Der T-Style-Twang jetzt in Kombination mit B-Style-Tremolo
Harley Benton erweitert seine beliebte T-Style-Reihe um die Harley Benton TE-52 Tremolo, TE-62CC Tremolo und TE-62DB Tremolo. Mit diesen Gitarren wird T-Modell-Serie erstmals mit einem B-Style-Tremolo versehen. Einsteiger dürfen sich so neben dem bekannten Twang auch über Vibrato-Effekte freuen.
Die Harley Benton TE-52 Tremolo und TE-62 Tremolo
Die Harley Benton TE-Serie bietet schon seit längerem klassischen T-Style Sound, Twang und Feel zum kleinen Preis. Die neuen Modelle liefern alle das TS01 B-Style Tremolo. Damit werden die Gitarren noch vielseitiger, und liefern zusätzlich noch einen markanten Look. Verfügbar sind sie in drei Varianten mit leicht unterschiedlichen Features.
Harley Benton TE-52 Tremolo NA
Fangen wir an mit der Harley Benton TE-52 Tremolo NA. Diese T-Style Gitarre im 50er Jahre Stil kommt mit einem Korpus aus amerikanischer Esche im Nastur Hochglanz-Finish. Der geschraubte Hals sowie das Griffbrett sind aus karamellisiertem kanadischem Ahorn gefertigt, was dem Holz nicht nur eine dunklere Optik verleiht, sondern auch die Stabilität erhöht. Abgerundet durch ein C-Halsprofil und 21 Medium-Jumbo-Bünde.
Für den Ton zeichnen zwei Roswell TEA Alnico-5 Vintage TE-Style Single-Coils verantwortlich, die über einen 3-Wege-Schalter sowie jeweils einen Volume- und Tone-Regler gesteuert werden. Die Hardware ist in Deluxe-Chrom gehalten. Der Star der Gitarre: Natürlich das neue, auf den Korpus geschraubte TS01 B-Style tremolo.
Harley Benton TE-62CC Tremolo LPB und TE-62DB Tremolo BK
Weiter geht es im 60s-Style. Die TE-62CC Tremolo orientiert sich an den farbenfrohen Klassikern der 60er-Jahre und kommt in Lake Placid Blue mit dreilagigem Schlagbrett. Bei der TE-62DB Tremolo mit schwarzem Hochglanz-Finish gibt es sogar ein edles Double-Binding.
Im Gegensatz zur TE-52 kommt bei den beiden TE-62-Varianten ein leichterer Lindenkorpus zum Einsatz. Hals und Griffbrett (21 Bünde) bestehen ebenfalls aus karamellisiertem Ahorn, jedoch mit Modern-D-Profil. Für den verstärkten Sound sind hier zwei Roswell Alnico 5 Single-Coils (TEA-F-CR am Hals und TEA-B am Steg) verantwortlich. Natürlich ebenfalls mit an Bord: das TS01 B-Style Tremolo.
Preis und Verfügbarkeit
Alle drei Modelle sind ab sofort bei Thomann verfügbar. Die TE-52 Tremolo kostet 199,- Euro. Die TE-62CC Tremolo gibt es schon für 169,- Euro, die TE-62DB Tremolo liegt bei 179,- Euro.



































Echt hübsche Idee, und käme mir entgegen, seit ich viele meiner Live-Songs gern mit sanftem Vibratoeinsatz abschließe (für viel mehr brauch ich das Hebelchen nicht, aber die Kleinigkeit macht was aus).
Allerdings brauch ich keine dritte Tele (nach meiner Fender Standard und dem kürzlichen Jubiläumsdings von Thomann. Schade, dass jenes noch keinen Hebel hatte).
Zumal ich Tele nur wegen Sound & Handling mag. Sexy Design ist was anderes! 😀
@Eibensang Schade, daß Du das Design nicht sexy findest, obwohl Du gerne Tele spielst :D.
über geschmack kann man sicher streiten. Dieses unverkennbare Telecaster Design der HB Serie ist definitiv sexy und lässt Herzen vieler Gitarristen höher schlagen. Nicht ohne Grund wird dieses einfache Design von Leo die nächsten 1000 Jahre ganz gewiss noch überdauern, wenn nicht vorher ein Meteor die ganze Menschheit auslöscht. Ich frage mich nur, ob der Sound nicht zu sehr drunter leidet, wenn die Saiten nicht mehr durch den Korpus geführt werden? Das könnte den Klangcharakter deutlich verändern. Vielleicht war das nur mal eine Idee von HB etwas neues auszuprobieren, frische kreative Ideen finde ich gut, und es gibt viele Leute, die gerne mit Tremolo sicher eine Tele haben wollen, wenn auch der Sound wahrscheinlich etwas weniger sustain haben wird? Ich weiß es nicht, ist geraten.
@brause Heya, tatsächlich habe ich inzwischen meine Firemist-Jubiläums-Tele von HB verkauft und mir HB TE-52 mit dem Vibrato à la Bigsby zugelegt, weil mich das Hebelchen reizte und mir das beigeblonde Finish besser gefiel als das des Firemist-Modells.
Die Tele mit dem Vibrato ist sackschwer, was aber halb so wild ist, da ich sie nur zum Üben herumstehen habe bei einer Freundin, die ich regelmäßig besuche. (Ich hatte die Tele im Laden angetestet. Das baugleiche Modell in Blau schied sofort aus, weil es zwar schön, aber noch viel schwerer war.)
Inzwischen mal die Saiten gewechselt, was sich bei dieser (mir bis dahin unbekannten) Hebelkonstruktion des Vibratos als herausfordernd herausstellte und (zumindest beim ersten Mal) mehr als zwei Hände brauchte.
Der Klang ist teletypischer als es bei der Firemist-Tele der Fall war! Jene war hervorragend verarbeitet und auch klanglich sehr gut, was jedoch mehr zu rockigen Palm Mutes einlud und keinen für mich erkennbaren „Tele Twang“ hatte (ich habe auch eine ältere Fender Standard Telecaster zum Vergleich). Der Klang der Bigsby-Tele HB ist einen Hauch dünner (als bei der Firemist) und gefällt mir für eine Tele besser, obwohl der Twang nicht ans Original heranreicht (was ich vom Preis her auch nicht erwartet hatte). Das Sustain ist okay. (Das der Firemist, wo die Saiten durch den Korpus geführt sind, war nicht merklich länger.) Etwas schwächer sind die Mechaniken der Bigsby-Tele, geht aber noch. Zum Üben kein Problem.
„Crimson and Clover“ von Tommy James & the Shondells (1968). Dort wurde ein Tremoloeffekt auf den Gesang gelegt – besonders auffällig gegen Ende des Stücks. Der Effekt lässt die Lautstärke der Stimme rhythmisch pulsieren.
Das Besondere: Der Tremoloeffekt wurde tatsächlich mithilfe eines Gitarrenverstärkers erzeugt. Tommy James ließ seine Stimme durch einen Ampeg-Gitarrenverstärker mit eingebautem Tremolo laufen und veränderte während der Aufnahme die Tremologeschwindigkeit von Hand.
https://www.youtube.com/watch?v=GpGEeneO-t0
@Dirk Matten Nur mit dem feinen, aber bedeutsamen Unterschied, dass es sich beim Song auf Gitarre und Gesang um einen Tremolo-Effekt handelt (Modulation der Lautstärke), während es sich bei Gitarren und auch den hier vorgestellten Modellen um ein Vibrato handelt (Modulation der Tonhöhe). Leider haben die Amerikaner das nie kapiert und umso bedauerlicher ist es, dass sich Harley Benton hier der falschen Terminologie anschließt.
@Markus Galla Ich Vollidiot. Merke: Wer lesen kann, ist klar im Vorteil.
@Markus Galla Seit Leo Fender Mitte des 20. Jh. Tremolo und Vibrato verwechselt hatte – dies immerhin konsequent: den Jaulhaken nannte er Tremolo und der tatsächliche einstellbare Tremolo-Effekt am Fender Twin Reverb (dem berühmten Amp) ist als „Vibrato“ beschriftet – hat sich die Falschbezeichnung durchgesetzt bis in Produktnamen hinein, dies nicht nur bei Harley Benton. Eine meiner Gitarren hat ein „Duesenberg Trem“: nix anderes als einen aufgesetzten Vibratohebel.
Bei der allgemeinen Verbreitung dieser bedauerlichen Begriffsverwirrung könnten, wie ich (nicht komplett heiligen Ernstes, lächel) vermute, sogar physische Gründe mitgespielt haben.
Wenn ich als Gitarrist so irgendwo zwischen Weißnich‘ und Durchbruch (wo isser?) herumstehe, etwas tranig und maulfaul, und mich plötzlich irgendwer fragt, was der Gitarrenhebel bedeute, fällt es sehr viel leichter, ein nuscheliges „Tremolo“ zu lallen (besonders, wenn der Kiefer eh schon in unentschlossener Halboffenheit herunterhängt), als das Wort „Vibrato“ auszusprechen. Für Letzteres müssen sich die Lippen zweimal hintereinander kurz schließen (für „v“ und „b“) und wieder aufgehen und dazwischen noch das „i“ anspitzen – da schlabbert sich das „Tremmoloh“ mit einem Bruchteil von Gesichtsmuskelaufwand aus der gelangweilten Visage. Nur so ’ne Theorie! ;-)
@Eibensang Ich besitze einen Fender Vibroverb, müsste den mal mit meiner Fender Telecaster reaktivieren.
@Dirk Matten Off topic, aber es kam mir gerade beim Hören von „Crimson and Clover“ wieder in den Sinn. 1986 gab es ein One-Hit-Wonder „Fahrenheit 104“, eine Italo-Pop-Gruppe aus bekannten Künstlern und Produzenten. Der einzige veröffentlichte Hit war „Highway to Freedom“, damals auch der Abschluss am Jahresende der legendären Peters Pop Show 1986 mit allen Künstlern. Heute würde so etwas sofort die Plagiatjäger triggern. Hör mal selbst und achte auf Melodieführung im Chorus und die dem Song zugrundeliegende Akkordfolge samt dem DX E-Piano bei „Highway to Freedom“ und der Gitarre bei „Crimson and Clover“.
https://www.youtube.com/watch?v=BUuGWAkReOA&list=RDBUuGWAkReOA&start_radio=1
So, jetzt aber wieder Harley Benton TE-52 und TE-62 „Tremolo“ Gitarren :-)
@Markus Galla , geht soeben noch als Interpolation durch^^. Als ich die Credits sah, dachte ich so, alles was bei drei nicht das Notenblatt verdeckt hat, wird interpoliert. Ich hab nur noch die Breaks vom Original vermisst. Und nun wieder zurück zu den Gitarren.