Mit diesem Plug-in hört ihr besser
Während ein junges, gesundes Ohr ohne Probleme Frequenzen zwischen ca. 20 und 20.000 Hz wahrnehmen kann, eng sich der hörbare Bereich altersbedingt über die Jahre hinweg ein – ganz abgesehen von Schäden am Gehör, die von jetzt auf gleich das Hörvermögen beeinträchtigen können (Stichwort Tinnitus). Unweigerlich sind davon auch Mix- und Mastering-Entscheidungen betroffen, denn wenn man bestimmte Frequenzbereiche nicht mehr richtig wahrnimmt, wird man sie auch im Mix nicht richtig einordnen und bearbeiten. Das Plug-in Hears Perfection nimmt sich dieser Problematik an und möchte Nutzern dabei helfen, die individuellen Problembereiche zu erkennen und auszugleichen.
Hears Perfection
Im Gegensatz zu mittlerweile etablierten Raumkorrektur-Software wie SoundID oder ARC von IK Multimedia geht es bei diesem Plug-in nicht darum, den Klang eines nicht idealen Abhörraums per Software zu kompensieren, sondern die individuellen Problembereiche des menschlichen Gehörs, die von Nutzer zu Nutzer natürlich höchst unterschiedlich sind, auszubügeln.
Um Problembereiche zu erkennen, führt die Software mit dem Nutzer zunächst einen Hörtest durch, spielt hierfür Töne in unterschiedlichen Lautstärken ab und der Nutzer muss auf einen Button klicken, sobald er einen Ton wahrnimmt – grundsätzlich läuft das also wie bei einem Hörtest bei HNO-Arzt ab.
Am Ende des knapp fünfminutigen Tests erstellt Hears Perfection eine individuelle Frequenzkurve des Hörvermögens und kann, so bald man das Plug-in in den Master-Kanal seiner DAW lädt, potenzielle Problemzone per EQ ausgleichen.
Im folgenden Video könnt ihr euch einen Eindruck davon machen:
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Das Plug-in läuft als VST3-, AU- und AAX Native-Plug-in in DAWs unter macOS un Windows und ist ab sofort zum Einführungspreis von 79,99 US-Dollar erhältlich. Später wird das Plug-in 129,99 US-Dollar kosten.

































An sich eine super Idee um seine Songs noch transparenter und authentischer zu machen. Auch die Installation ist im Plugin-Alliance Produktportal maximal simple. Kein Produktportal ist IMO so schnell und easy als dies von Plugin-Alliance. Geile Sache ohne Flax! Kein Vergleich zu NI oder Steinberg. Aber was ich mich ernsthaft frage: Möchte man wirklich das Ergebnis wissen mit den dazugehörigen Korrekturen? 🤭🦄
@Filterpad Gute Frage, die ganzen älteren Mix und Mastering Gurus haben altersbedingt sicherlich kein perfektes Gehör mehr, erledigen ihren Job aber immer noch mit Bravour. Das liegt aus meiner Sicht daran, dass unser Gehirn lernt den spezifischen Verlust auszugleichen.
Eine Veränderung der Frequenzkurve würde unser Gehirn daher eher irritieren. Bei einer größeren Abweichung vom Ideal wird es schwierig, auch mit Korrektur.
@Spectral Tune Interessant, so weit habe ich gar nicht gedacht. Klingt aber logisch. Um wieder frische Ohren zu bekommen sind deshalb meiner Ansicht nach Pausen wichtig. Ich mache echt viel Mukke, aber immer zwischendurch auch mal ein/zwei Tage Pause.
@Spectral Tune Danke Dir, ich stimme Dir ebenfalls zu. Das Thema ist für mich als 62-jähriger besonders relevant. Daher habe ich mal mein KI-Orakel befragt, das Deine These tatsächlich untermauert:
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Kritische Stimmen und Empfehlungen:
Bei milden, altersbedingten Einbußen ohne starke Schwerhörigkeit könnten solche Plugins den normalen Kompensationsmechanismus des Gehirns stören.
Aktive Musiker profitieren meist von einem besseren „natürlichen“ Kompensationsvermögen.
Experten empfehlen, solche Hilfsmittel gezielt und zeitweise einzusetzen, vor allem zum gezielten Gegenhören, aber nicht als Dauerlösung.
Regelmäßige echte Vergleichshörtests mit Referenzmaterial außerhalb der individuellen Korrektur werden empfohlen, um Mixfehler zu vermeiden.
Fazit
Das Plugin HEARS PERFECTION kann altersbedingte Hörschwächen beim Mixen kompensieren, birgt aber das Risiko einer „Überkorrektur“ und falscher Mischentscheidungen, wenn das Gehirn den Verlust ohnehin schon teilweise ausgleicht. Die Nutzung sollte kritisch, zeitlich begrenzt und mit externen Referenzen kombiniert stattfinden.
<< Ich denke, ich werde die 14-Tage Testversion mal ausprobieren und dann mal mit und ohne das Plugin Abmischen. Die Intensität der Kompensation lässt sich ja stufenlos einstellen, vielleicht liegt die "Wahrheit dazwischen" - zwischen allways on/off beziehungsweise 0/100%, wie so oft im Leben.