Interview: Robert Wittek & Alexander Guelfenburg – ICONIC

30. Mai 2020

Zwei Solisten werden zu einem Duett

Alexander Guelfenburg (l) und Robert Wittek (r)

Mit dem Album ICONIC haben Robert Wittek und Alexander Guelfenburg eine zeitlose Elektronik-Produktion auf den Markt gebracht, die die Herzen von Synthesizer-Fans sicher hoher schlagen lässt. Ganz bewusst angelehnt an den Sound 80er, entstand vor allem mit „echter“ Hardware ein Album, das einen mitnimmt auf eine genußvolle Akustikzeitreise. Von meiner Seite aus kann ich dieses Juwel wirklich sehr empfehlen.

Wir hatten uns vor der Corona-Krise mit den beiden Künstlern getroffen und freuten uns über eine wirkliche lockere Gesprächsrunde. Bei der Gelegenheit ein großes Dankeschön an den Fotografen Gernot Ebenlechner, der die Fotos zu diesem Beitrag beigesteuert hat.

Nun viel Spaß bei der Lektüre,
Euer Peter Grandl

Iconic: Danger in Dream Artwork

Peter:
Hallo Robert, ganze elf Jahre hast du dir mit einem neuen Album Zeit gelassen. Wie kam es zu dieser langen Schaffenspause?

Robert:
Hallo Peter, schön, dass du das ansprichst. Es ist einigen aufgefallen, dass ich länger „weg“ war. Es war aber eigentlich keine elf Jahre Schaffenspause, sondern eine elf Jahre lange Release-Pause. Darüber hinaus ändern sich in verschiedenen Lebensphasen auch die Prioritäten. So waren in der letzten Dekade neben dem Musizieren auch andere Belange in meinem Leben wichtig. Vom Musizieren war ich aber nie ganz weg, nur eben nicht in Form von Veröffentlichungen als CDs, wie man es von früher oder zuletzt mit „sphere eleven“ im Jahr 2008 gewohnt war.

Robert & Alexander während der Aufnahmen zu DANGER IN DREAM

Peter:
Hallo Alexander, vielen unserer Leser bist du vor allem als Inhaber des Service-Betriebs VIRTUAL MUSIC bekannt. Dein guter Ruf eilt dir in Sachen Service längst voraus – und mit dem Upgrade THE MUSE für den Minimoog Reissue bist du auch Moog Kennern ein Begriff. Als Musiker dürfte man dich aber kaum kennen. Jetzt sind wir natürlich neugierig, um mehr zu deinem musikalischen Werdegang zu erfahren.

Alexander:
Tatsächlich bin ich seit früher Kindheit musikbegeistert, vor allem rhythmische elektronische Musik hat es mir angetan. Zum Synthesizer kam ich durch meinen Vater, der mich mit 16 Jahren vom obligatorischen Moped abhalten wollte und mir stattdessen einen Roland D-50 schenkte. Anfangs waren es nur Soundspielereien. Ich erkannte schnell, dass ich ohne theoretisches Fundament nicht weiterkomme und so habe ich Spieltechnik, Komposition und Harmonienlehre gepaukt. Anfang der 90er produzierte ich die ersten Jingles fürs Fernsehen. Etwas später veröffentlichte ich meine eigenen Ideen unter dem Pseudonym „Hybrid Machine“. Auf dem zweiten Album „Eloquence“ kam auch meine Technikbegeisterung durch, ich experimentierte mit Sprachsynthesizern und ließ diese singen. Was für ein enormer Aufwand. Für Neugierige, auf Bandcamp kann man sich die singenden Roboter anhören. Meine Karriere hat sich im Laufe der Zeit immer mehr zur Synthesizer-Technologie verschoben und so lebe ich heute hauptsächlich von meiner Service-Werkstatt. Der Musik bin ich immer noch treu geblieben und ich liebe sie als Ausgleich zur Technik.

Alexander Guelfenburg am Roland JP-8000

Peter:
Für euer aktuelles Album „Iconic“ habt ihr gerade eine Auszeichnung bekommen. Wie kam es denn zu dem Projekt DANGER IN DREAM?

Robert:
Wir beide sind in den 80ern musikalisch sozialisiert worden. Eigentlich bevorzugen wir ursprünglich sogar unterschiedliche Musikrichtungen. Wir sind jedoch schon eine halbe Ewigkeit befreundet und haben sehr früh erkannt, dass wir einen gemeinsamen Nenner haben. Dieser liegt in den frühen 80ern der elektronischen Musik, insbesondere der Tangerine Dream Alben aus dieser Zeit.

Alexander:
Dieser Epoche wollten wir ein Denkmal setzen. Wir beide sind Elektronikmusiker und haben die technischen und musikalischen Möglichkeiten, dies umzusetzen. 2001 haben wir, neben unseren Soloprojekten, beschlossen, dass wir diesem Zeitabschnitt der elektronischen Musik ein neues Gesicht geben wollen. Daher haben wir „Danger in Dream“ ins Leben gerufen. Unsere erste CD „Entrance“ war sehr erfolgreich und gilt heute als gesuchte Rarität.

Robert:
Obwohl „Entrance“ als CD nicht mehr erhältlich ist, kann man sie noch auf Bandcamp hören.

Alexander:
Auch unser neues Album „Iconic“ erfreut sich großer Beliebtheit. Die CD wurde gerade mit dem deutschen Preis für Elektronische Musik ausgezeichnet, der Schallwelle für das beste Album 2019. Gerne nützen wir die Gelegenheit und bedanken uns herzlich bei unseren Freunden und Fans, bei der Jury und allen unseren Unterstützerinnen und Unterstützern.

Peter:
In eurem Pressetext weist ihr besonders darauf hin, dass nur Hardware-Synthesizer eingesetzt wurden. Warum dieses Dogma?

Robert:
Dass wir nur Hardware-Synthesizer verwenden, ist kein Dogma, sondern hat mit unserer beiden Geschichte als Musiker zu tun. Unsere musikalischen Wurzeln liegen wie schon erwähnt in den 80ern und wir sind eben mit Hardware groß geworden. Glücklicherweise stehen uns einige Instrumente jener Tage zur Verfügung. Für eine Hommage an diese Zeit liegt es auf der Hand, diese Antiquitäten auch zu verwenden und sie wieder zum Strahlen zu bringen.

Alexander:
Ich bin ein haptischer Mensch und arbeite gerne mit Hardware. Es muss nicht nur Vintage sein, wir haben auf „Iconic“ einen gesunden Mix aus alten und modernen Instrumenten. Ich persönlich mag übersichtliche Synthesizer, deren Sweet-Spot ich kenne und wo ich schnell Sounds nach meinen Bedürfnissen erstellen kann. Die Möglichkeiten von Plugins sind phantastisch, aber mich erschlägt die Fülle an Presets und Funktionen. Hardware zwingt mich, den Fokus auf das Wesentliche zu richten.

Robert:
Wobei es viele Musikerinnen und Musiker gibt, die mit Plugins wunderbare Musik machen.

Peter:
Wie muss man sich das in der Praxis eure Produktion zu ICONIC vorstellen? Robert hat eine gigantische Vintage-Sammlung. Und sicher hast du Alexander auch einiges an Schätzchen. Wer ist denn am Ende zu wem gefahren und hatte immer einen Anhänger mit Synthesizern dabei?

Robert:
Der logistische Aufwand war überschaubar. Wir haben die Tracks konzeptionell zu Hause zu Papier gebracht und dann in meinem Studio grob ausgearbeitet, Harmonien und Melodien entwickelt und Sequencer und Drum-Machines programmiert. Wenn wir das Gefühl hatten, wir sind soweit, haben wir unsere Synthesizer zusammengepackt und uns für die Aufnahme in ein großes Studio zurückgezogen.

Alexander:
Wir beide haben sehr viel Erfahrung mit Synthesizern und unserem eigenen Setup. Wir wissen daher, welche Instrumente gut zusammenpassen. Was uns in unserer Kreativität unterstützt hat, haben wir eingesetzt. Ganz pragmatisch. In der Menge haben wir uns bewusst reduziert. Die Reduktion setzt viel kreatives Potential frei.

Peter:
Bei einer so umfangreichen Sammlung fällt es da nicht schwer, sich zu entscheiden, was für welchen Song verwendet wird?

Alexander:
Wir kennen unsere Synthesizer und dementsprechend haben wir die Auswahl getroffen. So war mein Minimoog Reissue stets für die Bässe zuständig, oft auch mit einem Flanger. Zum Solieren schätze ich den JP-8000, seine Haptik finde ich sehr ansprechend. Wenn ich meine eigenen Referenzinstrumente in der Werkstatt entbehren konnte, haben wir gerne die PPG Waves, den Rhodes Chroma und den Fairlight CMI IIx in die Aufnahmen eingebracht.

Robert:
Schwieriger war es eher zu entscheiden, was wir nicht verwenden. Gerade ich neige zum Überfrachten. Alexander ist da glücklicherweise ein guter Filter im kreativen Prozess, der Arrangements etwas fokussierter betrachtet.

Alexander:
Wenn es wirklich zu viel wird, dann beurteilen wir jeden einzelnen Klang im Arrangement. Erfüllt der Sound eine Funktion und „hebt“ den Track, dann bleibt er. Kann er keinen aktiven Beitrag leisten oder verwäscht die Transparenz, dann fällt er.

Robert:
Letztendlich geht es um Musik und daher haben wir den musikalischen Kontext im Blick.

Peter:
Oder anders gefragt: Gibt es zuerst eine Sequenz und danach sucht man den passenden Synthesizer dafür oder umgekehrt?

Alexander:
Die Mutter aller Dinge ist bei „Danger in Dream“ ein Entwurf, der die groben Abläufe, Spannungsbögen, Stimmungen, Melodien und Harmonien definiert. Darauf entwickeln wir einen Rhythmus, auf dem die Sequenzen und perkussiven Elemente aufbauen. Alles soll wie ein Zahnrad ineinander greifen und den Track anschieben. Beim Einspielen setzen wir auf Synthesizer, die im Studio einfach zu handhaben sind, aber uns auch überraschen können. Solche Instrumente sind beispielsweise der PPG Wave, der Polysix und der Juno-106.

Robert:
„Danger in Dream“ ist ein Live-Projekt im Studio, wo wir unsere Konzepte zügig umsetzen. Wir wollen gleichzeitig auch spontan bleiben und uns gegenseitig inspirieren. Irgendwann passiert dann die Magie und es kann sein, dass sich der Track von alleine in eine ganz andere Richtung entwickelt, als wir ursprünglich geplant haben. Man könnte sagen, es geht um einen gewissen Kontrollverlust.

Alexander:
Wir wissen, welche Synthesizer uns bei Sequenzen animieren oder welche sich eher für Bassläufe oder Flächen eignen. Von der Klangerzeugung sind so gut wie alle  Disziplinen enthalten: Die PPGs für Waveteble-Synthese, Prophet VS als Hybrid und TX81z für FM. Vertreter für die additive Synthese hatten wir den K5000, JP-8000 und Virus TI für virtuell-analog, Fairlight und Mirage für Samples und für die klassischen subtraktiven Sounds Instrumente wie etwa Minimoog, MS20, OB6, Polysix oder Juno-106.

Peter:
Kam es während eurer Sessions zu Überraschungen bzgl. der Synthesizer? Könnte ja sein, dass man dem einen oder anderen Synth mehr zugetraut hat, als er dann am Ende leisten konnte oder dass sich ein Hidden-Champion herauskristallisierte.

Robert:
Für mich ist Korg MS20 einer dieser Hidden-Champions. Wir waren beide nie Fans dieses Synthesizers bis zu dem Zeitpunkt, als uns ein Kollege den Trick mit dem External Prozessor zeigte. Seitdem war dieses Instrument auf jedem unserer Tracks zu hören. Eine weitere Überraschung: der Waldorf Pulse. Er war mir vorher zu direkt, aber nach einer Modifikation von Alexander ist er ein wichtiger Synthesizer für unser Projekt geworden.

Alexander:
Mich hat der OB6 ziemlich überrascht. Robert hat ihn eines Tages mitgebracht und ich hatte einen breiten, weichen Klang entsprechend des OB8 erwartet. Beim Antesten klang der OB6 eher spitz und harsch – was für eine Enttäuschung. Erst als wir ihn mit unseren Antiquitäten kombinierten, war klar: Dieser Synthesizer rockt. Robert hat ihm wunderschöne Sounds entlockt und großartige Soli darauf gespielt. Der OB6 war letztlich eine perfekte Ergänzung zum Roland-typischen Zuckerguss.

Robert:
Die Feuertaufe für einen Synthesizer ist das Arrangement. Manch phantastisch klingendes Edel-Instrument stinkt im Arrangement ab, währen andere unscheinbare „Low-Cost“-Geräte ohne Kult-Faktor sich grandios durchsetzen können. Nach dieser Erfahrung müssten eigentlich Testberichte, wie ich sie auf  www.synthesizer.at verfasse, auf andere Beine gestellt werden und die Instrumente mehr im Kontext betrachten. Das ist natürlich in Tests so nicht machbar.

Peter:
Das Recording geschah aber sicher Computer-gestützt oder habt ihr hier auf analoge Bandmaschinen gesetzt?

Alexander:
Tape haben wir nicht verwendet, aber die Sättigung des analogen Pultes ist deutlich hörbar. Unsere Absicht war ein warmes und breites Klangbild.

Robert:
Wir haben mit Computer die Stereo-Summe aus dem Pult aufgenommen und gleichzeitig auf Mehrspurtechnik und exzessives Overdubbing verzichtet. Alle Synthesizer wurden live gespielt bzw. angesteuert. Das ist ziemlich oldschool, hat aber viel Spaß gemacht und hatte das Ziel, hörbar anders zu sein als viele aktuelle Produktionen.

Alexander:
Das war eine Herausforderung, denn ein Fehler im Mix oder in der Performance wäre dauerhaft auf der Master-Spur zu hören gewesen. Dieses Wissen bei der Aufnahme erzeugte schon eine gewisse Spannung, die durchaus positiv sein kann. Man steht aufrecht im Studio, atmet durch, schaut sich an, nickt sich zu, startet die Sequenzen und los geht’s. Ohne doppelten Boden.

Robert:
Es ist ein diametral anderer Prozess, als wenn jeder von uns an seinen Solo-Projekten arbeitet. Bei „Danger in Dream“ entsteht eine interessante unsichtbare Kommunikation zwischen uns. Natürlich passieren unvorhergesehene Ereignisse, die wir nicht planen und die letztendlich die Lebendigkeit ausmachen.

Alexander:
Der Computer hatte aber noch die Aufgabe, die Clocks für unsere Sequencer, Arpeggiatoren und die Drum-Machine zu liefern. Wir verwendeten einerseits FSK für den Page-R Sequencer vom Fairlight, für die Drum-Machine und den Polysix Arpeggiator. Andere Sequencer und Arpeggiatoren bekamen den Sync via MIDI. Während FSK extrem tight ist, hat die MIDI-Clock immer ein leichtes Schlingern. Diese verleiht den Rhythmen und Sequenzen auf „Iconic“ ein angenehm grooviges Feeling.

Peter:
Zur Musik. Auf Discogs wird die  Stilrichtung von ICONIC als Berlin-School und Ambient angegeben. Für mich klingt vieles nach Harold Faltermeyers 80s Scores. Bei einigen Solo-Lines scheint der Performer gar Zeit und Raum vergessen zu haben ;-)

Wie würdet ihr eure Musik beschreiben?

Robert:
Die eigene Musik zu beschreiben, ist schwierig. Wir liefern mit „Iconic“ eine bewusste Hommage an die Musik der „Froese/Franke/Schmölling“-Ära der frühen 80er. Insofern kann man das schon als Berliner Schule bezeichnen, obwohl wir den Stil weiterentwickeln und zeitgemäß darbieten.

Alexander:
Wir glauben, dass unsere Handschrift recht markant ist. Wir legen Wert auf eine agile und rhythmische Performance und auf vielschichtigen, transparenten Sound. Selbstverständlich sind viele Einflüsse zu hören, vorwiegend aus der Elektronischen Musik, aber auch aus der englischen Pop-Kultur der 80er. Zu Faltermeyer haben wir allerdings keine Assoziation.

Robert:
Vielleicht liegt das daran, dass Tracks mit Sample-Drums und Moog-Bass oft ein gewisses „Axel F“-Feeling verströmen?

Alexander:
Um auf die Frage zurückzukommen. Besser als jede Beschreibung ist vermutlich, sich selber einen Eindruck über unsere Musik zu verschaffen.

Peter:
Tatsächlich hat ICONIC nur noch wenig mit den Alben zu tun, die Robert in den Neunzigern produziert hat. Ist das evtl. auf den Einfluss von Alexander zurückzuführen?

Alexander:
Dass „Iconic“ anders als unsere Solo-Produktionen klingt, ist kein Zufall. Es war ein definiertes Ziel. Wir wollten ein kompromissloses Album produzieren, das auch in Zukunft Bestand hat. Wir haben uns Zeit für die Konzepte gelassen und uns auch Unterstützung von hervorragenden Audio-Engineers geholt. Das alles für einen transparenten, großen Sound.

Robert:
Natürlich haben wir beide uns weiterentwickelt, sowohl im Sounddesign als auch in unseren musikalischen Kompetenzen. Der eigentliche Zauber an „Danger in Dream“ ist, dass das Ergebnis mehr ist als die Summe von uns beiden. Der kreative Workflow mit einem interaktiven Menschen schafft Mehrwert. Eins plus eins ist drei, in magischen Momenten auch vier. Viele Bands beweisen das tagtäglich. So ist es auch bei „Danger in Dream“.

Alexander:
Wir sind beide komplett verschiedene Typen. Während ich eine klare Vorstellung im Kopf habe und diese erarbeiten möchte, ist Robert experimentierfreudiger. Er schichtet gerne Sound auf Sound und erzeugt unglaublich dichte Klangwolken. Weiters kann er unvorhergesehene Ereignisse sofort aufnehmen und in weitere Ideen transferieren.

Robert:
Interessant wird es, wenn einer von uns auf Ideen des anderen reagiert. Es entsteht auf diese Weise ein „Frage und Antwort“-Spiel, was der Performance einen unglaublichen Reiz bringt.

Die verdiente Auszeichnung: „Bestes Album 2019“ Schallwelle-Award 2019

Peter:
ICONIC is the Name. Und die Titel der Stücke lassen viel Raum für Interpretation. Gibt es da irgendeinen tieferen Zusammenhang zwischen Albumname und Musiktitel, die uns erst einmal verborgen bleiben?

Alexander:
Wir haben uns zu jedem Track zuvor ein Thema überlegt und artikuliert. Etwa eine Situation, ein Gefühl, eine Begebenheit. Beispielsweise widmet sich der Track „Arctic Mysteries“ dem Thema „Kälte“.

Robert:
Spannender ist doch, was die Tracks bei den Zuhörerinnen und Zuhörer für Assoziationen und Gefühle auslösen.

Alexander:
Die Entstehung des Albumtitels können wir trotzdem verraten:  Ein Musikkollege hörte sich unser neues Material an, bekam einen breiten Grinser und sagte „kultig!“. Ins Englische übersetzt war der Albumtitel „Iconic“ geboren.

Peter:
Wird DANGER IN DREAM auch künftig Alben herausbringen oder war das eine einmalige Angelegenheit?

Alexander:
„Danger in Dream“ wird es solange geben, solange wir Lust dazu haben und wir das Gefühl haben, dass sich unsere Musik weiterentwickelt.

Robert:
Nachdem wir gerade so schön im Flow sind, könnte es schneller als erwartet ein weiteres Album geben.


Forum
  1. Profilbild
    wolftarkin  AHU

    Ich hab mich die ganze Zeit über den seltsamen Namen „Danger in Dream“ gewundert, obwohl alles nötige genannt wurde. Erst als ich auf wikipedia das offensichtliche gelesen hab… *kopfklatsch*
    Auf Roberts synthesizer.at hab ich auch schon die ein oder andere Stunde verbracht.
    Hübsche „kleine“ Sammlung. ;-)
    Faltermeyer kam mir beim vorhören nicht in den Sinn, dafür aber mal Jan Hammer.
    Und „Electric Fields“ klingt irgendwie…magnetisch? :-D
    Was macht eigentlich der Sharp Pocket PC auf dem Waldorf Pulse? Bei meinem PC1430 war nach 30 Jahren das Display „ausgelaufen“.

    • Profilbild
      LX@VM  

      Hallo Wolftarkin, danke für Dein Kommentar! Zu Deiner Frage: Am Sharp PC1403 habe ich eine „App“ programmiert, die mir aus dem Tempo diverse Notenwerte (1/16, punktierte 1/8, ..) in Millisekunden umrechnet. Das diente zum Synchronisieren der alten Digitaldelays mit dem Tempo des Sequencers. Der Rechner ist auch schon 33 Jahre alt – quasi ein weiteres Vintage-Instrument. :-) LG Alexander

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    swissdoc  RED

    Ein spannendes Interview zu zwei coolen Herren die wunderbare Musik zusammen produzieren. Geniales Foto. Durch eine Fügung des Schicksals (halt, das waren die Treffen in Kufstein) durfte ich beide persönlich kennenlernen und mich mit ihnen anfreunden, soweit das auf die Distanz eben geht. Weiter so!

    • Profilbild
      different9  

      Danke für deinen Kommentar. Ja die Treffen in Kufstein waren schon legendär und unsere Gespräche sind noch bestens in Erinnerung. Schöne Zeit damals. :)

  3. Profilbild
    Synpro

    Als langjähriger Fan Euer beider Musik (ja, ich schätze alle Euren Solo-, wie auch gemeinsamen Alben wirklich sehr) und mittlerweile auch schon langjähriger Freund habe ich natürlich bei der Schallwelle-Wahl für Euch gestimmt – war ich doch überzeugt, dass Euch mit „Iconic“ wirklich ein großes Werk gelungen ist! Diese Album ist derzeit Dauergast in meinem CD-Player. Ich schätze sowohl das bewusste Anhören, aber verwende es auch als Klangteppich und Stimmungsmacher während der Corona-Homeofficephase, die für mich noch immer andauert. Ich komme dadurch in eine tolle Stimmung, sodass mir die Arbeit viel mehr Spaß macht, ja gar nicht mehr wie Arbeit verkommt. Für mich als Hobbymusiker, dem oft das Basteln von Interfaces oder kleinen Gimmicks für mein Tonstudio wichtiger ist, als Musik zu machen, bewundere ich vor allem Eure professionelle Arbeitsweise. Dadurch kann ich natürlich viel lernen! Bei all Eurer Professionalität gefällt mir aber, dass Ihr nicht „abgehoben“ seid, sondern zwei sympathische Musiker seid, die auch andere Musiker, die vielleicht einen anderen Weg gehen (Stichwort: „Plugin-Musiker“) akzeptieren und nicht verdammen. Diese Offenheit ist glaube ich auch der Schlüssel, dass Ihr Euch nicht selbst einsperrt habt und keine Grenzen setzt, Ihr habt somit immer neue Wege probiert und somit einen tollen musikalischen Werdegang beschritten.

  4. Profilbild
    qwave  

    Sehr schön ausführlicher Bericht über die Entstehung und nicht nur über technische Details.

    Aber als ich „Modifikation am Pulse“ laß, wurden meine Ohren ganz spitz. Hat man da vielleicht den Filtereingang dauerhaft etwas abgemildert um nicht immer diesen Brettklang zu bekommen?

    Und bei „bis zu dem Zeitpunkt, als ein Kollege den Trick mit dem External Prozessor [des Korg MS20] zeigte“ erinnerte ich mich wie ich vor vielen Jahren das erklärt bekommen habe. Damals zeigte mir ein heutiger Amazona Redakteur (Wink nach oben in diesen Kommentaren) diesen Trick.

    „Iconic“ hat zu Recht einen Preis bekommen. Eine wirklich hörenswerte CD.

  5. Profilbild
    Arakula

    Ein schönes Interview!

    Besonders begeistert hat mich das Foto mit der „Dreihandtechnik“ am PS-3100 :-)

    Und ja, bitte macht weiter mit Danger in Dream.

  6. Profilbild
    KRZSYS

    Nach Erhalt der CD habe ich sie in das Autoradio geschoben, und konnte mich die nächsten 5 Wochen nicht mehr davon lösen! Ich habe es in jeder Sekunde schwer bereut, dass sich mein Lenkrad nicht in der Mitte des Fahrzeugs befindet! Für mich war es purer Genuss – ein Erlebnis – ein Abenteuer! Hinter den schon an sich beflügelnden Tracknamen, entrollen sich vieldimensionale nur theoretisch künstliche Bühnenbilder die im Gegenteil eine eigenständige in sich schlüssige Realität abbilden die es bedingte, dass ich in ihr neu riechen, schmecken, tasten, fühlen lernen musste und mein Gehirn die Information meiner Augen neu zu interpretieren zwang um mich selbst in ihr zu begreifen. Ohren überflüssig! kein Links o. Rechts, keine Gefahren zu erörtern, keine Flucht notwendig! Nur Beobachten eines natürlichen Spiels aus Formen und Farben, so friedlich und entspannend wie von einer Schaukel aus die Natur zu bewundern. Der Anblick von natürlicher Schönheit aber ohne Abnützung. Ohne die Nähe von Langeweile oder Gewohnheit. Dann nach einer gefühlten Ewigkeit, die jähe Stille. Die mich wieder zurückwirft in mein hier & jetzt, Ernüchterung bei gleichzeitigem Verlangen nach mehr von dem neuen Sauerstoff ..und doch kein Komplettverlust, sondern bereichert um eine Erfahrung, die bleibt, korreliert, mit mir verschmilzt. Danke euch! safety-in-Dream-Team!!

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