Wenn wir das Konzept fertig haben, treffen wir uns mit unserem Partnern. Bei Liquid war das Celemony, die Melodyne entwickelt haben. Bei Elastik ist das zPlane.Development, die unter anderem auch für den élastique Algorithmus verantwortlich sind, der sich in sehr vielen professionellen DAWs wieder findet. Wir haben seit Elastik 2.6 auch die neuste élastique Version im Player integriert. Der neue Algorithmus klingt noch mal deutlich besser und kann auch sehr extreme Stretch-Bereiche meistern. Mit den Jungs von zPlane arbeiten wir jetzt schon seit mehreren Jahren sehr intensiv zusammen.
AMAZONA.de:
Vor Jahren habt ihr Euch mal für Melodyne engagiert und dafür LIQUID entwickelt. Heute gibt es Liquid nicht mehr, obwohl das ganze Projekt extrem innovativ war. Was war passiert?
Uwe:
Ja, das ist richtig. Carsten und Peter (von Celemony) sind auf uns zugekommen und hatten die Idee zu dem Liquid Player, da konnten wir nicht nein sagen. Dieses Projekt mussten wir leider einstellen. Grund dafür war vor allem der Koordinationsaufwand. Zwei Player, zwei Programmierer Teams (Celemony & zPlane), das heißt auch doppelter Aufwand bei neuen Betriebssystemen und potentiellen Kompatibilitätsproblemen. Wir entschieden uns damals dafür, Elastik mit zPlane weiterzuführen. Das kam Celemony und deren Entwicklung von Melodyne Editor auch sehr entgegen. So sind wir dann mit Elastik 2 gestartet und mittlerweile an der Planung für Elastik 3 dran.
AMAZONA.de:
Wo soll die Reise hingehen? Was habt ihr für Pläne?
Wenzel:
Zu allererst sind natürlich die Produktionen von weiteren Librarys in Planung. Da wird es in den nächsten Monaten ein paar fette Produktionen geben.
Dann stehen für den Elastik Player einige sehr schöne Updates an. Wir spielen auch mit dem Gedanken, den Player für externe Samples zu öffnen. Leider gibt es da mit der Erkennung des Materials noch so einige Probleme. Was wir auch planen, ist die Integration von neuen Algorithmen, z. B. monophone Notenerkennung.
Uwe:
Unser Ansatz ist es, dass man mit Elastik ein Tool bekommt, das Loops über die unterschiedlichsten Algorithmus Ansätze bearbeiten kann. Wir verfolgen nicht das Ziel, in Elastik EQs, Kompressoren, Reverbs usw. einzubauen. Da gibt es schon viel geiles Zeug. Wir wollen eher den Sound in seine „DNA“ Struktur zerlegen.
AMAZONA.de:
Dann bedanken wir uns bei Euch für dieses ausführliche Interview und wünschen Euch weiterhin viel Erfolg.



























