ANZEIGE
ANZEIGE

Interview: Stavroz

Im Klangrausch zwischen Analog und Elektronik

13. Dezember 2025

Stavroz InterviewKaum eine Band schafft es, elektronische Musik so organisch, lebendig und emotional klingen zu lassen wie Stavroz. Das belgische Quartett bewegt sich seit Jahren mühelos zwischen Clubkultur und akustischer Feinfühligkeit, zwischen DJ-Set und Liveband.

ANZEIGE

Stavroz, das sind die Sound-Engineers und DJs IJsbrand De Wilde und Gert Beazar sowie Gitarrist Maxim Helincks und Synth-Fan und Saxophonist und Bassist Pieter De Meester. Jazzige Parts treffen auf analoge Synths und werden mit allerhand Klangexperimenten zu einem unverkennbaren Stil, mit dem sich Stavroz nicht nur eine internationale Fangemeinde, sondern auch zahlreiche Auszeichnungen erspielt hat.

Ob auf Festivalbühnen oder in intimen Clubs – ihre Live-Auftritte sind Erlebnisse voller Dynamik und Improvisation, bei denen Technik und Emotion perfekt ineinandergreifen.

Ich habe mit Stavroz über ihre Instrumente, ihr technisches Setup und die Zukunft des “Stavroz-Sounds” gesprochen.

Sonja:
Gert, ursprünglich habt ihr mit Stavroz als DJ-Projekt begonnen und die elektronische Musik ist eure Heimat. Aber trotz der elektronischen Basis klingt eure Musik unglaublich analog und lebendig. Wie kam es zu eurer aktuellen Besetzung der Band?

Gert:
Die Besetzung entstand einfach, weil wir unsere Musik live spielen wollten. Da unsere Musik viele Live-Elemente enthält, war es naheliegend, dass wir ein Team von Musikern zusammenstellen würden, um unsere Musik auf die Bühne zu bringen.

Stavroz Synthesizer

Gert Beazar gründete gemeinsam mit IJsbrand De Wilde die Band Stavroz

Maxim war ein Freund, den wir im Musikstudium kennengelernt haben und er war schon bei einigen unserer frühen Songs dabei. Pieter stieß kurz darauf zu uns. Wir haben uns über einen gemeinsamen Freund kennengelernt.

Sonja:
IJsbrand, DJ-Equipment und analoge Synthesizer im Studio – und wo zieht ihr bei Stavroz die Grenze zwischen Nostalgie und moderner Produktion?

IJsbrand:
Analoges Equipment verleiht Charakter und Wärme – diesen nostalgischen Touch, den man digital nicht vollständig nachbilden kann. Für mich geht es darum, die Wärme der Vergangenheit aufzugreifen und sie mit der Präzision moderner Werkzeuge neu zu formen.

ANZEIGE

Sonja:
Maxim, neben analogen Synthesizern setzt du auch auf eine Kombination aus klassischen E-Gitarren und E-Bass sowie elektronischen und digitalen Instrumenten. Welche Herausforderungen ergeben sich daraus? Wie gehst du damit um?

Maxim:
Ich spiele meistens auf Leihgitarren, da wir oft im Ausland auftreten – was manchmal etwas schwierig sein kann. Um das zu kompensieren, nutze ich den Polyend Mess mit Presets, die den meisten Gitarren den gewünschten Sound verleihen. Zum Glück kann ich oft auf meinen Lieblingsmodellen spielen, wie der Gibson SG oder der Gibson ES-335.

Affiliate Links
Polyend Mess
Polyend Mess
Kundenbewertung:
(4)

Ich finde die Kombination aus analogen und digitalen Instrumenten nicht schwierig, sondern eher bereichernd, eine spannende Mischung, die das Ganze für uns und das Publikum interessanter macht.

Sonja:
Wie sieht dein Setup im Detail aus?

Maxim:
Mein Setup beginnt natürlich immer mit einer Gitarre. Zuhause spiele ich meistens eine Gibson ES-339 oder manchmal eine Danelectro mit Humbuckern. Hin und wieder spiele ich auch eine Fender Jazzmaster. Wie bereits erwähnt, steht in unserem technischen Rider üblicherweise eine Gibson ES-335 oder eine Gibson SG.

Affiliate Links
Epiphone ES-339 Vintage Sunburst
Epiphone ES-339 Vintage Sunburst
Kundenbewertung:
(23)

Für diese Tour verwende ich vier Pedale. Zuerst das klassische Boss-Stimmgerät. Dann kommt ein Overdrive/Fuzz-Pedal zum Einsatz – die Zvex Box of Rock. Danach folgt mein absoluter Favorit: das Moogerfooger Delay. Und schließlich schalte ich alles durch das Polyend Multi-Effektgerät, für das ich für die meisten Songs separate Presets erstellt habe.

Das neue Album von Stavroz wurde in den Daft Studios in Belgien aufgenommen

So kann ich einfach mit den Presets durch das Set navigieren. Es ist ein fantastisches Pedal – es bietet so viele Möglichkeiten. Ich habe wahrscheinlich erst etwa 10 % davon entdeckt, vielleicht sogar weniger.

Sonja:
Welchen Bass spielst du am liebsten, Pieter?

Pieter:
Ich spiele am liebsten einen Fender Mustang Shortscale.

Affiliate Links
Fender Am Pro Clsc Mustang Bass FDKR
Fender Am Pro Clsc Mustang Bass FDKR Bisher keine Kundenbewertung verfügbar

Sonja:
Wie entscheidet ihr, welche Instrumente live aufgenommen und welche digital produziert werden – und wie beeinflusst das euren kreativen Workflow?

Pieter:
Es gibt keine festen Regeln in diesem Entscheidungsprozess. Jeder Klang, der uns anspricht und interessiert, wird verwendet, egal ob er digital oder live entsteht. Wenn wir versuchen, Regeln aufzuerlegen, blockieren wir nur unseren kreativen Workflow. Diese Methode bedeutet, dass die Songs live manchmal anders klingen als auf dem Album. Genau das macht eine unserer Performances zu einem ganz besonderen Erlebnis.

Kleine Unvollkommenheiten machen den Klang lebendig

Sonja:
Ihr seid dafür bekannt, ungewöhnliche Klangquellen einzusetzen – von Feldaufnahmen bis hin zu Alltagsgeräuschen. Welche technischen Hilfsmittel oder Mikrofone verwendet ihr, um diesen unverwechselbar organischen Klang einzufangen?

Maxim:
Wir haben ein paar Mikrofone im Studio – normalerweise ein RE20, einige Kondensatormikrofone und ein Audix. Es kommt ganz auf die Klangquelle an. Manchmal nehme ich einfach etwas mit dem Mikrofon meines Handys auf. Diese kleinen Unvollkommenheiten lassen einen Klang oft lebendig werden.

Daft Studios, Belgien

Sonja:
Die Live-Shows von Stavroz sind energiegeladen und gleichzeitig präzise. Wie sieht euer technisches Setup auf der Bühne aus, um zwischen vorbereiteten Sequenzen und spontanen Momenten zu wechseln?

IJsbrand:
Die Songs in unserem Set haben zwar eine feste Reihenfolge, aber die spontanen Momente entstehen meist in der Länge bestimmter Intros oder Abschnitte. Wenn wir merken, dass das Publikum einen bestimmten Song besonders mag, dehnen wir ihn gerne etwas aus. Auch Soli können je nach Veranstaltungsort – ob Open Air oder Club – unterschiedlich wirken.

Ich denke, in einem dunklen Club spielen wir tendenziell etwas intimer, während Festivals energiegeladener und offener sind. All diese Faktoren prägen den Sound eines Sets – und kein Set gleicht dem anderen. Kein Solo ist jemals identisch. Manchmal überspringen wir das Intro eines Songs fast und manchmal dauert es zwei Minuten. Genau da liegt die Variation.

Stavroz im Interview: „Wir spielen mit einer vorbereiteten Setlist, wissen also, welche Songs wir spielen, aber nicht immer, wie wir von A nach B kommen. Das gibt uns die Freiheit zu improvisieren und wirklich mit dem Publikum zu interagieren.“

Technisch gesehen ist ein Midas M32 Mischpult das Herzstück unseres Live-Systems – alles wird darüber geroutet und an die PA summiert. Das M32 ist mit einem Computer verbunden, auf dem verschiedene Plug-ins laufen, wodurch unser Live-Sound nah am Album-Sound bleibt. Manchmal kommen Pitch-Shifter, Ping-Pong-Delays oder ungewöhnliche Modulationseffekte zum Einsatz; manchmal ist es einfach eine präzise Gesangs- oder Gitarrenkette. Das Setup hält den Sound flexibel und lebendig.

Sonja:
Ihr habt bereits mehrere internationale Auszeichnungen erhalten. Haben euch diese Erfolge ermutigt, neue technische oder stilistische Wege zu beschreiten – oder setzen sie euch eher unter Druck?

Gert:
Wir versuchen, es als Motivation zu sehen, nicht als Druck. Erfolg sollte einen nicht in Sicherheit wiegen, sondern antreiben.

Sonja:
Eure Tracks haben oft eine fast filmische Qualität, voller Tiefe und Atmosphäre. Arbeitet ihr bewusst mit bestimmten Mixing-Techniken oder Raumeffekten, um diesen „filmischen“ Sound zu erzeugen?

Gert:
Es gibt nicht unbedingt „filmische Tricks“ beim Abmischen. Ich glaube, die Lösung liegt vielmehr darin, wie wir unsere Musik schichten und arrangieren. Wir konzentrieren uns nicht auf eine klassische Popstruktur mit Strophe, Bridge, Refrain und wieder Strophe. Wir bevorzugen es, eine Reise mit Anfang und Ende zu gestalten. Sanft beginnend, das Tempo steigernd, sich weiterentwickelnd und schließlich zum Schluss kommend. Das Abmischen ist einfach unser Versuch, alles gut klingen zu lassen und den einzelnen Elementen die richtige Priorität zu geben.

Ein guter DJ erzählt eine Geschichte ohne Worte

Sonja:
IJsbrand, was macht deiner Meinung nach einen guten DJ aus?

IJsbrand:
Es geht um die Verbindung zum Publikum. Man kann die beste Musikauswahl der Welt haben, aber, wenn man die Stimmung des Publikums nicht spürt, spielt das keine Rolle. Ein großartiger DJ erzählt eine Geschichte ohne Worte und weiß genau, wann er überraschen muss (lacht).

Sonja:
Blick in die Zukunft: Gibt es neue Technologien, Instrumente oder Produktionsmethoden, die euch reizen, um den typischen „Stavroz-Sound“ weiterzuentwickeln?

Maxim:
Wir haben keine konkreten Pläne, wie sich unser Sound entwickeln soll, aber ich denke, wir suchen einfach nach coolen und ungewöhnlichen Sounds – nach Dingen, die sich musikalisch, melodisch und rhythmisch interessant anfühlen. Darauf aufbauend erarbeiten wir dann Tracks und suchen immer nach neuer Inspiration.

Ich denke, das ist wirklich das Beste am Musikmachen: sich ständig weiterzuentwickeln und Neues zu entdecken, indem man versucht, coole Sounds zu kreieren oder zu finden. Dafür gibt es noch keine feste Formel oder Richtung – es geht darum, neugierig zu bleiben.

Vintage-Synthesizer on the Road? – Besser nicht!

Sonja:
Du verwendest ja Vintage-Synthesizer für Aufnahmen. Wie setzt du diese Sounds live ein? Was schätzt du an Vintage-Synths und welche Kompromisse gehst du bei deinem Live-Equipment ein?

Maxim:
Ja, mit Vintage-Synthesizern macht es definitiv Spaß, Musik zu machen. Sie sehen toll aus und klingen immer etwas authentischer – wärmer, realistischer … einfach einzigartiger, würde ich sagen.

Vintage synthesizer

Maxim: Wir versuchen wirklich, die Tracks so zu gestalten, dass wir sie am besten auf die Bühne bringen

Das einzige Problem ist, dass man seinen Juno-60 oder MS-20 nicht unbedingt mit auf Tour nehmen möchte – das ist einfach zu riskant für solche Instrumente.

Sonja:
Nutzt du Ableton Plug-ins oder Samples?

Maxim:
Ja, manchmal ersetzen wir diese Sounds durch Plug-ins, wenn wir live spielen. Oder zum Beispiel spielen wir die Akkorde, die ursprünglich auf dem Juno in einem Track gespielt wurden, live auf der Gitarre. Wir versuchen wirklich, die Tracks so zu gestalten, dass wir sie am besten auf die Bühne bringen. Das kann alles Mögliche bedeuten – manchmal lassen wir sogar bestimmte Parts komplett weg, und es klingt trotzdem cool.

Sonja:
Was gefällt dir besonders am Juno-60 und am Korg MS-20? Und für welche Sounds habt ihr sie verwendet?

Affiliate Links
Erica Synths Black Sequencer
Erica Synths Black Sequencer
Kundenbewertung:
(21)

IJsbrand:
Den Juno-60 haben wir schon lange – Max hat ihn sich in seiner Punkrock-Phase gekauft. Gert gehörte zu den Pionieren elektronischer Geräte und besitzt den Korg MS-20 schon seit vielen Jahren.

Wir haben den MS-20 in unseren Produktionen bisher nicht wirklich oft eingesetzt, aber auf „Take a Seat“ hat er endlich seinen Platz auf dem Album gefunden. Der Juno-60 hingegen ist schon lange Teil unseres Sounds – er taucht in vielen unserer früheren Produktionen auf. Auch diesmal hat er wieder diesen nostalgischen Touch zum Leben erweckt – warm, leicht unperfekt und voller Charakter.

Sonja:
Ihr spielt ohne festen Schlagzeuger – welche Geräte und/oder Samples beziehungsweise Plug-ins verwendet ihr für die Drum-Sounds?

Maxim:
Für dieses Album haben wir die Drums in Pieters Studio aufgenommen – er hat die Drum-Parts selbst eingespielt. Wir verwendeten außerdem eine Mischung aus gesampelten Drum-Sounds aus verschiedenen Sample-Packs und modularen Synthesizern, kombiniert mit Software wie Reaktor und Kontakt.

Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Mehr Informationen

Es ist kein typisches Drum-Setup – für jeden Song suchten wir nach dem perfekten Drum-Sound, der zur Stimmung und Textur des Tracks passte. Manchmal bedeutete das, akustische Schläge mit modularen Pieptönen oder synthetischer Percussion zu layern. Wir mögen die Mischung aus organischen und elektronischen Elementen; das hält die Rhythmusgruppe lebendig und etwas unberechenbar.

Sonja:
Max, welche Module sind in deinem modularen System? Und auf welche drei Module könntest du nicht verzichten?

Maxim:
Mein Rack hat viel zu viele Module, wenn man meinen Geldbeutel bedenkt.

3 Favoriten:
Xoac decices – Batumi
Erica Synths – Black Sequencer
Instruō – Lubadh

IJsbrand:
Ich bin ein großer Fan von Instruō, der Firma aus Glasgow. Ihre Lubadh- und Arbhar-Module sind unglaublich – sie leisten fantastische Arbeit mit Loops und granularen Texturen. Diese beiden sind in meinem Setup absolut unverzichtbar.

Ich liebe auch Mutable Instruments, besonders Beads – es ist eines meiner absoluten Lieblingsinstrumente. Es ist auf die beste Art unberechenbar und kann selbst den leisesten Ton in etwas völlig Neues verwandeln.

Außergewöhnliche Instrumente: Gembri

Sonja:
Ihr verwendet regelmäßig neue, weitgehend unbekannte Instrumente wie die Gembri und die Oarqeba. Was fasziniert euch daran? Wie ist die Aufgabenverteilung – wer lernt diese Instrumente oder werden sie hauptsächlich gesampelt?

Gert:
Wir sind nach unserem Auftritt beim Moga Festival in Marokko zum ersten Mal mit der Gembri in Berührung gekommen. Wir haben diesen tiefen, biegenden Klang des Instruments schon immer geliebt.

Nach dem Festival ließen sich Maxim und Pieter jeweils zwei Gembri-Stücke in Essaouira anfertigen und übten eine Weile zu Hause. Man kann die Gembri tatsächlich auf zwei Stücken des Albums hören – „The Wild“ und „Mid Love“.

Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Mehr Informationen

Wir samplen zwar viel in unseren Produktionen, versuchen aber immer, so viele Instrumente wie möglich selbst zu spielen. Das verleiht dem Sound Authentizität.

Sonja:
Ihr habt bereits mehrere Auszeichnungen erhalten. Worauf seid ihr besonders stolz?

IJsbrand:
Ehrlich gesagt nicht auf eine Bestimmte. Es ist einfach schön zu sehen, wie dieses Stavroz über die Jahre gewachsen ist. Ich glaube, das Beste daran ist, dass wir das tun können, was wir lieben – und dass unsere Musik uns an neue Orte auf der ganzen Welt führt. Jede Auszeichnung ist eine großartige Bestätigung dafür, dass wir wohl auf dem richtigen Weg sind.

Je mehr Equipment man nutzt, desto mehr kann schiefgehen

Sonja:
Ist jemals etwas komplett schiefgegangen oder gab es eine Erfahrung, die ihr lieber vermieden hättet?

Pieter:
Instrumente sind bei Auftritten kaputtgegangen, Sound-Karten hatten Aussetzer, der Strom ist ausgefallen, Computer haben wegen der Hitze gestottert … Alles Mögliche ist passiert. Live-Auftritte sind nicht ohne Risiko. Jedes Mal, wenn etwas passiert, lernen wir daraus und versuchen, es in Zukunft zu vermeiden.

„Für dieses Album haben wir die Drums in Pieters Studio aufgenommen.“

Aufgrund all dieser Vorfälle haben wir unser Setup angepasst und perfektioniert, um das Risiko zu minimieren. Das ist einer der Gründe, warum wir versuchen, mit einem möglichst kleinen Equipment zu reisen, denn je mehr Equipment man benutzt, desto mehr kann schiefgehen.

Das neue Album von Stavroz „Take a Seat”

Sonja:
Ihr habt euer neues Album „Take a Seat“ während deiner letzten Tour geschrieben. Mögt ihr uns mehr darüber erzählen?

Maxim:
Es entstand während einer Tour, aber auch in einigen Pausen. Im Grunde sammeln wir über die Jahre Ideen und konzentrieren uns dann in Phasen, in denen wir nicht auftreten, darauf. Da wir meist viel unterwegs sind, leben wir in einem ständigen Wandel, nichts ist beständig, alles rast dahin. Der Drang, innezuhalten und zu beobachten, was um uns herum geschieht, ist eine logische Konsequenz. Aus diesem Drang entstand „Take a Seat“. Einen Schritt zurücktreten, Platz nehmen, den Moment auf sich zukommen lassen und sich nicht ablenken lassen. Und heutzutage lauert diese Ablenkung an jeder Ecke.

Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Mehr Informationen

Sonja:
Ich liebe eure Single „Lilac“, für die ihr Ry X mit ins Boot geholt habt. Wie kam es zu dieser Zusammenarbeit?

IJsbrand:
Über einen gemeinsamen Freund haben wir Ry kontaktiert, ihm unser Album gezeigt und gefragt, ob er Interesse hätte, an einem der Songs mitzuarbeiten. Er wählte „Lilac“ und schaffte es, den Song auf ein absolut großartiges Niveau zu heben. Er hat die Seele des Songs wirklich gut verstanden und sie nicht nur bewahrt, sondern vertieft.

Stavroz Ry X

Für die Single „Lilac“, haben sich die Jungs von Stavroz RY X mit ins Boot geholt (Bild: Timo Vergauwen)

Sonja:
Was sind eure Pläne für die Zukunft?

Maxim:
Wir spielen Konzerte und gehen mit dem Album, beziehungsweise der Live-Show auf Tour!

Sonja:
Gibt es sonst noch etwas, das ihr den Leuten da draußen sagen möchtet?

Stavroz:
Seid ihr selbst, hört Musik und genießt euer Leben.

Take A Seat Stavroz

Das neue Album von Stavroz ist da: Take A Seat

ANZEIGE
Forum
  1. Profilbild
    Filterpad AHU

    Ein außergewöhnlicher Sound, keine Frage. Erinnert mich grob an den Berliner Künstler Lie Ning. Zumindest diese rauchige, smoothe Stimme erinnert daran. Schade nur, dass sie das wichtigste in ihrer Musik vergessen haben. Vielleicht hat jemand selbigen Eindruck und weiß bescheid oder täuscht nur mein Brain etwas vor?

    • Profilbild
      CDRowell AHU

      @Filterpad Da spannst Du mich etwas auf due Folter, auch wenn das ungewollter Weise geschieht, möchte auch ich wissen, was fehlt bei den vorgestellten Stücken?

      Dynamik?

      • Profilbild
        Filterpad AHU

        @CDRowell Herbie hat es schon richtig erkannt, nur hält er es für sinnfreies pseudowissenschaftliches Geschwafel von mir (vermute ich mal). 😇

        • Profilbild
          CDRowell AHU

          @Filterpad Ach, da brauchst Du nichts vorwegnehmen, denn es sollen doch seine Gedanken bleiben oder?😇

          Ein Song hat meiner Einschätzung nach keine „Emotionen“, daher können die auch nicht fehlen. Ein Song kann doch bestenfalls nur Emotionen auslösen. Und wo enstehen Emotionen? Im Rezipienten selbst.🫡
          Besonders deshalb muß jeder Künstler eine Menge Empathie oder eine Menge Eingebung mitbringen, wenn seine Produkte Erfolg haben wollen.😩

          Meine freche Vermutung: Wenn es mit den Emotionen nicht klappt, dann kann es sein, dass der Song beim Zuhörenden nicht emotional verbunden werden kann.
          Mehr nicht.🥰

          Gehe bitte nicht so hart mit dir selbst ins Gericht, mit „pseudowissenschaftliches Geschwafel“, dass hemmt schon beim lesen die benötigte Kreativität zum Werkeln.😅

          Das „produzieren“ von Emotionen durch Musik ist eine sehr anspruchsvolle Herausforderung, die NIEMALS auf alle Menschen passen wird. Da können innerhalb von Sekunden ALLE VORHER GEZOGENEN REGISTER „flöten gehen“, wenn sich der gesellschaftliche Wind dreht.🤪

          Und trotzdem kann festgestellt werden, es gibt Elemente, die häufig und gut viele Menschen emotional erreichen.😀👍

    • Profilbild
      Ashatur AHU

      @Filterpad Geht mir genauso…. ich hab das Interview gelesen und fand es spannend dann klickte ich auf das erste Video und die Zauberei war vorbei.

  2. Profilbild
    Sangeet

    Ich höre seit ich 15 bin vorwiegend elektronische Musik. Seit letztem Jahr aber auch gerne (wieder) jazzige Sachen. Stavroz hab ich erst letztes Jahr entdeckt, wobei ich meine das ich sie auf einem Sage Beach Open Air (war vor Covid, ist also auch ne Weile her…) vor Christoph Schwarzwälder live hörte.
    Grossartige Musik, warm, groovy und deep.
    Toll hier etwas mehr über sie zu erfahren. Danke dafür!

  3. Mehr anzeigen
Kommentar erstellen

Die AMAZONA.de-Kommentarfunktion ist Ihr Forum, um sich persönlich zu den Inhalten der Artikel auszutauschen. Sich daraus ergebende Diskussionen sollten höflich und sachlich geführt werden. Es besteht kein Anspruch auf Veröffentlichung. Wir behalten uns die Löschung von Inhalten vor. Dies gilt insbesondere für Inhalte, die nach unserer Einschätzung gesetzliche Vorschriften oder Rechte Dritter verletzen oder Diffamierungen, Diskriminierungen, Beleidigungen, Hass, Bedrohungen, politische Inhalte oder Werbung enthalten.

Haben Sie eigene Erfahrungen mit einem Produkt gemacht, stellen Sie diese bitte über die Funktion Leser-Story erstellen ein. Für persönliche Nachrichten verwenden Sie bitte die Nachrichtenfunktion im Profil.

ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
X
ANZEIGE X
ANZEIGE X