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Interview: Audiopilz, Bad Gear

Der Mann hinter "Bad Gear" im Gespräch

16. August 2025

Audiopilz Bad Gear Audiopilz hat mit seinem YouTube-Kanal Bad Gear einen festen Platz in der Szene der elektronischen Musik. Mit spitzer Ironie, nerdigem Know-how und einem feinen Gespür für Memes und Storytelling nimmt er wöchentlich Geräte unter die Lupe, die in der Szene eher belächelt als geliebt werden.

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Ich traf Audiopilz auf der diesjährigen Superbooth persönlich und als ich ihn um ein Interview bat, war der sympathische Wiener sofort Feuer und Flamme. Heute gibt er spannende Einblicke in seinen musikalischen Werdegang, seine Motivation hinter Bad Gear, die Herausforderungen der Videoproduktion – und teilt ganz nebenbei seine Leidenschaft für „hirnrissige“ Synthesizer-Ideen, sein gespaltenes Verhältnis zu Final Cut und seine Sicht auf Hersteller wie Behringer und Roland.

Von der Theaterbühne zum YouTube-Format:

Ein kreatives Leben zwischen Geige, Greenscreen und Gear

Sonja:
Erzählst du mir, wie du zur Musik gekommen bist und wer dich musikalisch am meisten beeinflusst hat?

Audiopilz:
Das ist eine gute Frage. Bei mir hat sich mein gesamter kreativer Werdegang im weitesten Sinne aus dem familiären Kontext ergeben. Mein Vater hatte in seiner Freizeit eine Band und eine Theatergruppe und hat Bücher geschrieben.

Bereits in meiner frühesten Kindheit hat er damit begonnen, mich auf die Bühnen dieser Welt mitzunehmen. Bei meinem Bühnendebüt dürfte ich so etwa zwei Wochen alt gewesen sein. Die Kreativität liegt bei uns dementsprechend wohl in der Familie. Eine meiner beiden Schwestern ist beispielsweise klassische Sängerin und Moderatorin im österreichischen Rundfunk.

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Wer mich allerdings musikalisch über die familiäre Prägung hinaus ganz besonders beeinflusst hat, ist schwer zu sagen. Es waren so viele unterschiedliche Künstler in verschiedenen Phasen meines Lebens. Ich denke, dass meine damaligen Helden letztlich keinen ganz klar erkennbaren Einfluss darauf hatten, was ich heute tue.

Sonja:
Welche Instrumente spielst du?

Audiopilz:
Von meinem sechsten bis zu meinem achtzehnten Lebensjahr habe ich Geige gespielt. Ich habe davon aber Kopfschmerzen bekommen und damit aufgehört. Außerdem habe ich sehr viel Bass und Gitarre gespielt. Seit ich den YouTube-Channel habe, vernachlässige ich das aber sträflich. Außerdem war ich immer auch Vokalist.

Sonja:
Ja, wie wundervoll! Kann man deinen Gesang auch irgendwo hören?

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Audiopilz:
Nicht wirklich. Auf dem Channel gibt es immer wieder einzelne Episoden, in denen ich ein bisschen singe. Beispielsweise in einer Microkorg-Episode, die mehr oder weniger auch die erste Episode war, die ein größeres Publikum erreicht hat.

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Sonja:
Ja, stimmt, die kenne ich!

Audiopilz:
Und es gibt eine nicht ganz erfolgreiche Autotune-Episode, in der ich mit Autotune ein kleines Weihnachtslied singe.

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Und es gibt ein Video von BoBeats, in dem ich eine Ode auf Roland singe.

Bad Gear: Wie aus Hate eine gefeierte Show wurde

Sonja:
Sag mal, wie ist damals eigentlich die Idee für Bad Gear entstanden?

Audiopilz:
Ich habe einen Background als professioneller Tontechniker und Sounddesigner und habe viel am Theater gearbeitet. Ich war über zwölf Jahre am Wiener Burgtheater tätig. Aufgrund finanzieller Aspekte waren wir häufig gezwungen, mit Mischpulten und anderen Geräten zu arbeiten, die nicht wirklich für diesen Job gemacht waren. Über die Jahre habe ich dann einen sechsten Sinn dafür entwickelt. Und eben jener besondere Sinn bildete dann die Grundlage für Bad Gear.

Dazu kam, dass es bis dahin in den sozialen Medien und auf YouTube in erster Linie darum ging, zu zeigen, welches Gerät das Beste, „the most iconic“, „the most professional“ ist. Und da habe ich mir gedacht, dass es schön sein könnte, auch einen Gegenpol zu zeigen.

Sonja:
Hast du im Hinblick auf die Gestaltung deiner Videos dann bestimmte Vorbilder gehabt?

Audiopilz:
Ja, absolut. Ich habe mich sehr stark an Channels orientiert, die außerhalb von Musiktechnologie und Synthesizern aktiv sind. Besonders zu nennen ist hier der Kanal von Davie504, dem italienischen Bassisten, oder Gaming-Kanäle wie NakeyJakey. Ich mag einfach diese meme-lastigen Edits mit Greenscreen und solchen Dingen.

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Generell ist es so, dass ich mich darum bemüht habe, die Techniken und Herangehensweisen des klassischen Audio-Editings, Remixings und Ähnlichem zu nutzen. Ich hatte keinen wirklichen Background im Bereich Videotechnik, aber wenn man an Audio-Editing gewöhnt ist – wo es ja zumindest 44.100 kleine Events pro Sekunde gibt –, sind dann die 25 des Video-Editings gar nicht mehr so schwer zu bezwingen.

Sonja:
Mit welchem Programm bearbeitest du deine Videos?

Audiopilz:
Obwohl ich wirklich eine große Abneigung gegen dieses Programm empfinde, ist es nach wie vor Final Cut. Ich hasse dieses Programm – und ich hasse mich dafür, dass ich noch nicht auf etwas Vernünftigeres umgestiegen bin. Dieses Programm ist das eigentliche Bad Gear in Bad Gear.

Sonja:
Dennoch gelingen dir deine Videos in meinen Augen ziemlich gut. Sie enthalten ja auch immer ein sehr umfangreiches Wissen über das von dir vorgestellte Bad Gear. Wie lange dauert es in der Regel, bis du in ein Gerät soweit eingetaucht bist, dass du es vorstellen kannst? Und nach welchen Kriterien suchst du die Geräte aus?

Audiopilz:
Bei Bad Gear geht es darum, ob sich eine signifikante Gruppe von Menschen öffentlich in einer bestimmten Weise zu einem Gerät äußert. In jeder Episode gibt es die Wall of Hate. Dort ploppen all diese Kommentare auf – und wenn die Wall of Hate voll ist, dann ist es Bad Gear.

Audiopilz, Bad Gear

Nicht immer kann Audiopilz die Meinungen der User über ein bestimmtes Gear nachvollziehen

Was das Verständnis eines Geräts betrifft, liegt meine persönliche Deadline bei einer Woche – schließlich erscheint jede Woche eine neue Folge. Über die Jahre bin ich darin besser geworden, mich in ein Gerät einzuarbeiten. Meistens brauche ich heute keine volle Woche mehr.

Es gibt aber auch Episoden, bei denen ich eine längere Vorlaufzeit benötige. Vor Kurzem habe ich beispielsweise eine Folge aufgenommen, die nicht zur Bad Gear-Reihe zählt. Darin habe ich versucht, ein typisches 90er-Jahre-Setup aufzubauen – mit ADAT-Recordern und Mackie-Mischpulten, also allem, was man damals in der elektronischen Musik verwendet hat. Dafür habe ich tatsächlich rund ein Jahr gebraucht.

Ich habe mit wirklich weisen Menschen gesprochen, die sich diesen Dingen damals professionell gewidmet haben. Es ging um Fragen wie: Wie bekomme ich einen ADAT und eine MIDI-Clock unter einen Hut?

Sonja:
Wahnsinn! Das ist ja dann ein richtiges Projekt.

Audiopilz:
Ja, das war eine ziemlich aufwendige Folge.

Aber manchmal ist auch das Konzept einer Episode aufwendig. Vor etwa zwei Jahren habe ich eine Folge gemacht, in der ich 90er-Jahre-Software – mit einer 808, einer 909 und zwei 303 – mit entsprechenden Hardware-Geräten von Roland aus den 80ern nachgebaut habe.

Ich musste mir also auch konzeptionell überlegen, wie ich alles so arrangiere, dass ich es tatsächlich wie die Software bedienen kann.

Das sind dann eher Leidenschaftsprojekte.

Zwischen Roland-Romantik und rechtlicher Zurückhaltung: Umgang mit Herstellern und Technik-Ikonen

Sonja:
Gab es mal ein Gerät, das du eigentlich bei Bad Gear vorstellen wolltest, bei dem du aber festgestellt hast, dass du dich der verbreiteten Meinung einfach nicht anschließen kannst?

Audiopilz:
Ich habe ja eine besondere Beziehung zur Marke Roland. Roland hat eine spezielle Stellung bei Bad Gear – nicht, weil die Geräte schlecht wären, sondern weil es einfach unendlich viele davon gibt. Statistisch gesehen ist es also wahrscheinlicher, dass sie irgendwann auftauchen.

Bad Gear, YouTube

„Ich habe überlegt, einen Synthesizer zu bauen, der dieses Prinzip zur Meisterschaft erhebt. Also einen Synth, der auf Menu Diving aufbaut …“

Ein Beispiel ist der Roland S-1, ein kleiner Synthesizer, der auf dem SH-101 basiert. Es gab viele kritische Stimmen dazu – die ich selbst nicht nachvollziehen konnte.

Ich benutze das Teil nach wie vor gern.

Und dann gibt es auch Instrumente, die es nie auf Bad Gear schaffen, weil es schlichtweg keine nennenswerte negative Resonanz gibt. Ein Beispiel dafür wäre der Access Virus B.

Da gibt es kaum jemanden, der den nicht cool findet. Oder auch modernere Geräte wie den Dreadbox Typhon.

Sonja:
Wie stehst du zu Behringer?

Audiopilz:
Ich bin sehr, sehr vorsichtig mit dem, was ich öffentlich über Behringer sage. Was ich an ihnen bewundernswert finde, ist ihre Rechtsabteilung.

Sonja:
Sprichst du mit mir auch über rechtliche Schwierigkeiten im Zusammenhang mit dem, was du tust?

Audiopilz:
Auf rechtlicher Ebene hat es nie Probleme gegeben. Es gab nur diesen einen bekannten Zwischenfall mit Teenage Engineering – der sich letztlich als Missverständnis entpuppt hat. Aber da möchte ich auch nicht zu sehr ins Detail gehen.

Audiopilz, Studio

Audiopilz hat ständig wechselndes, spannendes Gear im Studio. Ein festes Setup gibt es daher nicht – das schützt auch davor, in festgefahrenen Strukturen zu verharren.

Grundsätzlich gibt es ein gewisses Wohlwollen. Natürlich gibt es einzelne Hersteller, die nicht besonders daran interessiert sind, mit mir in Verbindung gebracht zu werden – was ich nachvollziehen kann. Und es gibt einzelne Personen in den Teams mancher Firmen, die mich einfach nicht ausstehen können. Auch das ist okay.

Aber im Großen und Ganzen läuft es gut. Wenn ich zum Beispiel auf der Superbooth bin, gibt es – soweit ich weiß – keine Anschlagspläne auf mich (lacht herzhaft).

Sonja:
Man bewirft dich nicht mit Farbbeuteln?

Audiopilz:
Keine Farbbeutel, keine faulen Tomaten, keine faulen Eier (lacht immer noch).

Sonja:
Hast du auch positive Rückmeldungen von Herstellern bekommen?

Audiopilz:
Absolut. Ein Hersteller, der sehr früh die Berührungsangst mit mir verloren hat, ist Polyend. Die haben da eine beinahe fatalistische Affinität zu mir – das finde ich sehr reizend. Ich habe mich auch sehr gut mit den Leuten von Dreadbox verstanden, obwohl es nicht allzu viele Instrumente in ihrem Produktportfolio gibt, die sich tatsächlich für meine Show eignen.

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Und ich glaube, dass ich hier irgendwo sogar noch eine Visitenkarte aus dem oberen Management von KORG liegen habe. Auch sie haben kein Problem mit mir.

Sonja:
Das klingt doch wirklich gut.

Audiopilz:
Ja, das finde ich auch (lacht erneut).
Und letztlich ist es ja auch so, dass die Gründe dafür, dass ein Gerät in der Szene der elektronischen Musik kritisiert wird, meist darin liegen, dass das Budget bei der Entwicklung fehlte. Vielleicht wäre einfach mehr Zeit nötig gewesen – aber auch politische Rahmenbedingungen und Managemententscheidungen spielen eine Rolle.

Sonja:
Wie können wir uns denn ein Gerät vorstellen, das von dir entwickelt wurde?

Audiopilz:
Oh, das ist schwer zu sagen. Es gibt natürlich einige Konzepte, die mich interessieren. Diese Konzepte sind nicht notwendigerweise das, was sich in meinen Augen auch gut verkaufen würde.

Sonja:
Was wäre das zum Beispiel?

Audiopilz:
Ich habe zum Beispiel einige Erfahrungen mit alten Instrumenten aus den 80er-Jahren, bei denen man sich extrem stark durch Menüs hindurchhangeln muss – eine Höheneinheit mit 19-Zoll-Geräten, mit einem Display und vier Tasten. Alles, was man machen möchte, ist dann letztlich so, als würde man versuchen, die berühmte Eingangshalle durch ein Schlüsselloch auszumalen.

Ich habe überlegt, einen Synthesizer zu bauen, der dieses Prinzip zur Meisterschaft erhebt. Also einen Synth, der auf Menu Diving aufbaut – darin aber so gut ist, dass er dadurch wiederum besser ist als ein One-Knob-per-Function-Gerät.

Ich weiß nicht genau, ob sich das tatsächlich verkauft, aber darauf hätte ich zum Beispiel Lust.

Sonja:
Also: Wenn ein Hersteller dieses Interview liest und Lust darauf hat, das mit dir zu machen – soll er sich melden?

Audiopilz:
Klar! Aber wie gesagt, das wäre so eine von den vollkommen hirnrissigen Ideen, die ich dazu hätte.

Sonja:
Ich glaube, dass letztlich viele Geräte auf solch „hirnrissigen“ (malt mit den Fingern Anführungszeichen in der Luft) Ideen beruhen – vor allem besondere Nischenprodukte.

Audiopilz:
Ja, bei den Nischenprodukten ist es meiner Meinung nach oft so, dass die Zeiträume, die notwendig sind, um ein Gerät zu entwickeln – sprich: von der „hirnrissigen“ (malt ebenfalls mit den Fingern Anführungszeichen in der Luft) Idee bis zum fertigen Produkt – inzwischen manchmal länger dauern als der eigentliche Trend, der eine bestimmte Produktgattung überhaupt relevant macht.

Audiopilz

Ein persönliches Highlight war die „Synthesizer-Version von Fear and Loathing in Las Vegas“

Es gibt durchaus einige Geräte, bei denen ich den Eindruck hatte, dass sie damals, als die Entwickler die Idee hatten, wirklich innovativ und cool gewesen wären. Aber als sie dann tatsächlich auf den Markt kamen, war es irgendwie schon zwei Jahre zu spät.

Ich denke, das ist ein grundlegendes Problem vieler Hersteller. Aber natürlich gibt es auch Leute, die sich um solche Trends gar nicht scheren. Sie machen einfach das, wofür ihr Herz schlägt – und dann dauert es eben.

Sonja:
Was in meinen Augen manchmal auch besser ist, als sich mit dem First-Batch-Problem herumzuschlagen.

Audiopilz:
Absolut! Ja.

Sonja:
Gibt es ein Gerät, das du unheimlich gerne hättest, aber an das du nicht herankommst? Oder gibt es ein Traumgerät?

Audiopilz:
Da gibt es ein paar. Zum Beispiel einen Alesis Andromeda hätte ich extrem gerne in der Show. Der ist aber sehr teuer und die Leute, die einen besitzen, passen natürlich gut darauf auf – daher ist er sehr schwer zu bekommen. Es gibt eine Person in Wien, von der ich weiß, dass sie ihn hat – aber die hat sich gerade ein bisschen aus der Öffentlichkeit zurückgezogen und will mir das Gerät nicht geben.

Sonja:
Also auch hier wieder der Aufruf: Wenn es jemanden gibt, der den Alesis Andromeda besitzt und ihn zur Verfügung stellen würde …

Audiopilz:
Da sind wir dann auch gleich bei der nächsten Herausforderung: Wenn also wirklich ein netter Mensch aus Bremen sagt, dass ich seinen Andromeda nutzen könnte, ist die Frage, wie man das Gerät heil von Bremen nach Wien transportiert. Es soll ja nach dieser Reise dann auch noch funktionieren …

Sonja:
AMAZONA hat ja aber durchaus auch Leser in Wien.

Audiopilz:
Oh, das ist schön.

Sonja:
Wie sieht dein persönliches Setup im Moment aus?

Audiopilz:
Ich hatte früher dieses klassische Setup, das viele Leute, die nicht hauptberuflich Musik machen, zu Hause haben, weil ich damals eben einfach auch nicht hauptberuflich Musik gemacht habe. Heute habe ich einen leeren Tisch und viele Eingänge auf der Soundkarte.

Sonja:
Und was nutzt du gerne?

Audiopilz:
Ich habe derzeit aus Zeitgründen kaum die Möglichkeit, außerhalb der Show Musik zu machen. Für die Show habe ich dann ja immer interessantes Gear hier und jamme damit ein wenig. Und dann kommt es auf diesen vorher erwähnten leeren Tisch und ich arrangiere noch etwas dazu. Und so mache ich Musik.

Brian Eno die Oblique Strategies Cards waren für Audiopilz von großer Bedeutung

Ich fand den Approach von Nadia Struiwigh sehr interessant: Sie definiert ihre Equipment-Sammlung eher als eine Bibliothek. Sie hat dort verschiedene Kisten mit Gear, verschiedene Keyboards und so weiter. Daraus wählt sie dann immer wieder neu aus. Ich finde das ganz gut, denn so verhindert man, dass man sich in den festgefahrenen Strukturen eines konkreten Setups verliert.

Sonja:
Ja, das ist ein wirklich schöner Ansatz.

Apropos schön: Was war der schönste Moment deiner bisherigen musikalischen Laufbahn?

Synthesizer-Version von Fear and Loathing in Las Vegas

Audiopilz:
(Überlegt eine Weile) Einerseits war das ein Interview mit Nick Batt von Sonicstate, das ich dann in weiterer Folge dazu genutzt habe, Memes über seine eigene Person auf einer Skala von 1 bis 10 zu raten. Das war für mich eine Art Ritterschlag.

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Und wo wir gerade bei Sonicstate sind … Es gibt in Klagenfurt in Österreich eines der größten Synthesizer-Museen der Welt. Dort war ich mit Gaz Williams von Sonicstate. Es war so ein wenig die Synthesizer-Version von Fear and Loathing in Las Vegas.

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Sonja:
Ja, das ist genial!

Audiopilz:
Und das war auch so ein Ding – wenn mir das jemand fünf Jahre zuvor gesagt hätte … (strahlt über das ganze Gesicht) – ich hätte es nicht geglaubt.

Sonja:
Was war der beste Ratschlag, den du je bekommen hast?

Audiopilz:
Es gibt von Brian Eno die Oblique Strategies Cards, die dir wahrscheinlich bekannt sind. Das ist ja dieses Kartenset mit verschiedenen Ratschlägen, die einem helfen sollen, wenn man beispielsweise in der Musikproduktion an einem gewissen Punkt feststeckt. Und der beste Tipp, den ich hier gefunden habe, war: Emphasize the flaws (Anmerkung der Redaktion: Betone die Fehler).
Sprich: Wenn etwas nicht passt, wird es dadurch passend, dass du es hervorhebst.

Sonja:
Quasi aus dem Bug ein Feature machen …

Und sag, hast du konkrete Pläne für die Zukunft?

Audiopilz:
So wichtig mir Bad Gear immer noch ist – weil ich natürlich dieses Format mag und weil es lustig ist –, ist es in letzter Zeit so, dass ich auch viele Videos mache, die in dieses Format nicht hineinpassen. Es waren auch einige Videos dabei, die sehr, sehr gut funktioniert haben. Das ist etwas, woran ich verstärkt arbeiten möchte.

Und natürlich – mit Blick auf das Thema künstliche Intelligenz – ist anzunehmen, dass sich das Online-Ökosystem, in dem wir uns bewegen, in absehbarer Zeit grundlegend ändern wird. Und nicht nur aufgrund dieser Notwendigkeit, sondern auch deshalb, weil ich in den letzten fünf oder sechs Jahren im Grunde so eine Art Cyborg geworden bin, der immer mit einem halben Kopf in der virtuellen Welt ist, zieht es mich ein bisschen ins Analoge.

Aber ich überlege derzeit noch, wie ich das am besten integrieren kann.

Sonja:
Da sind wir auf alle Fälle gespannt!

Und gibt es etwas, das du aus heutiger Sicht anders gemacht hättest?

Audiopilz:
Natürlich ist man nachher immer schlauer, aber insbesondere bei Dingen, die so alchemisch sind wie der Umgang mit Algorithmen, Suchmaschinenoptimierung und solchen Sachen, muss man die Fehler machen. Man muss mit wehenden Fahnen in den Untergang reiten.

Sonja:
Ja, das sehe ich ganz genauso. Gibt es noch etwas, das du den Menschen draußen gerne sagen möchtest? Etwas, das dir wichtig ist?

Audiopilz:
Ich bin natürlich extrem dankbar für alle, die sich tatsächlich meine Sachen im Internet ansehen. Das ist erstens nicht selbstverständlich und zweitens etwas, mit dem ich persönlich nicht in diesem Ausmaß gerechnet hätte.

Das heißt: Als Allerallerstes vielen, vielen herzlichen Dank an alle, die das in irgendeiner Art und Weise wahrnehmen. Auch die Leute, die es nicht mögen, sind herzlich willkommen. Jeder Dislike ist genauso willkommen wie ein Like. Wir sind ja alle erwachsene Menschen – wir können uns oft darauf einigen, dass wir uns nicht einigen können.

Sonja:
Was für ein perfektes Schlusswort. Vielen, vielen lieben Dank für dieses herrliche Interview!

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Über den Autor
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Sonja (Team DelayDude) RED

Sonja ist seit ihrer Jugend dem Bass verfallen. Im Jahr 2018 machte sie gemeinsam mit ihrem Mann ihre Leidenschaft für Musik zum Beruf und betreibt seither mit DelayDude.de einen Blog und einen Shop für Gear-Reparaturen und Custom-Effektgeräte. Dementsprechend findet man sie auch bei AMAZONA vermutlich in der Guitar&Bass-Sparte. Als verantwortliche Redakteurin in der PEOPLE-Redaktion ist sie zudem immer auf der Suche nach spannenden Gesprächspartnern aus der Musikbranche.   

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    • Profilbild
      padbell

      @Herr Mikrobi Tja so unterschiedlich können Meinungen sein, denn ich sehe das genau andersrum,
      ich kann ihn nicht mehr sehen. Anfangs fand ich ihn noch recht witzig, mittlerweile kann ich noch nicht mal das Intro ertragen. Angefangen vom österreichischen Akzent bis hin zu den 90er Witzen inkl. Videoschnitt. Ich finds ätzend. Seit Jahren off. Meine persönliche Meinung/Geschmack…

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        Filterpad AHU

        @padbell Ich spule immer bei den Songs vor. Dieser Synthwave mit den Mangas ist zwar sein Markenzeichen, aber nicht meines. Da hätte ich mir wirklich mal etwas anderes gewünscht. Vielleicht etwas in Richtung EDM oder ähnliches. Weiteres Thema ist natürlich, ob ein 3k Synthesizer (Muse etc.) auch noch ein „Bad Gear“ ist. Aber da gehen vermutlich die Meinungen weit auseinander.

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    SteamPacketMusic

    Thanks a lot for the interview.
    For me Badgear belongs to my Friday-Night tradition.
    I like the concept and a specially the wonderful humor of Florian.

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    Tai AHU

    Und ich hätte gerne gewusst, was er an Final Cut nicht mag, ich habe höchstens 100 Tutorials damit gemacht, gegen seinen Output kann ich nicht anstinken.

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    nokul

    Danke für das Interview! Was m.E. erwähnenswert ist: Audiopilz schafft es in seinen kurzen Jams, auch aus Gurkengeräten etwas cool Klingendes herauszuholen. Und dann ist das Gear gar nicht mehr so bad und oft auch nicht das meistgehasste Audiowerkzeug der Welt. 😀

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      Tai AHU

      @nokul Das entspricht voll meiner Überzeugung. Wer es nicht hinbekommt, mit irgendeinem Instrument was Vernünftiges zu spielen, sollte vielleicht besser Bierdeckel sammeln. Ich habe es einige Male erlebt, wie sehr gute Musiker aus unterirdischen Instrumenten absolut Überzeugendes heraus holten. Die hätten das auch mit einem Kamm gemacht.

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        Mac Abre AHU

        @Tai Keine Frage, der Musiker macht die Musik, nicht das Werkzeug. Ich wundere mich oft, wenn Geräte als „schlecht klingend“ oder „dünn“ bezeichnet werden – früher war es „digital“. Dünn ist der ESI XSynth mit seinen nur 27 mm.

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      zirkuskind

      @nokul Find ich auch. Er ist damit 1 Woche beschäftigt und es kommt immer brauchbares bei raus. Klar bedient er sich da bekannten musikalischen Mustern, aber das unterstreicht auch nochmal wie gut er eigentlich als Musiker ist: Ob Psy, Techno, House, Breakbeat, DnB und Jungle, in sämtlichen Genres kommen da teilweise echt gute „Songs“ bei raus. Die kleinen Videos zur Untermalung der Musik sind natürlich auch enorm gut, jeder VJ würde erblasen, top Musikvideos teilweise.

      Danke fürs Interview und Gruß nach Wien!

  4. Profilbild
    Tai AHU

    Eines noch zu seinen Videos. Er ist mir zu überdreht. Ich bin sicher, er hätte genau so viele Abonnenten, würde er das weglassen. Musikalisch finde ich ihn top. Er kann was. Wenn die Art der Präsentation mich nicht immer mal wieder davon abhalten würde die Videos überhaupt anzusehen. Um dann festzustellen: er ist gut, er hat recht. Das finde ich schade. Aber Tausende scheint es nicht zu stören, dann ist er vielleicht doch auf dem richtigen Weg und ich bin einfach zu alt für so was. Ach so, ich finde, er sollte das in deutsch machen. Nicht dass ich ihm nicht folgen könnte, ich habe die Sprache studiert, aber ich fände es einfach besser. Wir sind 100 Millionen.

    • Profilbild
      CKMUC

      @Tai Bisschen unfair, oder? Der Mann verdient seinen Lebensunterhalt damit. Und was sind 100 Millionen Muttersprachler gegen 400 Milllionen Muttersprachler bzw. 1.4 Milliarden, die Englisch als Zweit- oder Verkehrssprache verwenden. Ich würde das genause machen.
      Die Präsentation finde ich allerdings auch nervig, weswegen ich mir den kaum anschaue.

  5. Profilbild
    Filterpad AHU

    Mich persönlich stört eigentlich nur, dass es aus Bad Gear – eher „Top Gear“ wurde. Ich bin aber der Meinung, es gibt noch genügend Bad Gear da draußen. Jedenfalls Danke Florian für viele humorvolle Stunden. Ich musste schon oft Schmunzeln – besonders bei Sätzen wie (Gedankenprotokoll): Man könnte statt einem Synthesizer aus China (Moog Muse), 10 andere aus China kaufen (Behringer Poly D). :D

    Nachtrag: Das Englisch ist auch nicht meins. Aber bis auf damals erlerntes Schulenglisch verstehe ich auch nicht wirklich viel mehr. Ich schalte immer den Youtube-Übersetzer an, damit ich auch die Witze korrekt verstehe.

  6. Profilbild
    Round Robin AHU

    AUDIOPILZ ist wirklich ein cooler Typ. Ich schaue mir gerne seine Videos, SoundBeispiele und Jams an. Allerdings würde mich interessieren, was ihn an Final Cut Pro so stört. Ich arbeite sehr gerne damit. ☺️

  7. Profilbild
    moinho AHU

    Das „ich nehm die Geräte aus den ersten Folgen und setz mich mit Drohnen aufs Hausdach“ war schon der Hammer.

  8. Profilbild
    Numitron AHU

    Super typ! Hab lange zeit jede woche geschaut.
    War eine ehre als er 2 mal memes von mir gezeigt hat.
    Einmal zufällig getroffen, weil er etwas von mir gekauft hat.😎

  9. Profilbild
    d_eric

    Vielen Dank für das Interview. Bad Gear ist det einzige Synthtuber-Kanal den ich wirklich immer schaue. Hat manchmal mein GAS runtergekocht, schon für das dadurch gesparte Geld bin ich sehr dankbar!

  10. Profilbild
    Mac Abre AHU

    Dass er in seinen Videos Englisch spricht, finde ich gut und sinnvoll. Wenn man das aber tut, sollte man in der Lage sein, flüssig zu sprechen, nicht schreien und nicht ALS – MÜSSE – MAN – FÜR – JEDES – WORT – ÜBERLEGEN. Ich finde das sehr nervig und kann mir seine Videos deshalb nicht geben.

  11. Profilbild
    steme

    Also fuer mich funktioniert dieser Kanal irgendwie nicht. Ich habe es ueber die Jahre immer mal wieder ausprobiert aber irgendwie verstehe ich es einfach nicht. Was ist das nun? Satire, Ironie, oder meint er das etwa tatsaechlich ernst was er in den Videos so sagt oder ist das einfach nur ein sehr merkwuerdiger Humor? Auch bei den super schnellen Schnitten komme ich nicht mehr mit. Bin wahrscheinlich einfach zu alt dafuer…😑

    • Profilbild
      Nvelope AHU

      @steme Ich stimme dir in vollem Umfang zu – weder optisch (extrem kurz eingeblendete Schnitte weiß-der-Geier-woher …) noch vom Konzept her (schon der Titel ‚Bad Gear‘ … tsss !) noch die Art & Weise (‚Satire, Ironie‘ … oder was ?) noch die ermüdende Gestik & Mimik schließen mich auf für das Gebotene; ich suche sachliche und auch sachlich vorgetragene Informationen – bei ‚Bad Gear‘ jedenfalls finde ich absolut keinen Zugang.
      Dass “Audiopilz“ das alles hier im Interview auch noch ‚Show‘ nennt, schließt mich nun völlig aus – drei meiner Versuche reichen mir endgültig … und wenn ich eine Show sehen will, dann könnte ich mir ja alte Folgen von ‚Wünsch dir was‘ oder ‚Wetten Dass‘ ansehen ( selbst darauf habe ich weder Lust noch Zeit – somit schon gar nicht auf ‚Bad Gear‘) …

    • Profilbild
      Filterpad AHU

      @steme Na ja, die Leute sind immer mehr bereit, schlechte Qualität in Kauf zu nehmen, wenn es dafür günstig ist. Das wissen natürlich auch die Firmen. Daneben gibt es nur noch für die 1-2% Vermögenden dementsprechende (Wucher-)Geräte. Diese vielen schlechten stellt der Flori halt satirisch vor. Das ist mit ein wesentlicher Grund, warum bei mir alles überwiegend Software ist. Was soll ich mit 10 kleine minderwertige Furzkis(t)en aka Minibrute, Microbrute, Basstation, Monotribe oder Monologues etc. Aber das ist nur meine persönliche Ansicht bzw. meine Arbeitsweise. Jeder hat diesbezüglich eine andere Meinung. Ausnahme mache ich vielleicht bei der TD-3. Diese stellt klanglich alle Digital-Imitationen in den Schatten und das Original war nicht besser.

  12. Profilbild
    Numitron AHU

    in Deutschland und Österreich gibt’s aber viele Menschen die viel ärger klingen.
    es gibt ein Meme mit seinem Kopf auf dem accent Knopf der 808. 😄

  13. Profilbild
    wagnerri

    Sehr sympathisches Interview! Sein englisch ist in der Tat schwere Kost, aber das Konzept ist stimmig und die Musikbeiträge sind immer von höchster Güte. Er ist einer der wenigen YouTuber, welche ich mir ansehe.

    Zum Thema „Menu diving“ fällt mir sofort der Yamaha FS1R ein. Ohne Editor am Computer ist Sounddesign fast nicht möglich.

    • Profilbild
      Tai AHU

      @wagnerri Da könnte Yamaha locker nachlegen: TG500 fällt mir gerade ein. TX16W, einer der lausigst bedienbaren Sampler. Und ich war Fanboy in den 80ern. Finde vieles aus der Zeit noch gut.

      • Profilbild
        Markiman

        @Tai Der TX16W ist immer das erste Beispiel welches mir einfällt, wenn es um extrem schlecht zu bedienende Geräte geht, die aber auf dem Papier und der Theorie ein echter Preis-/Leistungshammer zu ihrer Zeit waren. Der FS1R folgt dieser Tradition, ist aber leider einzigartig in dem was er kann…weshalb ich ihn noch besitze.

  14. Profilbild
    toneup RED

    Hallo Audiopilz, falls du hier mitliest, ich bin begeisterter Seher deiner Videos und schreibe als Auto toneup schon seit längerem hier auf Amazona.de Testberichte. Ich kann dir gerne meinen Andromeda borgen, wende dich an die Redaktion für meine Kontaktdaten. Schöne Grüße aus Wien-Umgebung und mach bitte weiter so.

    • Profilbild
      Tai AHU

      @toneup Ich bin relativ sicher, er liest mit. Mein Tip: mach weiter so, denn du hast es ja offensichtlich richtig gemacht, dass mir die Art der Präsentation nicht zusagt… davon fällt nun wirklich kein Sack reis in China um. Und den musikalischen Output finde ich prima

  15. Profilbild
    d_eric

    Finde BAD GEAR gar nicht so überdreht, gegen viele andere Sachen auf YouTube und offensichtlich auch TikTok kommt mir das eher gediegen vor. Kann dir nur zustimmen, ist wirklich ein tolles Format und holt mich total ab.

  16. Profilbild
    luap AHU

    Ein wirklich schönes Interview. Ich schaue mir seine Show auch regelmäßig an und lasse mich gerne überraschen, welches Gerät er als nächstes vor der Cam hat. Ich finde seine Art sehr unterhaltsam. Wünsche ihm weiter viel Spaß und Erfolg bei seinem Kanal.

  17. Profilbild
    network southwest

    Ich schaue mir die Episoden sehr gerne an, komme leider in letzter Zeit nicht mehr so häufig dazu. Was mich interessiert, ist, was für ein Gerät das graue Teil auf dem Fostex-Gerät ist. Ich habe das doch glatt erst mal für ein Faxgerät gehalten, hätte aus meiner Sicht auch gut zum Humor von Audiopilz gepasst.

    • Profilbild
      Tai AHU

      @network southwest Das ist ein Alesis HR16. Der alles Beherrschende Drumcomputer 89/90.

        • Profilbild
          Tai AHU

          @network southwest Ich hatte beide. Die waren fast identisch. Unter der Klappe war eine prima Anleitung. So weit ich weiss, war Marcus Ryle maßgeblich am Design des Geräts beteiligt.
          P.S. Du hast recht, es ist der MMT 8. HR 16 hatte die Pads unten, der natürlich nicht

  18. Profilbild
    arnte

    Auch von mir dickes Lob für das sehr unterhaltsame Interview. Ich dachte immer der kommt aus Berlin! Keine Ahnung warum aber irgendwie war ich da sehr sicher. Gott sei Dank konnte dieser Irrtum meinerseits jetzt geklärt werden. ;)
    Gucke seine Videos auch gern. Kenne sonst auch keinen Y-Channel, wo ich bei Videos so oft Pause drücken muss, um nichts zu verpassen. Jedes Meme ein Kunstwerk!
    Und klar, mit „Bad Gear“ hat das eigentlich wenig zu tun. Er zeigt vielmehr wunderbar, was man alles aus jeder Gurke raus holen kann. Das ist oft schon ziemlich beeindruckend. Er spricht aber auch Schwachstellen klar an und das macht es dann eben auch wertvoll.
    Seine überdrehte Art ist natürlich Konzept. Auf mich wirkt das aber immer eher selbstironisch – vermutlich für die ganze Youtuber-Zunft. Ich finde das irgendwie sympathisch.
    Ich gucke seine Videos jedenfalls regelmäßig und freue mich schon aufs nächste.

  19. Profilbild
    Sternrekorder

    VERDICT!
    Danke für das Interview mit einem unheimlich sympathischen Menschen.
    Toll auch zu erfahren, dass er eine klassische Ausbildung, also den musikalischen Background mitbringt. Ich empfinde seine Musik als sehr erfrischend und kreativ. Die Memes passen sehr gut hinein und sind zu Recht ein Teil unserer Kultur geworden.

  20. Profilbild
    Everpure AHU

    Für alle, die sich hier über seinen Style, die hektischen Videos oder sein Englisch beschweren: Mir ging es am Anfang auch so. Aber das ganze ist ein sehr stimmiges Konzept und eben kein Zufall. Muss man nicht mögen, dafür gibt es ja dann noch ungefähr eine Fantastillarde andere Videos auf Youtube. Aber es ist eben ein sehr eigenständiger Stil, der vielen Leuten gefällt. Und darum finde ich, dass man schon auch gerne den künstlerischen Aspekt würdigen kann. :)

    Und wenn es um die Hersteller geht, die ihn nicht mögen: Wer immer noch nicht verstanden hat, wie viel Ironie und Spaß in dem Titel „Bad Gear“ steckt, dem ist auch nicht mehr zu helfen. Da werden wirklich alle Instrumente mit so viel Liebe vorgestellt, dass es mir jedesmal ganz warm ums Herz geht. Und die vielen Kommentare, die sich auf lustigste Weise darüber „beschweren“, dass nach diesem oder jenem Video jetzt auch die Preise für dieses oder jenes übersehene Teil 808-mäßig durch die Decke gehen werden, sprechen ja Bände. Die meisten verstehen den Spaß dahinter wohl ganz gut. ;)

  21. Profilbild
    witzard 1

    Tolles Format, originelle Umsetzung und sehr viel Fleiß, Talent und Können. Ich kann verstehen, dass einige das nicht mögen, wegen der Schnittfrequenz, oder weil sie zu faul sind die Leertaste zu drücken beim Ansehen für die Memes. Aber wer kann oder will es allen recht machen?
    Außer Loopop fiele mir sonst niemand ein, den ich konsultiere, um eine Kaufentscheidung vorzubereiten oder um schlicht eine bestimmte Produktkategorie/Hersteller ins Auge zu nehmen. Gear ohne Anwendungskontext zu testen, ist hilfreich, aber nicht ausreichend, daher: Danke für die vielen Kostproben. Daumen hoch & sauleiwand, wie der Urpreuße in mir sagt! ;-)

  22. Profilbild
    Ashatur AHU

    Ich mag ihn sehr. Er ist echt sympathisch und nicht auf den Mund gefallen aber diese schnellen Schnitte mit den Memes das überfordert mich manchmal wirklich.

  23. Profilbild
    Tai AHU

    „Audiopilz hat ständig wechselndes, spannendes Gear im Studio. Ein festes Setup gibt es daher nicht – das schützt auch davor, in festgefahrenen Strukturen zu verharren.“

    Sieht man. Wer seine Bibliothek plündert, damit die Boxen hoch genug stehen, ist da sicher locker drauf

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