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Guitar Vintage: Hughes & Kettner Tubeman Gitarren Preamp

Zwar nicht enttäuschend, aber dennoch eher ernüchternd klingt das Signal aus dem Line Out (To Mixer) des Tubeman. Der Sound aus diesem Ausgang ist im Frequenzbild sehr platt gebügelt und eigentlich schon zu zahm für einen Gitarrensound. Der Grund sind die Höhen, die ein normaler Gitarrenlautsprecher ohnehin nicht liefert, die aber für ein unangenehmes Kratzen im Signal verantwortlich sind. Hinzu kommt die schlappe Dynamik, die zumindest Gitarristen sauer aufstoßen wird.

Frequenz Line Out

— Flach wie Holland – Frequenzdiagramm des Signals aus der Line Out Buchse —

Vorbei ist es hier mit sprudelnden Licks – was mit Endstufe und Box noch quicklebendig aus den Fingern floss, wird nun äußerst zäh wiedergegeben. Ein Umstand, den man auch damals noch von der Red Box kannte, dessen Schaltung der Tubeman ja besitzt. Für Tastenspieler oder alle anderen Instrumente dürften sich daran aber weniger stören.

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Sounds mit der Kombination Tubeman-Mischpult

Preset Rock

Preset Jazz

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Preset Blues

 

Mid Boost Switch

— Für die Portion mehr Durchsetzungskraft: der Mid Boost Schalter —

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Fazit

Auch mit einem Viertel Jahrhundert alten Röhrenpreamp kann man heute noch richtig glücklich werden! Die vier Grundsounds des Hughes & Kettner Tubeman klingen niemals verstaubt und bieten wirklich das, was draufsteht. Zumindest dann, wenn man nicht in Versuchung gerät, das etwas leblose Line Out Signal nutzen zu wollen. Vor einem Gitarrenamp oder mit einer Endstufe und Box aber macht das Teil so richtig Spaß und ist in jedem Fall den derzeitigen Gebrauchtmarktpreis von rund 250,- Euro allemal wert!

Plus

  • vielseitige Röhrensounds
  • vollwertige Dreiband-Klangregelung

Minus

  • Klangqualität der Line Out Sounds

Preis

  • Gebrauchtmarktpreis ca. 250,- Euro
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Klangbeispiele
Forum
  1. Profilbild
    harrymudd  AHU

    fürchterlich dieser Sound – traumatische Erinnerungen werden wieder wach:(
    Meiner Meinung nach das einzige ernst zu nehmende Produkt der damaligen 9,5″ bzw. Bodentreterpedale von H&K war der Bass Master und vielleicht noch der Crunch Master.

    • Profilbild
      frankpaush

      … mh, die hier zu hörenden Audiobeispiele sind nach meinem Eindruck nicht alle wirklich repräsentativ für die Möglichkeiten, die der Kleine so bietet, die etwas sehr kratzigen Höhen lassen sich prima mit der Klangregelung eliminieren, die recht hoch angesetze Mitten- und die Höhenregelung kriegen das locker in den Griff, und in den matschigen Bereich muss man das Teil ja nun auch nicht unbedingt fahren (ich habe häufiger single coils Strat bis P90 am Start, da passiert das schon mal gar nicht erst …) Ich habe selbst dieses Schablonen-Preset-Teil (was ich je von der Idee her sehr charmant finde) bisher nur auf Bildern gesehen, wenn das hier gehörte darauf basieren sollte, tut mir das nicht so unbedingt Leid :D

      • Profilbild
        harrymudd  AHU

        ich bezog mich in meinem harten Urteil auf den DI Sound. Als Preamp habe ich den H&K nie benutzt.
        PS ein P90 hat soviel Output wie ein PAF und ist auch klanglich dichter beim Humbucker als beim Single Coil. Nur beim Brummen ist er durch seine vielen Wicklungen leider fast der Spitzenreiter:(

  2. Profilbild
    mhagen1  

    Der Tubeman ist bei mir seit vielen Jahren als Orgel-Preamp im Einsatz. Zuerst mit einer Korg CX-3 (erste Generation mit analoger Klangerzeugung) und jetzt mit einer Roland VK-7. Auf den Sound möchte ich nicht verzichten. Der Tubeman ist eine ideale Ergänzung zum Neo Instruments Ventilator Leslie-Simulator. Er macht das etwas sterile Signal des Hammond-Clones „schmutziger“ und erlaubt von leichtem Crunch bis Deep Purple High Gain alles, was man so braucht für einen authentischen Drawbar-Sound.
    Die Röhre lässt sich übrigens völlig problemlos tauschen, was man nach vielen Jahren Einsatz auch mal tun sollte.

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