Hersteller Report: Alesis

Alesis wurde 1980 in Kalifornien von Keith Barr gegründet, der zuvor einer der Mitbegründer von MXR war. Alesis etablierte sich schnell mit der Produktion von preiswerten Effektgeräten, die den zu dieser Zeit aufkommenden Homerecording-Markt perfekt bedienten. In fast jedem Heimstudio, Proberaum oder Live-Setup fand sich seinerzeit ein MidiVerb oder MicroVerb, die stetig weiterentwickelt wurden und eine neue Versionsnummer erhielten oder zum Quadraverb vergrößert bzw. zum Nanoverb verkleinert wurden. Frühzeitig, bereits 1986, setzte Alesis auf 16-Bit-Prozessoren, was in der Preisklasse von unter 1.000$ eine Sensation war.

Alesis entwickelte zusammen mit Marcus Ryle, der zuvor für Oberheim (Xpander) tätig war, den Stepsequencer MMT und die erste 16-Bit-Drummaschine HR-16 / HR-16B. Diese waren der Beginn einer langen Reihe von Drummaschinen und -modulen. Dazu zählten die SR-16, die den Rekord der meistverkauften Drummaschine aller Zeiten für sich in Anspruch nimmt, sowie die Rackmodule von D4 über DM5, DM Pro, bis hin zum DM10 Pro E-Drum Kit.

Alesis baute mit der Zeit ein immer breiteres Produktspektrum auf, bald gehörten auch Mixer, Monitore, Endstufen usw. zum Programm.

Der große Durchbruch in die Studiowelt gelang Alesis 1991 mit dem digitalen Mehrspur-Recorder ADAT, der auf S-VHS-Kassetten acht Spuren aufnehmen konnte. Mit seinem Preis von unter 4.000$ läutete er damit den Untergang der 8-Spur-Bandmaschinen ein. Wieder einmal war Alesis als Erster mit einer neuen Technik auf dem Markt und konnte somit einen weltweiten Standard setzen. Teil des ADAT-Konzeptes war auch die ADAT-Schnittstelle zur mehrkanaligen Übertragung mittels optischer Kabel. Diese Schnittstelle wurde von vielen Audiointerfaces und Digitalmixern übernommen.
Nach dem immensen Erfolg des ADAT erweiterte Alesis seine Produktpalette abermals. Es wurden der Quadrasynth und später die Keyboards der QS-Serie entwickelt, woraus später die Fusion-Workstations wurden, denen jedoch kein all zu großer Erfolg beschieden war.

Das Highlight der Alesis-Synthesizer war sicherlich der Andromeda A6, einem 16-stimmigen Synthesizer, der analoge Tonerzeugung mit digitaler Steuerung und den beliebten Alesis-Effekten verband.

Danach verlor Alesis zwischenzeitlich den Anschluss an die Entwicklungen am MI-Markt. Die Firma ging in Besitz von Jack O’Donnell über, wo sie nun zusammen mit Numark, Akai, Denon, M-Audio und anderen zu inMusic-Gruppe gehört.
Inzwischen ist Alesis wieder mit einem abwechslungsreichen Sortiment vertreten: E-Drum-Komponenten wie DM10 X Mesh Kit und SamplePad Pro, Mixer mit USB-Schnittstelle, MIDI-Controller-Keyboards der VI-Serie, Monitorboxen, Drahtlos-Systeme, Audiointerfaces, iOS-Produkte u.v.m.