Hersteller Report: MFB

Der Berliner Ingenieur Manfred Fricke (MFB = Manfred Fricke Berlin) begann 1976 mit der Herstellung von Videogames für Spielautomaten. Ab 1980 fing er an, Drumcomputer und Hardware-Sequencer zu entwickeln. Das erste Gerät war der MFB-501, der aufgrund des günstigen Preises ein großer Verkaufserfolg wurde. Auch bei den folgenden Produkten setzte Fricke mit einfachen Gehäusen und wenigen Bedienelementen auf das untere Preissegment, um eine große Käuferschicht zu erreichen. Dazu gehörten unter anderem der Digital Sequencer MFB-601, ein reines Handclap-Modul, der Sample-basierte Drumcomputer MFB-512 und das MIDI-steuerbare Drum-Modul MFB-712, das mit 40 Sounds zu dieser Zeit einzigartig war.

Von Mitte der 1980er Jahre bis Ende der 1990er verlagerte sich die Tätigkeit von MFB auf den Videosektor mit Framegrabbern, Videomischern und Videospeichern.

2001 kehrte Manfred Fricke zum Musikbereich zurück. Zum 25-jährigen Firmenjubiläum wurde mit dem MFB-Synth der erste analoge Synthesizer der Firma vorgestellt, der bereits vier Jahre zuvor entwickelt wurde. Es folgte wieder eine Reihe von preiswerten Drumcomputern wie MFB-Kult, MFB-522, MFB-503 sowie die Kleinsynthesizer SyLite und SyLite II und der weiterentwickelte Synth II.

Mit der Zwerg-Serie wurden die Geräte komplexer und anspruchsvoller. Die Analogsynthesizer Kraftzwerg und Megazwerg, der Drumcomputer Schlagzwerg sowie der Stepsequencer Urzwerg Pro waren halbmodular konzipiert und unterstützten eine CV-Anbindung sowohl untereinander als auch mit beliebigen Analoggeräten und Modularsystemen. Daher wurden einzelne Funktionsgruppen dieser Geräte wie Triple-VCO, VCF, LFO usw. auch als separate Module für Eurorack Modularsysteme angeboten. Außerdem bereitete diese Serie Weg für die nächste Generation von MFB-Maschinen vor.

Mit dem Drumcomputer Tanzbär und dem Keyboardsynthesizer Dominion 1 löste sich MFB von dem bisherigen Schema. Mit wertiger Verarbeitung, praxisnahen Features und großem Funktionsumfang sind die jüngsten MFB-Geräte wie Tanzmaus und Tanzbär Lite nicht mehr im untersten Preissegment angesiedelt, bieten aber immer noch ein überdurchschnittliches Preis-Leistungs-Verhältnis. Und MFB entwickelt ständig weiter.