Hersteller Report: Studio Electronics

Studio Electronics wurde 1981 gegründet. Zu den frühen Produkten der Firma, ab Ende der 80er Jahre, gehörten wieder aufgearbeitete und teils nachträglich MIDI-fizierte Versionen analoger Synthesizer, wie MIDIMoog und MIDImini, Obie-Rack und P-Five, die zum Teil bis in die 90er Jahre hinein angeboten wurden. Damit deckte Studio Electronics die Nachrage an Analogsynthesizern ab, bevor es wieder neu entwickelte Analogsynthesizer gab.

Ab 1994 begann man mit der Produktion eigener Synthesizer. Das erste Produkt war der SE-1, der in weiten Teilen auf den Schaltungen des Minimoog basierte. Als günstigere Variante entstand zwei Jahre später der ATC-1. Von beiden Modellen gab es mehrere Nachfolgeversionen, wie zum Beispiel den SE-1X oder den ATC-X, bei letzterem konnten mit Einsteckkarten vier verschiedene Filtermodelle gewechselt werden. Das System wurde bei ATC-Xi weitergeführt und später für die Boomstar-Serie übernommen. Dort bot man gleich eine ganze Baureihe von monophonen Synthesizern an, die sich nur durch die eingesetzte Filterschaltung unterscheiden.

Ausgehend von den Boomstar-Synthesizern entstand die Boomstar-Modulreihe, bei der es ncht nur die verschiedenen Filter als einzelne Module gibt, sondern auch VCO, LFOs, Mixer und weitere Komponenten. Und es gibt mit dem Tonestar auch eine komplette Synth-Voice, angelehnt an die Schaltungen von ARP.

Daneben kooperiert man für die Modulreihe auch mit anderen Herstellern wie Pittsburgh Modular, Slate Digital oder auch Eowave, mit denen man den Sequencer Charcot Cycles entwickelte.

Weniger bekannt und verbreitet sind die polyphonen Synthesizer von Studio Electronics. Der Hersteller ist, bis auf die jüngere Boomstar-Serie, ohnehin schon im oberen Preissegment angesiedelt, doch die vier- bzw. achtstimmigen Synthesizer Omega (ebenfalls mit wechselbaren Filtern), C.O.D.E sowie die Design-Version Orion liegen dann entsprechend weit über der Konkurrenz.