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Interview: Franz Kreimer, Keyboarder (Teil 2)

Studiobesuch bei Franz Kreimer: Interview Teil 2

26. Oktober 2025
Franz Kreimer Erste Allgemeine Verunsicherung

Liebt und lebt Vintage-Synths: Franz Kreimer in seinem Element (Foto: Daniela Müller)

Zu Besuch im Studio von Franz Kreimer, dem leidenschaftlichen Vintage-Synthesizer-Sammler, Profi-Musiker und ehemaligem Keyboarder der österreichischen Kultband Erste Allgemeine Verunsicherung (EAV). Im ersten Teil des großen Interviews haben wir uns über  Kindheit und musikalisches Kabarett, Erfolg und Scheitern, EMI und die Jahre bei der EAV unterhalten.

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Heute, im zweiten Teil des Franz Kreimer Interviews, erzählt mir Franz vom Beginn seiner Vintage-Synth Sammelleidenschaft und wie es dazu kam, seinen Synthesizer-Raritäten im Studio, seinem Leben als „Rockstar“, seinen Zielen als YouTuber und seinen Zukunftsplänen.

Oszillina:
Ihr wart oft auf Tour im deutschsprachigen Raum. Gibt es da irgendeinen Moment, der dir besonders im Gedächtnis geblieben ist? Mal abgesehen von dem erwähnten Backup-Problem …

„Plötzlich kommt kein Sound aus meinem Keyboard!“

Franz:
Leider bleiben eher die Dinge im Kopf, die nicht so funktioniert haben. Bei einer EAV-Show, ich weiß nicht warum, habe ich beim Soundcheck das Keyboard abgedreht, den Nord Stage. Warum auch immer, Volume auf Null. Ich bin als Nonne verkleidet rausgekommen, es war stockfinster und ich habe so einen riesigen Vorbau vor dem Keyboard gehabt. Ich sah meine Beine nicht und habe auf die Bühne gehen müssen. Die Fußpedale sah ich auch nicht. Ich hörte den Einzähler vom Zuspieler. Und dann kam der Auftakt. „Ich wache auf“, sang Klaus Eberhartinger, aber kein Sound kam von meinem Keyboard! Dann hat der Kurt sofort mit der Gitarre irgendwas gespielt, damit Klaus zu singen anfängt. Das war unglaublich.

Ich bin rausgegangen, begann zu Spielen, und es kam nichts raus. Nichts! Was für ein Schock! Und natürlich waren unglaubliche Momente dabei. Zum Beispiel ganz beeindruckend war Nova Rock, wo wir vor 40.000 Leuten gespielt haben.

Oszillina:
Nova Rock – für alle Nicht-Österreicher – ist quasi Rock am Ring in Österreich.

Franz:
Genau. Es gibt zwei Stages und vor jeder sind über 30.000 Leute und es gibt immer so einen Late-Night-Act. Eine Stage macht zu und dann kommen nicht mehr alle, aber ein Teil der Leute kommt zu der einen, wo weitergespielt wird. Einmal waren wir es mit der EAV. Das war schon sehr beeindruckend. Weil man ja glaubt, die EAV auf einem Rockfestival, das funktioniert nicht. Doch! Es hat super funktioniert!

„Das Leben eines Rockmusikers besteht aus Warten und Autofahren“

Oszillina:
Kann ich mir gut vorstellen, die EAV ist ja auch eine echte Kultband und vor allem eine generationenübergreifende Band! Ich glaube, auf die EAV können sich viele Leute einigen. Klaus Eberhartinger zum Beispiel – die Frage muss ich einfach stellen! – ist eine echte Rampensau. Man kennt ihn, man liebt ihn, er hat einen unvergleichlichen Humor. Gibt es da irgendeine lustige Anekdote, die du aus dem Nähkästchen erzählen könntest?

Franz:
Klaus ist ein sehr spontaner Typ, unglaublich. Er kann sehr charmant sein, aber auch richtig grantig sein, und genau wie Thomas ist er beratungsresistent. Er hat mich zum Beispiel immer auf der Schaufel gehabt, weil ich zu dick bin. Da hat er gesagt: Franz, das geht nicht. Man muss sich das vorstellen, das Leben des Rockmusikers besteht ja nicht aus Sex, Drugs und Rock ’n‘ Roll, sondern aus warten, Auto fahren, warten, warten, warten, ein bisschen spielen und dann wieder warten. Die meiste Zeit wartet man.

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Dann kommt man irgendwo hin und dort ist das Catering und da ist so ein kleines Bounty und dort ein paar Solletti und Chips und dann trinkt man Bier und dann isst man wieder. Und immer wenn der Klaus vorbeigegangen ist, hat er gesagt: Jetzt isst du ja schon wieder!“ Und er wollte mich dann wirklich in so eine Sendung geben, die damals auf Servus TV lief, wo es ums Abnehmen ging.

Oszillina:
So was wie die Biggest Loser?!

Franz:
Nein, so dick bin ich noch nicht gewesen [lacht]. Das ist ein deutsches Format. Klaus wollte mich bei der österreichischen Sendung anmelden, weil er dort jemanden kennt. Ich habe dann sogar mit dem Sender telefoniert, es aber dann nicht gemacht.

„Am Anfang hab ich immer Analog-Synths mitgeschleppt“

Oszillina:
Eine Frage zu deinem EAV-Livesetup im Wandel der Zeit. Du warst 18 Jahre bei der EAV. Wie sah dein Setup ganz am Anfang aus, also 2001, 2002?

Franz:
2002 waren es der Ensoniq TS-12, der auch gleichzeitig mein Klavier war, mit dem Kurzweil-MicroPiano und dem EX5. Bei den Proben habe ich immer viel mehr aufgebaut. Später habe ich das Setup dann so gewechselt, dass ich unten im Rack immer einen Haupt-Synthesizer mit Klaviertastatur hatte und oben drüber eine Orgel. Die Orgel war gleichzeitig Master-Keyboard für den EX5. So einen wirklich großen Wandel hat es da nicht gegeben.

Eine lustige Geschichte, ganz am Anfang habe ich mich bemüßigt gefühlt, irgendeinen Analog-Synthesizer mitzunehmen. Das habe ich wirklich eine Zeit lang gemacht. Ich habe entweder den Moog Prodigy mitgeschleppt oder den Korg MS-20. Aber das habe ich dann bleiben lassen. Denn das Stimmen, das Sound-Einstellen, dann bist du beim Regler ein bisschen zu weit unten und es filtert zu wenig und der Sound wird schon zu dunkel …

Prophet 5 Vintage Synth

Analoge Vintage-Synths immer mitzuschleppen, kann ganz schön anstrengend sein …

Oszillina:
Die perfekte Brücke zum nächsten Thema: Franz Kreimer Keys! Du bist ja ein leidenschaftlicher Vintage-Synth-Sammler. Hier bei dir im Studio gibt es wirklich coole Schätzchen, die ich gerade sogar schon mal spielen durfte. Hinter dir ist zum Beispiel der legendäre Yamaha CS-60. Dann hast du den Roland System 101, Minimoog, Juno-60, Yamaha EX-5, wir haben eben darüber gesprochen. Den Prophet-5, dann einen Wurlitzer und ein Rhodes Piano. Erzähl doch mal, wie hast du die Sammlung aufgebaut mit den Jahren? Was hattest du zuerst? Was möchtest du noch haben?

Alles fing mit eBay an

Franz:
Zuerst hatte ich eigentlich nur die Keyboards, mit denen ich live gespielt habe. Ich habe damals auch Musik produziert, ein bisschen Schlager gemacht und da gibt es immer diese Einschübe. Dafür habe ich mir das, was man zum Musik produzieren so brauche, geholt. Vor allem diese Roland-Geräte wie den Roland JV 1080, 5080 und ein Korg Trinity Rack.

Aber ich habe damals eigentlich mit Vintage-Sammeln bis zum Jahr 2000 überhaupt nichts am Hut gehabt. Erst mit eBay habe ich damit angefangen und bin quasi ein bissl eBay-süchtig geworden. Auf eBay kann man so schön rumschauen, dann sieht man da auf einmal einen Korg MS-20 und denkt sich, hm, der wäre schon cool. Und dann habe ich einen MS-20 gekauft und mir gedacht, so ein Moog, das wäre auch cool … Über eBay bin ich eigentlich dann zum Sammeln gekommen.

Oszillina:
Welchen hast du zuerst auf eBay gekauft?

Franz:
Ich glaube, es war der Korg MS-20 oder der Moog Prodigy. Ich habe zum Beispiel auch meinen Prophet-5 von eBay, damals noch um 1.600 Euro. Aus Berlin, super schön eingepackt. Irre, heute unvorstellbar. Ich habe aber auch schon ewig nichts mehr auf eBay gekauft. Damals war es viel mehr eine Verkaufsplattform. Da gab es auch noch das richtige Bieten. Man ist nur dagesessen und hat gehofft: 3, 2, 1, meins! Dass mir einer dann ja nicht 30,- Euro mehr bietet! Und dann denke ich mir, gut, dann biete ich 20,- Euro … oder, nein, das mag ich nicht bezahlen.

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„Es gibt zwei Süchte in meinem Leben“

So ist das erste Gerät gekommen und dann das zweite und das dritte und das ist leider ein bisschen wie eine Sucht. Also eigentlich gibt es zwei Süchte: Die eine Sucht ist, als mein Sohn angefangen hat, mit Lego zu spielen, das alte Technik-Lego. Und ich habe dann, glaube ich, von Lego-Technik irgendwann einmal alle großen Geräte aus den 90ern und 2000er-Jahren gekauft. Das liegt vielleicht daran, weil ich das als Kind nie gehabt habe. Mit den Synthesizern war es genau das Gleiche.

Franz Kreimer Keys, Rhodes Piano und Lego

Treffen sich zwei Süchte: Lego und Vintage-Keyboards

Dann wollte ich unbedingt die Synthesizer wiederhaben, die ich schon mal hatte. Den Korg M1 habe ich mir wieder gekauft, dann den Juno, und ich habe mich genauso gefreut wie früher! Da habe ich den M1 und meinen Atari aus dem Keller geholt und die alte Soundbank reingeladen, die ich bei den Hardbradlern hatte. Und habe mir gedacht, einen D-50 muss ich haben. Dann habe ich den MKS 50 gesehen und gedacht, ich brauche mehr als einen MKS!

Oszillina:
Wieviele Synthesizer hast du?

Franz:
Ich schätze ungefähr 80.

Die Top-5 aus Franz Kreimers Studio

Oszillina:
Deine absolute Top 5?

Franz:
Zu den Top 5 zählt auf jeden Fall der Yamaha CS-60. Du hast den heute schon gespielt, er ist wirklich eine komplette eigene Liga. Ein unglaubliches Musikinstrument, extrem ausdrucksstark. Es ist zwar nicht so flexibel, aber wenn man über die Tastatur geht und spielt, das Aftertouch, den Ribbon-Controller, das Filter ein bisschen bewegt oder den LFO oder den Ring-Modulator … ein unglaublich inspirierendes Instrument!

Dann natürlich der Moog Minimoog, den ich erst relativ spät gekauft habe und mich gefragt habe, warum ich mir den nicht schon vor 25 Jahren, als 20-Jähriger, gekauft habe. Das ist einfach der fetteste Synthesizer, den es gibt! Jeder, der einen Synthesizer hat, der irgendwas mit Synthesizer zu tun haben will, braucht einen Minimoog! Das ist für mich der Synthesizer schlechthin. Also CS-60, Minimoog …dann der Prophet-5, weil man natürlich auch mehr polyphone Synths braucht.

Oszillina:
Meine Rede …

Franz:
Der Poly-Mode beim Prophet-5 ist super, man hört die Oszillatoren, wie sie brutzeln. Ein Traum-Synthi, muss ich wirklich sagen. Dann der Juno-60. Wenn ich für jemand Studio-Jobs mache – und ich mache wenig Studio-Jobs -, aber wenn ich welche mache, dann mache ich sie so, dass ich nur meine eigenen Synths verwende. Also ich gehe nicht hin und höre mich durch 15.000 Sounds aus irgendeinem Software-Plug-in, das kann ja jeder zu Hause selber machen. Sondern ich gehe zum Juno, und mit dem Juno brauche ich zwei Minuten, und ich habe einen Sound, der für den Song passt. Ich passe die Hüllkurve an, damit der Sound im richtigen Moment dort ist, wo er hinkommt. Das schaffe ich mit der Software nicht.

Es gibt keinen Song, den ich in letzter Zeit für irgendwelche Aufgaben gemacht habe, wo der Juno nicht dabei ist. Der Juno ist immer dabei. Er ist eigentlich eine unflexible Kiste, aber für Popmusik ist er der Nonplusultra-Synth. Das war jetzt Nummer 4 … was wird Nummer 5 …

Franz Kreimer Keys, Vintage Synth

Roland SH-2000, Korg Wavestate, Roland SH-1000: Wer will sie nicht auch haben!

Oszillina:
Schau dich um!

Franz:
Ah, der Yamaha EX-5 natürlich, weil das einfach mein Yamaha Lieblings-Synth ist!

Oszillina:
Hat ja auch eine lange Geschichte.

Franz:
Ja … Auf diese Geschichte mit der einsamen Insel und von wegen welche Synths, darauf gehe ich jetzt nicht ein. Es müssen alle bleiben! Die Synthes, die ich jetzt habe. Ich habe allerdings auch, man glaubt es nicht, schon einmal Geräte verkauft.

Oszillina:
Welche?

Franz:
In meiner Sucht habe ich mir gedacht, ich suche den optimalen digitalen Klavier-Sound, also habe ich mir ein Kurzweil MicroPiano gekauft. Dann das Micro Ensemble, den Nachfolger. Dann den Roland MKS20. Dann habe ich gesehen, Robbie Williams spielt live mit einem Korg SG Pro X, den habe ich mir dann auch gekauft. Danach habe ich mir ein Yamaha Klavier gekauft. Irgendwann hatte ich dann sieben Klaviermodule gehabt und bin drauf gekommen, die brauche ich alle nicht. Also habe ich die alle wieder verkauft. Ein Roland MT-32 habe ich auch verkauft. Und ein paar so kleine 90er-Jahre Einschübe, wo ich mir damit gedacht habe, ich kann es nicht brauchen. Aber die Geräte, die jetzt da sind, die bleiben!

Oszillina:
Gibt es noch irgendeinen Traum-Synth, von dem du sagst, den muss ich haben?

Diese Synths will Franz unbedingt haben

Franz:
Ja, ich habe einige coole Videos – unbedingt anschauen! – mit dem Jupiter-8 gemacht, der leider nur eine Leihgabe war. Der Jupiter-8 ist auf jeden Fall ein Traum-Synth. Erstmal schaut er traumhaft aus, er klingt unglaublich und ist extrem flexibel, man kann alles damit machen und man kommt sofort zum Ergebnis. Den hätte ich schon gern, aber nicht zu den aktuellen Preisen, die sind einfach unbezahlbar. Was ich in nächster Zeit auf jeden Fall unbedingt haben will, ist ein Roland Model 102. Das ist der Expander zum Model 101. Und ich will einen OB-Xa von Oberheim. Ich will jetzt keinen neuen und auch nicht den Beringer. Ich hätte gerne den echten. Aber das wäre es eigentlich.

Oszillina:
Klingt eigentlich realisierbar, oder?

Franz:
Model 102 werde ich auf jeden Fall kriegen. OB-Xa ist auch immer noch bezahlbar.

Oszillina:
Jupiter-8 könnte schwierig werden …

Franz Kreimer spielt den Yamaha CS-60

Beim Yamaha CS-60 lacht das Synthnerd-Herz!

Franz:
Ich hoffe immer noch darauf, dass mich irgendwann mal einer mit dem Messenger anschreibt und sagt, „Franz, du kannst super spielen und ich habe so einen Jupiter und ich verwende ihn eh nicht und ich will eigentlich gar kein Geld machen damit und bei dir ist es viel besser aufgehoben und so einen YouTube-Kanal hast du auch. Ich schenke ihn dir.“

Oszillina:
Man wird doch noch träumen dürfen! Du hast es eben kurz angesprochen, du bist auch ein Studiomusiker und spielst oft als Gastmusiker in verschiedenen Bands mit unterschiedlichen Genres. Gibt es da etwas, was du am allerliebsten spielst? In welchem Genre, würdest du sagen, fühlst du dich zu Hause?

„EDM ist nicht mein Ding“

Franz:
Wenn es ein bisschen funky ist, taugt mir das sehr, auch ganz normale konventionelle, handgemachte Popmusik. Alles was ein bisschen rockiger ist, wo man eine Orgel braucht, wo man auch mal vielleicht ein Fender Rhodes Piano braucht, aber auch ein funkiges Clavinet. Ich würde nichts spielen für irgendwelche EDM-Sachen. Da fehlt mir erstens mal ein bisschen die Begeisterung und auch das technische Know-how, muss ich ganz ehrlich sagen.

Oszillina:
Das ist ja auch Geschmackssache.

Franz:
Und Schlager mag ich auch keine machen.

Oszillina:
Ich habe schon rausgehört bei dir, du bist nicht so der Typ für Software-Lösungen und digitale Workstations. Im Laufe deiner Karriere, wie hat sich die Veränderung der Technologie auf dich ausgewirkt? Bist du jemand, der sich mit den neuesten Technologien auseinandersetzt? Du hast ja schon gesagt, auf der Bühne arbeitest du lieber mit dem, was du hast, mit Samples, eher Oldschool, Hardware-basiert. Gibt es da auch neue Technologien, mit denen du du dich gerne näher, intensiver oder überhaupt neu befassen möchtest?

Franz:
Nein, eigentlich nicht. Also ich habe auch ein Modular-System und schaue da gerne mal rein. Aber Musik ist für mich eher ein Song: da kommt die Bridge und da kommt der Refrain und da kommt die Strophe. Und dieses „Krccch Krccch Krccccch“ – will man sich das jetzt wirklich fünf Minuten anhören? Aber es gibt Leute, die sich das ja doch fünf Minuten anhören wollen.

Franz Kreimer Erste Allgemeine Verunsicherung, Studio-Equipment

It’s all about Hardware bei Franz Kreimer Keys

Also ja, ich mache das und komme mit einem Modularsystem recht gut zusammen. Was ich aber noch besser können möchte und was mich mehr fasziniert, sind ältere Technologien. Alte Geräte, die weit weg von MIDI sind und nur mit Control Voltage-Signalen funktionieren, synchronisieren zu können. Teile von einem Synthesizer, die eigentlich gar nicht synchronisiert werden können, trotzdem versuchen zu synchronisieren. LFOs, Hüllkurven, das irgendwie gemeinsam laufen zu lassen, es interessiert mich viel mehr, das mit alten Geräten zu machen. Eine Technik, wo ich 35 Hüllkurven-Punkte habe und das von 12 LFOs synchronisieren lassen kann und das Ganze dann noch mit meinem Wimpernschlag [lacht], das interessiert mich eigentlich nicht.

„Ich bin aus dem Alter raus, wo es spaced und blubbert“

Ich habe früher im Studio viel mit Software gearbeitet. Jetzt bin ich aus dem Alter raus, dass man Sounds macht, wo es spaced und blubbert und die ganze Zeit sich irgendwas bewegt. Und deswegen gibt es eigentlich nichts, das mich diesbezüglich begeistert. Es wundert mich zwar oft, wenn ich zum Beispiel das Synthesizer-Magazin lese – darf ich das erwähnen?

Oszillina:
Ja, unbedingt!

Franz:
Wenn ich mir das anschaue, denke ich mir: den Hersteller kenne ich nicht, den kenne ich nicht, den kenne ich nicht. Was ist das für ein Gerät? Ich schaue die Überschrift an, das Gerät und denke mir, ich weiß jetzt gar nicht, was das macht. Dann blättere ich drei Seiten weiter und denke mir, ah, schaut cool aus, aber was macht das Gerät? Das meiste ist eh im Bereich der Modular-Systeme und es gibt jetzt eigentlich nichts, wo ich mir denke, damit würde ich mich gerne beschäftigen. Aber besser zu spielen, damit würde ich mich gerne beschäftigen!

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Oszillina:
Übst du noch deine Fingerfertigkeit oder bist du ein begnadeter Spieler?

Franz:
Viel zu wenig. Ich kaufe mir zwar regelmäßig irgendwelche Tutorials, also eher im Bereich Jazz-Piano, um besser zu werden in Skalentechnik und Fingerübungen. Da mache ich schon viel, aber ich übe viel zu wenig. Ich war leider immer ein fauler Hund.

Die Anfänge von Franz Kreimer Keys auf YouTube

Oszillina:
In deinem Kanal Franz Kreimer Keys auf YouTube stellst du regelmäßig deine Synthesizer-Schätzchen vor. Was ist der Hintergrund deines YouTube-Kanals und wie hat das angefangen?

Franz:
Da gibt es eine Anekdote: Ein Freund war bei mir, bevor ich mit dem Kanal angefangen habe. Und ich habe dann diese zwei EAV-Videos gemacht, obwohl ich damals auch mit dem Videoschnittprogramm eigentlich nicht habe arbeiten können. Dann habe ich das einmal ausprobiert und mir gedacht, dass es nicht so kompliziert ist. Und der Freund ist da und sagt: Franz, du hast da so viel Kastl’n! Wieso machst du keine Videos mit den vielen Kastl’n?

Dann sag ich: Ja, aber es gibt schon so viele Videos, und der spielt viel besser und der hat noch viel mehr Kastl’n und der spielt sowieso viel besser und der spielt 20 mal so gut und der kann besser Englisch. Da hat der Freund zu mir gesagt: Ja, aber die sind alle nicht du! Und da hab ich mir gedacht: Stimmt, der hat eigentlich recht.

Franz Kreimer Keys, Vintage Synths

Welcher Vintage-Synth wird wohl der Star im nächsten Franz Kreimer Keys YouTube-Video?

Ich hatte vorher oft YouTube-Abende, an denen ich mir stundenlang irgendwas angeschaut habe, was ich mittlerweile eigentlich nicht mehr mache. Denn ich mache lieber meine eigenen Sachen und versuche authentisch zu sein. Die Leidenschaft, die ich für die Geräte habe, rüberzubringen, meine Persönlichkeit und mein Know-how. Dadurch, dass ich schon so lange Lehrer bin, will ich auch was vermitteln und das versuche ich rüber zu bringen.

Mein Freund hat vollkommen recht gehabt. Es funktioniert nicht deswegen, weil andere viel besser spielen, sondern es funktioniert einfach, weil ich das mache, wie ich es mache. Das war mir lange Zeit nicht bewusst, ich habe die Geräte gekauft um des Besitzens willen, ich muss das Gerät haben und das muss ich haben. Jetzt denke ich aber ganz anders! Jetzt möchte ich sie herzeigen, möchte sie präsentieren.

Oszillina:
Wie oft nimmst du Videos auf?

Franz:
Ich war zuerst sehr fleißig, habe jede Woche für YouTube ein längeres Video gemacht. Heuer ist das ein bisschen stagniert. Ich habe Probleme mit meinem Fuß gehabt, hatte eine Operation, das hat mich alles ein bisschen zurückgeworfen. Und in den letzten drei Wochen war ich ziemlich faul. Aber sonst möchte ich auf jeden Fall wieder dort hinkommen, dass ich pro Woche ein YouTube-Video mit einer Länge von 10 bis 15 Minuten produziere.

Oszillina:
Du hast immer ein Gerät im Fokus deines Videos. Hast du da für dich vorher so eine Art Skript, das du dir überlegst oder machst du das relativ spontan? Wie konzipierst du die Videos?

Franz:
Die ersten Ideen, die ich gehabt habe, sind nur so aus mir herausgesprudelt. Das ging es um das Equipment der EAV. Aber dann wurde das Equipment verkauft. Irgendwann habe ich gemerkt, die Videos kommen so gut an, also habe ich mir die Geräte wieder zurück geborgt und habe noch mehrere EAV-Videos gemacht. Dann habe ich einfach alle Synthesizer, die ich in meiner Zeit als Live-Keyboarder auf der Bühne verwendet habe, einmal vorgestellt.

„Der Korg M1 war für mich prägend“

Und dann den ersten Synthesizer, den ich überhaupt bekommen habe, den Korg M1, der für mich ein sehr prägender Synthesizer war. Es sind so viele Erinnerungen dran, die ich mit diesen Geräten habe. Da ist es klar auf der Hand gewesen, was ich mache.

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Ich schaue mir beispielsweise die Amazona-Seite an und denke mir: der Informationsgehalt ist unglaublich! Ich weiß natürlich, wie ein Synth funktioniert und wie er klingt, aber technisch bin ich eine Null, ich habe keine Ahnung. Und dann lese ich mich ein bisschen ein, gehe einmal die Sounds durch, denke mir, das ist cool, das ist cool, dann könnte ich das spielen, könnte das spielen, mache vielleicht ein paar Skizzen mit dem Handy. Oder, wenn ich ein kleines Arrangement mache, schreibe ich ein Mini-Drehbuch, in dem ich die Sounds notiere, was ich damit mache und was ich dazu sagen will.

Oszillina:
Welches war dein erfolgreichstes Video?

Franz:
Boah, das erfolgreichste war witzigerweise das mit dem Yamaha Tyros 4.

Warum Yamaha Tyros 4 mein erfolgreichstes Video war

Oszillina:
Wie erklärst du dir das?

Franz:
Ich habe den Tyros nicht als Keyboard eingesetzt, sondern ganz normal als Synthesizer. Mit Splits, mit Synthi-Sounds – halt so, wie ich den einsetze. Ich spiele auch immer noch den Yamaha Portable als Synthesizer, weil die einfach viel flexibler sind. Zwar werde ich immer belächelt, wenn ich das Portable hole und alle fragen mich, was machst du mit dem Kasperl-Keyboard da? Aber die Dinger sind extrem praxistauglich und sehr funktionell für den Live-Einsatz. Ich habe für alles einen Knopf und bin immer ganz schnell dort, wo ich hin will. Und das Video ist zum Beispiel extrem erfolgreich gewesen. Was mich sehr stört, überhaupt nicht erfolgreich waren die Videos über den Jupiter-8 oder den Yamaha CS-60.

Oszillina:
Der ist doch ein echtes Liebhaberstück!

Franz:
Ja, es ein super Video.

Oszillina:
Also unbedingt anschauen, kleiner Tipp an dieser Stelle! Was ist das Ziel deines YouTube-Kanals? Du sagst, du wolltest gerne deine Vintage-Synths vorstellen, deine Sammlung. Und natürlich auch dich als Persönlichkeit. Wo möchtest du gerne mit deinem YouTube-Kanal hin ? Gibt es da irgendein Ziel, dass du beispielsweise sagst, ich möchte in fünf Jahren den größten deutschsprachigen YouTube-Kanal für Vintage-Synths haben? Oder sagst du einfach, hey, das ist überhaupt nicht an irgendwelche Zielvorgaben geknüpft, ich mache das, weil ich Bock drauf habe, weil ich meine Geräte liebe, weil ich einfach den Leuten was vermitteln möchte?

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Franz:
Ich mache es, weil es meine Leidenschaft ist. Aber natürlich möchte ich auch meine Reichweiten steigern. Also ich habe schon Ziele, und die habe ich bis jetzt eigentlich alle erreicht. Komischerweise ist es jetzt so, dass mein Facebook-Account ungleichmäßig viel schneller wächst. Da habe ich jetzt schon mehrere Videos, die 100.000 oder 200.000 Klicks haben. Ich habe stellenweise 80.000 Aufrufe am Tag oder eine Million Aufrufe in einem Monat. Davon kann ich mit meinem YouTube-Account nur träumen.

Aber meine Leidenschaft ist nicht, irgendeinen Song nachzuspielen mit irgendeinem Keyboard, wie ich es auf Facebook mache. Das sind ja immer nur kleine Clips, die ich da raufstelle. Was mir wirklich gefällt, sind die größeren Präsentationen auf YouTube.

Oszillina:
Ja, da hat man einfach mehr Zeit.

Franz:
Wie schon gesagt, das stagniert bei mir momentan ein bisschen und YouTube ist da beinhart. Wenn man mal eine zeit lang nix raufstellt, dann steht das Ding. Dann geht nichts weiter.

Oszillina:
Oh ja, der Algorithmus …

Franz:
Mein Ziel ist es auf jeden Fall, mehr Videos zu machen. Es können 500 sein, es können 1000 sein. Und was als nächstes kommt, ist ein Lehrvideo von mir.

Oszillina:
Worauf dürfen sich also Zuschauende freuen?  Magst du uns was verraten?

Franz:
Ich habe ja auch schon Kurse gegeben und da gibt es so eine kleine PowerPoint über elektronische Tasteninstrumente des 20. und 21. Jahrhunderts, die in der Popmusik und Rockmusik wichtig waren. Ich habe eine Übersicht gemacht und das alles selbst eingeteilt. Dazu gibt es Hörbeispiele, denn es geht um die Basics der Sound-Programmierung, um alle Begriffe, die ja für viele Fremdwörter sind, vom LFO bis zum ENV bis zum PWM, die man schnell einmal hört, aber dann doch nichts damit anfangen kann. Doch es ist das Einmaleins des Synthesizers. Und wenn ich das Einmaleins beherrsche, kann ich jeden Sound programmieren, dann mache ich mit einem Minimoog eine Bassdrum, eine Snare, eine Hi-Hat, eine Geige, eine Blockflöte und lasse ihn singen.

Oszillina:
Gibt es irgendwelche eigenen Musikprojekte, an denen du aktuell arbeitest? Oder bist du in erster Linie didaktisch unterwegs?

Franz:
Du hast mich ja vorher gefragt, wohin das führen wird. Ich bin sehr begeistert, weil ich gerade eine große Welle der Begeisterung spüre. Mich schreiben total viele Leute privat an, gratulieren mir und freuen sich, dass ich dies gemacht und über das geredet habe, das taugt mir sehr. Ich habe jetzt mehr Anerkennung als bei der EAV. Viel mehr.

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Jetzt bin ich kurz abgekommen … ah ja, eigene Musikprojekte. Natürlich werde ich auch immer gefragt, warum machst du nicht eine ganze CD? Oder für Spotify ein ganzes Album mit den Synthies? Du hast so viele Ideen! Einer schreibt mir, dass er immer, wenn er meine Videos hört, findet, ich kann jede Filmmusik machen, die es gibt mit dem, mit dem was ich weiß, wie ich e spüren und mit den Geräten umgehen kann. Aber ich mache jetzt genau das, was mir am meisten taugt: das Kast’l einschalten und ein bisschen damit herumklimpern!

Franz Kreimer Interview

Franz Kreimer im großen AMAZONA-Interview (Foto: Daniela Müller)

Ich will gar keinen Song machen. Dieses songbasierte Arbeiten – Intro, Strophe, dann das irgendwie aufbauen – das wäre nicht meins. Ich denke mir immer, das passt vielleicht nicht und nach zwei Minuten, müsste ich dort was ändern. Nein, jetzt mache ich genau das, was ich am meisten mag. Ich höre einfach einen Sound und dann fällt mir gleich was ein und ich spiele es. Das dauert mal 20 Sekunden, vielleicht auch 40 Sekunden, oder kann auch mal eine oder zwei Minuten dauern. Und dann ist Ende Gelände, und es kommt der nächste Sound.

Ich mag keine aufwändigen Arrangements machen, das interessiert mich einfach nicht. Und deswegen gibt es auch keine CD. Ich würde auch keine Popband mehr machen, aus dem Alter bin ich raus, das sollen die Jüngeren machen. Ich weiß wieviel Arbeit das ist und wie man da herumgeschickt wird, das ist heute noch viel schwieriger als damals. Die Plattenfirmen wollen kein Geld mehr ausgeben. Wir haben ja damals für das erste Album mit den Ausseer Hardbradlern alles bezahlt bekommen. Jetzt muss man alles selbst machen. Noch dazu verkauft man keine Tonträger wie eine CD, jetzt hört sich das alles keiner mehr an. Die Leute haben ja gar keinen CD-Player mehr.

Oszillina:
Und auch keinen Plattenspieler …

Franz:
Ein Projekt mache ich aktuell mit einem Musiker hier aus der Steiermark, mit dem Oliver Mally, mit dem ich wieder einmal mit dem Wurlitzer gejammt habe, den du heute schon gesehen hast, mit dem Prodigy und mit dem Moog. Das ist ein super Setup für mich, mit dem kann ich mich identifizieren, es taugt mir auch, ich mag nicht mit irgendeinem Keyboard dorthin kommen. Ja, der Wurlitzer und der Moog, das passt. Und damit werden wir jetzt mal einige Konzerte spielen und dann schauen, wie es weitergeht. Aber das ist eher in Richtung Blues.

„Ich bin ein Dienstleister“

Ich bin ja immer schon professioneller Musiker gewesen. Ich bin ein Dienstleister, mich ruft man an und dann fragt man, ob ich da spielen kann, zum Beispiel leise und unterhaltsam im Hintergrund. Dann sag ich, wieviel das kostet. Und dann komm ich dorthin und spiele. Daher muss jetzt nicht zwingend eine eigene Band machen, das hatte ich alles schon.

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Mehr Informationen

Oszillina:
Du hattest kurz das Wörtchen Amazona erwähnt. Du guckst gerne mal auf Amazona.de und schaust dir technischen Gear Porn an. Worauf klickst du da als erstes?

Franz:
Genau nicht auf den! Ich bin eher im Vintage-Bereich unterwegs und schaue mir eigentlich keine DAW-Videos und auch keine neuen Software-Lösungen an. Ich bin immer bei den Vintage-Teilen, weil es da echt super Berichte gibt. Die Leute, die da schreiben, haben einfach ein unglaubliches technisches Wissen! Die wissen, wie bei dem KORG ARP 2600 die Platinen gemacht sind! Anscheinend schrauben die das Gerät wirklich auf und schauen drinnen nach.

Und da bekomme ich immer sehr viele Informationen, die mir bis jetzt komplett fremd waren, weil ich eben kein technisches Wissen habe. Aber aktuelle Dinge interessieren mich eigentlich gar nicht.

Oszillina:
Zum Schluss noch ein kleiner Blick in die Zukunft. Gibt es einen großen Traum?

Franz:
Im Prinzip bin ich total happy mit dem, wie es aktuell läuft. Es ist mir ein Bedürfnis, Lehrvideos zu machen und ich würde mir auch wünschen, dass ganz viele Leute Freude mit meinen Videos haben und dann sagen: super war das Video, wann kommt das nächste? Das würde mir sehr gefallen. Und ich möchte meine Aufnahmetechnik, was Videos und Kamera betrifft, verbessern. Aber sonst … gibt es eigentlich nichts.

Oszillina:
Franz Kreimer im Jahr 2030 ist … ?

Franz:
… ich hoffe mal 5 Kilo leichter. Dann hat er einen Model 102, einen OB-Xa und dann ist da natürlich derjenige, der den Jupiter-8 endlich loswerden will und ihn mir geschenkt hat [lacht]! 2030 habe ich außerdem mein zwölftes Lehrvideo raus und alle sagen: Hast das neue Video von Franz Kreimer gesehen? Das ist so gut, das ist so cool! Und dann schaue ich auf irgendeine Seite von Moog und die haben wieder ein Video von mir verlinkt. Und bei Amazona ist auch wieder was von mir drin. Und dann schaue ich nach und die haben wieder was von mir verlinkt. Ich war ja lange ein strenger Verweigerer von Social Media, was ein großer Fehler war.

Oszillina:
Ich auch sehr lange …

Franz:
300.000 Leute haben die Abschiedstour der EAV gesehen, aber mich gab‘s nicht auf Facebook! Ich habe kein Foto, keine Story. Ich habe in den größten Hallen gespielt. Ich habe am Nova Rock gespielt. Ich habe auch bei den Bregenzer Festspielen gespielt. Ich habe auf jeder riesigen Bühne gespielt, aber ich habe nie eine Story gemacht. Ich war einfach nicht auf Facebook. Mittlerweile bin ich ein bisschen zum Facebook Junkie geworden. Und für mich ist es sehr positiv. Klar gibt es immer ein paar Ausrutscher, aber ich treffe im Netz unglaublich positive Leute.

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„Mein steirisches Englisch wäre nicht cool“

Leute, denen Musik wichtig ist, denen persönliche Messages wichtig sind, die sich einfach gerne mitteilen, die sagen, das gefällt mir, sowas gefällt mir oder das gefällt mir vielleicht nicht so. Ich stehe gerne in Kontakt mit den Menschen und das möchte ich einfach weitermachen. Und wenn das jetzt noch in ein nächstes Level geht, so wie die größeren Musik-YouTuber wie der Alex Ball – obwohl ich nicht weiß, ob das deutschsprachig möglich ist. Aber mit meinem steirischen Englisch wäre ich nicht authentisch, ist nicht so cool.

Oszillina:
Bleib dir treu und dann wird das. Lieber Franz, da sind wir eigentlich schon auch am Ende. Danke für das Interview, dass du dir die Zeit für uns genommen hast und auch danke, dass ich mal ein paar feine Schätzchen aus deinem Studio spielen durfte.

Franz:
Ja, es freut mich sehr, dass du und dass AMAZONA hier gewesen sind. Also für mich ist es richtige Ehre, muss ich ganz ehrlich sagen.

Oszillina:
Für mich auch!

Franz Kreimer und Oszillina winken in die Kamera

Franz Kreimer und Oszillina sagen Servus und Baba aus Graz!

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Über den Autor
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Oszillina

Das ABC der Musik, das CDE der Sprache. Oszillina erschafft polyphone Klangwelten mit Hardware Synthesizern von Andromeda A6, Dave Smith Polyevolver und Prophet 12, Waldorf Iridium Keyboard bis Deckard's Dream im eigenen Tonstudio. Zaubert Organik in die Elektronik. Erweckt Maschinen zum Leben. Recordet One-take. Vertont Gefühle, Gedanken, Texte, Szenen, Bilder. Ist freie Autorin, Redakteurin und Texterin mit LiNAs BÜRO in Wien und Head of [Hz]Text.

Forum
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    Filterpad AHU

    Eine beeindruckende Vintage-Synthesizer-Sammlung – außer dem Jupiter-8 so ziemlich die oberste Liga. Heutzutage findet ja ein wenig eine Spaltung statt zwischen Musikern mit Softwaresynthesizern und Vintage-Synthesizer-Sammlern. Ich persönlich finde, eine Mischung aus beiden Welten ist am interessantesten. Fairerweise muss man sagen, dass dank Software und Behringer heute jeder in den Genuss kommen kann, den Sound der alten Schätze für sich zu nutzen. Übrigens wollte ich die EAV immer mal live sehen, habe es aber nie geschafft. Schade.

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    CDRowell AHU

    Danke an Oszillina und Franz für diesen ansprechenden Artikel.

    Mir gefällt der gemeinsame Blick auf die Leidenschaft für Synthesizer. Die Schätze sind riesig, wobei mich interessiert, wie die gelisteten Boliden gangbar gehalten werden.

    Momentan arbeite ich an einer MPC-3000, die neben einer nötigen Grundreinigung, Kondensatorenwechsel neue Kurzhubtaster im Gehäuse die Gehäuse-Tasten aus meinem 3D-Drucker erhalten wird.

    Da gibt es bei den „Alten“ sicher eine Menge Irritationen an der Hardware, die optimiert werden muss. Diese Themen interessieren mich besonders, was vielleicht für die nächsten Interviews angeschnitten werden kann…

    Sehr freuen mich auch die „Anekdoten“ in diesem Report! Gut, dass amazona diese Interviews macht!

    • Profilbild
      Markus Galla RED

      @CDRowell Hi,
      die Chancen stehen nicht schlecht, dass du eine Antwort darauf bekommst. Franz ist AMAZONA-Leser. Vielleicht liest er deine Frage und antwortet darauf. Ansonsten schau gerne mal auf seinem Youtube oder Facebook Kanal vorbei. Dort kannst du auch nachfragen. Franz nimmt sich in der Regel die Zeit, diese zu beantworten.

    • Profilbild
      Franz Kreimer Keys RED

      @CDRowell Hallo. Ich kann zwar mit Musikinstrumenten umgehen, aber ich bin ein technischer Analphabet. Ich kann reinigen und Batterien oder EPROMs tauschen. That’s it. Alles andere muss ich von Profis machen lassen was jedes Jahr Kosten jenseits der 1000€ verursacht.

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        CDRowell AHU

        @Franz Kreimer Keys Hallo, danke für die Rückmeldung.

        Da sind ja einige Schätze bei Dor vorhanden, die kaum Ersatzteile auf dem Markt haben.

        Bei meinen Bemühungen z.B. beim FR2L kommt es mir recht realistisch vor, wie sich die Kosten dann in Summe entwickeln.

        Dir weiterhin gute Erfolge. das „Hohe C“ beim Spielen und geringe Ersatzteilkosten.😃👍

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      Oszillina

      @CDRowell Danke dir sehr für die netten Worte! Es hat mir als Synthnerd natürlich doppelt Spaß gemacht, Franz in seinem Studio zu besuchen, um einerseits ein spannendes Interview mit einem super sympathischen Menschen zu führen und andererseits auch mal das eine oder andere Synthesizer-Schätzchen spielen zu können …

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    dflt AHU

    nach dem letzten artikel musste ich mir nach jahren mal wieder die EAV anhören… und hatte tagelang ohrwürmer😂 diesmal muss ich stark bleiben!
    trotzdem spannendes und sympathisches interview :)

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      Markus Galla RED

      @dflt 2019 war unser Sohn gerade 10 Jahre alt. So ab dem 8. Lebensjahr war er EAV Fan. Ich musste damals für unser altes Auto alle meine EAV CDs als MP3 auf eine CD-Rom spielen und die Songs liefen dann als Dauerschleife im Auto. 2019 waren wir dann auf der Abschiedstour in derselben Halle, in der ich die EAV nach ihrem Durchbruch damals als 14-Jähriger oder so gesehen habe. Was ich so richtig gut fand, war, dass die Texte, die in den 80ern und 90ern auf das aktuelle Zeitgeschehen gemünzt waren, für die heutige Zeit angepasst wurden. Viel musste man gar nicht machen, die Geschichte wiederholt sich bekanntlich.

      Die Musik ist rockiger geworden. Ich fand die EAV damals live schon gut und die wenigen Live-Aufnahmen, die es gab, liefen bei mir auch rauf und runter. Nachdem wir dann 2019 die Abschieds-Tour gesehen haben, musste ich mir natürlich erst einmal die Special Edition mit CD, Video, Booklet und so weiter kaufen.

      Wir haben früher auch das Hit-Medley des alten Live-Albums (damals noch mit David Bronner) mit der Tanz-Band gespielt. Das habe ich damals bei meinen Mitmusikern „durchgedrückt“. War immer eine Wahnsinns-Party. Die meisten Sounds habe ich damals mit der Ensoniq TS-10 nachprogrammiert, teils Samples abgespielt. Der Sequencer der TS-10 hat förmlich geglüht, weil alles, was ich nicht mit zwei Händen spielen konnte und nicht vom zweiten Keyboarder übernommen wurde, vom Sequencer kam. Der Franz hat das später alleine gemacht! Das war eine coole Live-Band.

      • Profilbild
        dflt AHU

        @Markus Galla ja, bei mir war’s auch in dem alter 😀 hab die EAV so 1993 (also mit 10) im disney club gesehen und da war’s um mich geschehen 😅 irgendwann war die zeit dann vorbei, aber vor 2 wochen hab ich dann nun mit deutlich mehr musikalischer erfahrung erfreut festgestellt, was da eigentlich so dahinter steckt!

  4. Profilbild
    Phil23

    5000 Abonnenten. 😂
    Selbst meine Mutter hat mit ihrem Back Kanal vier mal so viele.
    Er sollte sich nicht immer so wichtig nehmen.

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