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Interview: Geoff Zanelli, Hollywood Komponist

AMAZONA.de:
Auf welche deiner Arbeiten bist du am meisten stolz bzw. verliebt?

Geoff:
„Das wundersame Leben des Timothy Green” ist sicherlich der Score, in den ich am meisten verliebt bin, weil es meine persönlichste Arbeit ist. Ich war auch sehr glücklich über den Endtitel von „The Pacific“. Auch werde ich noch mal auf „Into the west“ zurückkommen, da es zu einer Doppel-CD Veröffentlichung in diesem Frühling kommen wird. Es ist sehr schön, diese Sachen noch einmal aufleben zu lassen.

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The pacific

AMAZONA.de:
Hattest du auch schon, wie man oft hört, Schreibblockaden, die dich in Panikattacken versetzten?

Geoff:
Ich litt ehrlich gesagt noch nie an einer Schreibblockade. Ich bin in der glücklichen Lage, dass ich immer mit etwas Neuem aufwarten kann und immer lösungsorientiert arbeite. Aber es gibt eine Menge anderer Dinge, die mich in Panik versetzen können. Veröffentlichungstermine und Deadlines beispielsweise! Aber das ist eben auch Teil des Prozesses. Was mir aber immer mehr und mehr bewusst wird, zumal es auch immer öfters passiert, ist, dass der Grund für deine Angst beim Komponieren der ist, weil du dich so sehr um das Projekt sorgst. Ich würde mir eher Sorgen machen, wenn ich dieses Angstgefühl irgendwann nicht mehr hätte.

AMAZONA.de:
Bist du eigentlich am gesamten finalen Prozess beteiligt oder endet dein Job mit Anlieferung der Stems (Gruppenspuren)?

Geoff:
Ja, ich bin immer anwesend, bis der Film komplett beendet ist. Ich finde das eigentlich sogar entscheidend. Es ist mein Job, anwesend zu sein, bis der Film wirklich fertig zusammengestellt ist.

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AMAZONA.de:
Wer sind deine Hauptkontaktpersonen im Business?

Geoff:
Bei Kinofilmen sind es die Regisseure und bei TV Projekten mehr die Produzenten. Obwohl nichts in Stein gestockt ist!

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AMAZONA.de:
Temptracks (das temporäre Verwenden von existierender Filmmusik als Platzhalter oder stilistischer Wegweiser) sind heutzutage ein wesentlicher Teil der Filmindustrie. Lenken dich diese ab, wenn du sie dann ersetzen musst mit deiner eigenen Musik?

Geoff:
Es gibt Zeiten, wo ein Temptrack helfen kann, natürlich. Du kannst ein Instrument oder einen Ton finden, das sehr informativ sein kann. Aber je mehr dein Score dann fortschreitet, umso mehr distanzierst du dich vom Temptrack und es bleibt nur noch eine weit entfernte Erinnerung.

Aber in Bezug auf Tempscores gibt es eine kleine Geschichte. Als ich “Das wundersame Leben des Timothy Green” komponierte, durfte ich den Temptrack nicht hören. Der Regisseur Peter Hedges machte eine schlaue Entscheidung. Er wollte sehen, wo mich meine Instinkte hinführen, und ich hoffe, du bist der gleichen Meinung, wenn ich sage, dass der Score frisch, original und angemessen klingt.

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Forum
  1. Profilbild
    ariston

    Nur mal kurz an dieser Stelle und stellvertretend für andere Artikel…

    vielen Dank für eure Interviews, die immer sehr interessant geführt werden. Dies ist wahrscheinlich mein Lieblingsteil von Amazona. Weiter so!

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