Hersteller Report: Vestax

Gegründet wurde das Unternehmen „Vestax“ im Jahr 1977 in Shibuya, einem Stadtbezirk von Tokio, Japan. Sowohl Name als auch die Ausrichtung des Unternehmens waren jedoch unterschiedlich von dem, was wir heute als Vestax kennen. Gegründet wurde Vestax unter dem Namen „Shiino Musical Instruments Design Office“. Fernab von DJ- Produkten, dem Bereich den Vestax heute beliefert, lag der Fokus des Unternehmens auf der Produktion und dem Vertrieb von Gitarren sowie Gitarrenverstärkern. Begleitend zu der Herstellung eröffnete das Unternehmen in den ersten Jahren der Firmengeschichte verschiedene Verkaufslokalitäten, unter anderem den „Guitar Salon“, ein Geschäft, in dem es den ersten modular zusammenstellbaren Instrumentenverstärker zu kaufen gab.

In den 80er Jahren begann die Erweiterung der Produktpalette. Neben der NAMM fand man Vestax auch bereits auf der Musikmesse in Frankfurt. Im Jahr 1982 wechselt der Name des Unternehmens zu „Shiino Vesta Fire Corporation“, ebenfalls beginnt die Produktion für Teac (Tascam) als OEM-Ausstatter (original equipment manufacturer).
Bis zur Mitte der 80er umfasst das Angebot neben Gitarren und Verstärkern auch Rack-Effektgeräte, Multi-Track-Recorder, Lautsprecher und digitale Keyboards. Im Jahr 1987 findet ein erneuter Namenswechsel statt, „Vestax Corporation“ ist der neue Name des Unternehmens.
In diesen Jahren beginnt auch der Schritt in die Richtung DJ-Sektion. Gleichzeitig erweitert Vestax die Reihe der Firmen, für die sie als OEM-Ausstatter produziert. Neben Tascam finden sich hier nun auch AKAI und Yamaha.

Im Jahr 1988 eröffnet Vestax einen Shop für DJ-Equipment in Tokio, ein Jahr später bringt Vestax die ersten Mischpulte speziell für DJs in Form des PMC-05 und des PMC-30 auf den Markt. Im selben Jahr wird die Vestax Europa Ltd. in London gegründet, zwei Jahre später folgt die Vestax Musical Electronics Corporation für den amerikanischen Markt. 1991 ist ein wichtiges Jahr für Vestax, zumindest hinsichtlich der Orientierung. Der PMC-20, ein klassischer DJ Mixer, wird in Großbritannien zum „best mixer of the year“ gekürt, eine Auszeichnung, mit der die PMC-Serie auch noch in Folgejahren beehrt werden soll.
Während ein Fokus zu Beginn der 90er Jahre im DJ-Segment liegt, liegt ein anderer im Bereich PA und Pro-Audio. So werden zum Beispiel die Olympischen Spiele in Albertville, Frankreich, oder Lillehammer, Norwegen, von Vestax ausgestattet.
Zum Ende der 90er Jahre soll Vestax dann den Lohn der Arbeit ernten. Design-Award, „best mixer of the year“ für den PMC-17A oder zweimal in drei Jahren den Award „turntable of the year“ für den PTD-5000 oder den PDX-alS kann Vestax als Erfolg verbuchen.

Die Jahre ab 2000 beginnen, wie die 90er geendet haben. Preise für Produkte im DJ- Bereich lassen nicht auf sich warten und können Jahr für Jahr verbucht werden. Besonders stark ist Vestax nach wie vor im Bereich DJ-Mixer und Turntable.
Im Jahr 2006 folgt Vestax der Entwicklung zum digitalen DJ-ing und bringt mit dem VCI-100 einen digitalen MIDI-Controller mit integriertem Interface auf den Markt. Dieser soll den Grundstein legen für ein bis heute bestehendes breites Angebot an Controllern. In den folgenden Jahren soll dieses Modell stetig weiter entwickelt werden, es folgen der VCI-300, der VCM-100 und der VCM-600.

Bis heute sind sind einige dieser Modelle erhältlich, einige weitere Modelle haben die Produktpalette derweil erweitert. Ebenso wie DJ-Mixer besteht das heutige Angebot natürlich auch weiterhin aus Plattenspielern, wobei auf diesen derweil nicht mehr darauf der Hauptaugenmerk besteht. Erweitert wurde das Angebot ebenfalls um einen DJ-Kopfhörer, externe Interfaces oder Transportlösungen für DJ-Equipment in Form von Taschen.

Bis heute ist die Firma Vestax einer der Marktführer im DJ-Segment, aus deren Schmiede qualitativ hochwertige Produkte und Innovation kommen.