Kaufberatung: Was ist ein Synthesizer und welchen soll ich kaufen?

17. Februar 2021

Für Einsteiger: Was du immer schon über Synthesizer wissen wolltest

Der wohl berühmteste Synthesizer: Der Moog Minimoog

In diesem Artikel möchte ich versuchen, Interessierten einen einfachen Neueinstieg in die Welt der Synthese zu liefern. Euch erwartet eine einfache Beschreibung davon, was ein Synthesizer ist und wie er funktioniert. Dazu gibt es Tipps zur Auswahl der ersten Anschaffungen und wie man diese magischen Kisten anwendet.

Was ist ein Synthesizer?

Das Oxford Dictionary bezeichnet einen Synthesizer als „Elektronisches Musikinstrument, das aus einer Kombination aufeinander abgestimmter elektronischer Baugruppen (zur Erzeugung von Klängen und Geräuschen) besteht.

Die wahrscheinlich einfachste Beschreibung der Funktion eines Synthesizers ist: ein Gerät, das Strom hörbar macht. Dies ist für unsere Betrachtung doch etwas zu einfach. Also lasst uns etwas mehr ins Detail gehen.

Auch so kann ein Synthesizer aussehen, in diesem Fall der GRP A6

Eine Eigenschaft, die alle Synthesizer gemein haben, ist dass sie aus einer Ansammlung von elektronischen Komponenten bestehen, die ein elektrisches Signal erzeugen und über verschiedene Stufen so verändern, dass daraus ein hörbares Ausgangssignal entsteht. Diese Bauteile müssen nicht immer analog (also physisch vorhanden) sein. Im Falle von digitalen Synthesizern werden einige der Komponenten auf Basis von Software, Prozessoren und Speicher simuliert.

Monophon oder polyphon?

Begriffe, die einem beim Stöbern in den Angeboten oft als erstes begegnen, sind monophon und polyphon.

Hiermit wird lediglich bezeichnet, ob das Gerät in der Lage ist, eine (monophon) oder mehrere (polyphon) Klänge gleichzeitig zu erzeugen. Auf den ersten Blick erscheint polyphon natürlich besser, ist aber in vielen Fällen gar nicht notwendig und meist wesentlich teurer.

Oszillator – VCO

Am Anfang der Kette der Baugruppen stehen Oszillatoren. Diese erzeugen zyklische Schwingungen im Hörbereich. Als Schwingungsformen stehen i.d.R. Sägezahn, Rechteck (mit variabler und modulierbarer Pulsbreite), Dreieck und Sinus oder Mischformen zur Verfügung.

Filter – VCF

Ein Filter entfernt Klanganteile, man spricht von Tiefpass, Hochpass, Bandpass und Bandsperre. . Viele Filter verfügen über eine Rückkopplung, bezeichnet als Resonanz, was bedeutet, dass der Klang im Frequenzbeschneidungspunkt lauter, andere Klanganteile leiser werden. Meistens klingt genau dieser Bereich besonders gut. Wie gut, darüber streiten sich Anfänger wie Experten. Es gibt keine Baugruppe, deren Klang in der Synthesizer-Szene mehr diskutiert wird.

Verstärker – VCA

Die gefilterten Klänge werden nun in ihrem Lautstärkeverlauf geformt. Hierzu dient ein VCA (Voltage controlled Amplifier), der technisch gesehen i.d.R. ein Abschwächer ist. In Kombination mit einem Hüllkurvengenerator wird bestimmt, wie sich der Pegel eines eingespeisten Signals über die Zeit verändert.

Modulationsgeneratoren

Um den Synthesizer komplett zu machen, fehlt eine letzte Baugruppe, die Modulationsgeneratoren. Zu ihnen zählen beispielsweise LFOs, die bereits erwähnten Hüllkurvengeneratoren und viele andere. Sehr einfach beschrieben simulieren diese Baugruppen eine menschliche Hand, die an zugewiesenen Reglern dreht. Die so entstehenden, meist zyklischen Veränderungen sorgen für das gewisse Etwas im Klang. Oft simulieren diese Bauteile Bewegungen, die ein Mensch nicht ausführen könnte. Oder könnt ihr einen Regler 200-mal pro Sekunde auf- und wieder zudrehen?

LFO mit CV-Steuermöglichkeit seiner Frequenz

 

Welcher Synthesizer ist gut für Anfänger?

Im folgenden Abschnitt möchte ich etwas Licht auf die wichtigsten Anforderungen an Einsteigersynthesizer werfen. Bitte beachtet, dass sich einige Widersprüche ergeben werden, denn es gibt wie so oft keine „Komplettlösung“. Leider existiert der perfekte Synthesizer für Einsteiger nicht. Jeder Interessierte sollte daher also selbst entscheiden.

Klanguniversum

Da meist nicht klar ist, in welche musikalische Richtung sich die ersten Produktionen entwickeln, ist es vorteilhaft, wenn das erste Gerät eine große klangliche Vielfalt bietet. Hier gewinnen in den meisten Fällen digitale Synthesizer.

Die Syntheseform mit der größten klanglichen Vielfalt ist die Wavetable-Synthese. Die Verwendung der Oszillatoren ist verhältnismäßig einfach und die resultierende Klangvielfalt dabei extrem groß. Die Menge und Funktionalität der Modulationsgeneratoren hat ebenfalls enorme Auswirkungen auf die Klangvielfalt. Sie sollte bei der Suche nach einem entsprechenden Gerät bedacht werden.

Empfehlungen:

Korg Microkorg 2S

Nord Lead A1 /A1R

Arturia Microfreak

Welcher Synthesizer ist der Richtige?

Die Motivation, eine komplexe Aufgabe zu bewältigen, hängt vom Schwierigkeitsgrad der gestellten Herausforderungen im Verhältnis zum Können des Probanden ab. Aufgaben, die mit den vorhandenen Fähigkeiten lösbar und dennoch nicht zu einfach sind, sorgen dafür, dass weder Langeweile noch Demotivation eintreten.
Eine leicht verständliche, aber nicht zu primitive Benutzeroberfläche hilft also, Frustration zu vermeiden und erzeugt stattdessen Flow.

Viele (meist analoge) Synthesizer verfolgen das „knob per function“ Prinzip. Jedem Parameter ist dabei fest ein Bedienelement zugewiesen. Die Vermeidung von Menüs senkt die Komplexität und sorgt für eine steile Lernkurve und schnelle Erfolge.

Einen Schritt weiter gehen sogenannte Preset-Synthesizer. Diese Produktgattung bricht sehr komplexe Klangerzeugung auf wenige Bedienelemente herunter. Mit einem Potentiometer werden verschiedene Parameter (teilweise gleichzeitig) verändert.
Statt sich ein komplexes Patch selber zu bauen, werden bei der Anwahl eines Sounds nur wenige Parameter der Engine steuerbar gemacht. Viele andere werden im Hintergrund auf einen unveränderlichen Wert gestellt. Ein Großteil der Komplexität bleibt so für den Nutzer verborgen.

Arturia MiniBrute 2 Synthesizer

Empfehlungen:

Novation Circuit Tracks

Arturia Minibrute 2 / 2S

Roland Boutique Serie

Cheap-Tricks für die Kaufentscheidung

Ein Schlüsselargument bei der Auswahl des ersten Synthesizers ist (wie wahrscheinlich auch bei den Folgenden) der Preis.
Was zählt, ist aber nicht nur die bloße Zahl auf dem Papier, sondern auch der Wiederverkaufswert. Ein Gerät für 1000 Euro, das nach zwei Jahren Benutzung für 900 Euro weiterverkauft werden kann, ist ein wesentlich ökonomischerer Kauf als eins für 300 Euro, das am Ende fast wertlos ist.

Beim Preis gilt meist: Die günstigsten und die teuersten Synthesizer sind analog.

Dreadbox Erebus VIII

Empfehlungen:

Dreadbox Erebus V3

Korg Volca Serie

Elektron Model Cycles

Die komplette Track-Produktion in einem Synthesizer

Die Möglichkeit, einen präsentationsfähigen Track in einem Gerät zu erstellen, ist sehr förderlich für die Motivation. Prädestiniert hierfür ist das momentan eine Renaissance erlebende Groovebox-Format. Für einen etwas höheren Preis werden hier Drums und Synthese in einem Produkt geboten. Diese Produktkategorie eignet sich perfekt für Livesets.

test akai mpc one

Empfehlungen:

Roland MV1

AKAI MPC One

Korg Electribe 2

Der Synthesizer im PC oder Mac

Die günstigste Option ist, die ersten Schritte auf dem meist sowieso schon existierenden Computer zu machen. Der große Vorteil ist, dass für die Hardware meist effektiv keine Anschaffungskosten anfallen. Auch entsprechende (Einsteiger-) Software ist meist günstig oder sogar kostenlos. Für alle, die erst einmal kurz in die Welt der Musikproduktion hinein schnuppern wollen, ohne gleich das Monatsbudget zu verbrennen, ist softwarebasierte Musikproduktion die Goto-Lösung.

ableton 11 live

Empfehlungen:

Ableton Live Lite

Presonus Studio One

Cakewalk Bandlab

Der Synthesizer im iPhone oder iPad

Allen, denen der Start mit einer DAW wie  oder Apple Logic zu komplex ist, sei die von Tag zu Tag größer werdende Menge Apps für Mobilgeräte ans Herz gelegt. Für wenig Geld bekommt man inzwischen wirklich amtlichen Sound in Kombination mit einfach zu verstehenden Benutzeroberflächen.

FL Studio Mobile

 

Empfehlungen:

Planet H G-Stomper

Novation Ampify

Fl Studio Mobile

Wie benutzt man einen Synthesizer?

Wenn die Anschaffung einmal gemacht ist, stellt sich die Frage, wie man an die Benutzung des neuen Spielzeuges herangeht. Die Methode „Trial and Error“, die sich in vielen Lebenslagen bewährt, ist hier alles andere als empfehlenswert. Der Grund dafür ist die Komplexität des zugrundeliegenden Systems. Sobald die Anzahl der Parameter eine gewisse Zahl übersteigt, führt „Herumprobieren“ nicht zu Verständnis, sondern zu Verwirrung.

Wem das Studieren der (in vielen Fällen sehr gut geschriebenen) Bedienungsanleitungen zu anstrengend ist, dem seien die inzwischen in unendlicher Zahl existierenden Tutorials zu empfehlen. Diese Lehrmaterialien gibt es (oft kostenlos) geschrieben in Büchern oder auf Websites, als Podcast oder YouTube-Video. Hier sollte jeder das Medium wählen, mit dem es einem selbst am leichtesten fällt, neues Wissen aufzunehmen. Nicht jeder ist ein Bücherwurm.

Die meisten Geräte werden heutzutage mit einem Speicher voller großartiger Patches und Presets ausgeliefert. Diese bieten einen guten Überblick über das, was möglich ist. Sie können gleichzeitig Start- oder Zielpunkt von Soundexperimenten sein.
Zu guter Letzt gibt es jederzeit weise Ratschläge in allerlei Online-Communities. Dort tummeln sich meist Menschen, die große Freude daran empfinden, anderen auf ihrer Reise zu helfen.

Forum
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    mudi2000

    Es ist schon eine gewisse Leistung einen Artikel über Synthesizer für Anfänger zu schreiben, in dem die Wörter „monophon“ und „polyphon“ überhaupt nicht vorkommen. Aber je nachdem, woher man kommt (keine Vorkenntnisse? Vom Klavier?, usw…) und welche Art von Musik man machen möchte, ist das ja nicht ganz unwichtig …

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      Tyrell  RED 112

      Danke für den Input mudi2000 – ich gebe weiter. Der Autor sollte da definitiv einen Absatz ergänzen :)

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      Henrik Fisch  AHU

      Ich halte das ehrlich gesagt für die Erklärung der Funktionsweise eines Musik-Synthesizers erst einmal für völlig unwichtig. Jemandem die subtraktive Synthese zu erklären, was ein VCO ist, was er soll, wozu dann ein Filter da ist, eine Hüllkurve und ein LFO … das ist für mich deutlich dramatisch komplizierter und erst einmal wichtiger, als die dann vergleichsweise simple geistige Leistung zu erbringen, dass das alles einfach auch noch mehrfach vorhanden sein muss, will man einen Synthesizer polyphon spielen.

      Oder anders ausgedrückt: Das ist ein GROSSARTIGER (!) Artikel. Das sollte man mal erwähnen. Die von Dir angebrachte Kritik – meinetwegen vielleicht sogar berechtigt – lässt sich mit drei bis vier zusätzlichen kleinen Sätzen erledigen.

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        mudi2000

        Hi Henrik,

        nachdem ich den Kommentar noch mal gelesen habe denke ich auch, er ist vielleicht zu negativ ausgefallen. Vielleicht liegt es daran, dass ich in jungen Jahren (von der Orgel kommend) mir gar nicht so richtig bewusst war, dass es da auch monophone Synthesizer gab, denn zu der Zeit (Späte 80er) waren schließlich polyphone digitale Synthesizer schwer in Mode.
        Habe das alles erst später so wirklich komplett verstanden.

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          Erik Steckmann  

          Danke für das Feedback.
          Ich finde das der Fakt wirklich wichtig und sinnvoll ist und habe den Punkt beim Herunterbrechen des ganzen Wissens leider unrechtmässig herausgefiltert.

          Ich werde noch ein Update schreiben das denke ich morgen Online ist. Kritik hilft mir 1000 mal mehr weiter als „Geiler Artikel“ (obwohl man das natürlich auch gern hört).

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      Punch

      Also ich muss dir voll zustimmen, Mudi200!
      Habe vor kurzem den Einstieg in die analoge Synthesizer Welt gewagt.
      Habe mir zuerst den Dreadbox Typhon gekauft, toller Synthesizer aber leider monophon! Wollte an meiner Midi Tastatur paar Töne gleichzeitig spielen; geht nicht! Ich total verwundert und ehrlich gesagt geschockt…. Danach kam ein Erebus v3 Duophon! Hier genauso. Beide kamen weg und nun habe ich einen polyphonen Minilogue XD und bin vollends zufrieden. Natürlich haben monophone Syhntesizer ihre Berechtigung (Spielweise), aber der Unterschied zwischen monophon und polyphon sollte auf jeden Fall Newcomern UNBEDINGT erläutert werden. Nichtsdestrotrotz danke für den Artikel

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    mdesign  

    das wichtigste über synthesizer für anfänger in einem übersichtlichen artikel abhandeln? ambitioniertes projekt. im prinzip gelungen, der neuling findet hier viel erhellendes und für die kaufentscheidung relevantes.

    aber auch klar, dass da anmerkungen kommen. meine sind:

    die dargestellte subtraktive synthese ist zwar der klassiker, aber – spätestens seit dem DX7 – bestimmt nicht mehr die einzige erwähnenswerte syntheseform.

    und es gibt heute wunderbare apps, mit denen man synthesizer erfahren und synthese erlernen kann. wer hier ein paar euro und ein paar stunden zeit investiert, wird seinen anschließenden gerätekauf bestimmt besser gerüstet angehen. ich erwähne nur syntorial fürs ipad (auch für mac und PC), die kostenlosen ersten 22 lektionen sollten für den einstieg reichen. eine komplette synth-app ist natürlich mit dabei.

    https://apps.apple.com/de/app/syntorial/id956861240

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      Erik Steckmann  

      Danke für deine Gedanken. Es ist ein zweiter Teil für den Artikel geplant in dem ich auf die verschiedenen Syntheseformen genauer eingehen werde.

      Generell finde ich das FM nichts für Anfänger ist da die klanglichen Ergebnisse sehr schwer zu den verwendeten Algorithmen und den Parametern zuzuordnen sind. Ich kenne viele teilweise sehr gute Musiker die mit FM Synths einfach ein Preset wählen und losspielen.

      Danke für den Tipp mit der App. Ich werde mir das mal ansehen.

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    Lapin  

    gut, dass ich schon einen synthesizer gekauft habe, der Artikel hätte mir nicht weitergeholfen.

    für mich wichtige Kriterien waren welche Anschlüsse hat er (midi/usb/cv/clock), step sequencer, Keyboard oder Desktop, daw-integration

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      Tyrell  RED 112

      Richtig – aber zu dem Zeitpunkt wusstest du offensichtlich schon, was ein Synthesizer ist? Aber genau darauf zielt der Artikel ab. Auf Google ist nämlich die meist gestellte Frage – WAS IST EIN SYNTHESIZER. Die Kaufempfehlung richtet sich also wirklich an absolute Neulinge. Bzgl. Deiner Anforderungen hast du aber hoffentlich trotzdem bei uns viele andere Artikel gefunden :)

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    Citro Studio  

    Tut mit leid, aber an der Ziegruppe vorbei – Soll das für Anfänger sein ?
    Es wird die Synthese nur sehr kurz beschrieben und es werden Geräte gezeigt, die keine Synths sind oder nur Syntesizer zusätzlich nutzen (Grooveboxen), es werden auch Geräte empfohlen, die eher anderen Geräteklassen entstammen: Drumboxen (Cycles). DAW zur Musikproduktion werden kurz angerissen, um ein Aufnahmemedium vorszustellen. Das alles versucht eher einen Rundumschlag über die elektronische Musikproduktion zu geben als ein Einstieg in den Synthesizer. Eine andere Überschrift wäre besser gewesen: Einführung in die elektronische Musikproduktion mit Hard-und Software. Aber das würde ganze Bücher füllen.

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    [P]-HEAD  AHU

    Kann mir jemand mal diese Aussage erklären? : „Beim Preis gilt meist: Die günstigsten und die teuersten Synthesizer sind analog.“ Ich grübel jetzt schon nebenbei eine Stunde darüber nach und komme zu keinem Ergebnis.

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      Citro Studio  

      Korg Monotron 40 € :-(
      Moog Synthesizer IIIP Limited-edition Reissue Modular Synthesizer $35000
      >> As low as $973/month with 36-month financing
      +
      Moog Sequencer Complement B Portable Expansion Cabinet Reissue $9999
      +
      Moog 953 Duophonic 61 Note Keyboard – Walnut Cabinet $1299 :-)

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          Erik Steckmann  

          Verrückterweise kann man das wirklich so pauschalisieren. Der Hintergrund ist das der Aufwand für einen sehr günstigen Synth sehr gering ist. Mann kann schon mit extrem einfachen Schaltungen mit geringen Bauteilaufwand „ein Geräusch machen“. Auf der anderen Seite steigt der Preis für ein analoges Gerät mit vielen Features exponentiell, dazu kommen dann noch Dinge wie speziell selektierte High-End Komponenten. Diese Geräte markieren das Ende der Fahnenstange.

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        KrauTronicA  RED

        @ Citro Studio:
        Du solltest Deine plakative Top-10 Liste vielleicht noch um das re-issue des Moog Keith Emerson System 55 ergänzen, das zum schlappen Preis einer kleinen Eigentumswohnung angeboten wurde ;-).

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      Henrik Fisch  AHU

      Ist mir eigentlich sofort klar:

      Bei den digitalen Synthesizern im Preibereich von ca. EUR 4.000,00 fallen mir im Moment nur »Waldorf Quantum« (und der hat analoge Filter) und »John Bowen Solaris« ein. Sonst gibt es da nur Analoges. Und wenn es günstig wird, also so EUR 250,00 bis ca. EUR 800,00, dann ist es auch analog. Das Mittelfeld wird von digitalen Synthesizern beherrscht. Das kommt mir genau so vor, wie dem Autor dieses Beitrags.

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    Filterpad  AHU 1

    Kurz und knapp wurde hier das wichtigste erklärt – Sehr gut! Solch einen Artikel hätte ich vor 10 Jahren gebraucht. Aber: Meine persönliche Ansicht ist, dass der Artikel eher davor scheut sich einen Synthesizer anzuschaffen, als das Thema schmackhaft zu machen. So kommt es jedenfalls bei mir an. Liegt nicht am Thema, sondern an Satzbau, Wortwahl und die fehlende Erwähnung von wichtigen 2-3 Personengruppen. Eingehen möchte ich z.B. auf die Tatsache, dass es „Maschinisten“ und „Producer“ gibt. Dies sind zwei völlig verschiedene Zielgruppen. Ebenso hat mich damals das ausprobieren nicht verwirrt sondern Klarheit gebracht, und das bei einem absoluten Schlachtschiff an Synthesizer. Auf was möchte ich hinaus: Das Neulinge das richtige kaufen! Auf den einschlägigen Auktionsportal(en) sind viele Synths von frustrierten Mittzwanziger Hausmusikern, die nach der Anschaffung feststellen mussten, mit diesem erworbenen Ding komme ich meinem Ziel nicht näher. So jedenfalls der Eindruck und solche Personen habe ich auch persönlich kennengelernt. Denn eines ist bei allen gleich: Mit einem gewissen Limit an Budget, mein Vorhaben maximal auszukosten.

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    targon  

    Meine subjektiv gefärbten Empfehlungen an blutige Einsteiger:

    a) Kauf nix mit einem Display oder einer Shift-Taste. Jede Funktion liegt mit einem eindeutigen Regler im sofortigen Zugriff.
    b) Schau Dich in einem der Foren um, was so über die Geräte Deiner Vorauswahl gesprochen wird.
    c) Vllt. findet man über das Forum auch jemanden in der Nähe, mit dem man das Thema entwickelt.
    d) Kauf gebraucht. Das spart Geld und man kann ggf. mal vorbeifahren und in einer „Studio-Umgebung“ antesten. Ob ein Synthesizer zu einem tatsächlich passt, merkt man meist erst nach der Rückgabefrist.
    e) Auf Youtube sind viele Musiker, die ihre Jam-Videos hochladen. Daran kann man schon sehen, welche Herangehensweise einem selbst Kreativität einhaucht oder auslöscht.

    Und wenn die Kiste vor Dir steht. Noodle ein paar Wochen lang daran herum. Dann ergibt sich der Rest von allein.

    Viel Spaß und lass Dich nicht vom GAS anstecken (schaffst Du das wirklich..?)

    • Profilbild
      Erik Steckmann  

      Coole Gedanken. Ich würde gern meinen Senf dazugeben

      a) 100% Korrekt. Ich habe deswegen die „Knob per function“ Geräte im Artikel erwähnt
      b) Da wäre ich vorsichtig. Meistens sind die lautesten nicht die mit den Besten Gedanken sondern lediglich die lautesten. Feedback gibt man auch generell eher wenn man unzufrieden ist
      c) Online-Communities sind super um sich zu vernetzen. Praise the internet!
      d) Sehr guter Punkt. Gebraucht kaufen schont auch die Umwelt
      e) Youtube ist eine super Quelle aber hier wäre ich ebenfalls vorsichtig da halt einfach jeder alles ungefiltert erzählen kann

      Grüße und danke für deinen Kommentar :)

  8. Profilbild
    iggy_pop  AHU

    „Für Einsteiger: Was Du schon immer über Frauen wissen wolltest.

    Welche Frau paßt zu mir?
    Welche Frau ist die richtige?
    Bedienelemente und Funktion.
    Wie wende ich sie richtig an?
    Troubleshooting und Garantie.
    Was tun im Falle des Nichtgefallens?“

    Diese und weitere nützliche Information demnächst in Deinem Onlinekurs bei…

      • Profilbild
        fanatic  

        Die von Gott auserwählten Musiker wettern hier gegen Knöpfchendreher und Co…….wie immer….. Die Elite bekämpft ihre Kinder. Ich finde sowas schade aber wer die Menschen kennt liebt die Tiere..

  9. Profilbild
    swellkoerper  AHU

    Respekt, dass der Autor den Mut gefunden hat, sich in dieses Minenfeld zu begeben. So schlimm wie bei der Techno-History kann`s nicht werden, das ist nicht zu toppen.

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    moogist  

    Immer wieder schön, das EMC-Foto von MEINEM Minimoog (mit Flightcase), den/die ich 2003 bei Stefan Hund gekauft habe, hier bei AMAZONA wiederzusehen. Ich gebe zu Protokoll: Der Mini sieht auch noch 18 Jahre immer noch so gut aus wie auf dem Foto :-)

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    Benny  

    Ich bin mittlerweile der Ansicht das Sample-basierte -Synthese die größte mögliche Klangvielfalt bereithält , da man quasi jede Wellenform verwenden kann die es gibt, wenn der Synthesizer den Import akzeptiert. Als Anfänger habe ich gerne diese Synthese verwendet, da man mit Klängen arbeitet die einen an bekannte Instrumente erinnern und dadurch die möglichen Parameterveränderungen besser nachvollziehen kann. Damals hätte ich mich gefreut über einen solchen Artikel zu stoßen , da das wichtigste gut verständlich für Anfänger erklärt wird.

  12. Profilbild
    liquid orange  AHU 1

    Prinzipiell ein guter Artikel, aber was mir eigentlich fehlt ist die Frage nach dem Ziel, einen Synthesizer zu nutzen. Die meisten sagen dazu sicher „ich will Musik machen“, aber das muss nicht so sein. Ich zB will nicht Musik, sondern Klänge, Sounds oder wie man das dann nennen will machen und keine Musik. Melodien etc. kann ich auch mit anderen Instrumenten machen, aber wenn mich nicht die Melodie, sondern der Sound selbst interessiert, dann muss ich etwas haben bei dem ich möglichst viel experimentieren kann. Ein Synthesizer ist dazu das ideale Tool, denn damit kann man Sounds machen die man noch nie gehört hat. Wenn also jemand „Klangforschung“ – oder wie man das dann nennen will – machen möchte, der sollte eher ein „komplexeres“ Gerät nehmen um richtig da einzusteigen. Es muss nicht extrem viele Regler haben, aber doch solche die klar machen was ich denn jetzt da verändere. So was wie ein Dark Energy ist dazu ideal, da kann man sich auch mal so „verregeln“, dass man nichts mehr hört, aber dann fängt man an zu verstehen….
    Und wer erst mal testen will, ob diese Pröbelei überhaupt zu einem passt, kann ja zB hier mal einen Versuch starten:
    https://electrictelepathy.com/web-apps/virtual-synthesizer-online/

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      Florian Anwander  RED

      Marcels erster Satz beschreibt sehr gut, was in diesem Artikel vor allem fehlt: Bevor man einem Neuling irgendwas zu einem Synthesizer sagen kann, muss man erst mal rauskriegen, was überhaupt der Antrieb des Neulings ist, sich für „Synthesizer“ zu interessieren.

      Im sequencer.de-Forum tauchen ja regelmäßig solche Neulingsanfragen auf, und es ist schon frappierend wie extrem unterschiedlich die Ausgangspunkte der Anfragenden sind. Der eine kommt von Klassik und Jazzpiano und will jetzt mal andere Klänge. Der andere findet nur die Musik von Bladerunner toll, hat aber noch nie eine Blockflöte oder Gitarre in der Hand gehabt und glaubt, dass sich mit Synthesizern die Musik von alleine macht, weil das doch elektronische Maschinen sind.
      Gerade letzteres kommt (wenn auch in etwas weniger extremer Form) sehr häufig vor.

      Bei ersterem kann ich ruhigen Gewissens einen Waldorf Quantum empfehlen, obgleich er vorher bestenfalls ein Epiano unter den Fingern hatte. Bei letzterem muss man vor allem den Unterschied zwischen iTunes und SynthApp auf dem Smartphone erklären.

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    KrauTronicA  RED

    Hallo Erik,
    alle,
    Danke für den Artikel; aus rein technischer Sicht ist diese Einführung kurz und prägnant. Sie setzt m.E. aber bereits ein gewisses Grundwissen voraus.

    Ich denke daher, daß Musiker und „Einsteiger“, die bisher kaum Berührung mit einem Synthesizer hatten, sich trotzdem a bisserl ratlos fühlen. Es fehlt ein gewisser Bezug zu anderen Musikinstrumenten oder Alltagserfahrungen. Ich würde das deshalb noch mit entsprechenden Vergleichen zu den Funktionsblöcken ergänzen; z.B.:
    * Oszillatoren: Tonerzeugung; Saiten des Klaviers, einer Gitarre; schwingende Luftsaule in der Flöte, Tuba; Wind- und Meeresrauschen; etc.
    * Filter: Klangformung; im bildlichen Sinne Form & Eigenschaften des Klang-/Resonanzkörpers eines Instruments
    * Hüllkurven und LFOs: Klangverläufe, wie geschlagen, gezupft, gestrichen; einmalig oder sich wiederholend

    Bitte als gut gemeinten Hinweis verstehen. Ich weiß, es ist als Fachmann oft schwierig, sich wieder in die Position eines Anfängers zu versetzen.

    Das Bild des GRP A6 wird Synthesizer-Fans & Techniker sofort ins Schwärmen bringen.
    Große Teile der Bevölkerung vermuten bei der Kiste dagegen eher eine Höllenmaschine aus James Bond oder ähnlichem Genre, mit der ein Bösewicht eine komplette Stadt in Schutt und Asche legen will ;-).
    Deshalb müssen wir sie an die Hand nehmen und zeigen, daß wir ja nur Gutes wollen ;-).

    • Profilbild
      KrauTronicA  RED

      Hab‘ jetzt beim nochmaligen Durchlesen festgestellt, daß es bzgl. VCO / VCF / etc. links zu weiterführenden Artikeln aus dem Forum gibt. Diese sind (nicht nur) für „Einsteiger“ sehr hilfreich und adressieren genau die Punkte aus meinem Kommentar oben.
      Sorry, falls ich die links beim Erscheinen des Artikels schlicht übersehen haben sollte (was abends nach einem langen Arbeitstag und der etwas unauffälligen Farbe schon mal passieren kann).

  14. Profilbild
    camarillo  

    Es sollte vielleicht erwähnt werden, dass ab dem Abschnitt „Oszillator“ im Wesentlichen klassische, subtraktive Synthese beschrieben wird. Um den Erklärungen allerdings folgen zu können, braucht es so viel Vorwissen, dass man die Beschreibungen eigentlich nicht mehr braucht. Wenn du z.B. nicht weißt, was ein Tiefpassfilter ist, wirst du es nach dem Lesen des Artikels auch nicht wissen. Unter Rückkopplung und Resonanz, Schwingungsformen oder einem Hüllkurvengenerator wirst du dir genauso wenig vorstellen können, wie vor dem Lesen – Wenn du nicht schon weißt, was das ist.

    Noch ein paar kleine Anmerkungen (aus der Sicht eine unbedarften Lesers):
    – „Am Anfang der Kette stehen Oszillatoren“ Welche Kette ist gemeint?
    – Frequenzbeschneidungspunkt?
    – Was ist bei den Grafiken zu den Filtercharakteristiken dargstellt?
    – Welche Rolle spielt es für den Einsteiger, dass ein VCA „technisch gesehen i.d.R. ein Abschwächer ist“?

    Ehrlich gesagt würde ich das alles hier eher streichen, denn zur subtraktiven Synthese gibt es auf Amazona ausführlichere Artikel. Im Übrigen beginnt ja auch der Abschnitt „Klanguniversum“ mit „Die Syntheseform mit der größten klanglichen Vielfalt ist die Wavetable-Synthese.“ und darüber erfährt man nichts. Da stellt sich dann die Frage nach dem Sinn der vorausgehenden Abschnitte.

    • Profilbild
      camarillo  

      Also: Ich würde mir wünschen, dass der Abschnitt „Klanguniversum“ deutlich „aufgemotzt“ wird und dort verschiedene Syntheseformen mit Klangbeispielen gegenüber gestellt werden. Denn darum geht es doch nach meinem Verständnis zunächst: Welche Klänge hätte ich gerne? Womit kann ich sie erzeugen und womit nicht?

  15. Profilbild
    camarillo  

    Richtig, Dirk, das würde schon helfen. Bleibt trotzdem die Frage nach der Relevanz der (oberflächlichen) Beschreibung der subtraktiven Synthese für den restlichen Artikel und insbesondere für den unbedarften Leser.

    Überschrieben ist das Ganze schließlich als „Kaufberatung: Was ist ein Synthesizer und welchen soll ich kaufen?“ Die Zeit, in der Synthsizer gleichbedeutend mit analogem bzw. subtraktivem Synthesizer war, ist lange vorbei. Ich erfahre aber im Artikel nichts über andere Syntheseformen, außer, dass Wavetable-Synthese – was auch immer das ist – wohl irgendwie die größte klangliche Vielfalt liefert.

  16. Profilbild
    ShoutingMantis

    Guter Text! Was ich sehr empfehlen kann ist das Buch: „keine Angst vorm Synthesizer“ es erklärt sehr einfach und ziemlich gut alles was für Synthesizer wissen wichtig ist. Kann ich nur allen Einsteiger*innen ans Herz legen!

  17. Profilbild
    lightman  AHU

    Klanglich muß jeder selbst wissen, was er mag, aber ansonsten wrüde ich für den Einstieg auf alle Fälle einen Synth mit Tastatur, Sequenzer und vielleicht noch Effekten empfehlen, damit kann man auch ohne Computer was anfangen und hat eine gute Basis für das, was noch kommen kann.

    Versucht, das, was ihr habt, maximal auszureizen. Nicht gleich was neues kaufen, wenn mal was nicht gleich funktioniert, sondern nach kreativen Lösungen suchen, das macht Spaß und führt oft zu überraschend guten Ergebnissen.

  18. Profilbild
    volcarock  

    Sehr informativer Artikel für Einsteiger!

    Das einzige was mir negativ aufgefallen ist. „Ein Gerät für 1000 Euro, das nach zwei Jahren Benutzung für 900 Euro weiterverkauft werden kann, ist ein wesentlich ökonomischerer Kauf als eins für 300 Euro, das am Ende fast wertlos ist.“

    Nach zwei Jahren bekommst du als Privatverkäufer mMn.
    dein 1000 Euro Synth im Schnitt für 750 Euro los,
    das 300 EURO-Teil für 225, also jeweils 25% bis 30 % Verlust.

    Der Wertverlust ist prozentuell identisch :-)

  19. Profilbild
    patrick  

    schöner Artikel !

    was mir als gestandener Anfänger aufgefallen ist:

    ein nicht zu verachtender Punkt, den man unbedingt einplanen sollte, sind Effekte (Chorus, Reverb, Distortion, Compression etc.). Sind diese nicht vorhanden oder von suboptimaler Qualität kann der Neukauf des Synth ernüchternd sein, denn die wenigsten Synths klingen trocken(= ohne Effekte) gut.
    Wer ohne Computer/DAW arbeiten will, sollte also entweder Effektgeräte einplanen oder die Effektsektion des Synth in Augenschein nehmen. Gute Delays und Reverbs gibts nicht so oft …

    ich spreche aus eigener Erfahrung: (K2000, Quasimidi 309, Minibrute, dreadbox Typhoon, blofeld, electribe 2, Volca Keys)… ihr dürft euch aussuchen in welche Kategorie die genannten fallen …

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