Hersteller Report: Vermona

Vermona ist im Vogtland ansässig und war zu DDR-Zeiten ein Teil des VEB Klingenthaler Harmonikawerke. In diesem Verbund von Herstellerbetrieben des traditionellen Instrumentenbaus wurden bei Vermona in erster Linie Orgeln, Stringensembles und Effektgeräte gefertigt, aber es gab auch einen monophonen Synthesizer sowie die zwei analogen Drummaschinen ER-9 und DRM.

Mit dem Ende der DDR wurde auch der VEB Klingenthaler Harmonikawerke zerschlagen. Mitarbeiter von Vermona gründeten daraufhin die Firma HDB Electronic, die einerseits eine eigene Produktlinie mit Endstufen, Rackmixern usw. produzierte, andererseits auch OEM-Fertigungen für andere Unternehmen durchführte. Darunter war auch ein angekündigtes, aber nie zur Realisierung gekommenes Projekt eines polyphonen Analogsynthesizers namens Mephisto.
Im Jahr 2000 ließ man bei HDB Electronic das Label Vermona wieder auferstehen. Zuerst kamen das analoge Stereofilter DAF-1, basierend auf der Schaltung des Mephisto, sowie der analoge Stereophaser PH-16 auf den Markt, gefolgt vom Ringmodulator RM-1. Ein größerer Erfolg wurde der monophone Synthesizer MARS, für den es einen separaten Programmer gab.
Zunächst noch als OEM-Version unter fremden Namen wurde der Drumexpander DRM zu einem Dauerbrenner, der inzwischen seit mehr als 10 Jahren und in der 3. Generation gebaut wird.

Die ersten analogen Effektgeräte wurden von der Lancet-Serie abgelöst, wie das Filter Lancet und Retroverb Lancet. Auch bei den Synthesizern gibt es ein Mono Lancet samt Dock-Modul für die Einbindung in Modularsysteme, der eine Auskopplung aus dem vierkanaligen Analogsynthesizer Perfourmer darstellt. Der analoge Keyboardsynthesizer `14 war die letzte Entwicklung des HDB-Mitbegründers Bernd Haller, der 2015 verstarb.
Inzwischen gibt es auch eine stetig wachsende Palette an Eurorack-Modulen von Vermona, wie den aufwändigen LFO Formulator und die Drum-Voice twinCussion. Weitere Module sind der Entwicklung.