Xaver Fischer: vom Jazz zur Coverband
Xaver Fischer ist in Deutschland hauptsächlich durch sein NuJazz-Projekt „Xaver Fischer Trio“ bekannt, arbeitete aber auch als Studio- und Livemusiker für andere Künstler, u. a. Sasha, Stefan Raab, Sarah Connor, Roger Cicero, Real Life, Joy Denalane, Rea Garvey, Gunter Gabriel, Tom Gaebel und die Studiobands der TV Sendungen „Anke Late Night“ und „Harald Schmidt“.
Er war außerdem Musikhochschuldozent für Pop-Keyboard und Jazz-Piano in Düsseldorf, Mainz und Koblenz und schrieb Testberichte und Workshops für die Magazine KEYBOARDS und bonedo.de
Seit 2013 ist er Bandleader der King Kamehameha Club Band.
Inhaltsverzeichnis
Live-Keyboarder seit 35 Jahren
Martin:
Könntest du dich selbst vorstellen?
Xaver:
Ich bin Xaver Fischer, Keyboarder. Vor allem Live-Keyboarder, also ich spiele fast nur Gigs. Ich recorde wenig, das habe ich früher gemacht, jetzt nicht mehr so. Ich unterrichte kaum, ich bin eigentlich immer nur live unterwegs und das seit 35 Jahren.
Ursprünglich habe ich Jazz gelernt, aber doch meistens Popmusik gespielt, also alles Mögliche, von Hard Rock über Salsa, Pop, Techno, Jazz, Big Band, Ragtime.
Ich spiele eigentlich fast nur Keyboards und habe selten Gigs, wo ich Flügel spiele. Und in der letzten Zeit, also sagen wir mal, die letzten 15 Jahre mache ich überwiegend meine eigene Coverband: Die Kamehameha Club Band, mit der ich ein- bis zweimal pro Woche auftrete. Das ist mein Hauptgeschäft geworden.
Covermusik mache ich aus Überzeugung, nicht als Notlösung. Ich habe für mich erkannt, dass das eigentlich ein guter Kompromiss ist zwischen Spaß haben, Musik machen und Geld verdienen.
Martin:
Wie hat sich die Corona-Zeit auf dich ausgewirkt?
Xaver:
Als es akut war, war natürlich erstmal gar nichts, da war der Kalender leer. Mittlerweile geht es wieder, aber es ist weniger geworden, es liegt vermutlich nicht nur an Corona, sondern generell an den wirtschaftlichen Entwicklungen. Die Leute buchen mehr DJs oder DJ Plus und weniger Livebands. Vor Corona spielten wir um die 150 Gigs im Jahr, jetzt sind es 50 bis 70, was immer noch recht gut ist heutzutage.
Ich persönlich war von Corona nicht so schlimm betroffen, ich habe mich dann erstmal ein paar Monate einfach nur ausgeruht. Nach 30 Jahren Vollgas, immer nur unterwegs, war es ganz erfrischend, mal ein paar Wochen nur im Garten zu sitzen und gar nichts zu tun.
Und dann habe ich aus Langeweile im Sommer 2020 angefangen, bei einer Photovoltaik Firma im Vertrieb zu arbeiten. Das war in der Corona-Zeit mein Hauptjob und jetzt mache ich das noch nebenbei, also Photovoltaik und Wärmepumpen. Ich kenne mich ganz gut aus in dem Thema; da konnte ich das professionalisieren und einen Beruf draus machen, der meinen Überzeugungen entspricht.
Musik und Familie
Martin:
Wie sieht dein Alltag aus?
Xaver:
Ich habe eigentlich viel Zeit, also ich spiele so ein- bis zweimal pro Woche, das bedeutet, da sind fünf Tage, an denen ich nicht spiele und chillen kann. Vorzubereiten gibt es nicht viel. Ab und zu lernt man einen neuen Song oder kümmert sich um die Organisation. Das Booking läuft über unser Management. Ich arbeite mich nicht mehr kaputt, wie früher mit 15 bis 20 Gigs im Monat.
Martin:
Du hast ja auch eine Familie.
Xaver:
Ja, ich habe drei Kinder, wobei der kleinste jetzt auch schon 17 ist und ausgezogen ist, um Jazz-Trompete zu studieren. Früher mit vier Gigs pro Woche war ich von Donnerstag bis Samstag oder Sonntag unterwegs und danach drei Tage zu Hause. Das ließ sich ganz gut verbinden. Man ist ja oft vormittags zu Hause, wenn die Frau arbeitet und dann fährt man nachmittags zum Gig, kommt nachts wieder und ist am Vormittag wieder für die Kinder da. So hat das eigentlich ganz gut gepasst. Also Lehrerin und Musiker, das ist ja eine bewährte Kombination.
Martin:
Wie unterscheidet sich eigentlich eine Probe von der Profiband, von der Amateur-Band?
Xaver:
Der Unterschied ist vielleicht, dass wir gar nicht proben. Und das funktioniert auch wunderbar so. Neue Songs spielen wir beim Soundcheck an, nachdem sie sich jeder zu Hause angeschaut hat.
Die aktuellen Songs sind ja auch kein Hexenwerk, das sind meistens vier Akkorde. Und wenn es hochkommt, vielleicht noch eine Bridge, aber auch die gibt es meistens nicht mehr. Die Kunst besteht hauptsächlich darin, die Songs fett klingen zu lassen als Liveband. Wir spielen ohne Playbacks und machen alles live mit einfacher Besetzung: akustisches Drumset, ganz normaler E-Bass, eine Gitarre. Mit dem Synthi decke ich den ganzen Elektro-Kram ab. Wir versuchen, mit den Naturinstrumenten, die wir so haben, trotzdem nach Elektro, Techno oder House zu klingen.
Und das macht Spaß, für Keyboarder ist das eine super Sache.
Coversongs Non-Stop
Martin:
Wie arrangiert ihr diese Cover-Songs?
Xaver:
Das Arrangement folgt der Originalaufnahme und dann gucken wir live, was passiert. Das Konzept unserer Band ist so eine Art Live DJ Set, ohne Setlist. Wir gehen auf die Bühne und hören, was der DJ gerade spielt und spielen leise dazu. Irgendwann blendet der DJ raus und wir übernehmen. Dann sehe ich zum Beispiel, dass wir in C-Moll und Tempo 124 sind, worauf ich mir überlege, welcher Song dazu passen könnte. Dann fange ich einfach an, dieses Riff zu spielen.
Die anderen hören das, steigen drauf ein, Sängerin und Sänger reagieren und singen den Song. Danach leiten wir nahtlos über zum nächsten Song, so wie ein DJ das auch machen würde.
Und nach diesem Prinzip spielen wir unser Set und können jederzeit spontan reagieren und auf das Publikum eingehen, ganz ohne Ablaufplan. Übrigens auch ohne Pausen: Wir spielen zwei, drei Stunden durch und die Leute können durchtanzen.
Martin:
Das heißt, ihr macht praktisch keine Ansagen, ihr spielt einfach durch?
Xaver:
Der Rekord sind sieben Stunden. Normalerweise zwei bis vier Stunden, aber es gab auch schon mal die Situation, wo reiche Leute alle halbe Stunde kamen und uns immer länger buchten. Und dann war es 5 Uhr morgens
Dabei kann Pipi machen ein Problem werden. Oder die Sänger können nicht mehr, Stimme weg; dem Schlagzeuger tut der Hintern weh, Bassist kann nicht mehr stehen, dann sagen wir, „okay, wir machen eine Pause.“
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Martin:
Früher hast du ja auch große Shows mit Popstars gespielt.
Xaver:
Ja und das war ganz anders, als was ich heute mache. Da kriegst du Monate vor der Tour eine Songliste und dann wird das ewig geprobt, bis man es eigentlich schon nicht mehr hören kann. Und dann geht es auf die Bühne, da wird es jeden Tag wieder genau gleich gespielt. Und immer an derselben Stelle kommen dieselben Ansagen und dann kommen irgendwelche dummen Anweisungen von oben, vom Management oder vom Künstler oder vom Produzenten. „Da musst du den und den Sound machen oder da müssen wir das und das machen!“
Dann läuft da unheimlich viel von einem Backing-Track mit, vieles wird nicht live gespielt.
Also da spiele ich lieber mit meiner Coverband, komplett live und so wie ich Bock habe.
Klein aber oho: Equipment auf dem Rad und in Bahn
Martin:
Welche Ansprüche stellst du an dein Equipment?
Xaver:
Es muss klein sein und gleichzeitig flexibel. Seit ungefähr 20 Jahren habe ich ein mobiles Equipment, das ich mit einer Hand transportieren kann: ein Keyboard am Rücken und ein Koffer, den ich rollen kann – das ist mein Standard-Setup seit 20 Jahren. Das kann ich im Zug mitnehmen oder mit dem Fahrradanhänger. Ich bin sehr lange nur mit Bahncard 100 und Faltrad rumgefahren, mit Equipment.
Ich kann mir nicht mehr vorstellen, ein 88-Tasten-Stage-Piano im Case rumzuschleppen. Auf der Bühne habe ich zwei Synthis mit drei Oktaven, dazu noch ein Fünf-Oktaven-Master Keyboard, was ich mir aus einem 88 Tasten Ding passend gesägt habe.

Xaver Fischers Bühnensetup mit Korg Wavestate, Virus TI und einer auf 5 Oktaven gekürzten Hammer-Mechanik Tastatur. (Im Hintergrund das minimalistische Drumset ohne Toms)
Mittlerweile fahren wir mit der Band im Elektroauto, mit einem entsprechend kleinen Schlagzeug.
Ich habe so eine Palette an Sounds, 50 davon auf dem Virus und auf dem großen Keyboard habe ich Piano, Rhodes, Wurlitzer, Clavinet, eine Fläche, ein paar Synthis und Sample Bläser.
Manchmal gibt es ganz bestimmte Trademark-Sounds, die ich zu Hause programmiere. Das habe ich jetzt zuletzt für Running Up That Hill von Kate Bush gemacht. Da braucht man diesen markanten Sound. Aber den meisten Kram, alles was jetzt so neue Charts-Songs sind, die kriege ich irgendwie mit den Sounds hin, die ich schon habe.
Die Details werden dann live angepasst. Mir ist es wichtig, dass ich viele Knöpfe habe, um zuzugreifen auf den Filter, die Hüllkurven und Effekte. Also dass ich nicht zu Hause programmieren muss, sondern mir einfach auf der Bühne schnell das schrauben kann, was ich gerade brauche.
Martin:
Jetzt gibt es bei uns auf Amazona.de immer wieder Diskussionen, dass ein virtuell-Analoger nicht so gut klingt wie ein analoger Synthesizer. Wie ist deine Meinung dazu?
Xaver:
Erstmal ist mir das für live egal. Ich höre den Unterschied kaum. Mit Studenten haben wir mal Minimoog versus Virus blind verglichen: Das konnte niemand zuverlässig erkennen.
Ob Analog oder VA ist mir nicht so wichtig. Ein achtstimmiger Analog-Synth wäre mir für viele Anwendungen zu eingeschränkt.
Für diese ganzen Super-Saw-EDM Sounds brauche ich die 80 Stimmen des Virus, das geht ja mit einem Analogen gar nicht. Hinzu kommen die ganzen Effekte. Ich könnte mit einem Analog-Synth niemals das umsetzen, was ich brauche.
Sehr wichtig sind mir die E-Pianos Rhodes und Wurlitzer. Da würde ich niemals mit irgendeiner Standard Workstation arbeiten, sondern habe mir die hochwertigen Rhodes Samples von Christian Frentzen in meinen Wavestate gepackt. Auch das Klavier hat 1 GB Sample-Material: Dazu habe ich das Chroma Piano von Sonuscore mittels Sample Robot von 22 auf acht Layers reduziert, was für die Bühne reicht.
Was Hammond angeht, habe ich den Ventilator von Neo Instruments dabei. Der klingt auf der PA meiner Meinung nach besser als ein Original-Leslie. Ein mikrofoniertes Leslie klingt draußen nur nach Matschepampe, das digitale Leslie ist klanglich die bessere Variante.
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Martin:
Ist die Leslie Simulation fast wichtiger als die virtuelle Hammond selbst?
Xaver:
Ja, das denke ich. Auch die Verzerrung ist ziemlich wichtig und wird bei vielen digitalen Orgeln etwas stiefmütterlich behandelt. Beim Ventilator ist das auf jeden Fall anders, die Verzerrung ist fett.
Und da schick ich den Synthi durch: Auf dem Virus habe ich ein paar Sinus-Töne mit Zugriegeln gebaut, die ich mit dem Touchscreen eines alten iPods steuere.
Einfach Sinustöne in verschiedenen Fußlagen und dann ziehst du die raus mit den Dingern und hast noch einen Klick per Noise-Generator, kurze Schnacken am Anfang, eine Percussion auch mit so einem Sinus und wenn man das alles zusammen spielt, klingt es ziemlich nach Orgel.
Sampling auf der Bühne
Martin:
Nutzt du auch Samples auf der Bühne?
Xaver:
Ja. 20 Jahre lange spielte ich ein Roland Fantom XR Modul, den ich vor ein paar Wochen durch den Korg Wavestate ersetzte. Mit dem Korg ist natürlich alles ein bisschen praktischer, der hat wesentlich mehr Sample-Speicher (4 GB statt 500 MB, Anm. der Redaktion). Zudem ist er wesentlich leichter, ich habe 3 kg gespart. Das ist ein mächtiger Sampler, der bis zu 64 Velocity-Layers verarbeiten kann.
Martin:
Was ist denn das Wichtigste für die Sounds in der Coverband?
Xaver:
Ich finde, es muss nicht immer genau der Sound von der Aufnahme sein; eigentlich ist es wichtiger, dass man Sounds benutzt, die live gut funktionieren und die Band gut klingen lassen. Manchmal passt der Original-Sound von der Platte in der Liveband nicht so richtig. Unter Umständen klingt der Song besser, wenn du andere Sounds nimmst, die nur so ähnlich klingen wie das Original, aber in der Band besser funktionieren.
Martin:
Was heißt denn gut funktionieren in der Band auf der Bühne?
Xaver:
Nehmen wir als Beispiel David Guetta. Diese Produktionen sind unheimlich aufgeblasen, mit viel Delay auf den Vocals, Sidechain-Kompression auf den Drums, viele Effekte. Und dann ist vielleicht der Synth-Sound in dieser Nummer relativ trocken.
Und wenn du jetzt aber mit der Liveband spielst und du hast halt einfach ein akustisches Schlagzeug und einen E-Bass und Gesang, der nicht im Delay schwimmt, dann muss der Synth-Sound diese ganze Suppe mitliefern, die sonst fehlt.
Tipps für das Sound-Design
Martin:
Hast du Tipps bezüglich des Sound-Designs für gute Live-Keyboard-Sounds?
Xaver:
Wichtig ist mir, dass sie fett und nicht billig oder nach Plastik klingen. Ich benutze zum Beispiel keine Sample-Streicher, sondern mache alles mit dem Virus auf Sägezahn-Basis. Meiner Erfahrung nach klingen die analogen, beziehungsweise die virtuell-analogen Streicher in der Band besser. Sie sind wärmer und setzen sich besser durch als Sample-Streicher, die gerne nervig klingen können: hart, dosig oder schrill.
Ein akustisches Piano klingt auch oft etwas schwierig. Da versuche ich, so oft es passt, einen Rhodes-Sound zu spielen, da sich dieser Sound einfacher in der Band einfügt. Bei Bläsern ist es dasselbe Ding: lieber einen schönen Sägezahn Oberheim-Brass als Plastik-Sample-Bläser.
Martin:
Wie wichtig sind dir gewichtete Tasten oder überhaupt das Spielgefühl: Soll man Hammond auf einer Waterfall-Tastatur spielen und Klavier nur auf der gewichteten Tasten?
Xaver:
Hammer-Mechanik-Tasten mag ich sehr gerne, aber ich brauche nicht so viele Oktaven. Ich fand es schon immer doof, dass es keine kurzen Hammer-Mechanik-Keyboards gibt. So habe ich mir früher ein vier Oktaven-Keyboard gesägt und dann später noch mal eins mit fünf. Wenn ich fliegen muss, nehme ich nur die zwei Synthis mit drei Oktaven mit. Dann spiele ich halt mal die tiefen Klaviertöne per MIDI vom Virus aus.
Martin:
Spielt ihr mit In-Ear Monitoring oder Wedges?
Xaver:
Die Sänger haben In-Ear, die übrigen Musiker Wedges, was uns so lieber ist, weil wir ein bisschen mehr Gefühl für die Akustik des Raumes haben. Mit In-Ear kann es passieren, dass man in irgendeiner schwierigen Akustik spielt und der Schlagzeuger ballert und alle denken, wow, was für ein fetter Sound und draußen klingt alles nur nach Müll, weil’s überhaupt nicht in den Raum passt. Also, es ist nicht schlecht, wenn man so ein bisschen kontrolliert, wie überhaupt alles klingt.
Ich leg sehr viel Wert auf einen sauberen Sound. Wir spielen relativ leise, auch unser Schlagzeuger, alles klingt sehr aufgeräumt. In schwierigen Locations, die viel Hall haben oder einfach komisch klingen, kann man dann viel retten, wenn man auf der Bühne nicht so laut ist und eben alle über Monitore spielen und dadurch drauf achten, was um sie herum passiert.

Ein minimalistisches Setup von Xaver Fischer mit Virus und Wavestate. Auf dem Boden ein Neo-Instruments Ventilator. (Die virtuellen Zugriegel der Virus-Orgel werden über das Handy gesteuert.)


































Sehr schönes Interview. Ich finde es immer super, wenn Leute genau wissen was sie wollen. Da geht’s nicht um das teuerste Equipment, sondern praktisch muss es sein und zum eigenen Stil passen.
@dr noetigenfallz Ganz genau. Und es ist immer wieder erstaunlich, wie spartanisch das Bühnenequipment professioneller Musiker ist.
@Markus Galla hab Mal einen guten Spruch gelesen.
ein Profi hat wenig Equipment aber er lernt alles auswendig und benutzt es.
@dr noetigenfallz Genau das habe ich mir auch gedacht: Sehr sehr geil!
Bei der Frage, wie performe ich am besten bei 50+ Auftritten jedes Jahr, sehen die Equipmentanforderungen deutlich nüchterner aus als bei Sammlern oder bei einem Heim-Hobby-Schrauber. Ich möchte da niemandem seine Art und Weise wie er Musik macht madig machen. Überhaupt Musik zu machen ist schon mal ein guter Schritt.
@Tai stimmt.
vangelis wollte anscheinend nicht mehr Touren, als er den cs80 hatte 😃
Beim Lesen des Interviews mehrfach das fette Grinsen im Gesicht gehabt.
Zum einen drei Keyboards auf der Bühne, noch dazu einen Korg »Wavestate«, von dem hier öfters im Forum erzählt wird, dass der ja so eine kleine/fürchterliche Tastatur hat. Da kann ja niemand drauf spielen … usw. usf. Offenbar doch und auch noch sehr erfolgreich. Und dann hat er dort auch noch ein Rhodes-Sample-Set geladen.
Zweites Grinsen: Minimoog und Virus blind verglichen und niemand konnte die zuverlässig erkennen. Das ging nun runter wie Öl. Boa, stellt euch mal einen Artikel von Amazona mit Klangbeispielen vor, der genau das macht: Minimoog und Virus vergleichen. Den Aufschrei würde ich gerne erleben.
Drittes Grinsen: Für Trance nimmt er den Virus. Ja, so viel zum Thema »Man braucht unbedingt einen JP-8000/8080« (gerne auch als Emulation).
Es gibt halt Leute, die nutzen Synthesizer und deren (heutzutage irren) vielfältigen Möglichkeiten um Musik zu machen. Und es gibt Leute, die reden über Synthesizer. Ich will echt niemandem auf die Füße treten oder irgend einen Spaß madig machen. Doch manchmal täte es gut, wenn die Leute auch einfach mal die Bedienungsanleitungen der jeweiligen Synthesizer in die Hand nehmen, sich auf den Hosenboden setzen und ihren jeweiligen Synthesizer lernen.
Spoiler: Von den im Interview genannten würde ich immer den »Virus« und den »Wavestate« wählen.
@Flowwater Genau. Bei einem Blindtest würden viele Experten ihre Lieblinge nicht mehr heraushören und im Mix schon gar nicht. Am Sonntag waren wir bei Kraftwerk. Eine Tour durch 50 Jahre Musikgeschichte und woher kamen die Sounds? Alles digital, sehr kompakt, modern und günstig. Es kommt nicht darauf an womit oder wie die Sounds erzeugt werden, sondern wer sie spielt und was man damit anstellt.
@Markus Galla 👍👍👍
Vielleicht sollte ich mal eine Leserstory aus meinem Fundus machen: Was ist der »Pulse (1)«, was der »EX8000«, was die »M1« und was der »TAL-Mod«.
@Flowwater Gerne
@Flowwater oh bitte, ja!👍
@Flowwater Lustig, bei Ebay-Kl. verkauft einer den TI mit eingebautem Neo-Vent, scheint üblich zu sein.