Trey Anastasios Ambient-Loops im kompakten Pedal
Mit dem Keeley RK2000 Funk Siren Delay bringt das Team um Robert Keeley ein Delay-Pedal auf den Markt, das stark an einem Ibanez Delay aus den 80er Jahren angelehnt ist, und mit dessen Settings der Gitarrist Trey Anastasio seine sogenannte Funk-Sirene umsetzte. Jetzt gibt es diesen Sound und noch mehr in einem handlichen Bodenpedal.
Das neue Keeley RK2000 Funk Siren Delay
Das Ibanez DM2000 war ein Rack-Delay aus den frühen 1980er Jahren. Es erlangte unter anderem dadurch Bekanntheit, weil der Gitarrist Trey Anastasio mithilfe ganz spezifischer Settings dieses Delays seine berühmte „Funk Siren“ erfand. Zusammen mit Treys Techniker, Justin Stabler, hat Keeley dieses etwas sperrige Echogerät nun in ein handliches und vor allem verlässliches Pedal übersetzt. Denn die mittlerweile über 40 Jahre alten Originalgeräte sind weder häufig noch zuverlässig.
Laut Keely ist das Keeley RK2000 Funk Siren Delay die erste Rekreation des DM2000 Rack-Delays. Unter anderem mithilfe der legendären Modulation des Originals soll es die exakten „Funk Siren“ Ambient Loops liefern.
Das Pedal ist zusätzlich mit modernen Features ausgestattet. So verfügt es über MIDI-Integration, 5 direkt zugängliche Presets (127 via MIDI) sowie über Expression-Pedal-Funktionalität.
Die Bedienung erfolgt über Regler für Blend, Feedback, Filter, Time und Input sowie eine dedizierte Modulationssektion mit Depth und Rate. Der Time-Regler deckt einen Bereich von 1 ms bis 1023 ms ab und bestimmt im Tap-Modus die Unterteilungen. Ein Phase Schalter kann die Phase der Delay-Feedbacks drehen. Eine weitere Neuerung gegenüber dem Original sind die Hold- und Mod-Taster, mit denen auch sogenannte „Tape-Reel-Stops“ erzeugt werden können.
Über die beiden Footswitches können der Bypass, Tap Tempo sowie die Hold-Funktion gesteuert werden. Optional ist zusätzlich ein Remote Switcher für erweiterte Funktionalität erhältlich.
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Preis und Verfügbarkeit
Das Keeley RK2000 Funk Siren Delay ist endlich mal wieder ein Pedal für spezielle Einsätze. Dafür ist es aber leider nicht gerade günstig. Bei Thomann bekommt man es für 399,- Euro.
































Irgendwie habe ich das Gefühl, dass sich die Welt im Kreis dreht, schon wieder ein Delay, und ja genau, Delay, diese tausendste Neuauflage einer im Grunde immer gleichen Idee. Ich frage mich ehrlich gesagt, was das noch soll. Dazu kommt die klare Anlehnung an ein ikonisches Pedal aus den Achtzigern, da gehen bei mir sofort die Alarmglocken an, weil sich das alles ziemlich vertraut anfühlt. Alte, bewährte Konzepte werden immer wieder neu aufgelegt und mit ein paar zusätzlichen Funktionen aufgehübscht. Das kann durchaus nützlich sein, keine Frage, aber bei dem aufgerufenen Preis muss man schon ein echter Fan sein, um da zuzuschlagen.
@NONAME Sehe ich auch so. Doch offenbar scheint die Gitarristenwelt das anders zu sehen, denn kein Hersteller würde Geld verbrennen.
Der Markt an Gitarrenpedalen scheint unerschöpflich groß zu sein. Ich finde keinen Spaß daran, weil es keinen praktischen Nutzen hat.
In den 80ern und 90ern hatte ich ein 19“ System:
Rocktron Preamp, Alesis Quadraverb (für alle, die sich wie ich das Intellifex als Jugendlicher nicht leisten konnten) sowie einen ADA Ptchtraq Pitch Shifter. Dazu ein Boss FC-50 MIDI Fußpedal. Über dieses war das komplette abendfüllende Programm programmiert. Über eine Hughes & Kettner Redbox ging es direkt auf die PA – kein Amp auf der Bühne!
Hätte ich das mit Pedalen machen wollen, wäre ein Pedalboard mit mehreren „Etagen“ notwendig gewesen, ein MIDI Switcher/Looper und ein Netzteil mit der Power eines Atomkraftwerks 😉
Ein Autor dieses Magazins hatte bei einem Auftritt ein solches Pedalboard, das so schwer war, dass sie es zu zweit tragen mussten. Und wehe es brummt mal was, dann steht man vor einer Verkabelung, die jedes Molularsynth Patch alt aussehen lässt.
Vielleicht sollte mal wieder jemand 19“ Effekte auf den Markt bringen…oder man spielt einen Modeller mit 1001 Effekten.
Heutzutage stelle ich fest, dass mein Engl Retro Combo dann am besten klingt, wenn rein gar nichts in seinem FX Loop steckt oder davor. Einfach Röhre und der integrierte Federhall sowie meine Fender Strat aus den 80ern oder meine Tele. So einfach kann die Welt sein. 😉
@Markus Galla Super interessant was du da schreibst! Markttechnisch ist es eine bemerkenswerte Entwicklung, das Gitarristen immer wieder experimentieren wollen und dabei eine große Vielfalt an Geräten ausprobieren. Oft ist das eine lange und auch kostspielige Reise, auf die man sich freiwillig einlässt, und dabei sollte man nicht vergessen, dass diese Reise eine große Freude ist und keineswegs ein Leidensweg, denn Musik bedeutet immer Freude. Man beginnt meist mit einem einfachen Verstärker ohne Effekte und empfindet den Klang schnell als zu trocken, während andere scheinbar einen besseren Sound haben, und daraus entsteht der Impuls, Pedale zu kaufen, eines nach dem anderen, bis sich das Setup immer weiter aufbläht und irgendwann sogar zwei Personen eine komplette Anlage auf die Bühne tragen müssen, weil alles so umfangreich geworden ist. Doch viele finden später wieder den Weg zurück zum Minimalismus, nachdem sie alles ausprobiert, gekauft und wieder verkauft haben, und am Ende bleibt oft wieder das, was am Anfang stand, ein einzelner Verstärker, allerdings mit deutlich mehr Erfahrung im Umgang damit. Gleichzeitig ist nicht jeder gezwungen, diesen Weg zu gehen, denn Musiker sein bedeutet auch Individualismus und genau den kann man in dieser riesigen Auswahl an Geräten genießen, ausprobieren oder auch bewusst darauf verzichten, wie man möchte, alles ist möglich, und eigentlich leben wir in einer traumhaften Zeit😎