), sowie Soundfile Nr. 2 “Gamelan4.mp3” (ein in seiner Art an die indonesische Volksmusik angelehnter Patternmix, nur DW-8000). Mit guten Kopfhörern ist der angenehme, druckvolle dynamische Aspekt von DW-/EX-8000 gut wahrzunehmen.

Besonderheiten des Korg DW-8000

2 Oscillatoren plus Noise

Da sich der Korg DW-/EX-8000 in seiner grundsätzlichen Klangarchitektur rund um Oszillatoren > VCF > VCA von vielen seiner Zeitgenossen aufs erste nicht so wirklich unterscheidet, gilt es vor allem, die Besonderheiten dieses Instruments hervorzuheben.

Grundsätzlich arbeitet der 8stimmige Synthesizer mit je zwei Oszillatoren pro Stimme. Jeder der beiden Oszillatoren kann sich aus dem DWGS-Vorrat von 16 verschiedenen Wellenformen bedienen. Zusätzlich lässt sich weißes Rauschen als dritte Klangquelle den beiden OSCs hinzufügen.

Irgendwelche OSC-Verknüpfungen wir Sync oder Cross-Modulation gibt es im DW-8000 nicht.

Zwei Envelopes für VCF und VCA

Korgs speziellen 6-stufigen Hüllkurven wären eine weitere Eigenheit. Statt ADSR besitzt der DW-8000 Envelopes mit der Abkürzung ADBSSR (Attack – Decay – Break Point – Slope – Sustain – Release). Diese extralangen Hüllkurven erlauben natürlich ungewöhnlichere Klangverläufe als traditionelle 4-stufige Envelopes. [Wobei mir persönlich klassische ADSR-Gebilde meist lieber sind, da sie eine gewohnte und auch schnelle Arbeitsweise erlauben.

Die Möglichkeiten der VCF-Sektion mit angeschlossener ADBSSR

1 LFO – hier MG genannt

Ein einzelner LFO bietet 4 Wellenformen und kann OSC, VCF und Delay kontrollieren, wiederum abhängig vom Aftertouch und dem Bender.

Autobend

Autobend ist ein weiteres, interessantes Feature. Das automatische “Sliden” von einem der beiden Oszillatoren (wahlweise) oder auch beider Oszillatoren (was eine Art globales Portamento ergibt) lässt sich mit etwas Phantasie sehr gekonnt einsetzen. Bässe oder auch String-Sounds kommen besonder gut, wenn sie Out-Of-Tune beginnen und dann (nach nur einigen Sekunden oder noch weniger) zueinander “sliden” und so in Einklang kommen. Oder zum Beispiel Flächen, wie wirklich stolze 8-10 Sekunden benötigen, um von „undefinierbar“ (verstimmt) zu „sauber“ (in tune)zu wechseln… hier braucht es dann musikalisch betrachtet nicht mehr viel (nur einige Akkorde, oder sogar simple Einzeltöne), um den DW-/EX-8000 als interessanten „Hintergrundteppich“ oder lebendige Basisfläche erklingen zu lassen.

Immer noch gern gesehen: Der Arpeggiato

Arpeggiator

Der Arpeggiator ist sicher eines der besten Highlights des DW-8000 (und beim Rackmodul EX-8000 leider nicht zu finden). Wie gut, dass Korg der Tastaturversion dieses Zuckerl implementiert hat. Es macht unglaublich viel Spaß, die knackigen DW-8000 Electronic-Sounds direkt über das Keyboard und dem laufenden Arpeggiator zu “formen”. Via MIDI lässt sich natürlich die Clock extern steuern, sowie auch das Teilungsverhältnis der eingehenden Clock bestimmen. (Sehr spannend stelle ich mir das Synchronisieren zweier DW-8000 Arpeggiatoren bei unterschiedlicher Clockteilung vor. Über Multitrack-Aufnahmen ließe sich das natürlich auch mit nur einem Instrument leicht nachbilden.)

MIDI und ARP Clock Einstellungen

Digitaldelay

Das digitale Delay kann eventuell als Korgs Gegenstück zur Roland Chase-Play Funktion gesehen werden (oder aus zeitlicher Sicht betrachtet: Wohl eher umgekehrt …). Es erlaubt simple – aber gut klingende – Effekte wie Chorus, Doubling, Short Delay, Long Delay.

Key Assign / Unisono

Im Key Assign Mode kann der Korg DW-8000 unisono gespielt werden, was natürlich eine herbe und lautsprecherbebende Situation mit sich bringt.

Unisono-Mode in aktiviertem Zustand

Joystick für Modulationen

Der Joystick ist in guter Korg-Tradition ein Universal-Tool, welches die Modulationssteuerung von VCO oder VCF via LFO erlaubt, aber auch die direkte Steuerung (Bending) der Tonhöhe bzw. der Filterfrequenz. Die Kombination aus Pitchbend und ModWheel finde ich nach wie vor sehr gelungen und musikalisch äußerst intuitiv verwendbar. Wie gut, dass der Joystick beim Klassiker Korg M1 übernommen wurde. Auch hier trägt das Performance-Tool wesentlich zur Ausdrucksfähigkeit des Instruments bei.

Aftertouch und Velocity

Nun, die vielleicht wichtigsten “Performance”-Aspekte kommen zum Schluß: Korgs DW-/EX-8000 reagieren sowohl auf Aftertouch als auch auf Velocity. Aftertouch kann in etwa die Funktion des Joysticks übernehmen (Steuerung der LFO-Intensität auf die Oszillatoren, Steuerung von VCF und – im Unterschied zum Joystick – VCA). Velocity wiederum geht ganz traditionell auf VCF und VCA. Es ist nach wie vor sehr inspirierend, auf einem hybriden Synthesizer (in diesem Fall: digitale Oszillatoren mit VCF bzw. VCA) zu spielen und dabei unmittelbare Kontrolle auf das dynamische Geschehen via Tastatur zu haben. Joystick, Arpeggiator und andere Feinheiten machen zudem noch die Würze in der Suppe, um bei Instrumenten dieser Klasse keinesfalls Langeweile aufkommen zu lassen.

Die Displays sind mögliche Quellen für Hardwaremängel – beim Kauf besonders darauf achten!

„Klassiker“ Korg DW-8000 und EX-8000

Von klanglicher Qualität sprechend, möchte ich den beiden Korg Synthesizer aus dem Jahre 1985 quasi posthum den Status von Klassikernzusprechen. Ihr musikalisches Verhalten ist äußerst inspirierend, ihr Klang vielseitig, sehr druckvoll und warm. Baulich natürlich nicht in der obersten Liga angesiedelt (höchstens im soliden Mittelfeld, wenn überhaupt!), sind Korg DW-/EX-8000 punkto Hardware zumindest “akzeptabel” verarbeitet. Die Tastatur ist angenehm spielbar, die Druckknöpfe der Keyboardversion sind gut, und jene der Rackversion sogar noch etwas besser (weil kleiner und mit exakterem “Druckpunkt”, ähnlich wie bei Crumar Bit-99 versus Bit-01). MIDI (inkl. Velocity/Aftertouch) verstehen die Instrumente ebenso hervorragend wie sie es auch schaffen, aus dem Fundus der (2x) 16 Wellenformen und ihren nachfolgenden analogen Klangkomponenten hervorragende Sounds zu zaubern.

So warb damals Korg für seinen DW-8000 Synthesizer

Der DW-8000 im Vergleich zum Roland JX-8P / JX-10

Da gerade Rolands JX-8P/JX-10 nach dem jüngsten Testbericht etwas „zur Diskussion“ stehen, komme ich nicht umhin, Korgs DW-/EX-8000 in vielerlei musikalischer Hinsicht eine bessere Note auszustellen. Schließlich zählt das klangliche Ergebnis unterm Strich, und hier muss ich sagen: Die Hüllkurven sind bei Korg deutlich (!) zackiger bzw. „packen besser zu“, und das Filter ist im JX-Vergleich vielleicht um eine Spur „neutraler“ bzw. „ausgewogener“, was ich als angenehm und für die musikalische Arbeit dankbarer empfinde. Eventuell bieten auch die VCAs etwas mehr Dynamik bzw. Druck.

Vergleiche hinken aber letztlich natürlich immer, und das Gegenüberstellen bzw. das „gegenseitige Auf-/Abwerten“ von Instrumenten ist eine heikle Sache, die im Grunde nicht so ganz zielführend ist (da im fairen Vergleich wirklich ALLE Komponenten und Aspekte berücksichtigt werden müssten). So wäre z.B. dem preislich vergleichbaren Roland JX-8P (ca. 200 Euro) eine grundsätzlich bessere Hardware zuzuschreiben als dem Korg DW-8000. Nur: Musikalisch-klanglich gibt es eben eindeutig hörbare (oder: „verschieden interpretierbare“) Unterschiede, die – aus meiner Sicht – wieder für den Korg sprechen. So scheint es zumindest vertretbar, den einen oder anderen „globalen“ Gedanken zu diversen Gegenüberstellungen – wie Roland JX versus Korg DW – als persönliche Erkenntnis zu formulieren. Es ist ohne Frage eine sehr individuelle Einschätzung, die jeder Interessierte für sich mit Hilfe der Soundfiles (oder idealerweise sogar direkt an den eigenen Instrumenten) zu befürworten oder zu verneinen verstehen wird.

Zwei hybride Klassiker Seite an Seite: PPG Wave und Korg DW-8000

Ein Korg DW-8000 oder EX-8000 gehört eigentlich in (fast) jedes Studio, möchte man zumindest meinen. Für „um die 200 Euro“ (siehe dazu auch die Amazona.de Syntacheles) bekommt man mit diesen attraktiven Korg Synthesizern immerhin umfangreich MIDI-taugliche, sehr gut klingende und vor allem ungewöhnlich inspirierende Klangkörper ins Studio, die nebenbei sicher so manchen Softsynth, VA-Synth oder Sonstwie-Aktuell-Synth in den Schatten stellen können.

4-fach Speicherweiterung für DW-/EX-8000: Der optionale Korg MEX-8000

Keith Emerson zählt übrigens zu den Korg DW-8000/EX-8000 Bewunderern der ersten Stunde. Es ist kein Geheimnis, dass der legendäre Keyboarder bei diversen Auktionen in den 90er Jahren zwar einen Großteil seiner Kollektion veräußerte (wie etwa den Korg PS-3300, den ich ja – zugegeben – nicht ungern erworben hätte), doch von seinen Korg EX-8000 Synthesizern trennte sich Emerson – zumindest in damaliger Zeit – angeblich nie.

Die Musitronic-Erweiterung für den Korg DW-8000

Noch ein Hinweis zu einer attraktiv anmutenden System-Erweiterung von DW-/EX-8000. Das in Darmstadt ansässige Unternehmen „Musitronics GmbH Digitale Musikelektronik“ bietet ansehnliche Upgrades diverser Synth-Klassiker an, so auch zu den Korgs.

Die Musictronics DW-/EX-8000 Erweiterung verfügt unter anderem über:

  • Splitting und Doubling Sounds
  • Local-Off Funktion
  • Key Transpose, Random MG Waveform und Compare Funktion
  • Zwei MIDI Sende- und Empfangskanäle
  • Compare und MIDI Program Change für alle 128 Sounds (Sound Gruppe A und – neu – Gruppe B)

Vor allem Begriffe wie Splitting- und (noch mehr) Doubling-Sounds klingen bei DW-/EX-8000 doch sehr verlockend. Wäre noch gut zu wissen, ob die Sounds getrennt auf dem rechten/linken Kanal ausgegeben werden. Für schlanke 78 Euro scheint die Sache jedenfalls so oder so nicht ganz verkehrt zu sein…

Der Korg DW-8000 on YouTube

Synthmanias Demo-Video zeigt einmal mehr die Stärken dieses außergewöhnlichen Hybrid-Synthesizers:

Fazit

Enorm vielseitiger Synthesizer, der sowohl überzeugende Klänge aus der digitalen Ecke wiederzugeben vermag, als auch aus dem analogen Bereich. Als Analog-Synthesizer kann er zwar keinem Minimoog in Sachen Druck das Wasser reichen, ist aber ein hervorragender Flächenläger und auch für softe Leads sehr gut einsetzbar.

Der aktuelle Gebrauchtmarktkurs bietet zudem die Chance einen echten Vintage-Klassiker zum günstigen Kurs zu erstehen.

Klangbeispiele
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    AMAZONA Archiv

    Man könnte fast meinen einen Oberheim zu hören. Da wirds einem richtig warm ums Herz die alten Klassiker noch mal zu hören. Ich habs schon mal erwähnt. Verflucht der Tag an dem ich die Synths verkauft habe.

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    AMAZONA Archiv

    Ja, das hat was. Vor allem Beispiel 6 ist richtig klasse.

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      AMAZONA Archiv

      Stimmt. Die Klangbeispiele sind super gelungen. Sollte man mal ein Lob an den Musiker aussprechen.

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    AMAZONA Archiv

    Soweit ich informiert bin, handelt es sich bei den Wellenformen nicht um einfache Romples sondern um resynthetisierte Klänge, die anschließend als Wellenzyklen gespeichert wurden. Dies würde auch erklären, dass die Klänge weder knacken noch eiern.
    Zu den prominenten Usern zählen übrigens auch Depeche Mode (Black Celebration).

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    AMAZONA Archiv

    Da ich gerade auf der Suche nach einem günstigen, simplen Masterkeyboard möglichst mit eingebautem Synth mit gutem Klang bin, kam mir der Artikel gerade recht. Den DW-8000 hatte ich sowieso schon in die engere Auswahl gezogen, und nach Genuss der wirklich gut gemachten Klangbeispiele habe ich mich verliebt :)Nach kurzen Studium der Serviceanleitung (gibt es im Netz) bin ich zuversichtlich, daß sich relativ einfach Potis für die wichtigsten Parameter (Cutoff, Resonace, Hüllkurven etc) einbauen lassen, was das offensichtliche Manko der digitalen Programmierung wieder wettmachen würde.

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      mhagen1  

      Mittlerweile gibt es die genialen Stereoping Synth-Controller. Mit der Version „8000“ kann man den DW-8000 sehr komfortabel steuern. Und aufschrauben muss man ihn auch nicht.

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    AMAZONA Archiv

    DW-8000/EX-8000 sind in der Tat sehr gut klingende Synthesizer für wenig Geld. Neben den typischen Analog Sounds können sie auch Klänge erzeugen, die man eher einem PPG Wave oder Prophet VS zuschreiben würde.
    Das sehr gut klingende Digital-Delay hat einen entscheidenen Anteil am unverwechselbaren Klangcharakter. Wer den Klang mag sollte sich nach einem Korg DSS-1 umschauen. Der klingt ähnlich zum DW/EX hat sogar zwei Digital-Delays an Bord und die Wellenformen lassen sich sogar selbst erstellen.

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    AMAZONA Archiv

    Ich besitze eine DW8000-EX (Musitronics-Erweiterung) und würde ihn nicht mehr hergeben (zumal es ein Geburtstagsgeschenk war von meinen Freunden). Mit den Layersounds klingt das Teil gleich noch viel besser und wenn man den selben Sound schichtet und verstimmt, kommt einfach eine geile Wärme rüber. Zwar nur noch 4-stimmig, aber trotzdem sehr schön.

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    AMAZONA Archiv

    Ich hatte auch das Vergnuegen einen DW-8000 mit Musitronics Erweiterung zu besitzen. Ich dachte, dass diese Erweiterung zwei Soundbanken (128 total) plus der normalen internen Bank an Soundspeicher bringt. Ansonsten ware die Erweiterung aber nicht zu empfehlen, da viele Funktionen global fuer Upper und Lower Zone waren. Wie auch immer, der DW klingt prima und das Digitaldelay tut sein Quaentchen dazu bei.

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      AMAZONA Archiv

      Man muss mit Einschränkungen leben bei der Musitronics-Erweiterung! Dazu empfehle ich meinen Artikel im Synthesizer-Magazin Nr.10! Wenn ich das darf?

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      emulator2hd  

      Mittlerweile hat die Musi.Erweiterung 512 Speicherplätze und alleine die neue Waveform für die Modulation haben sich gelohnt , auch das damit praktisch 4 Oszis zur Verfügung hast ist echt fett :)

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    Goofy

    Vielen Dank für diesen Bericht !
    Endlich wird meinem Lieblingssynthesizer ein Artikel gerecht. Inzwischen habe ich zwei EX-8000 in meinem Rack und nutze sie vielfältig. Das liegt daran, daß der EX den Spagat zwischen ‚analog‘ und ‚digital‘ sehr gut schafft. Einige Klänge kommen dicht an die Oberheim Sounds heran. Andere Klänge erinnern stark an PPG bzw. Waldorf Microwave. Superklare Sounds wie sie der DX-7 erzeugt sind nicht die Stärke des EX/DW-8000. Er deckt aber die Lücke zwischen den rein ‚Analogen‘ und den ‚Digitalen‘ (wie DX-7 und D-50) sehr gut ab.
    Die Bedienung ist nach kurzer Eingewöhnung meiner Meinung nach kinderleicht. So kommt man schnell an den gewünschten Klang. Durch den Unisono-Mode wird der EX/DW zum absoluten Leadmonster.
    Nochmal Danke für den Bericht mit wirklich gelungenen Soundbeispielen

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    MoonUnit

    Für mich ein echter Hidden Champion!

    Hat ein sehr charakteristischen und gut klingenden Klang.
    Der Preis ist echt ein Witz.
    Wenn meiner kaputt gehen würde, würd ich mir sofort einen anderen kaufen.

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    Son of MooG  AHU

    Mir wurde vor kurzem ein DW-6000 für 70,-€ angeboten. Wegen chronischem Platzmangel und als Besitzer eines MicroKorg, der ja bekanntlich sogar 64 DWGS-Wellenformen hat, frage ich mich jedoch, ob ich da zuschlagen soll. Anders als die meisten Miesmacher halte ich den 6000 für ein gutklingendes Gerät. Die Sounds, die er machen kann, macht er gut, und beim Juno-6 stört mich die fehlende Anschlagsdynamik auch nicht. Dem gegenüber ist der MicroKorg dynamisch spielbar, bietet allerdings nur 4 Stimmen. Mich würde interessieren, wie Andere darüber denken…

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    AlterSack

    Ich erinnere mich gut an meinen DW8000, den ich vor ca. 15 Jahren verkauft habe, nachdem ich ihn Ende der 80er neu erworben hatte. Leicht zu programmieren, schöne Sounds, weiche weite Flächen und auch harte „plucky“ Sounds mit typischem Klang. Würde ich jederzeit wieder erkennen.
    Der DSS 1 wird als Alternative angegeben. Wenn man sich nur für die Sythesizersektion interessiert rate ich dennoch zum DW. Er hat einfach mehr Programme, ist einfacher zu programmieren und irgendwie klingt er doch – naja gefühlt – besser. Die 2 Digitaldelays beim DSS reißen es nciht wirklich raus. Letztlich habe ich damit nur gleiche Chorusse oder verstimmte Delays erzeugt was mit dem DW8000 schneller zu programmieren war.
    2 Tipps kann ich aus der Erinnerung noch geben. 1: Flächensounds kommen sehr weit und weich wenn man eine lange Delayzeit nimmt. Weiter hat das Delay einen Parameter mit dem die Echos leicht verstimmt werden. Damit legen sich mehrere leicht verstimmte Kopien der Fläche übereinander. Da braucht man nix mit Oszillatoren zu doppeln. Das geht mit dem Delay hervorragend, es hat eine sehr gute Klangqualität.
    2. Die Filter habe ich als sehr gut in Erinnerung. Ich kann mich an einen selbstgemacht Effektsound erinnern, der ausschliesslich aus einem mt dem LFO/MG modulierten Resonanzfiltersweep bestand – OSC war entweder leises Rauschen oder sogar auf 0 Volumen. Die Resonanz hat keine Boxen zum platzen gebracht sondern hat nur wunderbar gläsern dem EG-Verlauf entlanggegluckert. Ein Effektsound den ich bis heute vermisse. Irgendwo hab ich noch einen Aufnahme meiner damaligen Fusionband wo ich das benutzt habe…

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      MoonUnit

      Unterschreibe ich sofort.
      Wer mit dem DW8000 und seinem Delay nicht das Weltall als Fläche abbilden kann, der hat dann was übersehen.

  12. Profilbild
    monopuls  

    gerade ist mein EX-8000 aus Ebay eingetroffen. 250 Euro ware ein günstiger Kurs. Dabei ist er noch optisch und technisch tipptopp. Der Klang ist Sahne. Macht sich breit, setzt sich durch, ohne dabei imponieren zu wollen. Drüber im Rack schaut der Matrix-1000 neidisch auf den Unisono Modus. Die Oscis klingen leicht ungenau und der Filter wabert ein bisschen – höre ich da ein bisschen MS20 Charakter raus? – das hat echt Charme. Bei wenig Analogen kam so schnell ein ‚Wie geil ist das denn?‘ Gefühl auf.
    Ich hab auch nen EX-800. Um Meilen hinter dem EX-8000. Klare Empfehlung. Haben und Liebhaben.

  13. Profilbild
    AMAZONA Archiv

    Man sollte nicht vergessen, im DW8000/6000 etc. tragen eigens von KORG entwickelte Filterchips zum guten Ton bei. Damit wollte KORG den SSM Chips klanglich recht nahe kommen.
    Ist ihnen, wie ich meine, nicht 100%ig gelungen, aber man hat trotzdem einen Filterchip mit einem eigenen, vor allem vielseitigen und wundervollen Klangcharakter erschaffen.
    Ein Klangerzeuger dieser Baureihe lohnt sich auf alle Fälle.

  14. Profilbild
    Joshua Philgarlic

    Der DW-8000 war mein erster Synth – damals, so ca. ’86/’87.

    Es wurde hier im Artikel nicht erwähnt, aber ich hatte eine ab Werk etwas erweiterte Version, die zusätzlich einen Audio-Eingang (mono) besaß, so dass man ein weiteres Instrument anschließen und das eingebaute Delay zusammen mit der Klangerzeugung verwenden konnte!

    Später besorgte ich mir natürlich auch die Musitronics-Erweiterung (war wohl Pflicht damals ;) ). Was im Artikel nicht erwähnt wurde: es waren nicht wirklich zwei völlig unterschiedliche Sounds möglich. Vielmehr waren die 16 Wellenformen intern in zwei Bänke organisiert, und für einen Layer-/Split-Sound durften die Wellenformen eben nur aus Bank A oder B kommen. Völlige Flexibilität war also nicht gegeben, aber – hey – damals war das trotzdem gigantisch!

    Einen kleinen „Bug“ gab’s allerdings… Keine Ahnung, ob’s an der Erweiterung selbst lag, oder ob einfach nur ein Kontakt lose war: gelegentlich verabschiedete sich der Synth mit einem wunderbar schwebenden, nach oben gleitenden Sound. Klang gut, und ich hätte gerne ein Sample davon, wenn ich damals schon einen Sampler besessen hätte ;) . Ist aber immer nur bei den Proben passiert, zum Glück nicht auf der Bühne ;) .

  15. Profilbild
    fitzgeraldo  

    Frage an die Profis: das Musotronic-Teil scheint es ja nicht mehr zu geben (hab dort angefragt, antwort war – so hammas nicht mehr). Gibt’s denn eine Alternative? Mir gefällt der DW 8000 so wie er ist. Aber wenn er noch mehr könnte ….

    • Profilbild
      teletom

      @fitzgeraldo:

      Oliver Schwarz (Musitronics) hat mittlerweile eine überarbeitete Version der DW8000-EX im Angebot. Die neue Version ist mit FRAM ausgestattet (dadurch entfällt die Puffer-Batterie). Ich habe die Erweiterung verbaut und bin hoch zufrieden :-)

      http://mus.....00_ex.html

      Bei Anfragen an Musitronics bitte etwas Geduld haben, Herr Schwarz hat immer viel zu tun …

      Gruß
      Thomas

  16. Profilbild
    siebener  

    Subjekive Einschätzungen schön und gut, die gehören zu jedem Test und sind auch sicher nicht unwichtig. Bei diesem Test kommt mir das Objektive aber etwas zu kurz:
    achtstimmig ist der DW, soviel ist klargeworden, 16 mögliche Wellenformen pro DCO, auch gut. Aber vieviele DCO’s pro Stimme gibt es?? Ich vermute mal zwei.
    …dann Zitat: „Die 16 Wellenformen (PRO Oszillator, also x2 pro Sound)“ Wie jetzt? Mögliche Wellenformen durch Stimmenzahl = Oszillatoren pro Stimme??? Hä??
    so kann es doch wohl kaum gemeint sein??
    Und ist Sinc möglich? Crossmodulation? LFO Speed/Wellenformen? Modulationsmöglichkeiten, Filter FM ect? Selbstoszillation des Filters? Wie unterscheiden sich die Poly/Unisono Modi?
    Mir bleiben da sehr (zu) viele Fragen offen… aber es gibt ja noch den Link zum Review von Richard Aicher!

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