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Interview: Hans Zimmer 2021 Videotalk & Report – Teil 2

30. Oktober 2021

Aus dem Tagebuch eines Fans

Hans Zimmer und Ich

Vorwort der Redaktion:

Bevor wir Euch die Videos Teil 3 bis 5 von unserem Treffen mit Hans Zimmer in London präsentieren, lassen wir unsere neue Redaktionsmitarbeiterin Lina Schmermer zu Wort kommen, für die dieses Treffen die Erfüllung eines Traums war:

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Viel Spaß mit ihren ganz persönlichen Eindrücken von diesem Treffen.

(Den ersten Teil unseres Video-Talks mit Hans Zimmer in London, findet Ihr übrigens HIER.)

Eure AMAZONA.de-Redaktion

Eine Geschichte, die das Leben schrieb

Es ist doch echt verrückt, wie das Leben manchmal so spielt. Und wie plötzlich Dinge wahr werden, die man sich im Leben nicht erträumt hätte. So ging es auch mir und dazu möchte ich euch gerne ein bisschen was erzählen. Wie ihr euch schon denken könnt, hat es eindeutig etwas mit Hans Zimmer zu tun. Aber fangen wir von vorne an ;)

Meine „Reise“ begann zu Beginn des Jahres 2021 als ich für AMAZONA.de als Redakteurin eingestellt wurde. Viele neue, spannende Aufgaben kamen auf mich zu. An der Seite unseres Chefredakteurs Peter lernte ich bereits sehr schnell interessante Themen kennen und durfte in vielen Bereichen fleißig unterstützen.

Wie es der Zufall so wollte, kamen Peter und ich in einem Gespräch darauf, dass wir eine große Leidenschaft teilen. Wir beide sind (eigentlich schon immer) riesen Fans von Hans Zimmer und hören bereits seit Jahren seine Musik. Ich war schon auf zwei Live-Konzerten von Ihm und jedes Mal, wenn ich im Kino einen Film schaute, musste ich so lange sitzen bleiben, bis ich im Abspann sehen konnte, wer die Musik dazu gemacht hatte. Wenn dann da Hans Zimmer stand, war die Freude natürlich groß und der Gedanke „Das dachte ich mir schon, denn diese Musik war einfach so unglaublich schön, die kann nur von ihm sein“ schoss mir danach jedes Mal durch den Kopf.

Dieses Gespräch veränderte mein Leben. Denn Peter sagte währenddessen ganz locker zu mir, er habe Hans Zimmer bereits vor einigen Jahren kennengelernt und stehe seitdem mit ihm in Kontakt. Und es sei eh mal wieder an der Zeit ihn zu treffen, um zu erfahren, wie es bei ihm aktuell so läuft. Ich nahm das natürlich erst mal nicht so ernst. Als ob wir einfach so Hans Zimmer treffen könnten und er sich für uns die Zeit nimmt. Der hat doch Besseres zu tun ;)

Doch es dauerte kein halbes Jahr, dann hatten wir bereits einen Termin mit ihm vereinbart und saßen eines Tages im Flugzeug auf dem Weg nach London. Bis zu dem Moment konnte ich das alles noch überhaupt nicht glauben.

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Hans Zimmer Interview in London

Als wir dann in seinem privaten Loft von ihm gemütlich auf der Couch sitzend im Bademantel empfangen wurden, konnte ich meinen Augen nicht trauen. Wir treffen Hans Zimmer! Er erklärte uns, dass er noch etwas fertig vom Vorabend sei, da die Premiere des neuen James Bond doch etwas länger gegangen sei und er müsse sich noch schnell duschen und frisch machen. Für mich war in diesem Moment die Anspannung und die Nervosität wie weggeblasen. Was für ein sympathischer und lustiger Mann, der auch einfach nur ein Mensch ist und genauso fertig von Partys ist, wie ich ;)

Während wir warteten, schauten wir uns ein wenig in seinem schönen Appartement um und bekamen von seiner Assistentin sogar echten englischen Tee und Gebäck angeboten. Ich konnte mich garnicht genug satt sehen. Überall entdeckte ich neue Dinge in seinem Zuhause. Private Bilder von ihm und seiner Tochter standen herum. Alles war so gemütlich und ich fühlte mich direkt wohl und geborgen.

Kurz darauf kam Hans Zimmer frisch geduscht und in Klamotten wieder zu uns. Doch ans Interview führen wurde noch lange nicht gedacht. Erst einmal wollte er mit uns gemeinsam Mittagessen. Dazu lud er uns in ein Lokal direkt bei Ihm um die Ecke ein. Wir mussten sogar durch eine Hintergasse gehen, damit wir nicht von Fans überrannt wurden. Das war ein abgefahrenes Gefühl. Ich dachte mir nur die ganze Zeit „Haha ich darf mit Hans Zimmer Zeit verbringen und ihr dürft ihn nur von Weitem sehen“.

Ins Restaurant begleiteten uns auch seine Assistentin und einer seiner Arbeitskollegen. Während des Essens unterhielten wir uns über unterschiedlichste Themen. Hans wollte vor allem viel über die die Entstehungsgeschichte von Peters Roman „Turmschatten“ wissen und ich hing eigentlich immer nur an den Lippen von Hans Zimmer und fand alles toll, was er sagte. Auf meine Frage, ob er nicht einen Job für mich habe, musste er nur lachen. (An dieser Stelle ein kurzes Sorry an AMAZONA.de) Nebenbei zeigte er uns auch immer wieder Fotos auf seinem Handy von der James Bond Premiere. Er mit Billie Eilish… Er mit Daniel Craig… Als ob es das Normalste überhaupt wäre. Und ich dachte mir „Jetzt wo ich Hans Zimmer kenne und er kennt so viele andere prominente Menschen, kenne ich diese ja indirekt auch“. Ihr merkt, die Welt der Stars hatte mich voll in ihren Bann gezogen.

Nach einem wirklich hervorragenden Essen und vielen guten Gesprächen über Gott und die Welt gingen wir wieder zurück in sein Loft. Auf dem Weg nach oben zeigte er uns noch sein Tonstudio. Wer das letzte Interview mit Hans Zimmer von 2009 gelesen hat, weiß ja, wie das Studio in LA aussieht. Das Studio in London ist zwar nicht ganz so groß aber ebenso beeindruckend. Auch hier stand in der Mitte des Raumes eine große schwarze Leder-Couch, umgeben von Synthesizern und sonstigen Geräten mit tausenden von Knöpfen und Rädchen.

Bei Hans Zimmer in seiner „Bibliothek“

Nun war es Zeit für das Interview. Dieses fand in der „Bibliothek“ seines Lofts statt. Gemütlich nahmen Peter und Hans Zimmer auf seinem Sofa vor einem Kamin Platz und unterhielten sich mehr als eine Stunde lange über spannende Themen rund um ihn, seine Arbeit, seine Werke, was die Zukunft bringen mag und vieles mehr. Ich hörte die komplette Zeit gespannt zu und musste mich immer wieder dazu zwingen, auch mal auf die Kamera und die Mikrofone zu achten, ob diese noch nach wie vor liefen. Ich hätte Stunden lang so weitermachen können und ihm zuhören können, was er so von seinem Leben erzählte. Es war einfach so faszinierend zu sehen, dass Hans Zimmer ein ganz normaler Mensch ist, der sich überhaupt nicht als der große Star gibt. Er lebt einfach nur seine Leidenschaft, ist ein unglaubliches Arbeitstier und ein echter Nerd, wenn es um Synthesizer geht. :)

Nachdem er nun über 5 Stunden Zeit mit uns verbracht hatte, war es leider an der Zeit Abschied zu nehmen. Denn er ist ja dennoch auch ein viel beschäftigter Mann und war abends bereits wieder verabredet. Wir packten unsere Sachen, bedankten uns bei allen für diesen großartigen und beeindruckenden Tag und schon saßen wir wieder in unserem Hotel und mussten das Alles erst einmal sacken lassen. Besonders ich…

Hans Zimmer, Peter Grandl und ich

Ich glaube das war dann eigentlich erst der richtige Moment, in dem mir klar wurde, dass sich soeben mein Lebenstraum erfüllt hatte. Ich hatte DEN Mensch getroffen, den ich über alles bewundere und von dem ich niemals gedacht hätte, ihn in meinem Leben tatsächlich einmal persönlich zu treffen. Meine Reaktion darauf war ein unfassbar lauter Schrei in meinem Hotelzimmer, gefolgt von Telefonaten mit meiner Familie und meinen Freundinnen. Sogar eine kleine Freudenträne lief mir die Wange hinunter :)

Und in dem Moment ist mir wirklich nochmal etwas klar geworden. Es ist gar nicht so schwer, sich seinen Lebenstraum zu erfüllen. Man muss nur fest daran glauben und den Wunsch immer wieder gedanklich manifestieren. Den ganzen Rest macht das Leben von alleine. Ich bin der beste Beweis dafür. Ich hatte niemals zwanghaft danach gegriffen, Hans Zimmer zu begegnen. Und dennoch war unterbewusst immer dieser Wunsch da. Und dieser Wunsch ist nun endlich in Erfüllung gegangen.

Daher mein Tipp an euch: Hört niemals auf zu träumen und glaubt an eure Wünsche! Sie werden manchmal schneller wahr, als man denkt!

Hans Zimmer im Gespräch mit Peter Grandl: Teil 3 – 5

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Forum
  1. Profilbild
    ach herrjemine  

    Bravo Fotostory in zwei Teilen und kein Gear Talk, nix über Filmmusikproduktion?
    Echt schade!
    Na immerhin gab es ein paar nette Studiofotos zu sehen.

    • Profilbild
      Kazimoto  

      Hatte jetzt auch was zu Gear vermisst. War das nicht so angekündigt? Je älter ich werde umso weniger kann ich mit Verehrung, Begeisterung und Fandom anfangen. Am sympthatischsten sind mir immer die Künstler gewesen, die sich für ihr Werk geschämt, entschuldigt, ironisch genommen oder es gänzlich anderen zugeschrieben haben. Hans weiß mit Sicherheit daß er mehr Medium als Messias ist, wenn auch ein sehr fleißiges, deswegen ist mehr als Respekt angesagt. IMHO

  2. Profilbild
    Sven Rosswog  RED 2

    Ich empfinde es immer wieder erfrischend, wenn in Texten eine Begeisterung für eine Sache durchscheint, weil sie mich dann auch mitreißt und mich zum lesen einlädt. Da muss man kein Hans Zimmer Fan sein, sondern wird eingeladen sich mit seinem Werk näher zu beschäftigen. Es ist einfach etwas besonders, wenn man Menschen treffen darf, die man bewundert. Es ist nicht selbstverständlich, dass diese jeden in ihr Leben einlassen, denn die Öffentliche Berichterstattung und Aufmerksamkeit ist sicher sehr anstrengend. Ich finde man darf nicht vergessen, warum es Amazona.de und andere Netzwerke gibt. Musik hat sehr viel mit Leidenschaft zu tun und wird in vielen Fällen nur durch Leidenschaft am Leben erhalten. Nicht jedem gelingt es seine Leidenschaft zum Beruf zu machen und davon leben zu können. Für die Mehrzahl der Musiker ist Musik und alles Drumherum ein Hobby. Sie leben die Leidenschaft, sie ermöglichen es, dass viele Instrumente weit über den Lebenszyklus der Hersteller gepflegt und unterstützt werden. Sie halten eine Wirtschaft am Laufen, weil sie Kunden ohne professionellen Anspruch sind. Die Bewunderung für Hans Zimmer durch Laina und Peter ermöglichen erst einen Hans Zimmer, weil sie z.B. seine Konzertkarten und Musik kaufen. Wer wünscht sich das nicht? Musik berührt uns, Instrumente berühren uns. Es ist schön, wenn das zum Ausdruck kommt.

  3. Profilbild
    Soundreverend  AHU

    Leute Leute, was ist denn hier wieder los… ich finde die Wortwahl teilweise grenzwertig, muss nicht sein. Ich finde es super, kommt da etwa etwas Neid durch bei einigen Kommentatoren?? :-)

    Dass eine junge Redakteurin mal so eben mit nach London fliegen darf um ein Interview mit Hans Zimmer zu begleiten ist doch einfach klasse, ich freue mich total für Laura! Und dass sie dazu noch einen Artikel schreiben darf ist auch ne coole Sache. Technik Talk gibt es bestimmt weiterhin genug auf Amazona.

    • Profilbild
      Monolith2063  

      Finde ich auch. Zumal ich mich frage, was die Leute genau erwarten? Dass Hans Zimmer stundenlange Monologe darüber hält, mit welchen Plugins er in Cubase arbeitet oder welches seine Lieblings-Eurorackmodule sind? Für sowas gibt die Youtube Videos seines „Ex-Schülers“ Junkie XL oder die Masterclasses. Ich vermute mal, dass HZ gerne auch einmal plaudert, so sollte man diese Videos sehen. Es war ein wenig über seine Arbeit, ein wenig über Technik und ein wenig Deutschtraining… hat doch gepasst.

  4. Profilbild
    Round Robin  

    Vielen Dank für das interessante Interview. Hans Zimmer gilt schon lange als der erfolgreichste Filmkomponist unserer Zeit. Darüberhinaus hat Hans Zimmer einer wahnsinnig geile Synthesizer Sammlung, die er auch heute noch in neuen Filmen regelmäßig einsetzt. Umso mehr ist es interessant, was dieser Ausnahmekünstler zu unserer Leidenschaft, Musik und Synthesizer, zu berichten hat.

    Was mich total geschockt hat, war Peters devote Behringer „Marketing Kampagne“. Man konnte deutlich von Hans Zimmer hören, was er von Behringer hält. Aber Peter hat immer wieder Behringer zentralisiert (Behringer bringt auch ein PPG usw.). Warum hat Peter nicht nach Firmen wie Modal, Analogue Solutions, Soma, Roland oder Korg gefragt??? Nein, es wurde immer Behringer ins Spiel gebracht. Verschenktes Potential. Letztendlich saß Hans Zimmer vor ihm und nicht irgendein Musiker aus Deutschland, der einen Zufallshit mit einem Behringer Synth hatte. Wertschätzung geht anders.

    • Profilbild
      Tyrell  RED 13

      Schade das Du das so siehst. Man hört eben was man hören will. Und glaube mir, Du liegst total falsch!
      Richtig: Ich wollte über Cloning sprechen und Hans nicht über Marken ausfragen. Ich hatte ihm aber mehrmals die Möglichkeit gegeben von sich aus seine Synth-Highlights der letzten Jahre zu nennen, was er auch getan hat.

      • Profilbild
        Round Robin  

        Wie bereits dir in der Email geschildert, ist das Thema B auf Amazona deutlich präsenter als bei vergleichbaren Webseiten und News Portalen. Das ist meine Wahrnehmung und dazu stehe ich auch. Dafür ist auch der Kommentarbereich gedacht, dass man sich entsprechend austauscht. Es ist jedoch kein persönlicher Angriff auf deine Person, das sollte man nicht verwechseln. Nichts für ungut und einen schönen Feiertag morgen. ;)

        • Profilbild
          Tyrell  RED 13

          Wir werden auch weiterhin regelmäßig über Behringer berichten, obwohl wir bei Behringer auf der schwarzen Liste stehen (womit wir uns in guter Gesellschaft finden).
          Ein großer Teil der Leser wünscht sich News und Tests zu Behringer-Produkten und dem kommen wir auch weiterhin in gewohnt sachlicher Berichterstattung nach :)
          Dir auch einen schönen Feiertag.

          • Profilbild
            SynergyMan  AHU

            Guten Morgen Peter, erläuterst Du bitte Deine Bemerkung, dass Amazona bei Behringer/Music Tribe auf der schwarzen Liste stehen würde ? Allein mir fehlt der Glaube, aber Fakten helfen da bestimmt.

            • Profilbild
              Tyrell  RED 13

              Mitarbeiter der Firma Behringer nehmen keine Anrufe mehr von uns entgegen oder beantworten Emails von uns. Wir erhalten daher auch keine News mehr oder bekommen von Hersteller Testequipment oder Prototypen.

              • Profilbild
                Monolith2063  

                Puh, dann scheint Uli Euch ja irgendwie nicht mehr zu mögen. Aber eigentlich mag er doch die ganze Magazin-/Webmagazin-Branche nicht, oder? Nicht kontrollierbar. Tja, schade ist es schon. Fand Deinen Bericht vom Treffen mit Uli Behringer vor längerer Zeit ganz interessant.

            • Profilbild
              SynergyMan  AHU

              OK ich muss hier was klarstellen: Mit dem Ausdruck „mir fehlt der Glaube“ habe ich Peter keinesfalls irgendeine Form der Falschaussage unterstellt. Mir fehlte nur der intellektuelle Zugang zu dieser Problematik.

          • Profilbild
            costello  RED

            Dann ist das Management aber sehr dünnhäutig. Gar nicht zu verstehen, weder von der Quantität der Berichterstattung bei Amazona (wo Behringer aufgrund seiner schieren Ankündigungsfülle teilweise ziemlich omnipräsent war), aber auch nicht was die Tests selbst angeht. Ich erinnere an das Best Buy für den 2600. Das war tatsächlich der erste B-Synth, der mich interessiert hat und den habe ich mir in der Version Gray Meanie auch zugelegt und den werde ich auch behalten. Wenn der PPG-Nachbau da ist und was taugen sollte, wird der auch bestellt.

            • Profilbild
              TobyB  RED

              Management ist immer dünnhäutig ;-) Music Tribe hat ein ziemliche ziemlich offensichtliche Influencer Strategie für Marketing und Vertriebsförderung. Wenn man Influencer ist, einige Voraussetzungen erfüllt, kann man sich bewerben. Legt dann aber seine Social Media Daten offen. Und hat ein fettes NDA am Hals. Dagegen ist das Apple NDA richtig angenehm. Kann man mal machen. Der latest shit in Marketing und Vertriebsförderung ist Salesforce, damit kann man dann die Reichweite der Influencer in den Social Media messen. Und das Feedback wieder zurückspielen. Big Data wäre das Stichwort. Wie das funktioniert kann man sich grade bei Apple TV in Foundation ansehen. Macht sogar Spass. Ich empfehle die hier postulierten 3(4) Asimovschen Gesetze der Robotik, auch auf BigData und KI anzuwenden. Aber ehrlichgesagt, ich schreib lieber klassische Artikel ;-) Und wenn etwas nicht gut ist, muss man das auch Benennen und Kritisieren. Und wenn etwas gut ist, kann man das auch so schreiben.

    • Profilbild
      Monolith2063  

      Marketing-Kampagne für Behringer? Finde ich nicht. Sie sind mittlerweile im Synthi-Nachbau-Bereich, um den es ja beim Gespräch ging, rein von den Verkaufszahlen führend, von daher passt das schon, wenn man sie in diesem Bereich erwähnt. Und dass die das machen, dürfte mittlerweile dem Großteil der Amazona-Leser auch bekannt sein.

      Sicherlich kann man wie HZ beklagen, dass viele der Nachbauten auf dem Markt nicht mehr das gleiche Look & Feel haben wie die Originale – völlig unabhängig, wer sie herstellt. Roland hat ja z.B. bei seinem System 500 auch nicht die Originalmaße des System 700 als Grundlage genommen. Und ich kann ihn auch durchaus verstehen, ein 5HE System ist schon stabiler und die Haptik in meinen Augen besser. Aber die Originale sind eben auch sehr groß, schwer und teurer in der Fertigung. Und spätestens an der Stelle hat sich der größere Teil der Hersteller und Käufer gegen die Vergangenheit entschieden. Kann man schade finden, ändert aber nichts. Ich finde wertige Vollholz-Möbel auch schöner als das Pressholz von IKEA. Trotzdem kaufen dort wesentlich mehr Leute als beim Schreiner.

  5. Profilbild
    Martin Knuppse

    Wann kommt der 3. Teil ? Ich fände es super. Bitte mehr davon und ja @ Lain, Du hast recht mit Deinem „hört nie auf zu träumen und glaubt an Eure Wünsche“. Besser hätte ich es nicht formulieren können. Welcher Wunsch könnte größer sein als Hans Zimmer zu treffen ? Mir fallen nur noch ein bis zwei ein, wenn überhaupt.
    Super Story, super Fotos, volle Punktzahl und weiter so !!!!!

    • Profilbild
      Laina S  RED

      Vielen Dank! Hat mir großen Spaß gemacht, dass zu schreiben und meine persönliche Erfahrung teilen zu dürfen! :)

    • Profilbild
      Monolith2063  

      Ich vermute mal, dass es keinen 3. Teil geben wird. Beide Amazona-Vertreter haben ihre Sicht geschildert und alle 5 Videos sind veröffentlicht. Außer HZ würde auch noch einen Artikel schreiben, aber das dürfte doch eher unwahrscheinlich sein ;-)

  6. Profilbild
    Diskonaut  

    Ich kann Linas Begeisterung und vor allem die Aufregung über das Treffen mit Ihrem Idol Hans Zimmer sehr gut nachvollziehen. Nicht zuletzt dank des schön lebendigen und flüssigen Texts! Du darfst gerne mehr hier schreiben! :-)

    Als ich vor gut 25 Jahren meinen ersten Job in der Musikindustrie antrat, bestand mein allererster Auftrag darin, JMJ einige Tage lang in seinem Studio in Croissy neue Geräte zu erklären. In der Pause gab es Pizza auf dem Sofa zwischen den Eminents und dazu eine Flasche Beaujolais, die wir uns gemeinsam im Weinkeller aussuchten. Später, während der Tour rief er immer mal wieder an und wollte alles ganz genau wissen. Ich auch! Von der unglaublichen Kreativität, die der Mann in seinem Setting versprühte, profitiere ich noch heute. Das war, wie wenn man einen Reaktor betritt!

    Als ich mal auf der Musikmesse eine halbe Stunde lang einem freundlichen und sehr unscheinbaren Herrn in Jeans, Pulli und Sneakers einen Synthi erklärt hatte, eröffnete mir ein Kollege hinterher ganz aufgeregt, dass dies gerade der Schneider von Kraftwerk gewesen sei. Stevie Wonder jammte auf der Namm gut gelaunt dazwischen und mit Klaus Schulze gab es abends Warsteiner. Und so weiter. Alles ganz normale Menschen. Aber immer wieder interessant und lohnenswert, ihnen über die Schulter zu gucken!

  7. Profilbild
    Kazimoto  

    Habe nun auch die Interviews gesehen, die m.M.n. etwas Fremdkörperhaft im Artikel eingebettet sind. 2 Punkte die HZ wirklich zum Medium machen wie ich ihn sehe. 1. Der ganzheitliche Ansatz. Z.B. beim BMW Design aber auch beim Thema Klone. Er denkt historisch, respektvoll, ergonomisch und ein etwaiges Ergebnis vorraus, das fast allen gerecht wird ohne, und nun kommt Punkt 2, Innovationen ganz klar zu erkennen und bei der Produktion auch zu verwenden. Ganz großes Kino finde ich, und das macht in für mich so sympathisch, wie er ganz selbstverständlich Gefühle preisgibt. Die Sehnsucht nach der Mutter, wenn der BMW-Motor erklingt oder die Erinnerung an verregnete Novembermorgen, in einem noch nicht so tollen Job, in einem noch nicht so tollen München einer anderen Zeit. Einfach schön diese Geschichten zu hören. Er sollte einen Wohnsitz in Deutschland haben und uns den Soundtrack einer neuen Zeit Komponieren.

  8. Profilbild
    Filterpad  AHU

    Also ich wurde auch mitgerissen bei Linas Artikel, obwohl man sich jetzt selbst weniger mit Herr Zimmer beschäftigt. Das ist übrigens auch der Unterschied zwischen Test und Leser-Story bei Amazona. Tests dürfen/müssen neutral sein, eine Leser-Story hingegen rührt von Erfahrung, dauerhafter Benutzung und Leidenschaft. Solange Amazona nicht zum Klatsch-Magazin wird (Stichwort GALA), soll es doch meiner Ansicht nach solch schöne Ausreiser geben dürfen – Ausreiser wohlgemerkt.

  9. Profilbild
    Son of MooG  AHU

    Als Nicht-Fan von Hans Zimmer habe ich den Artikel nur überflogen, ohne etwas von meinem Interesse zu wecken. Wenn schon Film-Musick, dann die von Jerry Goldsmith oder Bear McCreary…

  10. Profilbild
    Tim  

    Mal wieder typisch toxisch. Es ist eine Sache den Artikel nicht toll zu finden oder diese Begeisterung für eine Sache. Ich selber halte es auch immer für gefährlich einen Menschen selbst so zu vergöttern. Ich kann mir gut vorstellen, dass zB einem Hans Zimmer so ein Artikel unangenehm wäre, wo ein Mensch einen anderen derart in den Himmel lobt. Naja….
    Es ist was anderes hier seinen Senf ablassen zu müssen, und gegen die Wortwahl und Begeisterung der Redakteurin zu schreiben. Typischer Männergroll gegen weibliche Journalistin! Ja, ich mache jetzt das Fass Sexismus auf, weil es hier mal wieder präsent ist!!

    Schreibt ein Mann von einer Liebe zu moog synths würde jeder sagen „super lustiger Artikel“.

    Peter hat es gesagt, dass er den Artikel freigibt und es gut findet, dass auch mal „Galaartiges kommen darf“. Damit ist alles gesagt! Wer das nicht so sieht, ist einfach …. Naja! Dieser Artikel ist fröhlich und humorvoll! Ekelhaft wenn man da jetzt rummosert.

    Lass dich nicht unterkriegen Lina und weiter so!!

    Insofern danke

  11. Profilbild
    AMAZONA Archiv

    Hier geistern ja die wildesten Namen umher:)
    Wie heißt die Dame denn nun? Gibt es da jetzt einen Konsens?

    • Profilbild
      Monolith2063  

      Sie heißt Lina, das steht auch fast überall. Oben hat sie mal einer „Laina“ genannt, vermutlich, weil das ihr Forumsname ist (sieht man ganz oben rechts). Von daher sind in gewisser Weise beide Namen richtig.

  12. Profilbild
    calvato  

    Was HZ über die Klone sagt kann ich zu 1000% nachvollziehen. Ich wollte MEIN LEBEN LANG einen Minimoog. Immer schon! Seit ich mich für Synths interessiere (also seit 1981). Ich konnte mir nie einen echten leisten.
    Trotzdem, ich bringe es nicht über´s Herz mir einen Klon zu kaufen, die es ja mittlerweile für kleines Geld gibt. Das sind alles keine „richtigen Instrumente“. Diese kleine Knöpfe (Roland!! Ganz schlimm!!), an so etwas kann man doch keinen Spaß haben, finde ich. Das inspiriert ich null. Das ganze Paket muss halt stimmen!

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          Monolith2063  

          Ich habe das natürlich schon verstanden. Die Frage ist, inwieweit mit dem „das ist kein Original“ Wünsche und Träume verbunden sind, die tatsächlich auch nur ein Original befriedigen könnte und selbst ein 100% Nachbau nicht. Sprich: würde Haptik + Sound reichen, wenn sie 100% nachgebaut wären oder selbst das nicht?

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          Larifari  AHU

          Nach all den Jahren kann ich sagen : Ich liebe meinen Sh101. Nicht nur wegen dem Sound sondern auch wegen seiner Geschichte. Für mich persönlich (!) der liebste Monosynth ever.

          Anderseits – seitdem ich den Sh01a besitze und oft parallel zum Original nutze, kann ich bei fertigen Songs teilweise nicht mehr sagen was 01a und was 101 war.

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    ANALZONA.DE

    Das für mich Interessanteste und leider auch Bestürzendste war Hans‘ Bericht über die Abkehr Villeneuves von Vangelis, weil er dessen „approach“ nicht wollte. Da hat Hollywood die einzigartige Chance, den vielleicht größten Maestro unserer Zeit zu einem letzten Kunststück im Herbst seines Lebens zu bewegen und anstatt dieses mögliche Wunder geschehen zu lassen, wird mit Hans‘ Kompositionssicherheit auf „play safe“ gesetzt. Ich begreife es nicht. Steht Hollywood-Kommerz wirklich letztlich doch über der Film-Kunst, selbst bei Villeneuve? Und sollte Hollywood dann überhaupt derartig besondere Stoffe verfilmen? Jodorowsky wird weinen.

    • Profilbild
      ANALZONA.DE

      Gerade bei Villeneuve hätte ich erwartet, dass er bereit ist, den Weg mit Vangelis zu gehen. Sein Kunstwerk „Arrival“ ist einzigartig, in Semantik, Syntaktik und Pragmatik; ebenso dessen Soundtrack des genialen und leider viel zu früh verstorbenen Jóhann Jóhannsson. Und es ist anzunehmen, Vangelis hätte die 2 1/2 Stunden „DUNE – halfpart one“ zu einem ebenso einzigartigen Ereignis gemacht, allerdings einem, das womöglich genau wie „Blade Runner“ etwas geworden wäre, das sich selbst und das Werk, das es schmückt, transzendiert. „Blade Runner“ ist einer der besten, wenn nicht der beste Soundtrack aller Zeiten, und gleichzeitig ein Album, das diskret funktioniert, aber auch Kunst ist und in seiner Transzendenz und emotionalen Pragmatik alles sprengt, was vorher war und nachher kam. Es gibt absolut nichts Vergleichbares in dieser Schönheit, Präzision und Einheit und das kann es auch nicht, denn es ist nicht einfach schlichte „Musik“, sondern gechannelte, universale Information, die per Intuition zu einem Medium gelangte und aufgezeichnet wurde.

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        ANALZONA.DE

        Das Versagen Hollywoods hier besteht darin, nicht gewollt, erkannt oder verstanden zu haben, dass Vangelis kein Komponist ist, sondern ein Medium, das Sinn, Leben, Existenz, Emotion und Kunst in hörbare Klänge als universale Sprache der Menschheit übersetzt.

        Selbstverständlich wäre es absurd, einem Medium einen Editor oder Produzenten daneben zu setzen, der sagt „Mach mal da in der Szene so und da mach mal irgendwie sowas, damit das schön laut bollert“. Der ganze Empfangs-Prozess funktioniert ja völlig anders und ist aufgrund seiner Natur natürlich nicht steuerbar. Die Botschaft einer Intuition ist ja die Intuition selbst. Jede Veränderung dieser wäre eine Verfälschung, was wiederum exakt das ist, was Vangelis u.a. am Musikbusiness in vielen Interviews wiedergegeben verabscheut, nämlich das gesteuerte Produzieren von Funktionsmusik zur gezielten Manipulation von Emotion.

        Und somit ist es nur selbstverständlich, dass er sagen musste, er mache „DUNE“ gern, aber er mache es nur allein in Paris. Es geht ja auch nicht anders aufgrund des Intuitions-Prozesses. Schade Hollywood, sehr sehr schade! M.E. wird die Welt erst in 30 – 50 Jahren verstehen, wie wichtig Vangelis‘ Werk ist und es auf eine Stufe mit allen genialen Musikschaffenden der letzten Jahrhunderte stellen.

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          ANALZONA.DE

          Hans hat DUNE gut gemacht, keine Frage! Vangelis hätte aber, möglicherweise, ein zweites Mal ein Wunder an Transzendenz erschaffen. Gerade die Villeneuve-typische Ästhetik der Tiefe und Leere des ersten Teils der „DUNE“-Verfilmung wäre für Vangelis möglicherweise eine perfekte, „tabula rasa“ gewesen, um diese mit Inhalt, Bedeutung und emotionaler Weisheit zu füllen. Und was wäre DAS für ein Film und ein Erlebnis geworden…

          Schade Hollywood – eine vertane Chance historischen Ausmaßes, wenn man die Bedeutung von „DUNE“ für Kunst, Kultur und Literatur bedenkt, denn Vangelis ist im Herbst seines Lebens angekommen und wird weitere Möglichkeiten dieser Größenordnung womöglich nicht mehr wahrnehmen können oder wollen.

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            ANALZONA.DE

            Und schade, dass man seine Beiträge hier stückeln muss. Wie wäre es mit wenigstens 10000 Zeichen pro Beitrag…

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              Tyrell  RED 13

              Für solche langen Kommentare gibt es die Möglichkeit eine Leser-Story (siehe unten) zu schreiben.Nach unserer Erfahrung werden entsprechend ausführliche Kommentare NICHT zu Ende gelesen. Es nutzt also gar nichts, die Kommentarspalten mit Monologen zu füllen. Leser-Storys hingegen haben sehr hohe Zugriffe und sind nicht selten der Ausgangspunkt für umfangreiche Diskussionen. Du kannst jederzeit jetzt noch die Kommentare in eine Leser-Story kopieren und ich lösche dann die Kommentare :)

              • Profilbild
                ANALZONA.DE

                Ah, ich verstehe, interessant! Mir persönlich geht es ganz im Gegenteil so, dass ich erst recht alles lese, was mich interessiert, gerade auch längere Ausführungen, da diese ja erst echtes Verstehen zulassen. Aber ist vielleicht auch eine Entwicklung unserer schnelllebigen Zeit – alles soll schnell, kompakt und leicht bekömmlich sein.

                Und Danke für das Angebot, dazu fühle ich mich tatsächlich nicht berufen, auch wenn es wirklich sehr nett ist. Außerdem beruhte mein Beitrag ja auf einem Missverständniss, wie Herr Monolith2063 es herausfand – das sollte ja nicht kultiviert werden…

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          Monolith2063  

          Ich glaube, hier geht gerade was durcheinander. Sie hatten Vangelis zu „Blade Runner 2049“ angefragt. Für „Dune“ stand er imho nicht zur Diskussion und auch im Video geht es in Bezug zu Vangelis immer nur um „Blade Runner 2049“.
          Natürlich kann man sich darüber unterhalten, ob Vangelis einen guten Soundtrack zu Dune hätte machen können. Aber das sind theoretische Diskussionen. Man sollte nicht vergessen, dass der Soundtrack zu „Blade Runner“ (dem Original) jetzt schon fast 40 (!!) Jahre zurückliegt und Vangelis heute nicht mehr so klingt, wie er damals geklungen hat. Was auch klar ist, er hat sich ja in den letzten 40 Jahren auch verändert, er lebt jetzt in Paris und Athen und nicht mehr in London und die Welt, die Musik und auch die Technik hat sich in den letzten 40 Jahren gewandelt.
          Ich mag seine Musik immer noch, wenn ich sie aber nicht mehr so spannend finde, wie seine Musik von damals.

          • Profilbild
            ANALZONA.DE

            Danke, Sie haben Recht, ich habe den Videoausschnitt nochmals angeschaut. Da hatte ich tatsächlich die von Hans im Video berichtete Anfrage für Vangelis zu „BLADE RUNNER 2049“ interpretiert als Anfrage zu DUNE, die es wohl leider überhaupt nicht gab.

            Zustande kam diese Annahme bei mir deshalb, weil ich 2016 ein Interview gelesen hatte, in dem stand, dass Vangelis zu „BLADE RUNNER 2049“ überhaupt nicht angefragt worden sei und dieser darauf angesprochen sinngemäß sagte, das sei in Ordnung, weil er sich nicht wiederholen könne und wolle.

            Zu lesen u.a. hier: https://www.npr.org/2016/10/17/497797809/from-composer-vangelis-a-true-story-set-in-outer-space

            Und Hans liefert uns nun eine Hintergrundstory, die dem widerspricht. Aber wer weiß, wie sauber das obige, im link genannte Interview wiedergegeben wurde.

            In jedem Fall sorry für die Verwechselung! Und klar sind es theoretische Überlegungen, aber geht man sie durch, was hätte Vangelis aus diesen epischen 2 1/2 Stunden Bildmaterial gemacht. Das Wesen der Kunst ist ja eben, dass sie sein darf, was sie ist, frei von Zwängen. Ich hätte es gern gesehen und gehört, egal wie anders und nicht kommerziell/zeitgemäß/erwartungsgerecht das Ergebnis gewesen wäre. Nunja, ich hoffe auf ein letztes, großes Film-Werk von Vangelis und „DUNE“ hätte es sein können.

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              Monolith2063  

              Das widerspricht sich tatsächlich nicht. Das Interview mit Vangelis auf der Webseite ist vom Oktober 2016 und zu dem Zeitpunkt war Jóhann Jóhannsson als Komponist gesetzt. Dass der Soundtrack von Jóhannsson nicht genutzt werden soll, kam öffentlich erst irgendwann Mitte 2017 raus. Wenn sie, wie HZ sagt, einen Tag vor Tourneestart bei ihm angeklopft haben, wäre das ca. Mitte April 2017 gewesen. Vielleicht wurde zu dem Zeitpunkt dann auch erst bei Vangelis angefragt. Das würde also schon passen.

              Das einzige, was mich gerade so verwundert: Peter hat sein Interview mit Vangelis im Dezember 2016 in Paris geführt. Warum hat zu dem Zeitpunkt der Manager Vangelis darüber informiert, dass Blade Runner 2049 ohne ihn gemacht wird, wenn Vangelis das schon im Oktober 2016 wusste? Das verstehe ich nicht so ganz. Aber vielleicht gab es ja noch mehr Kommunikation im Hintergrund, in die wir als Außenstehende keinen Einblick haben. Wir versuchen gerade irgendwelche Brocken in einer halbwegs vernünftige Zeitlinie zu bringen.

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      Monolith2063  

      Der Kommentator kennt offensichtlich nicht die ganze Geschichte. Es war nämlich so, dass mit dem Soundtrack zu BR 2049 ursprünglich Arrival-Komponist Jóhann Jóhannsson beauftragt war. Er hat auch was geliefert, aber das war so weit weg von dem, was Villeneuve für BR wollte, dass er es nicht akzeptiert hat. Dummerweise war aber schon viel Zeit ins Land gegangen und es gab eine Deadline, die nicht so weit weg war. Also suchte man hektisch nach einem Ausputzer. HZ ist bekannt dafür, dass er auch unter Druck „funktioniert“, Vangelis alleine wäre an der Stelle zu unsicher gewesen. Zum einen, weil er schon für den original Blade Runner Soundtrack mehrere Monate gebraucht hatte und Druck bekanntlich nicht besonders mag. Zum anderen, weil er musikalisch heute ganz anders klingt als Anfang der 1980er Jahre und man natürlich nicht weiß, was er geliefert hätte. Da Vangelis nur alleine arbeiten wollte, man sich zeitlich aber keine weiteren Experimente erlauben konnte, ist es am Ende das „Arbeitspferd“ HZ zusammen mit Benjamin Wallfisch geworden. Das mag man künstlerisch bedauern und vielleicht hätte Vangelis auch was Tolles geliefert, aber die Unsicherheit und der Zeitdruck war zu groß. Ab einem gewissen „Point of no return“ gibt es keine Freiheit für Experimente mehr.

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        ANALZONA.DE

        War mir bekannt und ist alles richtig. Wie gesagt, meine Annahme oben war eine Verwechselung. Dass Herr Zimmer ein absolutes Arbeitstier und für die Filmindustrie quasi eine Bank ist, hat er lang genug bewiesen. Und klar, Hollywood setzt auf Kommerz und Sicherheit im revenue.

        Vangelis verkörpert das Gegenteil all dessen und gerade deshalb braucht es jemanden wie ihn, und gerade in Stoffen, die eher Kunst als Kommerz verkörpern. Aber vielleicht kommt da ja noch etwas, ich würde mich sehr für Vangelis und uns Rezipienten freuen, bekäme er noch einmal die Chance, einen solchen Stoff mit seiner Herangehensweise zu transzendieren.

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          Monolith2063  

          Nachdem, was man so liest, hat Villeneuve einen Teil 3 im Kopf, der dann die Verfilmung des 2. Buches „Der Herr des Wüstenplaneten“ wäre. Da könnte dann vielleicht Vangelis ran. ;-)

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    horstenberg

    Herzlichen Dank für eine tolle Interview- und Artikelserie. Hans Zimmer gehört sicher zu den einflussreichsten deutschen Musikern unserer Zeit, da sind solche Einblicke sehr wertvoll.

    Auch über Eure Darstellung gibt es nichts zu meckern. Der Bericht ist mit „Aus dem Tagebuch eines Fans“ überschrieben, damit wird fehlende Objektivität sofort deutlich. Damit sind auch alle professionellen Standards eingehalten, denn so ist es ja gerade keine verdeckte Hofberichterstattung, die man in angeblich seriösen Medien des Öfteren findet.

    Danke, dass Ihr uns habt teilhaben lassen!

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    ANALZONA.DE

    Was mir auch noch am Herzen liegt:

    Wenn man die Chance hat, als Fan auf seinen Lieblingskünstler zu treffen und sogar mit diesem sprechen darf und ein Interview führt, wer bitte würde da emotional unbeeindruckt bleiben? Gut, Soziopathen vielleicht. Und es ist doch schön und großartig, wenn ein junger Mensch diese Chance bekommt und wahrnehmen darf. Und wer weiß, was daraus dann erwachsen kann. Ich verstehe kritische Kommentare zu Freude darüber auch nicht. Ich freue mich für jeden, der sich seine Träume erfüllen kann, wie in diesem Fall Linas Traum!

    Wenn ich bedenke, wie es mir in Anwesenheit Vangelis‘ gehen würde… einfach unvorstellbar! Dessen Weisheit, Musik und Weltanschauung begleiten mich nun seit 1982. Es ist doch klar, dass ein Treffen da im Hirn wirken muss wie eine Droge. Es ist ein „Mehr geht nicht“-Effekt, alles Glück in einem Moment, rein emotional betrachtet.

    Da würde mich tatsächlich auch die Innenschau von Herrn Grandl interessieren, sollte er ein Fan von Vangelis sein. Wie hat er wohl dessen Anwesenheit beim gemeinsamen Essen in Paris wahrgenommen und war es etwas Unvergleichliches? Aber vielleicht hat er die nötige journalistische Distanz, die ein Fan nicht hat?

    Klasse Interview-Serie!

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      Tyrell  RED 13

      Ich habe zwei Jahre darauf verwendet dieses Interview zu bekommen – und zwar weil ich ein Fan bin. Ich bin seiner Musik gegenüber uneingeschränkt unkritisch. Vangelis Musik hat definitiv mein Jugend geprägt. Ihn persönlich zu treffen und mit meinem Sohn, im Kreis seiner Familie, den Abend verbracht zu haben, war die Erfüllung eines Lebenstraums. :)

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        ANALZONA.DE

        Wahnsinn! Glückwunsch dazu! Es ist als Außenstehender überhaupt nicht zu ermessen oder in Worte zu fassen, was für eine Erfahrung das gewesen sein muss… einfach toll! Und das, obwohl Vangelis ja ein extremely private Mensch ist. Da eine Verbindung hergestellt ist, gibt es dann ja vielleicht auch die Hoffnung auf weitere tolle Interviews mit ihm. Gerne auch über seine Anschauungen und Sicht auf die Welt/die Entwicklungen…

        Da bin ich schon glücklich, im Nachhinein zu wissen, dass er wohl Mitte/Ende der 90er schon in Paris im gläsernen Studio weilte, als ich zur Tour de France mal dort war. Das Studio wurde ja angeblich später abgerissen wg. Bauvorschriften. Einige Fans behaupten hingegen, der Glasbau existiere noch. Mythen über Mythen. Sein derzeitiges Domizil wirkt auf jeden Fall eher wie ein klassischer Prachtbau an den Champs-Élysées. Und dass das alte Nemostudio in London abgerissen wurde, ist so schade, allein schon die Raumwirkung auf den alten Bildern ist atemberaubend. Auch ein Interview dazu mit seiner damaligen Technikerin Raine Shine wäre toll. Die Produktion von „Blade Runner“ und „Antarctica“ aus ihrer Sicht… Nostalgie und Faszination pur!

  16. Profilbild
    GiorgioMaserati  

    Den „Gala“-Vergleich finde ich unpassend; Bravo Fotolovestory trifft es eher.
    Wirkt dazu auch eigenartig, wenn die Redakteurin eines Musikmagazins von „…Geräten mit tausenden von Knöpfen und Rädchen“ spricht.

  17. Profilbild
    Synthie-Fire  AHU

    Super Artikel von der Lina Schmermer.
    Vielen Dank.
    Habe mich gleich mal gefreut das Hans Zimmer
    in Deutschland Konzerte gibt.Aber die Preise sind echt Ultra hoch von den verfügbaren Tickets.Hoffe nur er kommt wieder nach Deutschland, so das man sparen kann ;).
    Auch wenn ich es mir gerade nicht leisten kann
    verstehe ich die Preise wenn da viele Musiker dabei sind und man ihre Arbeit auch wertschätzen sollte ;).
    Auch sie haben alle ein Respekt verdient.
    So hält mein Traum vom Konzert bei ihm noch eine Weile länger *g*.

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