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Interview: Thomas Paulsen

Thomas:
Vollkommen ausreichend, lieber wäre mir allerdings noch ein Notebook mit vernünftiger Audiokarte (weniger Platzbedarf und leiser…)

Amazona:
Was war Dein erster Klangerzeuger? Und woher hattest Du ihn?

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Thomas:
Yamaha SY35, anno 1990, zur Hälfte selbst bezahlt von meinem ersten Azubi-Lohn, die andere Hälfte von Papa, gekauft in einem kleinen Musikladen in meiner Geburtstadt.
Wunderbares Gerät für Ambient. Nicht so teuer wie eine Wavestation aber mindestens ebenso herrliche Pads (dafür sind die Drums umso schlechter…;). Zusammen mit meinem Atari 1040STF und Steinberg Twelve schrieb ich meine ersten Ambient Sachen.

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Amazona:
Was sind heute Deine Favourites?

Thomas:
Das was ich momentan an Klangerzeugern stehen habe sind eigentlich schon meine Favourites , wobei ich mir sicher bin, ein NL3 und Q könnten auch irgendwann dazugehören ;)
Der AN1x ist meine Nummer 1. War zu der Zeit als er herauskam der wohl meistunterschätzte VA. Dabei bietet der AN1x, wie bei allen Yamaha Instrumenten eine ganze Menge für wenig Geld. Hervorragender vielfältiger Klang, viele Features (Free EG, Step-Sequencer, frei belegbare Controller-Knˆpfe (spart den Doepfer Pocket Control), gutes Keyboard (für den Preis) und tausende frei im Netz verfügbare Sounds); es gibt sogar ein Roland JP8000 Soundset…. Ausgezeichnet ist der Freeware Editor, mit dem man wirklich auf alle Parameter auf einen Schlag komfortabel zugreifen kann, wobei das Editieren von Sounds am Gerät selber auch relativ logisch und einfach ist. Am liebsten setzte ich ihn für Pads, Bässe und kleine seltsame minimalistische Sequenzen ein, bei denen ich dann nach Herzenslust am Sound rumschrauben kann. Und er ist natürlich mein Masterkeyboard. Übrigens ich warte immer noch auf einen Testbericht von Amazona über den AN1x…so als Gebrauchttip…

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Nummer zwei ist der MicroMod, weil er einen fantastischen Klang hat (ich habe erst kürzlich einen Patch gefunden der dieses fette Vangelis Horn aus dem Blade Runner Soundtrack imitiert…herrlich!!), weil er nicht nur Synth sondern auch Vocoder oder Compressor oder Filterbox oder noch viele andere Dinge kann, und statt mit vielen Kabeln rumzumachen, alles schön sauber und speicherbar am Bildschirm konstruieren kann.
Und weil er feuerrot, stabil gebaut wie ein Panzer und sehr sehr preiswert ist, und Clavia nicht nur ein überaus lesenswertes und DICKES Handbuch mit in die Schachtel legt, sondern auch noch Peter Gorges Nord Modular Wizoo Buch in der 2nd Edition und man Zillionen von Patches im Netz runterladen kann.

Nummer drei ist das RS7000, ein Gerät auf das ich neben den anderen genannten auf keinen Fall verzichten könnte. Warum? Weil es der erste Sequencer seit *Jahren* für mich ist, der mal nicht meiner Kreativität im Wege steht, sondern ganz im Gegenteil mich sogar beim Produzieren unterstützt mit seinem feinem ausgeklügeltem logisch aufgebautem Sequencer und Benutzerinterface. Eigentlich soll man ja bei komplexeren Geräten mind. einmal das Handbuch gelesen haben, ich muß sagen, war beim RS7k gar nicht nötig. Das eine oder andere mußte ich zwar schon mal nachschlagen, aber generell sind alle Funktionen da, wo sie sein sollen. Die Sounds verglichen mit dem RM1x in Kombination mit der neue Synthese Engine (mit fast schon analog klingenden Filtern) sind wirklich brauchbar. Mein Anspiel-Tip „Slow Gas“ aus der SyPd&FX2 Bank (Program 16, MSB63, LSB 8). Mit ein paar Änderungen am LFO, einem dazugeschaltetem HPF, leicht veränderten Cutoff und Resonance Werten, bekommt man einen völlig anderen Sound. Diesen mit Effekten versehen, Resample und das ganze nochmal von vorn…wundervoll!

Nummer vier ist der TG33, nicht weil Moby ihn einsetzt, sondern weil dieser kleine Vektorsynth die schönsten „evolving“ Pads zaubern kann…(und er der kleine Bruder vom SY35 ist…jaja, die erste Liebe vergißt man nie…oder wie? )

Amazona:
Hast Du schon mal darüber nachgedacht, Dir per Laptop ein portables Studio zu ermöglichen?

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