width=

Hersteller Report: Arturia

Das Unternehmen Arturia wurde 1999 von den beiden INPG-Studenten (Grenoble Institute of Technology) Frédéric Brun und Gilles Pommereuil gegründet. Firmensitz ist das französische Grenoble. Ziel der beiden Franzosen war es, amtliche Software-Synthesizer zu bezahlbaren Preisen zu entwickeln. Als erstes Produkt stellten Arturia Storm vor, eine Virtual Instrument Workstation auf Basis neuer Software-Algorithmen. Die größtenteils bereits sehr guten Emulationen von klassischen Synthesizern brachte Arturia die nötige Aufmerksamkeit, um im weltweiten Markt wahrgenommen zu werden.

2003 kam es dann zur Zusammenarbeit mit Bob Moog, zusammen wollte man auf Basis der entwickelten „True Analog Emulation“ (TAE) möglichst authentisch Oszillatoren, Filter und andere Module Software Pendants des Moog 3C und des Moog 55 entwickeln, die Modular V Softsynths. Nach der ersten Veröffentlichung folgten sehr schnell weitere Emulationen, beispielsweise des ARP 2600, des Roland Jupiter-8, des Minimoogs oder des Prophet-5.

Mit der Analog Factory stellte Arturia im Jahr 2007 dann eine Kollektion der besten Sounds zusammen, über 2.000 Presets aus Hard- und Software, die Analog Experience erschien. Hierbei handelt es sich um einen Hardware-MIDI-Controller, der perfekt auf die Arturia Software hin entwickelt und abgestimmt wurde.

Ein Meilenstein in der Geschichte von Arturia ist der 2009 vorgestellte Origin, der erste Hardware-Synthesizer der beiden französischen Entwickler. Highlight des Origin ist die flexible Struktur, da unterschiedliche Module frei zusammengestellt werden können, so dass er klanglich eine große Bandbreite abdecken kann.

Der Kombination aus Hard- und Software blieb das Unternehmen die nächsten Jahre treu, mit der Spark Creative Drum Machine (2013) sowie den Key- und Minilabs bot man Interessenten gleich das perfekte Paket aus virtuellen Instrumenten und echtem Hardware-Feeling an.

Arturia Spark LE

Auf der NAMM Show 2012 zeigte Arturia dann den MiniBrute. Da man sich bei Arturia zunächst nicht sicher war, wie der MiniBrute ankommen würde, war die Stückzahl zunächst begrenzt. Allerdings verkaufte sich der erste Arturia Synthesizer nicht nur aufgrund des günstigen Preises sehr gut. Ein Jahr später erschien der MicroBrute, eine kleinere und nochmals günstigere Version des Synthesizers.

Bedienelemente

2014 folgte dann der Beatstep, eine Kombination aus Controller, Sequencer und MIDI-CV. Dieser schlug regelrecht ein, 2015 kam die Pro Version des Beatsteps auf den Markt.

Neben den vielen Hardware-Geräten blieb Arturia seinem Software-Ursprung jedoch treu und man beschränkte sich nicht mehr auf den reinen Synthesizermarkt. Mit der Vox Continental kam die erste Orgel-Emulation im Jahr 2014 auf den Markt, 2016 folgte das Synclavier.

Doch unabhängig von diesen Virtual-Instrument-Entwicklungen war und ist das Synthesizer-Geschäft die Kernkompetenz des französischen Unternehmens. Nach einer etwas ruhigeren Zeit, zumindest im Hardware-Bereich, stellte Arturia Anfang 2016 dann den MatrixBrute vor. Die Franzosen waren zurück bzw. eigentlich nie weg.

Im selben Jahr wurde auch der DrumBrute vorgestellt, eine vollständig analoge Drummachine. Die zweite Generation der Minilab Controllerkeyboards erschien Anfang 2017, Mitte desselben Jahres erschienen die Controllerkeyboards KeyLab Essentials.

Ebenfalls Mitte 2017 dann ein weiterer Zugang im Hause Arturia, das AudioFuse Audiointerface kommt auf den Markt.

Arturia AudioFuse