Hersteller Report: Music Man

1972 gründete Leo Fender, nachdem er 1970 bei Fender ausgeschieden war, zusammen mit Tom Walker und Forrest White in Anaheim, Kalifornien, die neue Firma Musitek, die 1974 in Music Man umbenannt wurde. Nachdem bis dahin ausschließlich Verstärker produziert und verkauft wurden, stellte die Firma 1976 den Stingray Bass vor, letztlich eine Weiterentwicklung des Fender Precisionbasses. Das Neue war die Aktivelektronik mit einer 2-Band-Klangregelung sowie die 3+1 Anordnung der Stimmmechaniken auf der Kopfplatte. Der Stingray genießt bis in die heutige Zeit eine hohe Popularität bei Bassisten aller Stilrichtungen.

Nachdem Leo Fender 1980 die Firma – offiziell wegen gesundheitlicher Probleme – verließ, übernahm der Saiten- und Zubehör-Spezialist Earnie Ball die Firma im Jahr 1984. Die Verstärkerproduktion wurde zunehmend eingestellt und man fokussierte sich ganz auf die Herstellung von Gitarren und Bässen. 1985 kam die erste Music Man E-Gitarre auf den Markt, die Silouette. 1987 erblickte das erste Signature-Gitarrenmodell („Signed Series„) für Steve Morse das Licht der Welt.

Weitere Modelle der Signed Series sind „Eddie Van Halen“ (1991), mittlerweile „Axis“ genannt, „Luke“ und „Albert Lee“ (beide 1994) sowie die „John Petrucci“ (2001).

Weitere wichtige Gitarrenmodelle sind die Bariton Gitarre „Silhouette Bass“ (1992), die „Silhouette Special“ (1995), die „Axis Sport“ (1997) sowie die „Axis Super Sport“ (1999). Aus der 2009 präsentierten „25th Anniversary“-Serie entstand jeweils ein Bass und eine Gitarre, genant „Reflex„. Neu in 2014 vorgestellt ist die „Armada„, die erste Music Man-Gitarre mit durchgehendem Hals.

Auch bei den Bässen gibt es neben der Weiterentwicklung des Stingray mit 3-Band-Equalizer (1984) weitere Modelle: Der erste 5-Saiter von Music Man ist der Stingray 5 (1987), seit 1993 gibt es den „Sterling„, seit 2003 den „Bongo„-Bass mit extravagantem Design, letzteren seit 2008 auch als 6-Saiter. Der „Big Al“ (2009) basiert auf der „Albert Lee“ Gitarre.

Gespannt darf man sein, was die neue „Game Changer„-Serie zu bieten hat. Laut Music Man ermöglicht ein neuartiges Schaltungskonzept unzählige Soundvarianten.

Neben dem immer noch als Custom-Shop konzipierten Stammsitz in Kalifornien, wo die originalen US-Modelle und Einzelanfertigungen auf Kundenwunsch gefertigt werden, lässt Music Man auch preiswerte Varianten in Fernost fertigen. Die Sterling-Serie bietet von der gehobenen Einsteiger-Klasse bis in die gehobene Mittelklasse die wichtigsten Music Man Modelle zu erschwinglichen Preisen.