Green Box: Korg M1 bis T1, T2, T3 und M1Rex

13. Januar 2018

Just ------ M1

Korg M1

Die erste Workstation – KORG M1

Vorwort der Redaktion

Klassiker bleibt einfach Klassiker – und alles was nach M- und T-Serie kam, erreichte nie wieder diesen Kultstatus dieser extrem erfolgreichen Korg-Serien, die Ende der 80er den Sound einer ganzen Pop-Ära maßgeblich beeinflussten.

Klaus-Peter Rausch hat sich nun nochmals die Mühe gemacht und unseren Korg M1-Special aus dem Jahr 2008 komplett überarbeitet. Viele neue historische Erkenntnisse sind dazu gekommen und werten unser ohnehin schon umfangreiches Special nochmals deutlich auf.

Klaus hat außerdem zwei wunderbare Reportagen verfasst:

Beide kann ich nur wärmstens empfehlen.

An dieser Stelle dehalb ein dickes Danke an Klaus für sein umfassendes Engagement. Klaus hat übrigens heute immer noch einen Korg T1 in seinem Studio stehen!

Euer
Peter Grandl

Korg M1 (Quelle: Korg.com)

Es war im Jahr 1988, also vor nun genau 30 Jahren, und die Industrie traf sich zur Winter NAMM Show in Los Angeles. Korg hatte einen Prototyp mit der Bezeichnung „731“ dabei, als Preview für ein neues Instrument. Das wurde Presseleuten gezeigt, auch Händlern und anderen wichtigen Leuten der Szene. Alle waren ziemlich begeistert davon, aber wer war das nicht sowieso schon während solcher Shows. Diesmal aber sollte es etwas wirklich Tolles sein, denn kaum ein paar Wochen später wurde dieses Ding bekannt als M1 Music Workstation.

Es dauerte nicht besonders lang, Korg eroberte damit die Keyboarder-Szene im Sturm. Nur war das kein Sprint von Null auf Hundert – es gab durchaus Vorläufer als Wegbereiter. Der Korg DW8000 etwa, denn solche DWGS Waveforms finden sich auch in der M1. Vor allem aber der Sampler Korg DSS1 und dessen Rackversion Korg DSM1. Die Verbindung von Samples mit einer leistungsstarken Synthesizer-Engine ist es also, dazu die schon im Markt etablierten Drum Machines. Fehlte nur noch ein Sequencer, um das alles in eine Workstation zu packen. Und natürlich ein passender ROM-Chip mit, für damalige Begriffe, angemessener Speicherkapazität für Klavier, Strings, Guitars bis hin zu Soundeffekten, um mit diesem Kniff eine Art erschwinglichen Fairlight für Jedermann präsentieren zu können. Was dann auch genau so klappte.

Korg Prototyp 731

Korg Prototyp 731

Zurück ins Heute. Nach wie vor übt der M1 Sound eine gewisse Faszination aus, er ist sogar irgendwie schon fast Vintage. Es gibt ihn seit einer Weile zusätzlich als Legacy Digital Collection PlugIn und als iM1. Und macht dabei eine gute Figur, denn hier hat es immerhin unbegrenzte Polyphonie, statt nur 16 Stimmen beim original M1. Schönes Extra: Das gelegentlich als leicht schwachbrüstig kritisierte Filter hat nun sogar Resonanz. Dazu noch einige weitere Features. Die alten M1 Samples sind sogar für den aktuellen Korg Krome verfügbar, genauso wie für deren 90er Jahre Workstation Trinity. Woran man bestens erkennen kann: Die sind bei Fans nach wie vor gefragt!

Vergleiche zwischen diesen Varianten sind eher obsolet, auch wenn es geringfügige Klangunterschiede geben mag. Wir haben es mit digitalen Daten zu tun, die lediglich auf verschiedenen Plattformen aufbereitet werden. Es ist allenfalls die Haptik, die einen gefühlsmäßig eine Korg M1 anders anfassen lässt, den großen Bruder Korg T1 sowieso.

Chefredakteur Peter Grandl erinnert sich:

Wenn ich diese Sounds höre, jedes Mal fühle ich mich dabei 30 Jahre zurückversetzt. Ich erinnere mich genau, wie ich damals zum ersten Mal im Musicshop in München stand und feuchte Augen bekam, als ich dieses Instrument spielen durfte. Vor allem Panflöte, Chor und der durchdringende Hammerschlag hatten es mir angetan. Bereits auf dem Heimweg verabschiedete ich mich im Geiste von einem Teil meines Equipments, um so bald wie möglich diesen Zauberkasten mein Eigen nennen zu können. Oh ja, sogar mein geliebter Yamaha DX7IIFD, ein Casio FZ1 und ein Korg DDD1 Drumcomputer mussten in bare Münze umgewandelt werden. Schließlich galt es, stolze 4.000,– DM zusammen zu bekommen. Internet gab’s noch nicht und daher auch kein eBay. Aber Dank KURZ & FÜNDIG, so hieß das Secondhand Blättchen in München, gelang es mir bald erfolgreich die Kasse klingeln zu lassen. Und dann war es soweit, die schlaflosen Nächte waren vorbei, in denen ich immer und immer wieder den Korg M1 Prospekt auswendig lernte. Der Karton wurde ausgepackt und das Juwel vorsichtig auf seinen staubbefreiten Platz drapiert. Schnell noch die Audiokabel in den Roland M160 Mixer und die MIDI-Kabel in den Atari Computer! Verstärkt wurde das Ganze per HiFi Anlage. Studiomonitore? Nein, ein paar HiFi Boxen erfüllten doch ebenfalls ihren Zweck.

1988 ein Traum-Setup: M1, M1Rex, Mac und Marmorplatte

Oh ja, da waren sie dann wieder, die Klänge aus dem Laden, die mich so verrückt gemacht hatten. Aber offensichtlich war ich nicht der Einzige, der sich von der M1 so in den Bann hat ziehen lassen. Es verging nämlich kaum eine Woche und schon hörte man in Werbespots, Jingles und Pop-Songs die markanten Sounds der M1 rauf und runter. Es schien fast, als hätte jeder Musikproduzent auf der Welt eine M1 gekauft. Und wahrscheinlich war es auch so. Ja, ganze Soundtracks wurden komplett – ja, wirklich komplett! – mit der M1 eingespielt. Ein Beispiel: „Es ist nicht leicht ein Gott zu sein“, ein eher fragwürdiges Science Fiction Spektakel, aber mit einem ansprechenden Soundtrack, der nebenbei die Vielseitigkeit einer M1 demonstriert. Selbst Freddy Mercury hatte die Kiste auf seinen Konzerten im Reisegepäck und nutzte sie im Hotel als Notizblock für neue Songs, vor allem auf den letzten Queen Alben ist die M1 sehr oft zu hören.

Vielleicht war es jener Run auf die M1, der sie mir eines Tages dann auch verleidet hat. Spätestens als Soundvertriebe damit warben „10.000 M1 Sounds für 20 Mark“, verstaubte das Teil, der Zauber war einfach verflogen. Doch wie gesagt, sobald ich heute die M1 mal wieder unter den Fingern habe, es werden alle Erinnerungen wach. Dann hole ich die alten Songs raus, die ich hauptsächlich mit Hilfe der M1 und des 8-fachen Multimode eingespielt habe, und schwelge in vergangenen Zeiten. Auch wenn nach der M1 viele gute Instrumente in meinem Homerecordingstudio gastiert haben, inzwischen besitze ich natürlich Monitorboxen und einen amtlichen Verstärker, die Korg M1 Workstation war meine erste große Keyboard-Liebe und bekanntlich gibt es ja nur die eine große Liebe.“

Von Korg M1 bis T1

Korg M1 und M1Rex

So ein passioniertes Statement ist kein Einzelfall, die M1 Liebe gibt es nach wie vor und bei Jung und Alt gleichermaßen. Schauen wir uns einmal die ganze Instrumentenfamilie an. Neben dem Top-Act M1 heißen die Geschwister

  • M1EX
  • T3
  • T3EX
  • T2
  • T2EX
  • T1
  • die Rackmodule M1R, M1REX, M3R

Produktkonzepte

Der damals unmittelbare Verkaufserfolg der M1 Music Workstation sorgt gleichzeitig für jede Menge Feedback seitens der Musiker. Auf der Wunschliste für die Zukunft stehen einige Features, die Korg direkt in die nächste Kreation einfließen lässt. Dazu zählen mehr Samples, Floppy Disk Drive für die Massenspeicherung der Sound und Song Daten, bedienfreundlichere Handhabung dank großem Display, das im M1 ist nämlich nur zweizeilig mit je 40 Zeichen. Und statt nur 61er Version gibt es endlich Auswahl in Sachen Konfektionsgröße: Während das Modell Korg T2 mit 76 Plastiktasten ausgerüstet ist, kommt das Spitzenmodell T1 mit 88 gewichteten, und zwar der Yamaha A88, die auch im herstellereigenen KX88 verbaut ist. Der Korg T1 Look unterscheidet sich von allen anderen ziemlich gravierend. Während Korg M1 bis Korg T2 das elegant-rundliche Gehäuse haben, für das sich Firmenchef Herr Kato einsetzte, hat man sich beim Korg T1 für ein formschön-zeitloses Holzgehäuse entschieden, das optisch ganz schön was hermacht.

Korg T1

Ein Extra-Feature ist außerdem, zusätzlich Samples per Data Dump und Diskette laden zu können, wofür ein 1 MB RAM Speicher bereitsteht. Etwas später wird diese Option als EX Expansion auch für die anderen T-Modelle verfügbar. Die neuen internen Samples der Korg T-Serie spendiert Korg den beiden M1EX und M1REX dann auch gleich.

Klangbeispiele
Forum
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    AMAZONA Archiv

    Auch wenn der Artikel nicht mehr ganz neu ist: Vielen Dank für die tolle Übersicht. Für mich als Ex- 01/W-und Trinity-User waren die Modellvarianten der M1 und der T-Serie immer ein Mysterium, das jetzt gelüftet wurde!

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      Rivanho

      Ich habe das M1r Modul noch immer, zusammen mit ein 01R/W Modul, ein TR-Rack Modul, WS A/D und SR Modul… und diese Klasiker werden mein kleine Home studio nie verlassen ;-))

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    AMAZONA Archiv

    Es ist doch ein Denkfehler, beim Soft-M1 auf ein Verfallsdatum hinzuweisen. Genauso, wie ich einen originalen M1 auf den Dachboden verstauen kann, kann ich in 10 Jahren meine alte Softwaresammlung durch billigsten Einkauf alter Mac/PC-Hardware reaktivieren. Quasi für´n Apple und ´n Ei… ;-)

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      Tyrell  RED 2

      Theoretisch hast Du Recht. In der Praxis stellt sich aber kaum jemand einen alten Mac ins Studio um alte Software zu reanimieren. Nachdem z.B. LOGIC keine VSTs mehr akzeptiert hat, kannte ich niemanden der sich dafür zusätzlich einen alten Mac, OS8 und ein altes Logic besorgt hat, um irgendwelches VSTs wieder am Start zu bekommen. Ich jedenfalls habe die Dinger alle weggeworfen. Würde ich jetzt mit einem alten Synthesizer nie tun ;-)

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        AMAZONA Archiv

        Nun, ich setze tatsächlich noch einen PowerMac 8100 mit SoundDesigner unter MacOS7 zum finalen Mastering ein. Grund: die Wandler der Digidesign Audiomedia 2 I/O Karte klingen absolut fantastisch und schlagen im Ergebnis jede 24/96-Hardware, die ich zum Vergleich hatte. Und das für´n Taschengeld: eine Backup-Karte hat mich letztens unter 15,- Euronen gekostet. Alt ist billig und stark.

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      AMAZONA Archiv

      Genau dieser Meinung bin ich auch !!! Verfallsdatum bei Softwaresynthesizern ? Daran glaube ich ganz und gar nicht. Ganz im Gegenteil, es werden sich immer wieder Leute finden, die die richtig guten Softsynths auch für künftige Betriebssysteme kompatibel machen.

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      Rivanho

      Stimmt, so lange es billige alte Computer gibt mit XP kan mann die Legacy immer nutzen.

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        t.goldschmitz  RED

        …oder man schafft es die Legacy PlugIns auf der vielgeschmähten V-Machine von SMProAudio (R.I.P.) zu installieren – dann hat man sogar eine M1-to-go…. (und WaveStation-to-go…. etc.)

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    Es ist immer wieder schön diese alten Kisten in diversen Tests zu erblicken und darüber zu lesen. Auf der einen Seite kommt ein bischen Wehmut auf, wenn man diese Klassiker so sieht auf der anderen Seite bin froh daß integere Köpfe die VST-Schnittstelle entwickelt haben.

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    Aus gewöhnlich gut unterrichteten Kreisen hörte ich damals, dass die M1 eine Yamaha Entwicklung war. Habe nie erfahren, ob das tatsächlich so war. Bezeichnend war allerdings, dass Yamaha zu der Zeit der M1 gar nichts Entscheidendes brachte, erst als der Erfolg wirklich klar war, kam SY 77. Und Yamaha war bei dem damals in Schieflage befindlichen KORG-Schiff (sie produzierten zwischen Polysix und M1 nur am Markt vorbei) finanziell beteiligt, weiss allerdings nicht, ob das noch immer so ist, ich denke eher nicht.

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    AMAZONA Archiv

    Was haben die Artikel in der Green und Blue Box an sich? Sind sind so herrlich subjektiv. Während im M1 so etwa 20 originelle Samples drin sind, die man sich im Grunde mal eben so besorgen kann und dann das Universe und Magic Organ Preset und die paar anderen schnell in jedem halbwegs passablen Sampleplayer nachbauen kann, ohne dass denen was an Charakter verloren geht, scheint es doch noch was anderes zwischen Himmel und Erde zu geben, was man schlecht erklären kann und dennoch da ist. Und so steht auch bei mir noch immer der T1 in der Gegend rum, obwohl er soundmäßig so gar nix mehr zu melden hat. Aber ich mag ihn halt trotzdem. Ja, Peter, so ist das halt. Manche werden sowas nie verstehen. Aber wozu auch ;-)

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    AMAZONA Archiv

    Ich habe das Glück, seinerzeit mit einer T3ex in die Welt der Synthies eingetaucht zu sein – das Teil ist jetzt 18Jahre alt und natürlich auch der \"bestverstandene\" meiner Synthies. Deswegen hatte ich u.a. einige Sachen darauf programmiert, für die ich das Ding heute noch einschalte (z.B. sowas krudes wie Kirchenorgel-Klänge- sogar neulich auf einer OASYS habe ich nichts besseres gehört).
    ABER: Die Software-Plugins klingen für mich – gerade auch über gute Wandler- im Vergleich zum Original immer ein bischen wie eine Tütensuppe zu Omas Eintopf. Ein eindrucksvolles Beispiel für die Grenzen der Software- Plugins. Es ist wohl wie Sie schreiben genau die fehlende Perfektion der Original- Hardware, die sie letztendlich zu etwas Eigenem macht. Einige Sounds der Plugins klingen wie ich finde sogar nur \"ähnlich\".

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    AMAZONA Archiv

    Habe nun ein M1, leider keine Soundkarten dazu. Frage mich was der ganze Hype um das M1 soll, die internen Sounds des M1 sind bestenfalls als unbrauchbare Gimmicks zu bezeichnen. Jedes billige Keyboard hat heute mehr und bessere Sounds als das Korg M1.

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    AMAZONA Archiv

    Alles Super, auch ich mag den T3ex immer noch. Nur leider hat er alle (sowieso nicht so üppigen) internen Sounds nach einem Batteriewechsel verloren. Nun steh ich vor dem Problem, ein feines Masterkeyboard zu haben mit dem sich aber nix weiter anfangen läßt als eben das…. Ich bin kein Fan von Soundbasteleien und möchte mich eigentlich lieber aufs Spielen konzentrieren. Da hab ich mir nun aber gründlich ins Knie geschossen. Hätte gern mal gewußt, wer heute noch DD- Disketten mit Sounds hat? Mit Sysydump aus dem Sequenzer ist mir auch nicht wirklich geholfen. Hmm, wer weiß was? (gibt es eigentlich eine GM/Gs-Standard-mäßige Soundcollektion?\r\nDanke für die resp.\r\nBjörn.

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    AMAZONA Archiv

    hi! bjoern. ich hatte auch das problem mit der backup batterie.ich habe allerdings noch die original disketten der t3.einfach neue batterie rein diskette laden und schon gehts wieder los.wenn du immernoch das problem hast würde ich mich freuen wenn ich die helfen kann.vielleicht gehen die disketten zu kopieren.schreib mir mal ne mail mit deiner telefonnummer.altrocker toni

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    AMAZONA Archiv

    Also, ich mach´s kurz: Ich liebe diesen Synthie!

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    nativeVS  

    Vielleicht sollte man noch erwehnen, dass der Nachfolger der M1 M10 heissen sollte, aber irgendjemand hat die falsch gelesen und dann als 01W bezeichnet, die dann der Nachfolger wurde.

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      Tyrell  RED 2

      Schönes Gerücht :-). Aber wahrscheinlich genau so wenig wahr wie das OBI WAN KENOBI eigentlich OB1 heißen sollte und damit bewiesen wäre, dass er ein Klon ist ;-).

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        nativeVS  

        Ist aber trotzdem sehr glaubwürdig (beides), da der ja wirklich als nachfolger gedacht war, und sonst sagt das Design doch auch aus, welcher serie der 01/W entsprungen ist.

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    dreamlive

    Den T3 habe ich noch. Leider ist an ihm ein Taster kaputt, da suche ich seit langem Abhilfe. Ein hervorragendes Gerät, nur leider muss man ihn mit Disketten füttern.

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    xiotran

    Gibt es jemanden hier mit einem „flinken Händchen im Internet“ (für M1Ex/ T3 Sounds ?)
    Meine Suche blieb bisher erfolglos. Bleibt nur noch, das eigene Händchen fürs Programmieren zu entwickeln ?!

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    Son of MooG  AHU

    Seltsamerweise hat mich M! & Co. nie besonders interessiert, deren Sounds haben mir einfach nicht gefallen. Mag sein, dass ich durch meinen Mirage auf einen anderen Sound geeicht bin; der ESQ-1 gefiel mir da weitaus besser. Den halte ich auch für die erste Workstation…

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      k.rausch  RED

      Beim VFX haben es die Ensoniqs ja dann verstanden, dass es auch eine halbwegs passable Abteilung Drum Samples braucht, um so richtig in den Kreis der Workstations aufgenommen zu werden :)

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    iggy_pop  AHU

    Ich erinnere mich, wie ich in Hamburg in einem Musikladen (war es Amptown? Oder war es der Laden gegenüber dem Haupteingang des Ohlsdorfer Friedhofs?) Anfang 1989 die M1 ausprobierte und mir den Kopf zerbrach, wie um alles in der Welt ich den aufgerufenen Preis stemmen sollte.
    .
    Zum Glück hat es bei mir damals nur zu einem Mini Moog gereicht… hätte ich mich für eine M1 verschuldet, wäre das im Nachhinein als größte Torheit meines Lebens zu betrachten. Oder vielleicht die zweitgrößte…
    .
    Ich meine, mich erinnern zu können, daß besagter Laden der war, wo ich den unfreundlichen Verkäufer fragte, ob er gerade das Preset „Arschgeige“ (bzw. „Analstrings“) angewählt habe…

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    fritz808  

    diese sampleplayer waren nie mein ding. irgendwie habe ich die zeit wohl übersprungen. war damals gut ausgerüstet mit viel analogem zeugs. aber nachdem hier soviel wind drum gemacht wird, bin ich wirklich am überlegen mir mal sporadisch eine m1 zu besorgen. denke, die kosten ja nichts mehr auf ebay, oder?

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      Maxi  

      Hol Dir die iM1 (für iPad): Unschlagbar günstig, platzsparend, mit vielen Erweiterungen und sehr gut editierbar! Ich war übrigens von der Qualität und Frische der Sounds überrascht. War wohl kein Zufall, dieser Verkaufserfolg damals!

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    costello  RED

    Ein „erschwinglicher Fairlight für Jedermann“ – da ist was dran. Bei der Arturia Fairlight-Simulation, die Markus Harsani kürzlich besprochen hat, dachte ich bei den SARARR-Sounds ja wirklich eine M 1 rauszuhören. Ich gehörte damals zu den Erstkäufern und war begeistert. Habe ein paar Musiken zu Dokufilmen allein mit der M-1 bestritten. Weiß noch, wie der Produzent fragte: „Ist das ein echtes Saxofon?“ In der Rückschau würde ich auch sagen: Das Filter ist der Schwachpunkt. Für 150,– Euro verkaufen, fällt mir nicht ein. Aber würde ich 150,– Euro heute dafür anlegen wollen? Eher nicht.

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      TobyB  RED

      Hallo Costello,

      ich für mich hatte damals die Filter bei der Kaufentscheidung ga nicht auf dem Zettel. Ich fand die internen FX, den Sequencer und die Speicherkarten interessant. Die FX lasse ich heute weg, da gibts besseres und die Filter naja. Ich würde meine M1 auch nicht hergeben.

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        costello  RED

        Stimmt – das Filter war damals nicht (kauf)entscheidend. Die „Natursounds“ waren der Burner. Und wer filtert schon eine Panflöte? Folgerichtig habe ich mir dann später einen Roland JV 880 gekauft, der die Orchestersounds noch realistischer abbildete. Und dann einen Sampler. Den ganz eigenen Charme der M1-Sounds kann ich vielleicht heute erst richtig würdigen.

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          TobyB  RED

          Hallo Costello,

          ich denke mal fernab von den House Organen, Dance Pianos knallen die Orchester, Natursounds am meisten. Ich fand es damals Anfang der Neunziger und heute auch noch, das Rockbands wie The Gathering, Dream Theater und Paradise Lost mit einer M1 auf die Bühne gingen. Bzw. in den Alben aus den frühen Neunzigern prominent hören kann. Roland war für mich zu derzeit „bräsig“ und erst wieder mit dem JP8000 interessant, sieht man von den MC303 ff. ab. Heute ist Korg zu weilen „bräsig“ und Roland gibt den Ton an. Times are changing.

          Für mich haben alle drei Bands auf ihre Weise Anfang der 90er Klassiker hingelegt, The Gathering z.b. mit einer Acidfilterline in einem Rocksong. Dream Theater mit orchestralen Breitwandsounds der Marke Hörbild und Paradise Lost für Crossover Sounds der britischen Art.

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    binary_idol

    Ich möchte hier mal auf das Dark-Electro Projekt IC434 hinweisen. Geert de Wilde verwendet dort hauptsächlich eine Korg M1, wie man gut an einigen typischen Sounds merkt.

  19. Profilbild
    paulilein  

    Auch wenn ich jetzt wieder ne Menge Gegenwind bekomme wäre ich über einen virtuellen DW 8000 sehr erfreut. Den M1 und die Wavestation oder MS 20 haben die ja schon verVSTtisiert. Vielleicht kommt ja noch was.

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      Violator  

      Ich fürchte, auch wenn es mal zu so einem VST Plug In kommen würde, du würdest doch ein wenig enttäuscht sein, wenn du den Klang eines DW-8000 kennst.
      Korg hat im DW-8000 einen analogen Filterbaustein verwendet. Dieser sollte sowas wir der „hauseigene SSM Filter“ werden. Ich glaube das ist der NJM- 2069AD9 Chip, den findest auch im Poly-800 und auch im DSS-1 wieder! Das ist Korg sehr gut gelungen, ich möchte schon fast sagen, daß mir der KORG Filter besser gefällt als der SSM. Aber das ist Geschmacksache.

      Es gibt bereits von vielen analogen Synthesizer diverse Plug Ins, die aber meiner Meinung nach nur annähernd am Orginalsound „kratzen“.
      Hattest du das Original noch nie unter deinen Händen, dann sind diese Plug Ins zum Teil wirklich toll.

      Mein Tip: schau lieber, daß du für 300,-EUR einen guten gebrauchten DW-8000 bekommst, dann hast mehr davon!

  20. Profilbild
    Murano

    Schöner Bericht über meinen allerersten Synth, eine T3. Fast zwei Jahre lang dafür Taschengeld gespart, bis eine Gebrauchte finanzierbar war. Leider hatte mein Exemplar dann ein etwas zickiges Betriebssystem, das irgendwann ganz am Ende war.

    Vor etwa zehn Jahren resultierte mein „M1-Revival“ in der Anschaffung einer Wavestation. Klanglich hat diese doch einiges, was man bereits aus der M1/T3 kennt, ebenfalls an Bord. Darüber hinaus aber noch die Vektorspielereien, die ich auch heute noch sehr lecker finde.

  21. Profilbild
    York_vom_Ork  

    vielen Dank für das Special!

    Eine Erwähnung in der Musikinstr.-Geschichte sind die Geräte auf jeden Fall wert. Allerdings verstehe ich den Hype nicht. Sind halt alles Presetschleudern…. Sprich so richtig Spass machen die Geräte durch die reduzierte Bedienoberfläche und die interne Klangerzeugung nicht und fehlende Knöpfe laden nicht gerade zum rumschrauben ein. Die Sounds so im allgemeinen sind aber ganz brauchbar. Das gleiche beim Roland JV die Preise in der Bucht für eine M1 oder eine JV-1080 sind völlig überzogen. Habe meine M1R vor 4 Jahren in der Bucht für 129.- euro nach Spanien verkaufen müssen…… Die SoftSynth von Korg reichen mir aber auf jeden Fall aus, da die Wavestation und M1Plugins sämtliche Sounds der Erweiterungskarten beinhalten, die Geräte plus Erweiterungskarten als Hardware wären ja unbezahlbar soweit die derzeit aufgerufenen Gebrauchtpreise auch tatsächlich bezahlt werden. Zu den aktuellen Roland SoftSynt Geschichten hab ich eine andere Meinung, wäre hier auch falsch. vielen Dank für den Bericht immer wieder gut und informativ geschrieben!

  22. Profilbild
    Violator  

    Der M1 ist ein tolles Instrument. Das war er damals und ist es auch heute noch. Trotz des eher bescheidenen Filters (ich weiß nicht, was sich Korg damals dabei gedacht hat) ist es erstaunlich, was dieses Gerät klangtechnisch noch alles bieten kann.

    Ich mag die Sounds, ich mag auch die Hardware und das Äußere. Außerdem – für einen digitalen Synth, bzw. „Rompler“ läßt er sich schnell und bestens bedienen. Man kommt schnell ans Ziel! Eine graphische Darstellung der Hüllkurven bei der T-Serie ist zweifelsfrei komfortabler, ebenso das Abspeichern auf Diskette.
    Wegen den erweiterten Wellenformen, würde ich eher zum T3 oder M1ex tendieren.

    Für mich gehört ein M1(ex)/T3 etc. ins Studio-Setup. Ob als Plug-In oder in Form eines Originals ist völlig egal. Persönlich stehe ich viel mehr auf der „Hardware Seite“ als in der Software Ecke“.

  23. Profilbild
    TobyB  RED

    Ich hab ja nun M1 , mein erster, m3r mit RE1 und T3. Und diverse Karten und Disketten. Und setze diese nach wie vor ein. Die m3r ist ohne RE1 faktisch kaum zu bedienen und klanglich liegen zwischen den M1 Pianos und Organ Sounds Welten. Und die Effektsektion ist soo 90er. Was die m3r richtig gut kann sind Perkussions. Das ist ihre heimliche Trumpfkarte. Was bei der T und M Serie immer noch der Knaller sind, die Combinations. Seien es nun Eigene oder Presets.

  24. Profilbild
    80salive  

    Danke für den Artikel… Respekt, dass Du den T1 noch Dein Eigen nennst, mein T3 EX (der mit riesiger Speichererweiterung :-) ) wurde ja von einem verschollenen Musikkollegen gediebt…
    War mein erster richtig gescheiter Synth, und als Rhythm is a dancer rauskam, habe ich das 1 zu 1 reproduzieren können… In jedem zweiten Song haste M1/T1 gehört, da war man schon stolz wie Hulle so was zu besitzen…
    Ich habe mir die Software geholt, und immer noch schleicht sich ab und zu ein Sound noch in einen Song rein… Ich kanns einfach nicht lassen…

    Wenn ich denke wieviel Proben und Auftritte der T3 hat über sich ergehen lassen müssen und stand immer noch da wie am ersten Tag, na ja fast :-D
    Aber da war schon viel Wert im Gehäuse…

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      k.rausch  RED

      Sehr cool! Falls du einen Soundcloud oder youtube channel hast, wäre es natürlich toll, diese Titel anzuhören, also hier den Link reinzustellen. Rhythm is a Dancer ist erstens eine super Nummer und die dann mit T3 hinzukriegen, nicht schlecht!

      • Profilbild
        80salive  

        Wie gesagt T3 gediebt und die SNG-Files hab ich ja auf den Uraltdisketten :-( Die hab ich noch, krieg die aber nicht auf meinen PC habe extra ein Diskettenlaufwerk das alles lesen soll gekauft, aber das liest auch nix…

        Ärgert mich brutal, da ich viele eigene Songs aus meinen 20ern da drauf habe und mittlerweile vergessen habe…

        Soundcloud muss ich mich echt mal anmelden :-D

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