Green Box: Korg M1 bis T1, T2, T3 und M1Rex Synthesizer

13. Januar 2018

Just ------ M1

Korg M1 bis T1, T2, T3 und M1Rex Synthesizer

Das Original, die Korg M1 Synthesizer-Workstation von 1988

Vorwort der Redaktion

Klassiker bleibt einfach Klassiker – und alles was nach M- und T-Serie kam, erreichte nie wieder diesen Kultstatus dieser extrem erfolgreichen Korg-Serien, die Ende der 80er den Sound einer ganzen Pop-Ära maßgeblich beeinflussten.

Klaus-Peter Rausch hat sich nun nochmals die Mühe gemacht und unseren Korg M1-Special aus dem Jahr 2008 komplett überarbeitet. Viele neue historische Erkenntnisse sind dazu gekommen und werten unser ohnehin schon umfangreiches Special nochmals deutlich auf.

Klaus hat außerdem zwei wunderbare Reportagen verfasst:

Beide kann ich nur wärmstens empfehlen.

An dieser Stelle dehalb ein dickes Danke an Klaus für sein umfassendes Engagement. Klaus hat übrigens heute immer noch einen Korg T1 in seinem Studio stehen!

Euer
Peter Grandl

Es war im Jahr 1988,

also vor nun genau 30 Jahren, und die Industrie traf sich zur Winter NAMM Show in Los Angeles. Korg hatte einen Prototyp mit der Bezeichnung „Korg 731“ dabei, als Preview für ein neues Instrument. Das wurde Presseleuten gezeigt, auch Händlern und anderen wichtigen Leuten der Szene. Alle waren ziemlich begeistert davon, aber wer war das nicht sowieso schon während solcher Shows. Diesmal aber sollte es etwas wirklich Tolles sein, denn kaum ein paar Wochen später wurde dieses Ding bekannt als M1 Music Workstation.

Es dauerte nicht besonders lang, Korg eroberte damit die Keyboarder-Szene im Sturm. Nur war das kein Sprint von Null auf Hundert – es gab durchaus Vorläufer als Wegbereiter. Der Korg DW8000 etwa, denn solche DWGS Waveforms finden sich auch in der M1. Vor allem aber der Sampler Korg DSS1 und dessen Rackversion Korg DSM1. Die Verbindung von Samples mit einer leistungsstarken Synthesizer-Engine ist es also, dazu die schon im Markt etablierten Drum Machines. Fehlte nur noch ein Sequencer, um das alles in eine Workstation zu packen. Und natürlich ein passender ROM-Chip mit, für damalige Begriffe, angemessener Speicherkapazität für Klavier, Strings, Guitars bis hin zu Soundeffekten, um mit diesem Kniff eine Art erschwinglichen Fairlight für Jedermann präsentieren zu können. Was dann auch genau so klappte.

Korg M1 Prototyp 731

Zurück ins Heute.

Nach wie vor übt der M1 Sound eine gewisse Faszination aus, er ist sogar irgendwie schon fast Vintage. Es gibt ihn seit einer Weile zusätzlich als Korg M1 PlugIn (VST und AU) sowie für iOS als Korg iM1. Und macht dabei eine gute Figur, denn hier hat es immerhin unbegrenzte Polyphonie, statt nur 16 Stimmen beim original M1. Schönes Extra: Das gelegentlich als leicht schwachbrüstig kritisierte Filter hat nun sogar Resonanz. Dazu noch einige weitere Features. Die alten M1 Samples sind sogar für den aktuellen Korg Krome verfügbar, genauso wie für deren 90er Jahre Workstation Trinity. Woran man bestens erkennen kann: Die sind bei Fans nach wie vor gefragt!

Vergleiche zwischen diesen Varianten sind eher obsolet, auch wenn es geringfügige Klangunterschiede geben mag. Wir haben es mit digitalen Daten zu tun, die lediglich auf verschiedenen Plattformen aufbereitet werden. Es ist allenfalls die Haptik, die einen gefühlsmäßig eine Korg M1 anders anfassen lässt, den großen Bruder Korg T1 sowieso.

Chefredakteur Peter Grandl erinnert sich:

„Wenn ich diese Sounds höre, jedes Mal fühle ich mich dabei 30 Jahre zurückversetzt. Ich erinnere mich genau, wie ich damals zum ersten Mal im Musicshop in München stand und feuchte Augen bekam, als ich dieses Instrument spielen durfte. Vor allem Panflöte, Chor und der durchdringende Hammerschlag hatten es mir angetan. Bereits auf dem Heimweg verabschiedete ich mich im Geiste von einem Teil meines Equipments, um so bald wie möglich diesen Zauberkasten mein Eigen nennen zu können. Oh ja, sogar mein geliebter Yamaha DX7IIFD, ein Casio FZ1und ein Korg DDD1Drumcomputer mussten in bare Münze umgewandelt werden. Schließlich galt es, stolze 4.000,– DM zusammen zu bekommen. Internet gab’s noch nicht und daher auch kein eBay. Aber Dank KURZ & FÜNDIG, so hieß das Secondhand Blättchen in München, gelang es mir bald erfolgreich die Kasse klingeln zu lassen. Und dann war es soweit, die schlaflosen Nächte waren vorbei, in denen ich immer und immer wieder den Korg M1 Prospekt auswendig lernte. Der Karton wurde ausgepackt und das Juwel vorsichtig auf seinen staubbefreiten Platz drapiert. Schnell noch die Audiokabel in den Roland M160 Mixer und die MIDI-Kabel in den Atari Computer! Verstärkt wurde das Ganze per HiFi Anlage. Studiomonitore? Nein, ein paar HiFi Boxen erfüllten doch ebenfalls ihren Zweck.

1988 ein Traum-Setup: M1, M1Rex, Mac und Marmorplatte

Oh ja, da waren sie dann wieder, die Klänge aus dem Laden, die mich so verrückt gemacht hatten. Aber offensichtlich war ich nicht der Einzige, der sich von der M1 so in den Bann hat ziehen lassen. Es verging nämlich kaum eine Woche und schon hörte man in Werbespots, Jingles und Pop-Songs die markanten Sounds der M1 rauf und runter. Es schien fast, als hätte jeder Musikproduzent auf der Welt eine M1 gekauft. Und wahrscheinlich war es auch so. Ja, ganze Soundtracks wurden komplett – ja, wirklich komplett! – mit der M1 eingespielt. Ein Beispiel: „Es ist nicht leicht ein Gott zu sein“, ein eher fragwürdiges Science Fiction Spektakel, aber mit einem ansprechenden Soundtrack, der nebenbei die Vielseitigkeit einer M1 demonstriert. Selbst Freddy Mercury hatte die Kiste auf seinen Konzerten im Reisegepäck und nutzte sie im Hotel als Notizblock für neue Songs, vor allem auf den letzten Queen Alben ist die M1 sehr oft zu hören.

Vielleicht war es jener Run auf die M1, der sie mir eines Tages dann auch verleidet hat. Spätestens als Soundvertriebe damit warben „10.000 M1 Sounds für 20 Mark“, verstaubte das Teil, der Zauber war einfach verflogen. Doch wie gesagt, sobald ich heute die M1 mal wieder unter den Fingern habe, es werden alle Erinnerungen wach. Dann hole ich die alten Songs raus, die ich hauptsächlich mit Hilfe der M1 und des 8-fachen Multimode eingespielt habe, und schwelge in vergangenen Zeiten. Auch wenn nach der M1 viele gute Instrumente in meinem Homerecordingstudio gastiert haben, inzwischen besitze ich natürlich Monitorboxen und einen amtlichen Verstärker, die Korg M1 Workstation war meine erste große Keyboard-Liebe und bekanntlich gibt es ja nur die eine große Liebe.“

Von Korg M1 bis T1

Korg M1 und M1R

So ein passioniertes Statement ist kein Einzelfall, die M1 Liebe gibt es nach wie vor und bei Jung und Alt gleichermaßen. Schauen wir uns einmal die ganze Instrumentenfamilie an. Zur M1-Familie gehören folgende Korg-Synthesizer:

  • Korg M1 (61 Tasten)
  • Korg M1ex (61 Tasten / erweitert auf (8MB Rom)
  • Korg M1R (Rack des Korg M1)
  • Korg M1Rex (Rack des Korg M1 erweitert auf 8MB Rom)
  • Korg T3 (61 Tasten, bereits erweitert auf 8MB Rom)
  • Korg T3ex (61 Tasten, (8MB Rom, zusätzlicher 1MB-RAM-Speicher)
  • Korg T2 (73 Tasten, bereits erweitert auf 8MB Rom)
  • Korg T2ex (73 Tasten, 8MB Rom, zusätzlicher 1MB-RAM-Speicher)
  • Korg T1 (88 gerichtete Tasten, inkl. 8MB Rom und zusätzlicher 1MB-RAM-Speicher)

Produktkonzept der Korg M1 und T-Serie

Der damals unmittelbare Verkaufserfolg der M1 Music Workstation sorgt gleichzeitig für jede Menge Feedback seitens der Musiker. Auf der Wunschliste für die Zukunft stehen einige Features, die Korg direkt in die nächste Kreation einfließen lässt. Dazu zählen mehr Samples, Floppy Disk Drive für die Massenspeicherung der Sound und Song Daten, bedienfreundlichere Handhabung dank großem Display, das im M1 ist nämlich nur zweizeilig mit je 40 Zeichen. Und statt nur 61er Version gibt es endlich Auswahl in Sachen Konfektionsgröße: Während das Modell Korg T2 mit 76 Plastiktasten ausgerüstet ist, kommt das Spitzenmodell T1 mit 88 gewichteten, und zwar der Yamaha A88, die auch im herstellereigenen KX88 verbaut ist. Der Korg T1 Look unterscheidet sich von allen anderen ziemlich gravierend. Während Korg M1 bis Korg T2 das elegant-rundliche Gehäuse haben, für das sich Firmenchef Herr Kato einsetzte, hat man sich beim Korg T1 für ein formschön-zeitloses Holzgehäuse entschieden, das optisch ganz schön was hermacht.

Damals der Traum jedes Keyboards, die Korg T1 Workstation für 10.000,-DM

Ein Extra-Feature ist außerdem, zusätzlich Samples per Data Dump und Diskette laden zu können, wofür ein 1 MB RAM Speicher bereitsteht. Etwas später wird diese Option als EX Expansion auch für die anderen T-Modelle verfügbar. Die neuen internen Samples der Korg T-Serie spendiert Korg den beiden M1EX und M1REX dann auch gleich.

Doch das ist noch nicht alles, denn Korg hat die generelle Produktidee ausgequetscht wie eine Zitrone. Und vermarktet dazu noch ein ordentliches Set verschiedener PCM Cards, sortiert nach Instrumentenkategorien, samt zugehöriger Program Presets Cards. Disketten für die T-Serie ebenso.

Und die M1 Popularität ruft Drittanbieter auf den Plan, ein damals seit DX7 recht neu etabliertes Phänomen der Kategorie Trittbrettfahrer auf dem Soundsektor. Im Angebot finden wir das Frontal Lobe Korg M1 sowie ein unter dem Namen Zadok SAM1 entwickeltes Expansionsystem, einmal zum Anschluss an den PCM Card Slot und im anderen Fall gibt’s eine Platine, die intern verbaut wird. Etwas in dieser Richtung hat auch Musitronics am Start, mehr über all diese 3rd Party Aktivitäten weiter unten.

Doch zurück zum Korg M1 Nimbus. Factory Sounds wie Universe, Brass 1, PanFlute, Pick Bass, Koto Trem, Piano 16’, Cloud Nine, Lore, Magic Organ und Co. haben Musikgeschichte geschrieben. Die wurden in zahllosen Songs verbraten, etwa das Orchestra Preset im Intro des Queen Titels The Show must go on, der Choir diente Dream Theatre für A Change of Seasonsund Jonathan Wolff hat den Slap Bass vom Preset 46 für die TV Serie Seinfeldgenommen. Der Klangarchivar Bobby Blues hat auf seiner Website einige Beispiele gelistet, hören Sie hiereinfach mal rein. Wer also auf 80er Klangästhetik steht, kommt am M1 Sound kaum vorbei. Und wie wurde das genau möglich?

Das zweizeilige Display der Korg M1

Tonerzeugung der Korg M und T-Serie

Allen Modellen der Korg M- und T-Serie gemeinsam ist eine so genannte AI Synthesizer-Engine, die auf Samples basiert. Pro Single Mode Program arbeitet ein Oscillator, der mit drei Hüllkurven geformt werden kann. Diese sind den Parametern Volume, Filter und Pitch fest zugeordnet. Die 12 dB LP Filter Section kennt leider keine Resonanz, womit sich die Korgies von Anfang an Kritik eingehandelt haben. Die weitere Klanggestaltung erlauben zwei Modulationsgeneratoren, es sind eigentlich LFOs, heißen bei Korg nur anders. Die Programs lassen sich auch in den Double Mode schalten, dann verdoppelt sich das Ganze, während die Polyphonie auf die Hälfte schrumpft: Aus 16 Single Mode Stimmen werden so nur noch 8, was die meisten in der damaligen Zeit durchaus als halbwegs komfortabel ansehen. Das Klangmaterial wird in 16 Bit Qualität und 32 kHz Sample Rate angeliefert. So richtig ultrabrillant wird da natürlich nichts, was den Sounds häufig einen gewissen mittigen Charakter verleiht.

Alle Parameter auf einen Blick, hier die T-Serie

Allerdings kann an dieser Stelle die Effect Section, wie weiter unten beschrieben, einiges wettmachen. Die Instrumentensamples sind durchweg kurz geloopt, der 4 MB ROM Speicher muss immerhin mit rund 100 Multisamples plus 44 Drums und Percussions klarkommen. Keine gute Ausgangsbasis für besonders authentische Nachbildungen von Klavier, Geigen und Co. und Lichtjahre entfernt von dem, was Korg heutzutage im Kronos zu bieten hat. Dennoch, ausgerechnet das harte Grand Piano Sample wird sogar in House und Techno ein Szene-Liebling. Schon die 100 Factory Presets zeigen, wohin die Marschrichtung geht, und in diesem Clip hierkönnen Sie sich alle in einem Rutsch anhören. Das war jedoch erst der Anfang, da die Erstellung eigener Sounds beim M1 keine Geheimwissenschaft, sondern auch von Einsteigern zu schaffen ist, gibt es zahllose Schöpfungen, die den Factory Content gemütlich toppen. Professionelle Soundprogrammierer sowohl in Diensten von Korg als auch mehreren 3rd Party Anbietern vergrößern die M1 Klangarchive enorm. Neben der Speicherung im Instrument und auf RAM Cards (MCR-02, MCR-03, MCR-04), gibt es Computer Software dafür. Und Korg legt zum Einschub in die beiden rückwärtigen Slots besagte PCM/Program Card Sets auf, die meistens eine bestimmte Klanggruppe berücksichtigen, siehe weiter unten. Man munkelt, dass so manches Sample auf solchen PCM Cards drauf ist, das es bei der Endauswahl für das interne ROM lediglich nicht da reingeschafft hat. Die Qualität ist durchweg gelungen, auch sind oft Demo Songs auf den Cards mit dabei, die den Content gekonnt vorführen.

Die Evolution der M1: Korg T1, T2 und T3

Sounds zu programmieren ist wegen mangelnder Drehregler nicht besonders komfortabel, man muss die Parameter via Display anwählen und mit Data Entry Werte definieren. Für den Einsatz als Live Gig Instrument gibt’s aber immerhin griffgünstige Buttons unterhalb des Display, mit denen wichtige Klangeigenschaften direkt kontrolliert werden können. Obwohl der Parametersatz verglichen mit heutigen Workstations als eher überschaubar bezeichnet werden kann, lassen sich mit ein bisschen Fantasie die Grenzen ganz gut ausreizen. Während Oscillator Transpose Range ein wenig begrenzt ist, greift man einfach zum Pitch EG als Hilfsmittel, indem die Auslenkung auf Maximum gebracht wird. Klangüberblendung bei Preset Wechsel ist im Gegensatz zu aktuellen Workstations nicht, aber auch hier gibt’s einen Trick: Identische Reverb oder Delay Einstellungen benachbarter Presets. Zwar reißen eventuelle Release Phasen beim Presetwechsel nach wie vor ab, doch der Effekt bleibt erhalten und sorgt für einen etwas sanfteren Übergang als sonst.

In diesem Clip hiersind einige Sounds vorgestellt, die in der Folgezeit entstehen, und hierebenfalls. Besitzer der T-Serie profitieren übrigens von Datenkompatibilität, denn M1 Sounds lassen sich direkt laden.

Für diese T-Serie hat sich das Korg Soundteam weitere Goodies einfallen lassen. Das Klavier etwa in einer Workstation spielt, schon damals, eine besonders große Rolle. Und so ist es ein Bösendorfer Sample, das im nun auf 8 MB großem ROM eine Heimat gefunden hat, und noch eins dazu gibt’s auf Diskette, via Floppy Disk Drive zu laden in T1 und ex-Modelle.

Korg T1 mit Diskettenlaufwerk

Dutzende weitere Sounds ergänzen den Content auf nun 189 Multisamples plus 85 Drums und Percussion, und die sind es auch, die man als EX Erweiterungen für Korg M1 und Korg M1R später als Expansion kaufen kann. Dank eines 64 x 240 Zeichen Display und Floppy Disk Drive ist das gesamte T-Serie Handling deutlich verbessert.

Combi Mode

Neben 100 Speicherplätzen für Programs (T-Serie: 200) gibt’s weitere 100 für Kombinationen davon. In einer solchen Combi können 8 Programs verwaltet werden, und zwar als Layer und Splits. Man kann sich das als 8 M1 in einer Box vorstellen, auch wenn die sich die 16-stimmige Polyphonie teilen müssen. Auf diese Weise sind wirklich dramatische Szenarien möglich, etwa Pauken auf den untersten Tasten abrufen, darüber die Cello Section, in der Mittellage ein paar Hörner und weiter oben sind es die Violinen, die per Velocity Switch zusammen mit Chören wiedergegeben werden.

Infografik zum Combi-Modus

Aus heutiger Sicht irgendwie normal, damals sensationell! Lediglich die Effects Section verlangt besonderes Augenmerk, denn hier muss man gegenüber den Programs alles neu organisieren, wenn man welche miteinander kombiniert. Eine Copy Funktion erleichtert zwar den Ansatz, der Rest darf aber neu erfunden werden. Kein leichtes Unterfangen, wenn für Combis gewünschte Programs ganz bestimmte Effekte benötigen, und ohne die plötzlich völlig anders klingen. Die technischen Limits der späten 80er halt, obwohl solche Hürden auch heute noch ein Thema sind.

Effect Section

Dank umfangreicher dual aufgebauter Effect Section mit immerhin 33 verschiedenen Typen lassen sich die Klänge und Sampleinstrumente gehörig veredeln oder auch drastisch verändern. Manche sind derart in Hall, Phaser und Delay gebadet, dass nur noch ein hauchig-diffuser vor sich hin wabernder Nebelsound aus den Outputs kommt. Aber gerade das ist es, was die Maschine so charmant klingen lässt! Vor allem Single Mode Presets profitieren davon, denn so bleiben einem immerhin 16 Stimmen Polyphonie erhalten, was bei vollgriffigen Akkorden mit ordentlich Release Zeiten auch gebraucht wird. Das Gegenteil liefern harte Effekte wie Distortion und Exciter. Der von sich aus recht roh klingende Sample Content kann damit auch gegen den Strich gebürstet werden, ab dann hat es sich mit flauschiger Schmusefläche, sondern kreischende Leadsounds, kratzige Arco Strings und spuckende und ziemlich spröde Brass Sections sind angesagt. Überhaupt, hübsch tricky ist die Effects Section angelegt. Seriell bis zu vier in Mono oder parallel zwei in Stereo können eingesetzt und bei Bedarf individuell den vier Outputs zugeordnet werden.

Controller

Traditionell hat es Korg mit Musikern, die Live Gigs machen. Dementsprechend gibt’s auch bei der Korg M- und T-Serie eine angemessene Controller Ausstattung, obwohl oder gerade weil die Instrumente ansonsten – typisch 80er Look – recht wenig Regler und Slider auf dem Panel haben. Die ausdrucksstarke Performance wird also mit Joystick, Foot Pedal und Switch erledigt. Zusätzlich bieten alle verbauten Tastaturen neben Anschlagsdynamik auch Aftertouch. Ein für die Zeit durchaus korrektes Arsenal an Realtime Controllern, die Buttons unterhalb des Display mitgerechnet. Selbst spezielle Ambitionen wie Rotary Speaker Speed Slow/Fast sind damit zu regeln, in diesem Fall via Global Page, wo man einem MIDI Footswitch Effect Control 1 zuordnen kann, sehr raffiniert. Fun Fact: Das T-1 Handbuch listet unter Zubehör ein Control Wheel, zum Einsatz anstelle des Joystick.

Sequencer

Der Clou der Workstation ist der Sequencer, 1988 gilt das als kleine Sensation in einem Keyboard dieser Preisklasse, denn hier macht sich die Korg M1 Klangausstattung besonders bemerkbar. Neben den ganzen Instrumenten und Waveforms stecken ja auch Drums und Percussions im Sample ROM. Und die werden via Sequencer erst so richtig in Szene gesetzt. Die sind in 4 fertigen Kits bereits ziemlich brauchbar angeboten, die Samples selbst bringen klanglich einen recht rauen Rock’n’Roll Faktor mit. Eigene Kits organisieren geht ebenfalls, ist aber nicht weniger umständlich als das Sequencer Handling generell. Es gibt jedoch einige Demo Songs, die das maximal Mögliche ganz gut demonstrieren, Fehler! Linkverweis ungültig.. Zwar ist die Speicherkapazität mit 7.700 Noten noch recht begrenzt, auch das Handling ist via Pattern Mode nicht wirklich komfortabel. Die vier Drum Kits werden separat auf der Global Page verwaltet. Aber immerhin kann man die Resultate, bestehend aus je 8 Parts für Instrumente und Drums, in 10 Songs und 100 Pattern festhalten. Man muss sich halt die einzelnen Phrasen so zurechtlegen, dass sie fertig zusammenmontiert hinterher einen kompletten Song ergeben. Erst die Korg T-Serie verbessert die Organisation, kann vor allem auch großzügige 50.000 Noten verwalten und die Songs dann auf preisgünstigen Disketten speichern.

MIDI Funktionen

Eine besonders gute Figur macht hier die T-Serie, die mit einem zweiten MIDI Out ausgestattet ist. So können weitere 16 MIDI Channels externer Instrumente angesprochen werden. Und es gibt einen Overflow Mode, womit die Polyphonie durch die Hintertür erweitert werden kann. Einfach einen Korg M1R (siehe unten) anschließen, sobald die interne Stimmreserve ausgeschöpft ist, wird automatisch jenes Rack Modul angesprochen. Program Changes an externe MIDI Instrumente können ebenfalls gesendet werden.

Das Korg M1Rex-Expander-Modul

Rack Module Korg M1R und M3R

In den 80ern war es halbwegs üblich, dass es von einem Synthesizer, neben der Version mit Tasten, auch sogenannte Expander zum Einbau ins 19“ Rack gab.

So auch bei der M1, die 2 HE Rackversion nennt sich Korg M1R, und die mit erweitertem Sample ROM heißt M1Rex. Die Tonerzeugungen sind jeweils identisch zu den Korg M1 Tastenmodellen.

Allerdings fehlt im Vergleich zur Korg T-Serie das Diskettenlaufwerk, die doppelte Stimmenzahl sowie die Möglichkeit den RAM-Speicher nachzurüsten.

Synthesizerstudio Jacob: Werbeanzeige der späten 80er für M3R und Remote RE1

Zusätzlich im Produktkatalog gab es auch eine Sparversion der M1R, das Modell M3R. (Nicht zu verwechseln mit dem später erschienenen Korg M3 bzw. M3M).

Der Korg M3R-Expander ist nur 1 HE hoch und mit 2 MB Sample Content gegenüber M1 deutlich abgespeckt. Was man bei einigen Sounds recht deutlich hören kann, speziell das ohnehin schon ziemlich kurz geloopte Klavier leidet vom weiteren Cut, der wegen des kleinen ROMs fällig war. Da die Bedienung durch ein recht kleines Display doch ziemlich unkomfortabel ist, brachte Korg die RE1 Remote Control auf den Markt. Angeschlossen an M3R kann lässt sich der schmale Expander damit erstaunlich gut bedienen. Die Korg RE1 ist funktioniert übrigens auch mit dem Korg A1 Multi-Effektgerät.

Klangcharakter

Die Samples sind in 16 Bit Qualität aufgezeichnet, allerdings mit maximal 32kHz Samplingrate. Einigen Klängen fehlt es daher „obenrum“ an Brillanz. Mit Hilfe der guten Effekte kann dieses Manko allerdings aufgehübscht werden. Die Samples selbst stammen teils sogar noch aus der Korg DSS-1 Library und haben mit dem Standard einer aktuellen Korg Workstation wie der Kronos nicht viel zu tun. Andererseits hat eine M1 aber einen deutlich ausgeprägten Soundcharakter, vielleicht sogar mehr als manch technisch überlegenes Instrument.

Zwar haben viele realistische Natursounds die Korg M1 berühmt gemacht, es sind aber vor allem die synthetischen Klänge, die zu ihren Stärken zählen. Digitale Flächen mit erstaunlich lebendigem Klangbild, Glocken und gezupfte Fantasiesounds gehören nach wie vor zum Besten was man von Synthesizern kennt. Schade nur, dass dem Filter keine Resonanz mit auf den Weg gegeben wurde, aggressive Techno- oder Analogsounds sucht man eher vergeblich. Das neu entwickelte Plug-In dagegen erfüllt solche Wünsche.

Korg M1 Werbeanzeige

Auch für spätere Generationen hat KORG die M1 Samples im Angebot. Die spätere Korg Trinity lässt sich mit erweitertem Sample-RAM sogar komplett zur M1 umrüsten. Ein entsprechendes Sounddiskettenpaket mit 8 Discs funktioniert quasi wie ein Plug-In. Hat man erstmal alle acht Disketten geladen, sind alle Werksounds der M1 spielbar. Selbst für das aktuelle Modell Krome gibt’s die Korg M1 Samples samt Presets. Während aktuellen Romplern nicht selten ein gewisses Charisma fehlt, ist dagegen der M- und T- Serie klanglich ein Platz in der Synthesizer-Geschichte sicher.

Produktdetails

Wie eingangs gelistet, gibt es die Korg M1 auch als 2HE Rackversion M1R. Diese ist identisch mit der Tastaturversion. Beide wurden später auch als EX-Version mit doppeltem Sample-ROM (8MB) angeboten. Allen gemeinsam ist eine 16-stimmige Polyphonie im Single Mode und 8 Stimmen im Double Mode.

Die T-Serie hat das gleiche Sample-ROM wie die EX Version der M-Serie. Von T2 und T3 gibt es ebenfalls eine EX Version, diesmal bedeutet EX allerdings das zusätzliche 1MB große Sample-RAM. Hier können also eigene Samples geladen werden. Ein Sampler ist das jedoch nicht, stattdessen stellte Korg eine spezielle T-Sample-Library zur Verfügung. Außerdem ist es möglich, Samples von DSS-1 und DSM-1 zu lesen sowie via MIDI per Sample Dump vom Computer. Die T1 war bereits vom Werk aus mit dieser Erweiterung ausgestattet.

Sämtliche Modelle haben zwei Slots für Speicherkarten. Der erste ist für weitere Samples, die auch nach dem Aus- und Einschalten sofort verfügbar sind, der zweite ist für ROM Cards mit fertigen Presets und RAM Cards für eigene Sounds und Sequenzerdaten. Besonders die M1 sowie M1R profitierten von dieser Möglichkeit, da sie kein Diskettenlaufwerk besitzen.

Die Korg M1 und T-Serie als PlugIn

Tipp: Statt die Hardware tut es auch das Plug-In KORG DIGITAL LEGACY COLLECTION. Der Sound ist fast identisch, die Möglichkeiten aber deutlich umfangreicher. Zum einen erhielt das Plugin endlich den sehnlichst erwarteten, resonanzfähigen Filter, zum anderen sind alle Samples und Sounds aller je erschienenen Korg-Cards enthalten. Sogar die Korg-Disc-Library ist vollständig im Plugin enthalten. Unseren Test zum M1-Plugin finden Sie HIER.

Auch wenn die grafische Oberfläche inzwischen veraltet ist, so hat Korg dennoch das PlugIn bis heute (Stand 6(2019) gepflegt und auf alle neuen Mac OS und Windows Versionen adaptiert.

Korg M1 PlugIn inklusive aller Korg-Soundkarten

3rd Party Extras wie SAM

Die Bestseller der 80er Jahre forderten manche findigen Leute heraus, sich noch ein wenig bedarfsorientiertes Zubehör auszudenken. Siehe Yamaha DX7und Roland D50, für die es Sounds ohne Ende, Cards und Hardware Expansions gibt, in gleicher Weise beim M1. Von Korg selbst gibt’s auch so einiges, mehr dazu weiter unten.

Frontal Lobe ist eine externe Hardware Floppy-Disk-Station zum Anschluss an die Korg M1. Die Idee stammt vom amerikanischen Hersteller Cannon Research.

Frontal Lobe emuliert eine Korg ROM-Karte und lässt sich mit Samples von Disketten füttern.

Es gibt ein PCM Channel Modul, das an den PCM Slot der Korg M1 und T-Modelle angeschlossen wird, ein Netzteil ist auch dabei. Weiterhin gehören noch die MIDI RS Verbindung, verschiedene Sounds und Demo Disketten zum Set, ebenso ein deutsches Handbuch. Als das Teil 1991 auf den Markt kommt, muss man rund US$ 2.000,– berappen, keine Kleinigkeit also. Die Anschaffung lohnt sich dennoch, Samples auf PCM Card Sets sind nämlich nicht gerade ein Schnäppchen. Hier können aber welche endlos auf vergleichsweise preiswerten 3,5“ Disketten archiviert und bei Bedarf geladen werden, und eigene Sequencer Daten ebenfalls.

Auch das Zadok SAM1 ist eine externe Hardware im eigenen Gehäuse, das an die M1 angeschlossen wird. Genau wie beim Frontal Lobe können Songs und Samples verwaltet werden. Allerdings steckt es in einem 1 HE 19“ Gehäuse und ist für einen praktischen Rackeinbau gedacht.

SAM1 kann mehrere Sampleformate lesen, darunter die seinerzeit populären Ensoniq EPS, Akai S900 und S1000. Und ist ansonsten ziemlich universell nutzbar, denn es ist nebenbei ein MIDI File Player, kann SysEx Daten speichern und senden und mit Hilfe einer weiteren PC Software Akai Sample Disketten für den Einsatz im PC aufbereiten. Neben dem Einsatz für die M1 und T-Serie unterstützt SAM1 noch die Korg Wavestation und den M3R.

Die Musitronics M1 PCM-EX dagegen ist eine Platine, die in die M1 eingebaut wird. Es handelt sich im Grunde um die Erweiterung des M1REX, die wiederum der T-Serie entspricht.

Auch die InVision M1 Plus 1 Expansion ist für den intenen Einbau vorgesehen. Im Gegensatz zu Musitronics sind die zusätzlichen 4 MB Sample Content vom Hersteller allerdings neu produziert. Geboten werden 46 Multisamples, darunter E-Pianos, Gitarren sowie 46 Drums Sounds. Mit im Package dabei ist eine Card, auf der 100 Programs und 100 Combinations sind, die jeweils die neuen Samples berücksichtigen. Die Invasion-Ex-Version bietet kaum Überraschungen und nutzt den knappen Speicherplatz auch lange nicht so konsequent wie die Korg Expansion. Zum Ende der M1 Produktionszeit hat Korg die von Musitronics verbaute M1EX Version selbst nochmal für kurze Zeit im Lieferprogramm.

In jüngster Zeit hat es Radovan Konečný drauf angelegt, eigene Samples in die M1 zu schaffen. Seine Website schildert diese Ambitionen und wie er es gemeistert hat, ein 32 MB Sample Memory Upgrade mithilfe einer Hardware via PCM Slot Connection zu integrieren, PC Editor Software ebenso. Mehr Details samt Foto Dokumentation finden Sie hier.

Sounds und Software

Das Soundangebot ist sensationell umfangreich, kaum ein Klangsektor, der nicht beackert ist. PCM/Program Card Sets macht Korg selber, die Liste der erhältlichen Titel ist ordentlich lang und teilweise übertreffen die Sounds qualitativ den internen Korg M1 Content. Ebenfalls von Korg sind die Sample/Program Disketten für die T-Serie, sowie Cards mit M1 Presets, die auf die internen Samples zugreifen. Presets Cards sind auch von Drittanbietern zu haben, zum Beispiel Valhala mit seinen legendären Gold Cards. Die machen reichlich Gebrauch von Reverb und anderen Angebereffekten, so dass die Sounds eine Menge Wow-Faktor hergeben.

Die deutsche Company Metrasound heuert verschiedene Sound Designer an und bringt so eine Art Signature Serie heraus. Weitere Firmen haben M1 Soundmanager für Computer im Programm und bieten mehrere Presets Soundbänke dafür an, die kann man dann in den internen M1 Speicher senden.

Der M1-Sound aus heutiger Sicht

Das Attribut „besonders authentisch“, gilt für die M1 Natursounds nicht mehr, es sind  vor allem deren „klassische“ in abertausenden Produktionen eingesetzte synthetische Sounds, darunter auch die der Ex-Erweiterung. Die Werksklänge der T-Serie und M1Ex, die erfreulicherweise 100% kompatibel sind, waren erst der Anfang. Mit ein wenig Programmiergeschick macht man selber bessere und findet auch welche im Internet. Bobby Blues hat die kommerziellen Angebote gelistet, hier.

Und Tutorials und Videos werden produziert. Vom Buch „Arbeiten mit der M1 Workstation – Das Praxisbuch für Einsteiger“ über „T-Series Cookbook“ bis zu „M1 Sequencing & Recording Handbook“ gibt’s eine Menge Lernstoff zu lesen. In der Videoabteilung stehen unter anderem die Titel „Getting The Most Out Of The Korg M1“, „Freelance M1“ und „Master Tapes M1 – The Video”.

Die Gebrauchtmarktpreise von Korg M1 bis KORg T1

Am besten die aktuellen Gebrauchtmarktpreise aus unserer Syntacheles-Liste abfragen. Die Korg M- und T-Serie gibt’s recht günstig. Als Orientierung hier die aktuelle Preislage:

  • M1: 150,- Euro
  • M1EX: 220,- Euro
  • M1R: 170,- Euro
  • M1REX: 250,- Euro
  • T3: 160,- Euro
  • T2EX: 280,- Euro
  • T1: 390,- Euro
  • M3R: 60,- Euro
  • M3R inkl. RE1: 125,- Euro
  • M1 PCM Card Set: 60,- Euro

Rechnen Sie für Instrumente in Bestzustand mit höheren Preisen.

Interessiert an einer dieser Workstations? Klanglich hat die Serie eindeutig was zu bieten, und zwar vor allem Charakter. Zugegeben, die Bedienung ist nicht heutiger Standard, ein bisschen krumm und unbequem geht’s dabei schon zu. Ist aber alles halb so schlimm, da es ohnehin zahllose fertige Presets gibt …

Kauftipps:Generell ist der Klassiker Korg M1 eine gute Wahl, hier kann man einfach nichts falsch machen. Alles drin, alles dran. Wer mehr Sound braucht, nimmt die Korg T3 in der EX Version, die kann noch weitere Samples laden. Ein ultra-cooles Set ist T1 mit M1REX plus Zadok SAM1, das ist die volle Packung in Sachen Tastatur Komfort und Sound, mehr M1-Faktor geht nicht. Oder halt, es geht noch eine Spur mehr 80er: Ein Atari 1040 samt Soundmanager/-Editor. Sie brauchen stattdessen nur ein bisschen von diesem Klang-Charme und haben sowieso keinen Platz für noch ein Keyboard? Na, dann greift man zum M1R und zieht sich soviele Presets wie möglich aus dem Netz, fertig. Sind Sie allerdings eher mit aktuellen Computern und Controller Keyboards unterwegs, so ist sicherlich eine Softwareversion die beste Wahl, um sich M1 Flair ins Haus zu holen.

In früheren Jahren gab es so einige M1 Fan Pages mit PD Sound Downloads, Manuals, verschiedenen Tipps & Tricks, Links zu Editoren und Soundmanagern meist für PC und Mac Computer. Die meisten sind mittlerweile verschwunden, auch die Computerprogramme funktionieren nicht mehr unbedingt auf neusten Modellen mit aktuellen OS Versionen. Hinweise zu funktionierenden Quellen finden Sie in der Linkliste, ebenso Youtube Clips mit Sound Demos, Technik Tipps, Tutorials, Reviews – viel Spaß damit!

Mit der Korg M1 beginnt eine sagenhafte Erfolgsgeschichte, die Korg bis heute konsequent weiterführt. Nach der M- und T-Serie kommt die 01/W-Serie, gefolgt von X3 und X2. Anschließend gibt’s für die Budget Preisklasse die Modelle N264 und N364, gefolgt vom nächsten großen Schritt, dem Trinity, aus dessen Erfahrungen sich der Triton entwickelt. Bereits währenddessen wird am Oasys PCI System gearbeitet, das am Ende zum Oasys Keyboard wird. Er liegt in preislich ziemlich hohen Gefilden und schrumpft sich dann gesund zum Kronos, der seinen Vorgänger M3 ablöst und trotz Mitbewerber aktuell das Maß der Dinge ist.

Korg Kuriositäten S1 und Q1

Zeitgleich mit dem Erscheinen der Korg M1 veröffentlichte KORG einen englischsprachigen Prospekt, der auch zwei weitere Produkte ankündigte: Sequenzer Q1 und Sampling-Drumcomputer S1.

Besonders reizvolle Optik: Korg Q1 und Korg S1 hatten den gleichen Look und auch die Bautiefe wie die Korg M1. Hätte man alle drei Geräte nebeneinander gestellt und eine durchgehend schwarze Konsole gebaut, mittig nur durch die Tasten unterbrochen, es wäre ein cooles Designerstück. Mit einer Tiefe von 35,6 cm, dabei 11 cm hoch, Gesamtbreite 2,02 Meter.

Der Q1 sollte 16 MIDI-Spuren haben, Massenspeicherung auf externer SCSI-Harddisk und 150.000 Noten Kapazität, 2x MIDI In und 2x MIDI Out.

Über den Korg S1 konnte man lesen: 12-stimmiges 16 Bit Sampling-System, 44,1 kHz Sampling-Rate. Interner Sample Speicher 1 MB, erweiterbar um 1,5 MB. Umfangreiche Sync-Möglichkeiten, darunter auch SMPTE mit allen üblichen Frames, dazu Stereo- und 8 Einzelausgänge. Neben dem integrierten Floppy waren optional noch SCSI, digitale Multi-Ausgnge und ein Anschluss für ein ASCII Keyboard geplant. Sogar einen Video-Display Connector sollte es geben.

S1 und Q1 wurden leider nie realisiert. Erst zwei Jahre später kam es dann dann doch noch wenigstens zu einem kleinen Ableger dieser Ursprungsidee, dem Drumcomputer Korg S3.

Spezifikationen Korg M1

  • Tonerzeugung: AI Synthese (Full Digital Processing)
  • Polyphonie:16-stimmig polyphon, 16 Oszillatoren (Single Mode) 8-stimmig polyphon, 16 Oszillatoren (Double Mode)
  • Tastatur:61 Tasten (anschlagdynamisch und Aftertouch)
  • Waveform Speicher:PCM – 2 MWord (4 MByte)
  • Quantisierung:16 Bit
  • Effekt Sektion:2 digitale Multi Effekt Systeme
  • Programm Speicher:100 Programme*
  • Combinations Speicher:100 Combinations*
  • Sequencer Sektion:10 Songs, 100 Patterns, max 7.700 Noten**, 8 Tracks, 8-stimmige Multi Timbre Funktion
  • Controller Eingänge:Sustain Pedal, Fußschalter 1/2
  • MIDI:MIDI IN, OUT, THRU
  • Display:beleuchtetes LC-Display, zweizeilig mit je 40 Zeichen
  • Stromversorgung:220 V
  • Abmessungen:1058 (B) x 356 (T) x 110 (H) mm
  • Gewicht:13.5 kg
  • Lieferbares Zubehör:RAM Card (MCR-03), ROM Card, PC Card

Korg M1 und T3 on YouTube

Zunächst ein klanglicher Querschnitt zur Korg M1

Und hier die Korg T3 im Combi-Modus:

Zum Abschluss noch ein Video auf dem nur die Erweiterung der ex-Versionen demonstriert werden, die in der T-Serie bereist Standard sind:

Klangbeispiele
Forum
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    AMAZONA Archiv

    Auch wenn der Artikel nicht mehr ganz neu ist: Vielen Dank für die tolle Übersicht. Für mich als Ex- 01/W-und Trinity-User waren die Modellvarianten der M1 und der T-Serie immer ein Mysterium, das jetzt gelüftet wurde!

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      Rivanho

      Ich habe das M1r Modul noch immer, zusammen mit ein 01R/W Modul, ein TR-Rack Modul, WS A/D und SR Modul… und diese Klasiker werden mein kleine Home studio nie verlassen ;-))

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    AMAZONA Archiv

    Es ist doch ein Denkfehler, beim Soft-M1 auf ein Verfallsdatum hinzuweisen. Genauso, wie ich einen originalen M1 auf den Dachboden verstauen kann, kann ich in 10 Jahren meine alte Softwaresammlung durch billigsten Einkauf alter Mac/PC-Hardware reaktivieren. Quasi für´n Apple und ´n Ei… ;-)

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      Tyrell  RED 1

      Theoretisch hast Du Recht. In der Praxis stellt sich aber kaum jemand einen alten Mac ins Studio um alte Software zu reanimieren. Nachdem z.B. LOGIC keine VSTs mehr akzeptiert hat, kannte ich niemanden der sich dafür zusätzlich einen alten Mac, OS8 und ein altes Logic besorgt hat, um irgendwelches VSTs wieder am Start zu bekommen. Ich jedenfalls habe die Dinger alle weggeworfen. Würde ich jetzt mit einem alten Synthesizer nie tun ;-)

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        AMAZONA Archiv

        Nun, ich setze tatsächlich noch einen PowerMac 8100 mit SoundDesigner unter MacOS7 zum finalen Mastering ein. Grund: die Wandler der Digidesign Audiomedia 2 I/O Karte klingen absolut fantastisch und schlagen im Ergebnis jede 24/96-Hardware, die ich zum Vergleich hatte. Und das für´n Taschengeld: eine Backup-Karte hat mich letztens unter 15,- Euronen gekostet. Alt ist billig und stark.

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      AMAZONA Archiv

      Genau dieser Meinung bin ich auch !!! Verfallsdatum bei Softwaresynthesizern ? Daran glaube ich ganz und gar nicht. Ganz im Gegenteil, es werden sich immer wieder Leute finden, die die richtig guten Softsynths auch für künftige Betriebssysteme kompatibel machen.

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      Rivanho

      Stimmt, so lange es billige alte Computer gibt mit XP kan mann die Legacy immer nutzen.

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        t.goldschmitz  RED

        …oder man schafft es die Legacy PlugIns auf der vielgeschmähten V-Machine von SMProAudio (R.I.P.) zu installieren – dann hat man sogar eine M1-to-go…. (und WaveStation-to-go…. etc.)

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    AMAZONA Archiv

    Es ist immer wieder schön diese alten Kisten in diversen Tests zu erblicken und darüber zu lesen. Auf der einen Seite kommt ein bischen Wehmut auf, wenn man diese Klassiker so sieht auf der anderen Seite bin froh daß integere Köpfe die VST-Schnittstelle entwickelt haben.

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    AMAZONA Archiv

    Aus gewöhnlich gut unterrichteten Kreisen hörte ich damals, dass die M1 eine Yamaha Entwicklung war. Habe nie erfahren, ob das tatsächlich so war. Bezeichnend war allerdings, dass Yamaha zu der Zeit der M1 gar nichts Entscheidendes brachte, erst als der Erfolg wirklich klar war, kam SY 77. Und Yamaha war bei dem damals in Schieflage befindlichen KORG-Schiff (sie produzierten zwischen Polysix und M1 nur am Markt vorbei) finanziell beteiligt, weiss allerdings nicht, ob das noch immer so ist, ich denke eher nicht.

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    AMAZONA Archiv

    Was haben die Artikel in der Green und Blue Box an sich? Sind sind so herrlich subjektiv. Während im M1 so etwa 20 originelle Samples drin sind, die man sich im Grunde mal eben so besorgen kann und dann das Universe und Magic Organ Preset und die paar anderen schnell in jedem halbwegs passablen Sampleplayer nachbauen kann, ohne dass denen was an Charakter verloren geht, scheint es doch noch was anderes zwischen Himmel und Erde zu geben, was man schlecht erklären kann und dennoch da ist. Und so steht auch bei mir noch immer der T1 in der Gegend rum, obwohl er soundmäßig so gar nix mehr zu melden hat. Aber ich mag ihn halt trotzdem. Ja, Peter, so ist das halt. Manche werden sowas nie verstehen. Aber wozu auch ;-)

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    AMAZONA Archiv

    Ich habe das Glück, seinerzeit mit einer T3ex in die Welt der Synthies eingetaucht zu sein – das Teil ist jetzt 18Jahre alt und natürlich auch der \"bestverstandene\" meiner Synthies. Deswegen hatte ich u.a. einige Sachen darauf programmiert, für die ich das Ding heute noch einschalte (z.B. sowas krudes wie Kirchenorgel-Klänge- sogar neulich auf einer OASYS habe ich nichts besseres gehört).
    ABER: Die Software-Plugins klingen für mich – gerade auch über gute Wandler- im Vergleich zum Original immer ein bischen wie eine Tütensuppe zu Omas Eintopf. Ein eindrucksvolles Beispiel für die Grenzen der Software- Plugins. Es ist wohl wie Sie schreiben genau die fehlende Perfektion der Original- Hardware, die sie letztendlich zu etwas Eigenem macht. Einige Sounds der Plugins klingen wie ich finde sogar nur \"ähnlich\".

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    AMAZONA Archiv

    Habe nun ein M1, leider keine Soundkarten dazu. Frage mich was der ganze Hype um das M1 soll, die internen Sounds des M1 sind bestenfalls als unbrauchbare Gimmicks zu bezeichnen. Jedes billige Keyboard hat heute mehr und bessere Sounds als das Korg M1.

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    AMAZONA Archiv

    Alles Super, auch ich mag den T3ex immer noch. Nur leider hat er alle (sowieso nicht so üppigen) internen Sounds nach einem Batteriewechsel verloren. Nun steh ich vor dem Problem, ein feines Masterkeyboard zu haben mit dem sich aber nix weiter anfangen läßt als eben das…. Ich bin kein Fan von Soundbasteleien und möchte mich eigentlich lieber aufs Spielen konzentrieren. Da hab ich mir nun aber gründlich ins Knie geschossen. Hätte gern mal gewußt, wer heute noch DD- Disketten mit Sounds hat? Mit Sysydump aus dem Sequenzer ist mir auch nicht wirklich geholfen. Hmm, wer weiß was? (gibt es eigentlich eine GM/Gs-Standard-mäßige Soundcollektion?\r\nDanke für die resp.\r\nBjörn.

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    AMAZONA Archiv

    hi! bjoern. ich hatte auch das problem mit der backup batterie.ich habe allerdings noch die original disketten der t3.einfach neue batterie rein diskette laden und schon gehts wieder los.wenn du immernoch das problem hast würde ich mich freuen wenn ich die helfen kann.vielleicht gehen die disketten zu kopieren.schreib mir mal ne mail mit deiner telefonnummer.altrocker toni

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    AMAZONA Archiv

    Also, ich mach´s kurz: Ich liebe diesen Synthie!

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    nativeVS  

    Vielleicht sollte man noch erwehnen, dass der Nachfolger der M1 M10 heissen sollte, aber irgendjemand hat die falsch gelesen und dann als 01W bezeichnet, die dann der Nachfolger wurde.

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      Tyrell  RED 1

      Schönes Gerücht :-). Aber wahrscheinlich genau so wenig wahr wie das OBI WAN KENOBI eigentlich OB1 heißen sollte und damit bewiesen wäre, dass er ein Klon ist ;-).

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        nativeVS  

        Ist aber trotzdem sehr glaubwürdig (beides), da der ja wirklich als nachfolger gedacht war, und sonst sagt das Design doch auch aus, welcher serie der 01/W entsprungen ist.

  12. Profilbild
    dreamlive

    Den T3 habe ich noch. Leider ist an ihm ein Taster kaputt, da suche ich seit langem Abhilfe. Ein hervorragendes Gerät, nur leider muss man ihn mit Disketten füttern.

  13. Profilbild
    xiotran

    Gibt es jemanden hier mit einem „flinken Händchen im Internet“ (für M1Ex/ T3 Sounds ?)
    Meine Suche blieb bisher erfolglos. Bleibt nur noch, das eigene Händchen fürs Programmieren zu entwickeln ?!

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    Son of MooG  AHU

    Seltsamerweise hat mich M! & Co. nie besonders interessiert, deren Sounds haben mir einfach nicht gefallen. Mag sein, dass ich durch meinen Mirage auf einen anderen Sound geeicht bin; der ESQ-1 gefiel mir da weitaus besser. Den halte ich auch für die erste Workstation…

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      k.rausch  RED

      Beim VFX haben es die Ensoniqs ja dann verstanden, dass es auch eine halbwegs passable Abteilung Drum Samples braucht, um so richtig in den Kreis der Workstations aufgenommen zu werden :)

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    iggy_pop  AHU

    Ich erinnere mich, wie ich in Hamburg in einem Musikladen (war es Amptown? Oder war es der Laden gegenüber dem Haupteingang des Ohlsdorfer Friedhofs?) Anfang 1989 die M1 ausprobierte und mir den Kopf zerbrach, wie um alles in der Welt ich den aufgerufenen Preis stemmen sollte.
    .
    Zum Glück hat es bei mir damals nur zu einem Mini Moog gereicht… hätte ich mich für eine M1 verschuldet, wäre das im Nachhinein als größte Torheit meines Lebens zu betrachten. Oder vielleicht die zweitgrößte…
    .
    Ich meine, mich erinnern zu können, daß besagter Laden der war, wo ich den unfreundlichen Verkäufer fragte, ob er gerade das Preset „Arschgeige“ (bzw. „Analstrings“) angewählt habe…

  16. Profilbild
    fritz808  

    diese sampleplayer waren nie mein ding. irgendwie habe ich die zeit wohl übersprungen. war damals gut ausgerüstet mit viel analogem zeugs. aber nachdem hier soviel wind drum gemacht wird, bin ich wirklich am überlegen mir mal sporadisch eine m1 zu besorgen. denke, die kosten ja nichts mehr auf ebay, oder?

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      Maxi  

      Hol Dir die iM1 (für iPad): Unschlagbar günstig, platzsparend, mit vielen Erweiterungen und sehr gut editierbar! Ich war übrigens von der Qualität und Frische der Sounds überrascht. War wohl kein Zufall, dieser Verkaufserfolg damals!

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    costello  RED

    Ein „erschwinglicher Fairlight für Jedermann“ – da ist was dran. Bei der Arturia Fairlight-Simulation, die Markus Harsani kürzlich besprochen hat, dachte ich bei den SARARR-Sounds ja wirklich eine M 1 rauszuhören. Ich gehörte damals zu den Erstkäufern und war begeistert. Habe ein paar Musiken zu Dokufilmen allein mit der M-1 bestritten. Weiß noch, wie der Produzent fragte: „Ist das ein echtes Saxofon?“ In der Rückschau würde ich auch sagen: Das Filter ist der Schwachpunkt. Für 150,– Euro verkaufen, fällt mir nicht ein. Aber würde ich 150,– Euro heute dafür anlegen wollen? Eher nicht.

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      TobyB  RED

      Hallo Costello,

      ich für mich hatte damals die Filter bei der Kaufentscheidung ga nicht auf dem Zettel. Ich fand die internen FX, den Sequencer und die Speicherkarten interessant. Die FX lasse ich heute weg, da gibts besseres und die Filter naja. Ich würde meine M1 auch nicht hergeben.

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        costello  RED

        Stimmt – das Filter war damals nicht (kauf)entscheidend. Die „Natursounds“ waren der Burner. Und wer filtert schon eine Panflöte? Folgerichtig habe ich mir dann später einen Roland JV 880 gekauft, der die Orchestersounds noch realistischer abbildete. Und dann einen Sampler. Den ganz eigenen Charme der M1-Sounds kann ich vielleicht heute erst richtig würdigen.

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          TobyB  RED

          Hallo Costello,

          ich denke mal fernab von den House Organen, Dance Pianos knallen die Orchester, Natursounds am meisten. Ich fand es damals Anfang der Neunziger und heute auch noch, das Rockbands wie The Gathering, Dream Theater und Paradise Lost mit einer M1 auf die Bühne gingen. Bzw. in den Alben aus den frühen Neunzigern prominent hören kann. Roland war für mich zu derzeit „bräsig“ und erst wieder mit dem JP8000 interessant, sieht man von den MC303 ff. ab. Heute ist Korg zu weilen „bräsig“ und Roland gibt den Ton an. Times are changing.

          Für mich haben alle drei Bands auf ihre Weise Anfang der 90er Klassiker hingelegt, The Gathering z.b. mit einer Acidfilterline in einem Rocksong. Dream Theater mit orchestralen Breitwandsounds der Marke Hörbild und Paradise Lost für Crossover Sounds der britischen Art.

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    binary_idol

    Ich möchte hier mal auf das Dark-Electro Projekt IC434 hinweisen. Geert de Wilde verwendet dort hauptsächlich eine Korg M1, wie man gut an einigen typischen Sounds merkt.

  19. Profilbild
    paulilein  

    Auch wenn ich jetzt wieder ne Menge Gegenwind bekomme wäre ich über einen virtuellen DW 8000 sehr erfreut. Den M1 und die Wavestation oder MS 20 haben die ja schon verVSTtisiert. Vielleicht kommt ja noch was.

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      Violator  

      Ich fürchte, auch wenn es mal zu so einem VST Plug In kommen würde, du würdest doch ein wenig enttäuscht sein, wenn du den Klang eines DW-8000 kennst.
      Korg hat im DW-8000 einen analogen Filterbaustein verwendet. Dieser sollte sowas wir der „hauseigene SSM Filter“ werden. Ich glaube das ist der NJM- 2069AD9 Chip, den findest auch im Poly-800 und auch im DSS-1 wieder! Das ist Korg sehr gut gelungen, ich möchte schon fast sagen, daß mir der KORG Filter besser gefällt als der SSM. Aber das ist Geschmacksache.

      Es gibt bereits von vielen analogen Synthesizer diverse Plug Ins, die aber meiner Meinung nach nur annähernd am Orginalsound „kratzen“.
      Hattest du das Original noch nie unter deinen Händen, dann sind diese Plug Ins zum Teil wirklich toll.

      Mein Tip: schau lieber, daß du für 300,-EUR einen guten gebrauchten DW-8000 bekommst, dann hast mehr davon!

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    Murano

    Schöner Bericht über meinen allerersten Synth, eine T3. Fast zwei Jahre lang dafür Taschengeld gespart, bis eine Gebrauchte finanzierbar war. Leider hatte mein Exemplar dann ein etwas zickiges Betriebssystem, das irgendwann ganz am Ende war.

    Vor etwa zehn Jahren resultierte mein „M1-Revival“ in der Anschaffung einer Wavestation. Klanglich hat diese doch einiges, was man bereits aus der M1/T3 kennt, ebenfalls an Bord. Darüber hinaus aber noch die Vektorspielereien, die ich auch heute noch sehr lecker finde.

  21. Profilbild
    York_vom_Ork  

    vielen Dank für das Special!

    Eine Erwähnung in der Musikinstr.-Geschichte sind die Geräte auf jeden Fall wert. Allerdings verstehe ich den Hype nicht. Sind halt alles Presetschleudern…. Sprich so richtig Spass machen die Geräte durch die reduzierte Bedienoberfläche und die interne Klangerzeugung nicht und fehlende Knöpfe laden nicht gerade zum rumschrauben ein. Die Sounds so im allgemeinen sind aber ganz brauchbar. Das gleiche beim Roland JV die Preise in der Bucht für eine M1 oder eine JV-1080 sind völlig überzogen. Habe meine M1R vor 4 Jahren in der Bucht für 129.- euro nach Spanien verkaufen müssen…… Die SoftSynth von Korg reichen mir aber auf jeden Fall aus, da die Wavestation und M1Plugins sämtliche Sounds der Erweiterungskarten beinhalten, die Geräte plus Erweiterungskarten als Hardware wären ja unbezahlbar soweit die derzeit aufgerufenen Gebrauchtpreise auch tatsächlich bezahlt werden. Zu den aktuellen Roland SoftSynt Geschichten hab ich eine andere Meinung, wäre hier auch falsch. vielen Dank für den Bericht immer wieder gut und informativ geschrieben!

  22. Profilbild
    Violator  

    Der M1 ist ein tolles Instrument. Das war er damals und ist es auch heute noch. Trotz des eher bescheidenen Filters (ich weiß nicht, was sich Korg damals dabei gedacht hat) ist es erstaunlich, was dieses Gerät klangtechnisch noch alles bieten kann.

    Ich mag die Sounds, ich mag auch die Hardware und das Äußere. Außerdem – für einen digitalen Synth, bzw. „Rompler“ läßt er sich schnell und bestens bedienen. Man kommt schnell ans Ziel! Eine graphische Darstellung der Hüllkurven bei der T-Serie ist zweifelsfrei komfortabler, ebenso das Abspeichern auf Diskette.
    Wegen den erweiterten Wellenformen, würde ich eher zum T3 oder M1ex tendieren.

    Für mich gehört ein M1(ex)/T3 etc. ins Studio-Setup. Ob als Plug-In oder in Form eines Originals ist völlig egal. Persönlich stehe ich viel mehr auf der „Hardware Seite“ als in der Software Ecke“.

  23. Profilbild
    TobyB  RED

    Ich hab ja nun M1 , mein erster, m3r mit RE1 und T3. Und diverse Karten und Disketten. Und setze diese nach wie vor ein. Die m3r ist ohne RE1 faktisch kaum zu bedienen und klanglich liegen zwischen den M1 Pianos und Organ Sounds Welten. Und die Effektsektion ist soo 90er. Was die m3r richtig gut kann sind Perkussions. Das ist ihre heimliche Trumpfkarte. Was bei der T und M Serie immer noch der Knaller sind, die Combinations. Seien es nun Eigene oder Presets.

  24. Profilbild
    80salive  

    Danke für den Artikel… Respekt, dass Du den T1 noch Dein Eigen nennst, mein T3 EX (der mit riesiger Speichererweiterung :-) ) wurde ja von einem verschollenen Musikkollegen gediebt…
    War mein erster richtig gescheiter Synth, und als Rhythm is a dancer rauskam, habe ich das 1 zu 1 reproduzieren können… In jedem zweiten Song haste M1/T1 gehört, da war man schon stolz wie Hulle so was zu besitzen…
    Ich habe mir die Software geholt, und immer noch schleicht sich ab und zu ein Sound noch in einen Song rein… Ich kanns einfach nicht lassen…

    Wenn ich denke wieviel Proben und Auftritte der T3 hat über sich ergehen lassen müssen und stand immer noch da wie am ersten Tag, na ja fast :-D
    Aber da war schon viel Wert im Gehäuse…

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      k.rausch  RED

      Sehr cool! Falls du einen Soundcloud oder youtube channel hast, wäre es natürlich toll, diese Titel anzuhören, also hier den Link reinzustellen. Rhythm is a Dancer ist erstens eine super Nummer und die dann mit T3 hinzukriegen, nicht schlecht!

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        80salive  

        Wie gesagt T3 gediebt und die SNG-Files hab ich ja auf den Uraltdisketten :-( Die hab ich noch, krieg die aber nicht auf meinen PC habe extra ein Diskettenlaufwerk das alles lesen soll gekauft, aber das liest auch nix…

        Ärgert mich brutal, da ich viele eigene Songs aus meinen 20ern da drauf habe und mittlerweile vergessen habe…

        Soundcloud muss ich mich echt mal anmelden :-D

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