Eigentlich wird eine Musikrichtung ja nicht an einem Tag erfunden – eigentlich. Doch 1991 veröffentlichte Shabba Ranks das Lied „Dem Bow“, das diesen treibenden Rhythmus mit seinen sehr prägenden elektronischen Drumsounds enthielt. Bis zum heutigen Tage wurde an dem Grundgerüst des Rhythmus‘ an sich nichts verändert, lediglich mehrere Einflüsse aus anderen Musikrichtungen wie zum Beispiel Salsa oder Bachata sind zu erkennen. Bis heute wird aufgrund des Liedes von Shabba Ranks der Rhythmus „Dembow“ genannt. Reggaetón wurde zwar nicht an dem Tag der Veröffentlichung geboren, beeindruckend ist es dennoch, dass der Rhythmus bis heute Stilvorgabe des Reggaetón ist.
„Under“ – so hieß die Mischung aus Reggae en Español und Hip Hop anfangs – abgeleitet von Underground – fand besonders in der Jugendszene immer mehr Anklang und schaffte den Weg Anfang der 90er Jahre in die Diskotheken Puerto Ricos, wo auch bekannte Künstler wie Daddy Yankee ihre Karriere begannen. Schnell verbreitete sich der schon sehr beliebte Reggaetón in den meisten süd- und lateinamerikanischen Ländern, und auch in den Vereinigten Staaten von Amerika wurde er immer beliebter. 2005 schwappte Reggaetón auch nach Deutschland, als das Lied „Gasolina“ von Daddy Yankee die europäischen Top Ten knackte und bis auf Platz 7 der deutschen Media Control Charts kletterte.






























Einer der Vorteile über Musikequipment zu schreiben ist, dass es allermeistens politisch und sozial eher unbedenklich ist. Die Anwendung dieses Equipments, Musik genannt, sieht das aber ganz anders aus und wird oft genug einfach ignoriert. Man will es echt nicht glauben wie oft zu Themen die Konsum, Chauvinismus, Diskriminierung, Mord, Vergewaltigung oder Faschismus verharmlosen oder gar verherrlichen, bedenkenlos getanzt wird, weil das Publikum keinen Schimmer davon hat was die Texte bedeuten.
Deshalb ist es umso lobenswerter wenn jemand mal über den Tellerrand hinausblickt und auf diese Missstände hinweist.
Danke dafür!
Markus
PS: Es geht hier nicht um „political correctness“-, oder Gleichmacherei-Blödsinn,
sondern darum ab zu zu mal sein Gehirn einzuschalten.