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Hersteller Report: Novation

Schon mit dem zweiten Produkt landete Novation einen echten Volltreffer: Die Bass Station (Keyboard) kam 1993 genau zur richtigen Zeit. Als einer der ersten Analogsynthesizer der Neuzeit war die Bass Station zum Techno-Hype als TB-303 Ersatz sehr beliebt, obwohl sie im Grunde nicht viel mit der Roland Bassline gemein hatte. Der monophone Synthesizer arbeitete mit zwei DCOs und einem von Chris Huggett (dem Entwickler des OSC Oscar) designten Filter. Die Bass Station wurde später noch in zwei erweiterten Rack-Versionen und als VST-Plug-in erneut aufgelegt.

1995 reagierte Novation wieder auf die Techno-Fraktion und brachte als erster Hersteller ein Modul mit den Sounds der Roland Drummaschinen TR-909 und TR-808 heraus. Die Drum Station arbeitete mit dem sogenannten Analogue Sound Modelling (ASM) und Samples.

Ab 1998 setzte man komplett auf DSP-basierte Tonerzeugung. Chris Huggett war zu diesem Zeitpunkt fest bei Novation eingestiegen. Als erster polyphoner Synthesizer von Novation kam die Super Nova, die besonders mit ihren 56 gleichzeitig nutzbaren Effekten hervorstach.
Die 12-stimmige Nova war zwar kleiner, doch besaß sie externe Eingänge und einen 40-Band-Vocoder. Die Supernova II ließ sich dann auf bis zu 48 Stimmen ausbauen und bot auch FM-Möglichkeiten.
Mit A-Station und K-Station wurden 2001 günstigere Synthesizer auf Basis der Supernova nachgereicht. Ein Jahr später kam die KS-Serie mit zusätzlichen Features.

Ab 2003 setzte Novation verstärkt auf MIDI-Controller. Es wurde eine Reihe von Keyboards mit verschiedenen Regler- und Fader-Bestückungen produziert, die teils auch als Audio-Interfaces genutzt werden konnten. Passend dazu veröffentlichte Novation die VST/AU-Instrumente V-Station und B-Station. Zur Unterstützung der Remote-Controller wurde die Software Automap zur vereinfachten Ansteuerung von Plug-ins unterschiedlicher Hersteller entwickelt.

In Zusammenarbeit mit Ableton wurde 2009 das Launchpad als spezieller Multi-Button-Controller für die DAW Live vorgestellt. Parallel dazu wurde Automap für iOS angepasst.
Später wurde das Konzept mit den Launchkey-Keyboards und dem Launchpad Pro fortgeführt.

2010 trat die Ultranova die Nachfolge der Supernova an. Einerseits war das Gerät gegenüber dem alten Boliden abgespeckt, andererseits kamen neue Features wie Wavetables und zusätzliche Filtermodi hinzu. Mit der Mininova kam danach eine noch kleinere Variante.
Den DJ-Sektor bediente Novation zu dieser Zeit mit Controllern wie Dicer und Twitch.

2013 kehrte Novation nach 20 Jahren mit der Bass Station II dem allgemeinen Trend folgend zu analoger Technik zurück.