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Hersteller Report: Mesa/Boogie

Mesa/Boogie ist ein Hersteller für Gitarren- und Bassverstärker mit Sitz im kalifornischen Petaluma.

Firmengründer und Inhaber Randall Smith arbeitete als Techniker in den 60er Jahren in einem kleinen Music Shop in Mill Valley/CA. Neben der Reparatur und Wartung von Verstärkern modifizierte er auch Amps, darunter auch einen kleinen Fender Princeton Amp, auf dessen Basis dann 1971 der Mesa/Boogie Mark I der Öffentlichkeit präsentiert wurde. „Man, that really Boogies!“, sagte wohl Carlos Santana, nach dem er den kleinen, heiß gemachten Fender-Amp zum ersten Mal anspielte – somit war der Name „Boogie“ beschlossene Sache. Das vorgesetzte Mesa im Firmennamen war abgeleitet von Smith´s zweitem Standbein, dem Restaurieren von Mercedes Motoren (!). Der Mesa/Boogie Mark I gilt als der erste High-Gain-Amp überhaupt und wurde im Laufe der 70er Jahre mit Optionen wie etwa Koa-Gehäuse, zuschaltbarem Hall oder zwei verschiedenen Speaker-Typen (von Altec oder Electro Voice) angeboten, ehe im Jahre 1978 der Mark II die Wachablösung einläutete. Mittlerweile ist man gar bei der fünften Version dieses Klassikers angelangt.

In den 80ern erweiterte Mesa/Boogie das Produktsortiment mit Röhren-Topteilen, Preamps, eigenen Boxentypen und Röhrenendstufen. Herausgekommen sind dabei so hervorragende Geräte wie zum Beispiel der voll programmierbare und mit MIDI-Schnittstellen ausgestattete Mesa/Boogie Quad Preamp oder der Studio 22 Combo, der, ebenso wie seine größeren Brüder aus der Mark-Reihe, mit dem legendären und fantastisch klingenden Fünfband-Graphic-EQ geordert werden konnte.

Die 1990er Jahre standen ganz im Zeichen der Rectifier Linie, die bis heute zweifellos die „Top of the Range“ des Unternehmens darstellt. Mit den Modellen Single Rectifier, Dual Rectifier und Triple Rectifier entstanden drei Verstärkertypen, die in ihrer Grundausstattung viele Gemeinsamkeiten besitzen, sich aber dennoch in den Details unterscheiden. Und dabei die Basis für weitere Kreationen eröffneten, denn der neueste Streich ist das Mini Rectifier Top, das für einen günstigeren Kurs alle Attribute eines echten Rectifier mit sich bringt und dabei auf ein Viertel der Maße der größeren Brüder geschrumpft ist. Auch ein Rectifier Preamp ist erhältlich, ebenso wie optisch passende Boxen mit wahlweise 2×12″ oder 4×12″ Lautsprecherbestückung.

Auch im Markt für „Lunchbox-Amps“ ist der US-Hersteller mit der Transatlantic Serie gut besetzt. Die Modelle TA-15 und TA-30 wurden im Jahre 2003 der Öffentlichkeit auf der NAMM präsentiert und waren bis dato die ersten Amps, deren Endstufe man in drei Stufen in der Lautstärkeabgabe bremsen konnte. Darüber hinaus bot der Distortion-Channel der zweikanaligen Schaltung drei per Mini-Switch anwählbare Soundcharaktere – Fender, Marshall und natürlich den unnachahmlichen Sound eines Mesa/Boogie.