Kaufberatung: Die besten E-Drums für Schlagzeuger

12. Dezember 2019

Einfach nur die Besten - E-Drums

Die besten E-Drums für Schlagzeuger

Die besten E-Drums für Schlagzeuger

„Schlagzeuger spielen Schlagzeug und die sind laut.“ So oder ähnlich könnte man die Schlagzeuger-Welt ohne E-Drums darstellen, doch seit vielen Jahren schon gehören E-Drums nicht nur im heimischen Kinderzimmer dazu. In unserer Kaufberatung haben wir für euch alle aktuellen Modelle der besten E-Drums nicht nur zusammengefasst, sondern in eine klare Reihenfolge gebracht. Genauso wichtig sind natürlich einige Tipps, auf die ihr beim Kauf eines elektronischen Drumsets achten solltet.

Und gleich vorab: Wir haben in einem weiteren Report die Geschichte der E-Drums zusammengefasst. Für Fans sicher ein Muss. HIER DER LINK.

Neben dem eingangs erwähnten „Kinderzimmer-Schlagzeug“ findet man E-Drums mittlerweile auch in vielen Studios oder auf der Bühne. Das System hat klare Vorteile, denn neben den klassischen Drum-Modulen der E-Drumsets lassen sich hierüber beispielsweise auch Software-Librarys steuern.

ATV EXS-5

ATV EXS-5

Auch wenn das Spielgefühl und letztlich auch die Performance des Schlagzeugers stark von der Qualität der Pads, deren Haptik und technischen Umsetzung abhängt, gibt es vor allem in den oberen Preisregionen adäquate Alternativen zum „echten Drumset“. Dass mit Sicherheit aber noch Luft nach oben besteht, zeigt alleine der Fakt, dass bei den E-Drums – entgegen vieler anderer Charts – bisher nur wenige Produkte mit „sehr gut“ bewertet wurden.

Doch wo liegen überhaupt die Vorteile von E-Drums und wie findet man das passende Set? Neben einem stets identischen Sound, der bei einem akustischen Set von diversen Faktoren abhängig ist, können E-Drums über kleine Verstärkeranlagen, Aktivboxen oder Kopfhörer abgehört werden. Man muss damit also nicht zwangsläufig in den Bunker oder den heimischen Keller ziehen, der Einsatz in der Wohnung ist grundsätzlich möglich. Nicht unterschätzen sollte man aber die Geräusche, die von den auf die Pads schlagenden Sticks und vor allem dem Bassdrum-Pedal ausgehen. Das macht sicherlich nicht jeder Nachbar mit.

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Passende E-Drum Monitore haben wir in unserem 3er Vergleichstest gegeneinander antreten lassen

Die Pads eines E-Drumsets bestehen entweder aus Gummi oder einem speziellen Mesh-Gewebe, eine Art Netz, das über den Rahmen des Pads aufgezogen wird. Mesh-Heads bieten ein weicheres und angenehmeres Spielgefühl und sind nicht so hart wie reine Gummi-Pads. Während die Tom-Pads in der Regel mono ausgelegt sind, d. h. nur einen Sound ausgeben können, kommt bei der Snare ein Stereo-Pad zum Einsatz, so dass zwei unterschiedliche Sounds gespielt und ausgegeben werden können.

Die Becken-Pads sind etwas anders aufgebaut und bestehen aus Gummi. Je nach Qualität des Sets kann man auch hier unterschiedliche Sounds wie Glocke, Rand und mehr triggern und umsetzen. In Kombination mit einem Pedal, das die virtuelle Stellung der beiden HiHat-Becken beeinflusst,  entsteht die HiHat.

alesis turbo mesh kit

Alesis Turbo Mesh Kit – Mesh Pads

Das Bassdrum-Pedal steht aufrecht und wird entweder mit einer herkömmlichen Fußmaschine oder einem zum E-Drumset gehörenden Kick-Pedal gespielt. Alles zusammen wird dann an einem Metall-Rack befestigt.

Neben den einzelnen Bestandteilen des E-Drumsets spielt das E-Drum Modul, in der die eigentliche Klangerzeugung steckt, eine große Rolle bei elektronischen Sets. Zunächst einmal entscheidet die Klangqualität der einzelnen Schlagzeug-Samples darüber, wie gut das Set klingt. Aber auch die Schnelligkeit des Anschlags, die Reaktion auf unterschiedliche Trigger-Vorgänge und die Dynamik sind entscheidende Kriterien.

Normalerweise sind Drum-Module fester Bestandteil eines E-Drumsets, sie lassen sich aber auch einzeln erwerben und ggf. kann man ein mittelmäßiges Set später mit einem qualitativ besseren Modul aufbessern.

2box drumit three

Das DrumIt Three Modul von 2Box

Der Schlagzeug-Hersteller Pearl hat mit dem Mimic Pro ein Modul entwickelt, das über hervorragende Eigenschaften hinsichtlich Klang und Anwendung verfügt. Hierzu hat man sich Steven Slate ins Boot geholt, der mit seiner eigenen Drum-Library Slate Drums 5 regelmäßig Erfolge feiert.

Die besten E-Drums im Überblick

Waren vor einigen Jahren vor allem die Hersteller Roland und Yamaha führend in der Herstellung von E-Drums, hat sich das in der näheren Vergangenheit etwas geändert. Zwar sind die beiden japanischen Konzerne weiterhin in diesem Bereich aktiv, es gibt aber mittlerweile Hersteller wie Alesis, ATV oder Pearl, die entweder nach einer längeren Pause oder gänzlich neu den Markt der E-Drums aufmischen.

Nachdem Alesis lange Jahre nur Sets für Einsteiger und Fortgeschrittene entwickelt hat, kam Anfang 2018 mit dem Strike Pro ein neues Set für Profis auf den Markt. In unserem Test hat das Set mit „sehr gut“ abgeschnitten und rangiert derzeit auf Platz 3 unserer E-Drums Charts.

Noch relativ neu am Markt ist ATV, ein japanisches Unternehmen, das vom ehemaligen Roland Gründer Ikutaro Kakehashi gegründet wurde. Das EXS-3 und EXS-5 Set der Firma haben wir im August dieses Jahres getestet, auch hier stand am Ende des Sets ein „sehr gut“.

pearl mimic pro

Den Test zum Drum-Modul Mimic Pro von Pearl, das in Zusammenarbeit mit Steven Slate entstand, findet ihr hier. Nicht nur der 7 Zoll messende Touchscreen konnte in unserem Test überzeugen, auch die Klangqualität stimmt hier auf ganzer Linie. Weitere Tests von aktuellen E-Drums findet ihr in unserer E-Drums Charts.

Aufgeteilt in die drei Gruppen Anfänger, Fortgeschrittene und Profis empfehlen wir euch derzeit die folgenden Kits:

Das beste E-Drumset für Einsteiger

Mit einem Preis von 400,- bis 500,- Euro kann man bei den bekannten Herstellern Roland, Alesis und Yamaha, aber auch bei den Eigenmarken der großen Musikhäuser in das E-Drum-Segment einsteigen. Verfügen die Kits von Yamaha in dieser Preisklasse lediglich über Gummi-Pads, bekommt man bei Alesis, Millennium oder Roland bereits einige Pads mit Mesh-Heads geboten. Beim TD-1 DMK von Roland bestehen alle Snare- und Tom-Pads aus Mesh-Head, dazu bekommt man hier anständige Sounds geboten. Daher ist das TD-1 DMK für uns die Empfehlung für alle Anfänger und Einsteiger. Nicht ohne Grund ist es das einzige Einsteiger-Set, das in unserem Test mit drei Sternen abschneiden konnte.

Roland td-1 dmk

Obwohl das TD-1 Rolands Einsteiger-Set ist verfügt es bereits durchgehend über Mesh Heads

Das beste Mittelklasse E-Drumset für Fortgeschrittene

In der Mittelklasse, die preislich bei ca. 1500,- Euro liegt, sehen wir das ATV EXS-3 bzw. dessen größerer Bruder EXS-5 an vorderster Stelle. Die Hardware ist stabil, die Mesh-Pads haben einen guten Rebound und die glatte Oberfläche der Becken-Pads ist unempfindlich gegenüber Stickmarks. Percussion- und Electronic-Sounds sucht man bei den ATV-Sets allerdings vergeblich, selbst bei den zusätzlichen kostenlosen Sets, die der Hersteller zum Download anbietet, finden sich lediglich akustische Sets im Repertoire.

ATV EXS3

ATV ist bis jetzt weniger bekannt, konnte in unserem Test mit dem EXS-3 E-Drumkit aber voll überzeugen

Das beste Oberklasse E-Drumset für Profis

Unser Favorit, aber auch preislich klar in der Oberklasse angesiedelt, ist das Roland TD-50. Mit einem Preis ab 4500,- Euro startet das Oberklasse-Set von Roland, bietet hierfür aber eine exklusive Qualität, sowohl hinsichtlich der Verarbeitung, aber auch hinsichtlich des Klangs. Natürlich befindet man sich hier bereits in einer Preisregion, in der man für sein Geld einen gebrauchten Kleinwagen bekommt. Das für und wieder – greift man nun wirklich zu einem solch hochpreisigen E-Drumset oder soll es doch lieber in Richtung akustisches Set gehen – möchten wir an dieser Stelle gar nicht diskutieren, denn E-Drums haben nicht ohne Grund in den letzten Jahren einen enormen Schub bekommen.

roland td 50 kv

Ganz klar ein E-Drumset für Profis – das Roland TD-50

Aus dieser Kaufberatung herausgelassen haben wir Produkte, die nur über wenige Pads verfügen. Als Beispiel sei das Yamaha DD-75 genannt, das eher als Übungs-Produkt anzusehen ist und nicht als wirkliches E-Drumset. Auch Sample Pads wie beispielsweise das Strike Pad Pro von Alesis oder die Kombination Drum-Synthesizer und Sample Pad in Form der Nord Drum Module haben wir bewusst aus dieser Kaufberatung herausgelassen.

Forum
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    Stephan Merk  RED

    Moin Felix, danke für den tollen Artikel. Der Grund, meinen zweijährigen Schlagzeugunterricht 1987 zu beenden, war genau jener, Schlagzeug und Mietwohnung verträgt sich halt nicht. Vor einigen Jahren auf der Musikmesse mal zufällig bei Alesis hängen geblieben, wurde es dann ein Roland HD-3 und das gefällt mir mit seinen Meshfellen außerordentlich gut. Übrigens hatten wir versuchsweise in den 80ern mal ein Practice-Pad mit einfachem Mikrofon an den Trigger-Eingang des Korg DDD-1 angeschlossen. Das ging sogar, aber das Mikro war natürlich viel zu unempfindlich. Den Vergleich akustisch vs. elektronisch kann man übrigens ebenso schwierig ziehen, wie Klavier vs. Orgel. Die Gemeinsamkeit ist die Spielbarkeit, dann hört es aber auch schon auf.

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