Mit Leidenschaft für PA und Licht
Wie läuft eigentlich so eine Beratung bei Thomann ab? Und warum es sich lohnt, sich vor Ort beraten zu lassen? Um diese Fragen zu beantworten, habe ich mich selbst auf den Weg nach Burgebrach gemacht. Dort durfte ich einige Tage für AMAZONA in der Audio- und Licht-Abteilung absolute Profis kennenlernen und viele spannende Produkte testen. Unser Interview mit Fachberatern für PA-Anlagen und Licht zeigt dir, worauf es bei einer guten Fachberatung ankommt und was du als Kunde dafür „mitbringen“ solltest.
Inhaltsverzeichnis
Alle Wege führen nach Burgebrach
In einem unscheinbaren Ort irgendwo zwischen Bamberg und Nürnberg wurde 1954 ein kleiner Musikladen eröffnet. Welche Größe und Bedeutung er in der Musikwelt einmal bekommen sollte, hat damals noch niemand geahnt. Mittlerweile ist Thomann mit seinen riesigen Versandhallen und Gebäuden deutlich auf Satellitenaufnahmen der Gemeinde zu erkennen. Die Gemeinde zählt heute circa 7000 Einwohner.
Der Weg ist bei der Anfahrt schon etwas Besonders. Wir fahren lange über Landstraßen und durch kleine Dörfer, bis wir Burgebrach erreichen. Noch fragen wir uns, wo denn hier genau eines der stärksten Musikgeschäfte der Welt stehen soll. Wir fahren über einen Hügel und erreichen das Dorf Treppendorf (wo wohl der Name Stairville herkommen mag?). Es erscheinen riesige Hallen und ein großes Schild: Thomann.
So geht es wahrscheinlich vielen, die das erste Mal persönlich das Musikhaus besuchen. Ich frage mich, was das Besondere daran ist und warum interessierte Käufer sich auf den Weg nach Burgebrach machen sollen, wenn doch alles per Knopfdruck bestellt werden kann.
In der Audio- und Licht-Abteilung treffe ich Max und Linus. Die beiden arbeiten seit einigen Jahren in dem Musikhaus und sind absolute Profis in ihren Bereichen. Mit ihnen bin ich verabredet, um herauszufinden, ob sich die lange Reise zum Store wirklich lohnt.
Auf den menschlichen Aspekt kommt es an
Max, Audioabteilung:
Wir wissen, es gibt guten Sound und wir wollen unseren Kunden auch bestmöglichen Sound bieten. Wir können gezielt auf die Wünsche und Bedürfnisse eingehen und versuchen im Vorfeld die besten Lösungen zusammen mit den Kunden zu finden. Auch nach dem Kauf möchten wir, dass unsere Kunden zufrieden bleiben und sind immer ansprechbar, wenn Probleme auftauchen.
Wir kämpfen so lange, bis der Kunde mit einem guten Ergebnis nach Hause geht und da ist es auch egal, ob wir uns fünf Minuten oder eine Stunde mit dem Kunden beschäftigen. Preislich kämpfen kann man immer, aber der menschliche Aspekt der Arbeit ist nicht messbar. Es gibt Unternehmen, die genau diese menschliche Komponente vernachlässigen, weil sie ein Risiko darin sehen, zu viel Power in die Beratung vor Ort zu stecken. Doch hier bei Thomann schrecken wir davor nicht zurück. Das ist auch der Grund, warum ich hier so gerne arbeite.
Vor Ort kann man vergleichen und testen
Linus, Lichtabteilung:
Beim Licht ist es wichtig, die einzelnen Geräte mal aus der Nähe zu betrachten und Fragen stellen zu können. Wir haben die Möglichkeit, viele Geräte zu vergleichen und die Unterschiede zu zeigen. Auch kleine Details und Unterschiede können wir hier vor Ort deutlich machen. Wir holen auch gerne Artikel aus dem Lager, um alle Wünsche des Kunden erfüllen zu können. Hier können alle Lampen im Kontext betrachtet werden. In ein Licht-Setup eingebunden wird hier auch das Zusammenspiel von verschiedenen Lampen deutlich. Wichtig dabei ist es natürlich, dass wir einfach gerne die Ideen des Kunden versuchen mit unserem Fachwissen zu unterstützen und eine gute Lösung für den Kunden zu finden.
Wer eine PA kaufen will, muss selbst mit den Ohren hören
Noah:
Welche Gedanken sollten sich Kunden vor dem Kauf einer PA machen?
Max:
Der wichtigste Aspekt, der bei der Beratung erst einmal abgefragt wird, ist die Frage danach, wie viel du ausgeben möchtest. Da reicht auch ein grober Bereich, wie 500 – 1.000 Euro. Am Ende geht es darum, eine individuelle Lösung zu bieten und nicht das teuerste Produkt anzupreisen. Deshalb müssen wir zunächst wissen, in welchem preislichen Rahmen wir uns bewegen.
Dann können wir zusammen mit dem Kunden gucken, ob wir für den Einsatzzweck in der Preisklasse etwas Gutes finden oder eben auch nicht. Als Zweites ist es wichtig für uns zu erfahren, was die Einsatzzwecke der PA sein soll. Ist es eine Band oder ein DJ? Sollen 100 oder 500 Personen beschallt werden?
Noah:
Ist es wichtig sich eine PA selbst anzuhören?
Max:
Das kommt sehr auf deine Ansprüche an. Wenn du nur etwas brauchst, um deine Stimme laut zu machen oder im Hintergrund Musik abzuspielen, reicht es eigentlich, wenn du bei uns anrufst und wir dich beraten. Bist du aber Teil einer Band oder Künstler, der eine PA für richtige Konzerte benötigt und du vielleicht technisch nicht besonders bewandert bist, dann macht es total Sinn vorbeizukommen.
Jeder Hersteller von Lautsprechern hat natürlich eigene Vorstellungen davon, was guter Sound bedeutet und somit klingen verschiedene Lautsprecher natürlich auch unterschiedlich. So ist es auch beim Hören. Jeder Mensch hat eigene Vorstellungen davon, ob etwas gut klingt oder nicht. Deswegen macht es total Sinn, sich die verschiedenen Lautsprecher selber anzuhören. Wenn wir zwei Stunden unterschiedliche Lautsprecher testen und der Kunde am Ende sicher sagen kann, welche PA es sein soll, dann haben wir unser Ziel erreicht. Der Kunde geht zufrieden mit einem Produkt nach Hause, das er sich selbst durch das Vergleichen ausgesucht hat.
Noah:
Wie gut könnt ihr denn vor Ort auf die Kundenbedürfnisse reagieren und Lautsprecher testen?
Max:
In unserer PA-Abteilung stehen die meisten Lautsprecher aus unserem Sortiment zum Testen bereit und wenn nicht, fordern wir sie aus dem Lager an. Wir haben eine speziell für uns entwickelte IT-Matrix. Diese ermöglicht es uns, Audiosignale an jeden beliebigen Lautsprecher im Raum zu schicken. Auch die Subwoofer können unterschiedlich angesteuert werden.
So können wir jeden beliebiges Topteil, mit jedem beliebigen Subwoofer zusammen testen und vergleichen. Das alle geht schnell und unkompliziert übers Tablet. Die Lautsprecher stehen bei uns auch nicht nur zum Angucken. Wir gucken gerne genauer auf die Lautsprecher, versuchen sie bis an ihre Grenzen zu bringen und testen DSP-Presets und Einstellungsmöglichkeiten.
Noah:
Wie sehr gefällt dir der Kundenkontakt in deinem Job?
Max:
Klar es geht auch darum etwas zu verkaufen, aber wenn wir den Kunden gut beraten und ihm unsere Zeit schenken, dann kauft er am Ende auch etwas. Hier sind alle Menschen mit denselben Interessen, die Lust haben, Produkte zu testen und neue Sachen auszuprobieren. Das macht mir einfach wahnsinnig viel Spaß.
Licht ins Dunkel bringen und die richtige Auswahl treffen
Noah:
Gibt es den einen ,,klassischen Kunden“ bei euch?
Linus:
So einen richtigen Standardkunden gibt es bei uns nicht. Bei uns ist wirklich alles dabei. Wir haben Entertainer, Betreiber von Clubs und Festivals, Bands oder sogar Kirchengemeinden. Pauschalisieren ist dabei ziemlich schwierig.
Noah:
Haben die meisten Kunden eine konkrete Vorstellung davon, was sie benötigen oder eher eine grobe Richtung?
Linus:
Einige haben schon eine konkrete Vorstellung, andere suchen aber auch einfach gute Lampen für ihren Partykeller. Manchmal merkt man während des persönlichen Gesprächs aber trotzdem, dass auch konkrete Vorstellungen bisweilen optimiert werden können. Wie beispielsweile für ein Theater, das ein Frontlicht sucht und sich Fluter herausgesucht hat. Da macht es manchmal Sinn, Alternativen zu nennen, wie in diesem Fall Stufenlinsen oder auch Profiler.
Noah:
Was würde euch in der Beratung helfen? Sprich: Wie können sich Kunden im Vorfeld auf das Gespräch vorbereiten?
Linus:
Natürlich spielt das Budget eine große Rolle. Lichtpulte fangen beispielsweise bei uns mit dem DDC6 bei 39,- Euro an und gehen hoch bis 65.000,- Euro mit der GrandMA3. Da brauchen wir schon eine gewisse Orientierung in welchen Rahmen wir uns hier bewegen können.
Außerdem ist es natürlich wichtig zu wissen, welche Arten von Lampen gesucht werden. Soll es eher Grundlicht sein oder ein Effektlicht? Geht es um Frontlicht oder darum, eine Tanzfläche zu beleuchten? Welche Anwendungsgebiete sind gewünscht und für welchen Zweck werden die Lampen verwendet? Wir versuchen dann mit dem Kunden ganz in Ruhe herauszufinden, was das Beste für ihn ist.
Wir können hier alle Lampen testen und vergleichen. Es ist einfach nochmal etwas anderes, die Geräte in Aktion zu erleben, anstatt nur auf Bildern oder Videos. Wir geben auch gerne Tipps zur richtigen Installation und zur Steuerung der Lampen. Am Ende soll der Kunde zufrieden nach Hause gehen und auch langfristig mit seiner Entscheidung zufrieden sein.





































Sehr irreführender Titel: Beim Erfahrungsbericht zur Beratung hätte ich erwartet, daß der Journalist undercover hingeht und sich beraten läßt.
Das ist eher Interview: Thomann-Berater erklären ihre Tätigkeit.
@moinho Vielen Dank für den Hinweis. Es wurde an die Redaktion weitergegeben und Titel und Schlagzeile jetzt entsprechend geändert.
Ein Erfahrungsbericht über Thomann, der von einer nicht unabhängigen Redaktion (deren Geschäftsführer Johann Thomann ist) stammt, wirkt schon etwas seltsam. Ich bin mir nicht sicher, wie ich das bewerten soll. Ich denke, Amazona hätte sich so etwas sparen können, da es nicht authentisch wirkt.
@Round Robin Hi,
die Redaktion ist unabhängig und bleibt es auch, keine Sorge.
@Markus Galla Ich verstehe diese gebetsmühlenartig wiederholte Behauptung nicht. Amazona gehört Thomann. Wenn etwas jemandem gehört, ist es von diesem abhängig. Würde Thomann auf die Idee kommen, Amazona nicht mehr zu brauchen und es dicht machen, gäbe es die Redaktion nicht mehr. Also seid Ihr ganz offensichtlich von Thomann abhängig. Ein Verkäufer im Laden behauptet ja auch nicht, unabhängig von Thomann zu sein.
@Mac Abre Will sagen: Es gibt keine redaktionelle Abhängigkeit von Thomann. Alle Redakteure suchen die Testkandidaten selbst aus. Diese kommen zum großen Teil über die Hersteller und Vertriebe selbst. Auch beim Test der Thomann-Eigenmarken sind wir hinsichtlich der Bewertung genauso frei wie bei der Bewertung anderer Produkte. Niemand aus der Redaktion arbeitet bei Thomann. Auch das steht in Peters Interview.
kaum ist der gründer fast weg tauchen auf amazona überall gitarren auf und oben drauf noch artikel wie dieser? 🤣🤣😵💫
vielleicht sollten wir user uns auch woanders umschauen…
toller selbstbeweihräucherungsartikel..
amazona owened by thomann presents you a thomann fake promo? L O L wo gibts das zeug das ihr so nehmt?
@Nicole Habe das bereits, als ich den Titel sah auch gedacht, hmm……..
@Nicole +
@Nicole das mit den gitarren ist mir auch schon (negativ) aufgefallen… kann natürlich zufall sein, macht die seite aber leider direkt uninteressanter. und den artikel hier hätte es ehrlicherweise auch nicht wirklich gebraucht. zumindest nicht in der aufmachung „test“.
@dflt Du hast ein Problem damit, dass auf einer Seite für Musiker nicht nur Dein Musikinstrument besprochen wird? Du bist besser auf sequencer.de aufgehoben, dort haben die Meisten das gleiche Problem.
@Nicole Schon komisch…
Auch wenn dieses Portal schon immer auch ein Augenmerk auf Gitarren und Studio Gear hatte war die elektronische Musik und der Synthesizer im Vordergrund. Aber so ist das Leben alles ist im stetigen Wandel.
@Ashatur Interessant ist, dass sich die Anzahl an Beiträgen pro Rubrik nicht verändert hat. Alle Redakteure haben ihre festen Slots und die sind seit langer Zeit gleich.
Die Synth-Leute werden nach wie vor von drei Redakteuren an drei Tagen mit „Futter“ versorgt (Vintage, Beats, Keys), die Gitarristen an zwei Tagen.
Es variiert nur die Anzahl der News pro Rubrik, was aber nicht an uns liegt, sondern den Herstellern. Mal gibt es mehr aus dem einen Bereich, mal mehr aus dem anderen.
@Markus Galla Ach mir ist das doch egal ^^
Musik bleibt Musik ob mit Gitarre, Synthesizer oder gar ein Kamm.
Was mich eher stört sind diese Artikel über Musiker die schon an Klatschpresse erinnern.
Aber wie schon gesagt alles ist im Wandel und wenn so der Profit steigt.. Why not!
@Ashatur Das Schöne bei so einem Magazin ist ja, dass man nichts lesen muss, was man nicht lesen will. Und im Vergleich zu einem Printmagazin hat man auch nicht für Inhalte, die man nicht möchte, bezahlt.
Natürlich ist alles im Wandel. Gerade wandelt sich das Internet durch KI in rasender Geschwindigkeit, was gravierende Auswirkungen auch auf AMAZONA hat. Wir werden als Magazin von Spezialisten beraten, die uns sagen, was zu tun ist, um diesem Wandel entgegenzuwirken. Das hat tatsächlich auch funktioniert, bleibt aber natürlich bei Stammlesern nicht unbemerkt.
Ich freue mich aber über jede Idee aus der Stammleserschaft zu Themen, über die ihr gerne etwas auf AMAZONA lesen würdet. Ich sammele diese immer und wenn genügend Interesse besteht, setzen wir das auch um.
Was erwartet ihr von einem kostenlosen Onlinemagazin, das ganz klar kommuniziert das es Teil des Thomann „Universums“ ist?
Nachzulesen im Impressum und unter https://www.thomann.de/de/compinfo_thomannuniverse.html Partnerseiten.
Zumindest ich erwarte nicht Tests und Erfahrungsberichte wie in einem unabhängigen Testmagazin.
Was ich erwarte, einen Überblick und Orientierungshilfen, nicht mehr nicht weniger. Dafür finde ich ist es gut gemacht. Ich habe in sogenannten „Fachzeitschriften“ schon weit schlimmeres gelesen.
Doch zurück zu dem Erfahrungsbericht. Bias hin oder her, er ist gut, denn er verweist auf die wichtigen Themen für einem Besuch bei einem Händler.
– Preisrahmen nennen
– Anforderungen nennen, was muss, was kann
– Zeit mitbringen zum Fragen, Zuhören und um sich mit eigenen Sinnen sich einen Eindruck zu verschaffen.
Da solche einfachen Grundsätze scheinbar in dieser Welt durch Online-Shops verloren gehen, finde ich den Artikel gut.
Auch weil er zu einem Abstecher in ein reales Geschäft mit Showroom animiert. Sicher auch ein Aspekt des Artikels.
P.S.
Ich bin normaler Thomann Kunde und habe auch keine Verbindung zu Amazona.
Liebes Amazona Team, danke für Eure Arbeit, für mich passt das.👍👍👍
@TomH Ich stimme dem voll zu. Ich kann dieses Bashing überhaupt nicht verstehen. Keiner ist gezwungen, amazona zu lesen, keiner ist gezwungen bei Thomann zu kaufen, jeder hat ein Rückgaberecht, jeder kann parallel online nach Tests und youtubes recherchieren (und sollte das auch), keiner wird also in irgendeiner Weise geschädigt. Was soll das Mimimi ?
Wenn ich in der Region bin, fahre ich mal eben auf 45 Minuten da vorbei und komme nach ein paar Stunden wieder aus ;-) Der Artikel beschreibt meine Erfahrungen. Absolut entspannt der Laden. Ich kann nicht erkennen, dass der Artikel schönt oder jemanden über den Tisch zieht.
Leute, der Artikel macht euch doch nicht zum Opfer, ihr seid ihm doch nicht hilflos ausgeliefert, ihr könnt eigenständig Denken und Entscheiden. Tut das dann doch bitte. Es bringt mehr als Jammern.
Darüber hinaus bin ich nicht der Meinung, dass Artikel nur erwiesen authentisch und ehrlich sind, wenn sie irgendwas runtermachen (wie Onkel MAGA z.B. ;-).
Die Betreiber dieser Seite können noch so oft beteuern, sie seien unabhängig – wer’s glaubt, wird sehr selig. Da finde ich es dann einfach nur noch peinlich, dass man nicht wenigstens die cohones hat und dazu steht.
dass amazona nun thomann gehört, ist grundsätzlich kein problem – alles gehört irgendjemandem, auch zB zeitungen. eine redaktion kann – im rahmen – sicher trotzdem unabhängig bleiben. allerdings hoffe ich, dass artikel wie dieser in zukunft nicht mehr vorkommen. der artikel ist viel zu werblich und praktisch ohne jeden relevanten inhalt – welches unternehmen sagt nicht, ‚wir sind für unsere kunden da‘? reportage gerne, werbung in redaktioneller verkleidung nein.
@mdesign Was heißt denn „nun“? Hier ist wohl ein falscher Eindruck entstanden.
Es lohnt sich, noch einmal die beiden Interviews mit Peter zu lesen und insbesondere den Teil 2, in dem es um die redaktionelle Unabhängigkeit geht:
https://www.amazona.de/interview-peter-grandl-gruender-von-amazona-de-nimmt-abschied/
Zum Artikel: Drei junge Autoren waren kürzlich selbst zum ersten Mal bei Thomann im Musikhaus und haben dort für drei Redaktionen getestet. Sir waren so begeistert von der Art, wie dort nicht nur sie, sondern die Kunden empfangen wurden (die Tests fanden IM LADEN im laufenden Betrieb statt), dass sie gesagt haben: Das ist in der heutigen Zeit so selten, darüber möchten wir berichten.
Ich war auch zum ersten Mal dort und kann das nur bestätigen. Nun kann man eine Verschwörung wittern, oder bei der nächsten Gelegenheit, wenn man mal in der Gegend um Bamberg ist, den Eigenversuch starten. Es könnte ja sein, dass an der Empfehlung der jungen Kollegen was dran ist.
Ich habe jedenfalls dort niemanden getroffen, der mal einen Herstellerprospekt gelesen hat, sondern Veranstaltungstechniker, studierte Musiker uvm., die ihr Handwerk lieben und sich gerne mit den Kunden darüber austauschen. Das ist selten und es spricht für gute Unternehmensführung, bei allem Erfolg im Internet trotzdem den Standard im Laden weit über Branchenniveau zu halten.
Und jeder, der mal in jüngster Zeit Print-Magazine gelesen hat, weiß, dass das auch für unsere Autoren gilt – und darauf sind wir stolz.
@Markus Galla Da ich nur eine Autostunde entfernt wohne, könnte ich dir darauf sogar eine Antwort inklusive einer Anekdote zu einem Kaufversuch geben.
Aber dann wäre das Geschrei erst recht groß und es geht hier auch nicht darum, ein Geschäft gegenüber einem anderen abzuwerten, sondern die Autoren wollten auf eine Besonderheit hinweisen, die heutzutage selten ist.
@Markus Galla Wenn du mal in München bist, kann ich dir das Musikhaus Hieber-Lindberg wärmstens empfehlen. Sie haben ihren eigenen Sweetspot und sehr gut ausgestattete Abteilungen mit kompetentem und sehr freundlichen Personal. Vielleicht hat Amazona dann auch den Anreiz, über andere Musikhäuser und deren Leistungen zu berichten. So funktioniert unabhängiger Journalismus.
Jeder macht seine eigenen Erfahrungen….
Ich kann mich noch gut an meine Besuche beim ehemaligen größten Musikshop in Hamburg erinnern.
In der Synth-Abteilung hatte ich immer das Gefühl, deutlich mehr zu wissen als die angestellten Verkäufer. Und in der Gitarren-Ecke (wg. der Bodentreter) wurde man mehr als herablassend betreut, wenn man nicht mindestens für eine vierstellige Summe einkaufen wollte.
Bei Thomann habe ich persönlich bisher nur die besten Erfahrungen machen dürfen.
Trotz allem finde ich den Artikel, sagen wir mal, unglücklich gewählt.
Gruß
Thomas
lieber markus, in sachen unabhängigkeit rennst du offene türen ein – ich schreibe doch, dass das geht. auch bin ich bekennender thomann-kunde, bin dort immer fair, freundlich und kompetent behandelt worden. es geht mir beim artikel um die zu werbliche und, ja, auch zu brave tonalität. die jungen autoren blicken nicht hinter die kulissen, was interessant gewesen wäre. sie stellen simple fragen und kriegen simple, erwartbare antworten. das ist zu wenig, das ist leider nicht interessant. die meisten autoren auf amazona machen das besser, und für solche artikel komme ich fast jeden tag auf die website.
@mdesign Hi,
ein Blick hinter die Kulissen (was auch immer das bedeutet) wäre zeitlich nicht drin gewesen, da der Hauptgrund des Besuchs eben die Tests waren und da gab es ein straffes Programm.
Die Frage ist auch, was du dir erwartet hast? Was nicht ist, kann ja noch werden. 😀
Ich habe mir den Artikel gerade noch einmal komplett durchgelesen. Wenn ich richtig informiert bin, wollte der Autor zusammen mit den Fachberatern vor Ort die Abteilung vorstellen und den Beratungsprozess abbilden. Das ist in meinen Augen gelungen.
Ich selbst habe jedenfalls noch nie eine so gut sortierte und vor allem voll „verdrahtete“ PA- und Licht-Abteilung gesehen – und ich kenne so einige. So konnte ich mir z. B. das wohl günstigste Line Array System am Markt anhören: Geflogen und mit einer typischen Open Air- oder Festzelt-Bestückung. Und es rockt ordentlich! Licht-Produkte kannst du direkt in eine erstklassige Lightshow integriert anschauen und so deren Wirkung beurteilen oder mit anderen Produkten vergleichen. Du kannst alle Produkte miteinander kombinieren und so die beste Kombination für deine Bedürfnisse herausfinden.
Vielleicht finden einige den Text zu werbend, andere vielleicht motivierend, selbst mal hinzufahren statt auf den Bestellknopf zu drücken. Für diejenigen hat es sich dann schon gelohnt. Und ja: Die Schlagzeile ist tatsächlich für AMAZONA-Stammleser ein bisschen viel „Clickbait“. Ich gebe das an die Redaktion weiter.
@Markus Galla Hallo Markus,
ich glaube, das Hauptproblem (zumindest für mich) ist tatsächlich die Überschrift. Wenn da steht „Top oder Flop?“ erwartet man schon einen wirklichen Test und keinen lobenden Erfahrungsbericht oder eine „einfache“ Story. 😉
Das müsst ihr euch wirklich nicht beim Focus oder ähnlichem abschauen („Wir sind zu Thomann gefahren und ihr glaubt nicht, was dann passiert!“)
Aber gut, und danke, dass du das schon weitergegeben hast.
VG Andreas.
und ja, sollte ich mal in der Ecke sein, schau ich natürlich vorbei. Ist halt ein Stück von Berlin. ;)
@dflt Ja, die Schlagzeile ist in der Tat sehr unglücklich. Ich habe sie gestern erst beim zweiten Lesen des Artikels entdeckt, weil ich beim ersten Mal direkt auf die Kommentare geklickt habe.
Ich möchte sie jetzt nur nicht ändern lassen, da sich hier schon zahlreiche Kommentare darauf beziehen.
Auch das Wort „Erfahrungsbericht“ im Titel passt nur bedingt, weil es sich hier um ein Interview handelt, auch wenn dieses aufgrund der sehr positiven Erfahrungen des Teams, das zum ersten Mal dort war, zustande gekommen ist.
Ich bespreche das mit der zuständigen Redaktion.
Der Artikel ist wenig objektiv, weil so getan wird, als sei Thomann eine der letzten Bastionen guter Beratung. Dabei hätte man ruhig darauf hinweisen können, weshalb diese Beratung so selten geworden ist und welchen Anteil daran Thomann trägt. Oder noch konkreter: Ist es ethisch in Ordnung, die letzten Reste persönlicher Beratung zu feiern, wenn man selbst alle anderen aus dem Markt gedrängt hat? Das hätte den Artikel glaubwürdiger und für Leser mit Branchenkenntnis auch respektabler gemacht.
@Noah Seiler
Vielen Dank für diesen Bericht.
Thomann ist zwar näher als ich gedacht habe, aber 424 km sind mir leider dann doch zuweit.
Sollte ich mal in der Nähe sein, ist ein Besuch von mir Pflicht.
Die Frau/Mannschaft im Laden ist sicher mit Herzblut dabei 💪
Gruß masterBlasterFX
@masterBlasterFX „Die Frau/Mannschaft im Laden ist sicher mit Herzblut dabei“
Das ist wohl unabdingbar wenn man für ein Verkäufergehalt am Ende der Welt arbeitet.
@Mac Abre Okay, dann ist das so.
@masterBlasterFX Nicht falsch verstehen, ich finde das durchaus lobenswert. Etwas Idealismus bei der Arbeit findet man heute viel zu selten, was viele Gründe hat.
@Mac Abre 👍
Es geht hierbei nicht darum, wie etwas angeblich gemeint ist, sondern welchen Anschein es erweckt.
Selbst der objektivste Richter, der es ehrlich meint, MUSS sich beim kleinsten Anzeichen von Befangenheit von einem Fall distanzieren.
Das gebietet schon der Anstand.
Das heißt, keine Berichte über Thomann, auch keine Produktlinks zu Thomann.
Also Unabhängigkeit = Witz!
Abgesehen davon ist das amazona-projekt im Amateurbereich zu verorten. Inklusive und gerade auch wegen der Autoren.
Nette Selbsthilfegruppe mit übererfüllter PC.
Keinerlei Referenzqualitäten.
(Das hat nichts damit zu tun, wer sich hier geborgen fühlt, oder für ihn neues entdecken kann. Ergo bin ich auch an deren erwartbaren Reaktionen nicht interessiert.)
Mahlzeit!
@MusicChest Verstehe nur Bahnhof bei deinem Statement, sorry.
@Filterpad Dann ersuche doch einen Erwachsenen, der bereits sinnerfassend lesen kann, es dir vorzulesen und zu erklären.
Im Notfall könntest du auch eine KI befragen. Ich bin sicher hierfür reicht z.b. eine Mistral 4bit Version, oder cgpt2 aus.
@MusicChest Bitte etwas auf die Wortwahl achten und niemanden beleidigen. Danke.
@MusicChest auf amazona geht es um musik-hard- und software. und natürlich sind die – bis auf ein paar edelfabrikate, über die hier gelegentlich auch berichtet wird – weitestgehend für den amateurmarkt gemacht. für die handvoll profis auf dieser welt lohnt doch zB die entwicklung eines neuen synthesizers gar nicht.
es ist übrigens keine schande, amateur zu sein. ich war vor fast 40 jahren ein paar jahre profi. das war schön, aber auch anstrengend. jetzt mache ich musik nur noch zu meinem vergnügen. das ist schön und nie anstrengend.
@MusicChest „Abgesehen davon ist das amazona-projekt im Amateurbereich zu verorten.“
Und was machst DU dann hier ? 😁😁😁
Also die schwebende Glühlampe mit dem freundlichen Gesicht wirkt schon sehr kompentent. Von der würde ich mich auch gerne beraten lassen. Also ich kann die Begeisterung des Autors des Artikels verstehen.