Uwe:
Die Trends in der Musik zu entdecken fällt uns eigentlich relativ leicht. Wir sind alle sehr musikinteressiert, das bringt der Job mit sich. Was elektronische Musik angeht, ist Wenzel ziemlich fit. Als DJ und Produzent kriegt er die neuen Entwicklungen sehr gut mit. Wobei man da aber auch sagen muss, dass nicht jeder kurze Hype gleich zum Trend werden muss. Vor ca. 15 Jahren veröffentlichten wir eine Library mit dem Namen „2Step Garage“, das Genre hat sich ca. ein Jahr gehalten und ist danach wieder abgeflaut. Seither sind wir da auch etwas sensibler, was musikalische Hypes angeht.
Was auch immer eine wichtige Rolle spielt, ist unser eigener Geschmack. Produktionen wie „Wonky“, „Neurofunk“ oder „Dubtechno“ sind ganz klar Nischenprodukte. Aber der Sound und die Idee hinter den Produktionen hat uns so gut gefallen, dass wir gesagt haben: „Klar, wir machen das jetzt!“
Parallel zur Stilrichtung entwickelt sich aber auch der Sound immer weiter. Das ist so meine Spielwiese. Ich finde es auch extrem spannend, z. B. in diesem Monat an einer 60s Rock Produktion zu arbeiten und nächsten Monat Ambient zu mischen. Das Geile ist auch, dass man dabei noch sehr viel lernt und teilweise Tricks aus einem Gerne auf eine andere Soundästhetik übertragen kann. Das war dann z. B. auch die Grundlage für so eine Produktion wie Low Tuned Strings.
Wir kaufen uns auch relativ viel Equipment, Plug-ins wie auch analoge Hardware, um soundmäßig immer ganz vorne dabei zu sein. Oft ist es auch die Kombination aus beiden Welten. Um das alles wirklich gut beurteilen zu können, brauchst du dann noch einen guten Raum und Speaker, auf die du dich verlassen kannst. Wir haben uns vor 2 Jahren die Barefoot Micromain 27 angeschafft und das war eine Offenbarung. Marc hat mit seiner Excel Tabelle ausgerechnet, dass er ca. 1000 Mixe im Jahr mehr schafft ;) Im Ernst, was du da hörst, musst du nicht mehr auf vielen verschiedenen Speakern gegenchecken.
AMAZONA.de:
Was ist das Hauptanwendungsgebiet Eurer Kunden? Ich meine, der Elastik-Player und die Libs sind ja wirklich sehr gut, aber bleibt da für den enthusiastischen Musiker die Kreativität nicht auf der Strecke?
Wenzel:
Das kommt stark auf den User drauf an. Wir haben Produzenten aus der Werbeindustrie oder Filmvertonung, die schnell einen Sound „im Sinne von …“ brauchen. Den können sie mit Hilfe des Elastik Browsers sehr schnell finden und authentisch nachbauen.



























