Kompletter Poly-Synth als Modul
Hampshire Electronics kündigt mit The Vulcan einen polyphonen Synthesizer als Eurorack-Modul an. Das Konzept ist ein wenig ungewöhnlich, da das Modul nur via MIDI angesteuert werden kann, CV/Gate aber nicht vorgesehen sind.
The Vulcan hat einen komplett analogen Signalweg. Das Modul kann zwischen einem 4-stimmigen und einem 8-stimmigen Modus umgestellt werden. Im 4 Voice-Modus gibt es pro Stimme zwei gegeneinander verstimmbare Oszillatoren (Saw, Pulse/PWM, Triangle, Peak), im 8 Voice-Modus ist es dementsprechend nur ein Oszillator. Beide Oszillatoren besitzen allerdings noch je einen Suboszillator (Square).
Ebenfalls ist für OSC A und OSC B jeweils ein Tiefpassfilter vorhanden. Im 4 Voice-Modus können somit die beiden Oszillatoren unterschiedlich gefiltert werden. Die Funktionen beider Filter können aber auch von den Reglern der Sektion A gemeinsam gesteuert werden.
Für VCF und VCA ist jeweils eine ADSR-Hüllkurve vorhanden. Zur weiteren Modulation gibt es drei LFOs, die auf 10 unterschiedliche Ziele geroutet werden können, wie zum Beispiel auf die beiden Filter, aber auch FM, den Level von OSC B oder den VCA.
https://www.youtube.com/watch?v=AOPYfzX5TNQ
Das Modul kann 99 Presets speichern, außerdem gibt es eine Reset-Position, bei der der Sound den aktuellen Reglerstellungen entspricht. Velocity sowie die Daten von Pitchbend- und Mod-Wheel (Cutoff-Steuerung) werden umgesetzt.
Die einzigen Anschlüsse sind der MIDI-Eingang und der Audioausgang, beide im 3,5 mm Format. Die Frontplatte des gezeigten Prototyps entspricht noch nicht der finalen Version.
Hampshire Electronics The Vulcan soll in den nächsten Wochen verfügbar sein. Zum Preis wurde nur gesagt, dass er „very reasonable“ sein soll.






























Hmm, ich verstehe die Idee dahinter nicht.
Mag ja durchaus sein, daß das Teil etwas hat, aber nur MIDI, ohne CV, ohne irgendeine Kommunikation mit dem Eurorack? Wo soll denn da der Witz sein…?
Als Desktop-Modul vielleicht, aber warum sollte man sich denn ein Teil ins Rack schrauben, welches total separat nebenher läuft? Gerade das ist doch nicht Sinn der Sache.
Pfffft, vielleicht werde ich ja auch einfach nur zu alt…
@Codeman1965 nein bist du nicht, glaub ich nicht.
vielleicht ist die idee dahinter, weil das teil so ja auch billiger ist, das leute die eh schon ein eurorack system haben das dort direkt einbauen können. alle anderen kaufen eben eine wanne dazu.
trotzdem ist das seltsam. vielleicht kommt noch ein desktopgerät.
@SINUS < "nein bist du nicht, glaub ich nicht." >
Danke…! :-)
Ja eben, als Desktop wäre das Ding gar nicht schlecht, 2 OSCs mit SubOsc, speicherbar, klingt ja gar nicht schlecht.
Wenn es dann noch günstig (ist sicher relativ) zu haben ist, um so besser.
Nur den Bezug zum Eurorack mag ich nicht erkennen, da sehe ich HE auf dem Holzweg…
@Codeman1965 Eigentlich habe ich im Eurorack schon Midi. Es gibt da (poly)Midi Sequencer für Eurorack.
Zb.: XOR-El. Nerdseq oder Squarp Hermod.
Für mich macht das schon Sinn.
@iron_at Die haben ja auch entsprechende Ein- und Ausgänge. Dieses Ding hat nur Audio out.
ich muss sagen, der synth klingt echt gut.
Die Sache mit dem Rack verstehe ich auch nicht.
Natürlich spart man das Netzteil, aber das ginge über einen USB-C Anschluss ja auch.
Insgesamt finde ich aber, Je mehr CV um so besser, auch bei Desktops -> Semimodular!
Wenn es unbedingt Eurorack-Format sein muss: Das Teil sieht nach ungefähr 40 TE aus, es könnten also zwei Stück nebeneinander in die gängigen 84TE-Rahmen eingebaut werden. Dann sollte es auch einen „MIDI-Überlauf“ geben, so dass man beide Module im 4-Voice-Modus benutzen und insgesamt 8 Stimmen erhalten kann.
Ansonsten: Rechts unten ’nen 5-Pol-MIDI-Eingang, links oben Strom-Eingang für Steckernetzteil, Gehäuse beliebig -> ich spar mir den Extra-Aufwand für Eurorack-Stromversorgung 🙂
Pessimist: Gehäuse und Stromversorgung muss ich selber kaufen?!
Optimist: Der erste Synth mit beliebigem Gehäuse.
@nokul Wenn das Ding auf +/-12V (Eurorack) ausgelegt ist, wird das mit dem Selberkaufen der Stromversorgung schon teuer….
Abhängig vom Verkaufspreis schon ganz interessanter Ansatz.
Aber abgesehen vom nutzlosen Eurorack-Format fehlen mir zuviel Dinge, die einen Analogsynth ausmachen:
– kein OSC FM oder Sync
– kein Noise
– kein absteigender Sägezahl oder SH im LFO
– kein FM-Vibrato per Modwheel
Und die Dreifachbelegung der LFO-Potis würde mich beim Editieren immer wieder nerven, wenn ich jedesmal beim Umschalten wieder den Wert suchen muss. Warum keine Endlos-Encoder, die Steuerung ist doch sowieso digital?
Hallo zusammen,
Das RS-370 von Analiogues Systems hat(te) ähnliche eigenschaften, aber dann mit CV-eingänge.
http://www.analoguesystems.co.uk/previous_site/modules/rs370.htm
Und gibt/gab es auch von Flame nicht ein polyphones ER modul?
Beste Grusse aus Amsterdam 🎹