Tangerine Hommage
Wie der Vater so der Sohn? Jein. Jerome Froese, Sohn des Tangerine Dream-Gründers Edgar Froese, stand mit seinem Vater 16 Jahre auf der Bühne und arbeitete mit ihm an zahlreichen TD-Alben. Seit 2005 geht Jerome Froese aber auch eigene spannende Wege. Sein viertes Soloalbum Sunsets in Stereo erinnert teilweise ganz bewusst an die bekannten TD-Muster, gleichzeitig erweitert Jerome den Klangkosmos mit dem von ihm entwickelten Guitartronica-Stil. Ich traf mich mit Jerome in Berlin-Schöneberg, wo wir über sein neues Album, sein Equipment, aber auch darüber gesprochen haben, wie ein kaputter Harmonizer Tangerine Dream den Weg nach Hollywood geebnet hat.
Inhaltsverzeichnis
- Jerome Froese: Mein Start zurück in die Realität
- Flashback TD — The Clock that forgot Time
- Vintage-Synthesizer für den Retrovibe
- Guitartronica: Gitarrenspiel auf eine andere Ebene bringen
- Eine Charvel USA Model 4 für die Leadsounds
- Neugierde ist wichtiger als Spieltechnik
- Jerome Froese: Ich reagiere beim Komponieren nur auf den Sound
- Jerome Froese: KI in der Musik wird es bei mir nie geben
- Mixing geschieht schon bei der Produktion
- Von Cubase zu Bitwig
- Live ist schön, aber den Applaus brauche ich nicht
- Jerome Froese: Spotifys Vergütungspolitik ist lächerlich
Jerome Froese: Mein Start zurück in die Realität
Costello:
Im Pressetext zu deinem neuen Album Sunsets in Stereo steht, es wäre in einer Phase „intensiver globaler, aber auch persönlicher Veränderungen“ entstanden. Über das Globale müssen wir nicht reden, aber was ist denn bei dir persönlich passiert?
Jerome Froese:
Das erklärt sich mit einem Satz: Mein Vater Edgar ist 2015 gestorben. Das kam natürlich nicht unerwartet und war traurig genug. Leider folgte ein dreieinhalbjähriger Erbstreit mit der zweiten Frau meines Vaters. Teuer für beide Seiten und aus meiner Sicht unnötig. Das hat mich unheimlich viel Kraft gekostet. Dann kam bald die Pandemie. Danach habe ich gesagt, okay, jetzt starte ich wieder in die Realität zurück. In der Zwischenzeit war sogar schon ein Album entstanden, das so gut wie fertig war. Das habe ich aber dann verworfen, bis auf ein oder vielleicht zwei Songs, und mit frischer Energie nochmal losgelegt.
Flashback TD — The Clock that forgot Time
Costello:
Der Song und das Video zu The Clock that Forgot Time versetzt einen in die Tangerine Dream-Zeit. Was ist das für dich? Eine Hommage, eine Rückkehr, ein Abschluss?
Jerome Froese:
Definitiv eine Hommage. Dieser Song schlägt im Gegensatz zum Rest des Albums ganz bewusst in diese Kerbe — frühe 80er. Für mich als Kind war das die prägendste Zeit mit Tangerine Dream. Und es gibt halt dieses ganze Videomaterial. Was viele nicht wissen: Meine Mutter Monika hat auch viel Super 8 gefilmt und nicht nur fotografiert. Und ich hatte ja auch so eine kleine Kamera. Da hat man mir gesagt: Ruhighalten, langsame Schwenks und nicht zu schnell zoomen. Und dann habe ich da wie ein Wilder gefilmt und einige Aufnahmen sind jetzt auch in dem Video drin. Mit dem ganzen Material hätte ich wahrscheinlich 100 Videos schneiden können, ohne eine einzige Szene zu wiederholen. Die Auswahl hat Stunden gedauert.
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Costello:
Das Video kommt auf YouTube richtig gut an.
Jerome Froese:
Mit das Schönste war, dass ich tatsächlich E-Mails bekommen habe von Christopher Franke und von Johannes Schmoelling, die beide gesagt haben, „Hey, vielen Dank. Tolle Sache“.
Vintage-Synthesizer für den Retrovibe
Costello:
Es klingt auch nach Tangerine Dream mit diesen stolpernden Ratcheting-Sequencer-Linien und der wunderschönen Synthesizer-Melodie. Wie hast Du das gemacht?
Jerome Froese:
Ich bin eigentlich relativ digital geworden über die Jahre. Aber für The Clock that Forgot Time habe ich wirklich noch mal drei alte Kisten rausgeholt. Genau für diese Sounds, wo man sagt: „Klingt ja wie damals.“ Und zwar einen Prophet 5, einen PPG Wave 2 und einen Oberheim OB-X. Und mit dem OB-X habe ich diese schöne Melodie eingespielt. Aber sonst mache ich das alles digital.

Der kleine Jerome mit seinen Eltern Monika und Edgar. Monika hat die Coverfotos für viele TD-Alben geliefert, aber auch mit der Kamera gedreht. (Bild: Jerome Froese Archiv)
Costello:
Der erste Song heißt Hope. Und in den Liner Notes steht, es ginge in dem Album um „Resilienz, Hoffnung und den Mut neu anzufangen“. Bist Du mit einem festen Konzept an das Sunsets in Stereo gegangen?
Jerome Froese:
Das Album soll vor allem einen positiven Grund-Vibe haben und die Leute nicht runterziehen. Bei meinem zweiten Album von 2007 Shiver Me Timbers hatte ich auch unheimlich viel Energie reingehängt. Und da haben mir viele Leute gesagt: „Oh, das ist ja ganz schön düster und irgendwie ein bisschen deprimierend.“ Und das wollte ich diesmal auf jeden Fall vermeiden. Deshalb war ich darauf bedacht, bei aller Abwechslung der Songs eine gute Balance zu finden, bei der der Hörer sich irgendwie wohlfühlt.

Die Melodielinie auf The Clock that Forgot Time ist auf einem alten Schlachtschiff von Oberheim entstanden: dem OB-X
Guitartronica: Gitarrenspiel auf eine andere Ebene bringen
Costello:
Du beschreibst deinen Stil selbst als Guitartronica. Was heißt das?
Jerome Froese:
Mein Vater und ich kommen ja ursprünglich nicht von den Synthesizern und den Tasten her, sondern von der Gitarre. Ich war früher geprägt von klassischen Rockgitarristen, habe aber in den Neunzigern angefangen mit Effekten zu experimentieren. Bei Tangerine Dream standen diese ganzen Kisten rum mit Geräten aus den 70ern. Wo Edgar sagte: „Leg das bloß wieder weg, das ist altes Zeug. Das brauchen wir nicht mehr“. Und ich dachte, wunderbar, das schließ ich gleich mal an. Ich wollte die Gitarre auf eine andere Ebene bringen. Also zum Beispiel mit der Gitarre Flächen erzeugen, oder Shutter-Effekte, aus denen sich auch sequentiell etwas machen lässt.
Costello:
Und das hast Du konsequent weiterentwickelt?
Jerome Froese:
Genau. Und da merkte ich dann, dass die Gitarre in meinem Spiel vielleicht manchmal nur noch zu dreißig Prozent nach normaler Gitarre klingt, zu siebzig Prozent nach irgendetwas anderem. Mein Ziel war es, das alles zu einem Album und zu einer Art Stil zusammenzubauen. 2005 habe ich mich auf meinem ersten Soloalbum da rangetraut. Und seither perfektioniere ich das halt immer weiter bis heute.
Eine Charvel USA Model 4 für die Leadsounds
Costello:
Der Song Flowers & Skywriters ist dafür ein schönes Beispiel. Der fängt an mit akustischer Gitarre. Und dann kommt eine rhythmisierte Gitarre dazu und das verzahnt sich mit einem glockig-metallischen Sequencer-Sound.
Jerome Froese:
Du wirst viele Sachen auf dem Album oder auf den vergangenen Alben hören, wo du denkst, es spielt ein Synthesizer, aber es ist eine Gitarre. Und für mich ist es sehr spannend, diese Sachen gegeneinander zu spielen. In dem von dir gerade erwähnten Song sind das drei, vier Gitarren, die parallel spielen, aber auch gegeneinander gesetzt werden.
Costello:
Welche Gitarren spielst du?
Jerome Froese:
Ich spiele fast nur noch Fender Strat, habe aber für die Lead-Gitarren auf dem Album meine alte Charvel USA Model 4 von 1988 wieder mal rausgeholt. Die hatte ich damals in einem Gitarrenladen in LA entdeckt, sie hat um die achthundert Dollar gekostet. Das war die Tour, wo auch Ralf Wadephul dabei war. Mit dieser Gitarre habe ich damals mein allererstes Solo gespielt bei Tangerine Dream. 1989 auf Lily on the Beach, der Song heißt Radio City. Ja und diese Gitarre finde ich für Lead-Sounds unübertroffen bis heute.

Jerome Froese erzeugt seinen Guitartronica-Sound mit einer Armada von Effektgeräten. (Bild: Jerome Froese Archiv)
Costello:
Auf einem Foto habe ich entdeckt, dass du eine Riesenbatterie von Bodentretern besitzt.
Jerome Froese:
Ja, ich benutze zum Beispiel gerne die Effekte von Strymon: das Big Sky, Mobius und dieses Anthrazitfarbene…
Costello:
Das Timeline…
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Strymon Big Sky
Costello:
Genau, ja. Und neulich hat ein Freund von mir seine Wohnung aufgelöst und meinte: „Hey, ich habe hier noch ein paar Effekte herumzuliegen. Einen alten Ibanez Tube Screamer und einen Boss Overdrive und Distortion.“ Sag ich: „Komm her damit. Brauchst du nicht mehr?“ „Ja, schenke ich dir.“ „Wunderbar.“ Und so wird dann die Sammlung auch wieder erweitert.
Neugierde ist wichtiger als Spieltechnik
Costello:
In dem Song Lemonade Clouds spielst du eine richtige Powergitarre. Und du schreckst auch nicht davor zurück, schnelle Triolen zu spielen. Wie wichtig ist für dich Spieltechnik?
Jerome Froese:
Na ja, ich bin jetzt nicht so der trainierte Musiker. Das waren wir eigentlich alle nicht, das war Edgar auch nicht. Bei Tangerine Dream ging es viel mehr darum, sich von Sachen inspirieren zu lassen und neue Klänge zu finden. Vieles ist auch durch Zufall entstanden. Auf meinem Lieblingsalbum Force Majeure von 1979 gibt es diesen Track Thru Metamorphic Rocks. Und da taucht eine ganz markante Sequenz auf. Und das ist nichts weiter als ein kaputter Harmonizer.
Jeder andere hätte gesagt „Hey, der Harmonizer spinnt. Schalt den mal ab, der macht ja Geräusche.“ Bei TD hieß es dagegen: „Hey, der Harmonizer spinnt. Mach mal das Band an und drück auf Aufnahme.“ Das war unsere Herangehensweise. Und genau durch diesen Song ist Michael Mann damals auf TD aufmerksam geworden und hat dann Tangerine Dream für den Soundtrack zu Thief verpflichtet. Am Ende war also ein kaputtes Effektgerät der Einstieg nach Hollywood. Und sowas kannst du nicht planen.
Jerome Froese: Ich reagiere beim Komponieren nur auf den Sound
Costello:
Wenn du komponierst: Bist du der mathematische Typ, der alles vorher austüftelt? Oder lässt du dich von einem Klang, von einem kleinen Melodiefragment forttragen und schaust, wo die Reise hingeht?
Jerome Froese:
Letzteres — das mache ich ausschließlich so. Im Gegensatz zu Edgar. Der hat angefangen zu komponieren mit einem Bild im Kopf. Vielleicht weil er sich vorher mit Bildhauerei und Malerei beschäftigt hatte. Ich gehe da komplett anders ran. Ich habe überhaupt kein Bild im Kopf, sondern ich reagiere nur auf den Sound, auf das, was ich höre und versuche daraus etwas zu formen. Ich weiß am Anfang meistens auch nicht, was das am Ende wird. Manchmal denke ich, das geht in Richtung Ambient, sehr ruhig, und dann ist das voller Beats. Eine ganz andere Sache ist die Frage, das Material auszuwählen, das auf ein Album kommt. Und dann auch die Reihenfolge festzulegen. Dafür brauche ich etliche CD-Rohlinge um die Möglichkeiten durchzuspielen.
Costello:
Dein allererstes Instrument war das Schlagzeug. Auf dem Album gibt es elektronische Beats, aber auch teilweise sehr rockige Rhythmen. Spielst du das selber?
Jerome Froese:
Das programmiere ich. Da habe ich keinen richtigen Schlagzeuger bei mir. Da lasse ich mich ganz knallhart von irgendwelchen Prog-Rock-Sachen inspirieren und da weiß ich auch ganz genau, welche Beats ich hören will. Ich mag halt diesen organischen Drum-Sound sehr. Und deswegen mag ich vielleicht auch ein Album wie Force Majeure, weil da eben auch ein richtiger Drummer damals dabei war.
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Jerome Froese: KI in der Musik wird es bei mir nie geben
Costello:
An zwei, drei Stellen gibt es Stimme, auch einmal Gesang. Wer war das?
Jerome Froese:
Das ist eine Mischung aus Sachen, wo ich Leute aufgenommen habe. Auch ein paar Samples habe ich verwendet, aber es ist – und das gilt für das ganze Album – keine KI drin.
Costello:
Lehnst du KI in der Musikproduktion komplett ab?
Jerome Froese:
KI ist in Ordnung als helfende Hand, zum Beispiel bei der Spektralanalyse oder von mir aus auch als Hilfe beim Mastering oder wenn man bestimmte Sachen rausfiltern will. Aber diese Prompt-Generatoren finde ich ganz schlimm: Wo man wirklich irgendwo raufdrückt und sagt: „So, hier ist der Song und bitte schön.“ Nein, danke. Das wird es auch von mir in Zukunft nicht geben.
Mixing geschieht schon bei der Produktion
Costello:
Wie steht es mit Mixing und Mastering? Deine Alben sind immer sehr gut produziert.
Jerome Froese:
Mache ich alles selbst. Ich habe früher auch für TD viele Alben gemastert. Damals natürlich noch mit anderem Equipment und über die Jahre habe ich dann immer mehr Erfahrung gesammelt. Ich gehöre auch zu dieser Schule, die eigentlich schon beim Komponieren mixt. Es gibt ja viele Leute, die spielen ein, dann hinterher haben sie ihr Pult und dann mixen sie und mixen sie und mixen sie. Und dann gibt es tausend Mixe. Das mache ich alles schon beim Entstehen, weil ich den Song schon in der Entstehungsphase so weit hören möchte, wie er am Ende sein soll. Nach dem Motto: Der Weg ist das Ziel.
Von Cubase zu Bitwig
Costello:
In welcher DAW produzierst Du?
Jerome Froese:
Ich habe jetzt nach dreißig Jahren Cubase Goodbye gesagt, weil das mir langsam zu antiquiert war. Vieles, das heute eigentlich Standard sein sollte, habe ich dann in anderer Software wiedergefunden. Vor zwei Jahren bin ich zu Bitwig gewechselt. Sehr intuitiv zu bedienen und für meinen Workflow echt super. Die Software stürzt einfach nicht ab. Und es gibt ein ganz tolles Feature. Wenn ein Plug-in abstürzt, wird das gleich in eine gesicherte Box geschmissen und abgearbeitet. Das Programm bleibt dabei offen und du kannst weiterarbeiten. Nichts geht verloren. Alleine dafür könnte ich schon vor Freude ausrasten. Kannte ich so vorher nicht.
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Live ist schön, aber den Applaus brauche ich nicht
Costello:
Du hattest eine erfolgreiche Kooperation mit dem TD-Veteranen Johannes Schmoelling beim Projekt Loom. Ihr habt Alben produziert und seid aber vor allem auch live aufgetreten. Hättest du denn Lust, das Album Sunsets in Stereo auch live auf die Bühne zu bringen?
Jerome Froese:
Da hätte ich schon Lust drauf. Wird aber wahrscheinlich schwierig, das hinzubekommen. Alleine kannst du es eh vergessen. Du musst dann mit einem Laptop oder Two-Track arbeiten und was kannst du dann noch selber machen? Ich habe immer gerne auf der Bühne gestanden, das hat mir immer Spaß gemacht. Auch gerade zuletzt mit Johannes Schmoelling bei unserem gemeinsamen Projekt Loom war das ganz toll. Aber ich bin keiner, der jetzt für den Applaus lebt. Ich bin mehr so der Studiotyp, ich wurschtle gerne rum. Da spielt aber auch diese ganze Familienhistorie rein, wo seit Kleinkindtagen bis jetzt, wo ich 55 werde, große Live-Auftritte ganz normal waren. Dieses „Hier Leute, guckt mal, wie toll!“ — das brauche ich nicht.

Gemeinsam mit der früheren Propagandasängerin Claudia Brücken hat Jerome Froese 2018 das Album Beginn produziert. (Bild: Jerome Froese Archiv)
Jerome Froese: Spotifys Vergütungspolitik ist lächerlich
Costello:
Viele Musiker veröffentlichen nur noch auf den Streaming-Plattformen, aber dein neues Album gibt es auch als CD.
Jerome Froese:
Ich stehe nach wie vor auf physische Tonträger. Ich mag auch CDs. Ich hatte einen Teil meiner Sachen auf Spotify und hab sie wieder runtergenommen. Ich finde diese ganze Politik und auch das, was damit zu verdienen ist, einfach lächerlich. Da habe ich mir gedacht, das hat gar keine Relevanz für mich. Ich habe die Sachen auf Bandcamp hochgepackt, weil die Leute wissen, da steht meistens der Künstler dahinter. Viele Fans sind ja auch Sammler und die wollen ein richtiges Produkt wie eine CD in der Hand haben.
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Costello:
Was steht als nächstes auf deiner To-do-Liste?
Jerome Froese:
Es gibt ein fertiges Album — eine Kooperation mit Marty Wilson-Piper, früher Gitarrist bei The Church. Das geht sehr in Richtung Krautrock. Ich denke, das kommt nächstes Jahr raus. Dann sind bei dem Album Beginn von 2018 mit der ehemaligen Propaganda-Sängerin Claudia Brücken die Rechte ausgelaufen. Das könnten wir also wieder veröffentlichen. Und ich bin auch in Kontakt wegen einer möglichen Zusammenarbeit mit Susanne Freytag, ebenfalls früher bei Propaganda. Und dann habe ich ein Riesenprojekt an der Backe: die schier endlose Menge an Ton- und Bildmaterial der langen TD-Geschichte zu sichten, digitalisieren und archivieren.




































interessant, danke!
muss ich mir anhören.
vor zehn jahren ist Edgar in Wien verstorben.
einige Tage vorher war das Konzert.
leider war ich nicht dort.
@Numitron Ich habe mal das obere Video seines Songs: „A game of hearts, played with fire“ angehört und meinen Nerv hat es ehrlich gesagt nicht getroffen. Soundtechnisch ist das professionell gemacht, keine Frage. Aber Musik ist eben nicht nur Technik, Sequenzen und weibliche Engelsstimmen im Backround. Nichtsdestotrotz hört man seine Wurzeln heraus, in einem moderneren Gewand. Zumindest so würde ich seine Werke beschreiben, ohne jemand zu sein, der sehr viel TD anhört. Von daher geht sein musikalischer Weg in meinen Augen klar, quasi seine Welt und die von TD zu vermengen. Ob er auch den Thorsten Q. kennt? Vermutlich schon! Thorsten, als Chef von TD 2.0 wird er ihn wohl kennen. Er könnte doch mal als Gast in Musotalk eingeladen werden. Der Thorsten Q. ist dort immerhin Stammgast wenn es um Synthesizer, wie den neuen Waldorf Protein, geht (den man in Zeiten von dutzenden Wavetable-Softwaresynthesizern gewiss nicht braucht). Aber beeindruckend das er die alten Synthesizer hat und dann auch noch die Kronjuwelen der Geschichte schlechthin, wie ein Prophet 5 oder OB-X. – Alle Achtung! Wer träumt auf Amazona nicht davon? Hände bitte nach oben! 🙋♂️
@Filterpad OK! 👍
verstehe.
werde es anhören.
ja, die Synths hätte ich auch..😄🤘
leider ist das servicieren nicht so angenehm. 😄
loopop hat übrigens ein Review zum Protein gemacht.
@Numitron Jo, bin ich gerade völlig zufällig darauf gestoßen aufgrund der Youtube Algorithmen, da ich mir gerade alles mögliche an Videos von Waldorf reingepfiffen habe. Besonders angetan, neben dem Protein, war ich von dem Microwave Softwaresynthesizer VST. Ja das ist mal ein endgeiles Ding! Man hat den original Klang des Microwave und die Wavetables werden visualisiert, was echt fancy ausschaut. Die Farbgebung entspricht dem Microwave 1 Hardware und das GUI ist vollends skalierbar. Thomann ist hier nicht der günstigste, wer hätte das gedacht! Sah es 30€ günstiger im Netz. Könnte mein nächster Softwaresynthesizer werden. – Vielleicht! Aber ich bin angefixt von dem Teil. Der Protein klingt tatsächlich etwas anders, moderner und frischer, mehr höhenbetont ist mein erster Eindruck. Also meiner Ansicht nach ist es kein Microwave 1 in Minihardwareform, sondern ein eigenständiger Synthesizer mit Kern Microwave, aber auch Iridium und Quantum-Seele.
@Filterpad Du hast aber einen komischen YT-Algo. Meiner zeigt sowas:
https://www.youtube.com/watch?v=mfv0V1SxbNA
😄
@Filterpad schon interessant um das Geld und so kompakt 😃
die mean green Machine als Software finde ich auch super 😎
bin jetzt eher wieder auf neue Sounds aus.
liebe analog aber nur analog ist auch fad.
😃😃
Die Film- und Fotoclips von Frau Monika&Co. … Zeiten waren‘s. Elektronische Musik war noch etwas ganz abgefahrenes. Jumbo Jets und große Autos waren Zeichen des Fortschritts und des Wohlstands. Und die Russkis hatten einfach ihre Klappe zu halten hinter ihrer debilen eisernen Trennwand. Frau Monika fotografiert u.a. mit einer Olympus — die Marke gibt es für Fotokameras auch nicht mehr. Nur die Mode war bescheuert.
@Aljen hatte 2 Diktiergeräte von Olympus mit microkassette. 😎