Kompaktes akustisches Klavier mit MIDI-Anschluss
Mit dem Keybird L1 will das dänische Unternehmen Keybird Instruments ein akustisches Klavier auf den Markt bringen, das nicht nur wegen seiner geringe Größe und praktischen Transportmöglichkeit auffällt. Das Instrument wiegt mit seinen 49 Tasten nämlich nur knapp 39 Kilogramm und lässt sich in zwei Teile zerlegen. Damit eignet sich es besonders für den Einsatz in kleinen Wohnräumen, Studios oder für unterwegs.
Trotz akustischem Klavier ungestört üben
Trotz seines geringen Gewichts ist dieses Klavier ein echtes akustisches Instrument mit Hämmern und Saiten. Der Klang ist laut Hersteller-Video überzeugend warm und voll. Ein integrierter Filzstreifen sorgt für eine optionale Dämpfung der Hämmer und reduziert die Lautstärke. Dadurch eignet sich das Klavier auch für Situationen, in denen vor allem leises Spielen gefragt ist, beispielsweise beim Üben zuhause.
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Außerdem bietet der Hersteller eine Version mit USB-MIDI-Ausgang an. Darüber lassen sich Signale der Tasten und Pedale übertragen. Außerdem verfügt das Keybird L1 über einen Silent Mode, bei dem die Hämmer von einer Schaumstoffleiste komplett abgefangen werden. In diesem Modus lässt sich das Klavier also als reines MIDI-Keyboard nutzen, ohne dass die Saiten berührt werden. Das sorgt für zusätzliche Flexibilität und komplett ungestörtes Üben.
Finanzierung des Keybird L1 über Kickstarter
Das Keybird L1 wird aktuell über eine Kickstarter-Kampagne finanziert, die noch bis zum 4. Mai 2025 läuft. Die Standardversion mit Filzdämpfung ist dann für 2.970 Euro erhältlich, die MIDI-Variante kostet 3.360 Euro. Knapp mehr als 40.000 Euro der angestrebten 59.400 Euro wurden bereits gesammelt. Weitere Informationen, Klangbeispiele und Bestellmöglichkeiten finden sich auf der Website von Keybird Instruments.
Ein weiteres Klavier von Keybird durften bereits ausführlich testen: Testbericht Keybird X1.































Das Miniklavier klingt erstaunlich gut. Was mich aber im Video nervt, ist die sehr laute Mechanik. Er hat jetzt natürlich extrem nah mikrofoniert. Ob das dann beim Spielen an der Spielposition genauso ist, kann man nur erraten, ich befürchte es aber. Ein anderer Punkt ist der Preis, der m. E. am Ende für das Aus nach der Kickstarter Kampagne sorgen wird: Das günstigste Klavier von Thomann oder Seiler kostet 2.990 Euro bei Thomann – inklusive Anlieferung, Klavierbank und Stimmung. Da die meiste Klavierliteratur darüber hinaus mehr als 49 Tasten erfordert, bleiben eventuell Gelegenheitsspieler mit 1-Zimmer-Wohnung übrig, die einfach nur etwas klimpern möchten. Da tut es dann aber auch das Keyboard…
@Markus Galla Erst dachte ich: „Genial!“ Dann hast Du alles kaputt gemacht! ;-) 49 Tasten hätten mir mit 9 Jahren als Klavierleghasteniker völlig gereicht. Also taugt es vielleicht für den Nachwuchs.
@Bezwinger Sorry, aber der Sinn des Instruments und seines Preises erschließen sich mir nicht. Ein richtiges Klavier ist günstiger zu haben, auch wenn es dann ein „Einsteiger“ Instrument ist, was auch immer das heißen mag. Man müsste tatsächlich massive Platzprobleme haben, um so etwas zu kaufen. Klassische Klavierliteratur abseits von Bach lässt sich darauf kaum spielen und Jazz oder Pop funktioniert an einem elektronischen Instrument genauso gut (oder besser). Ich sehe hier als Pianist ein überteuertes Spielzeug, für das es nur sehr wenige Kaufgründe gibt. Das muss man nicht akzeptieren und es wird Nerds geben, die das kaufen. Es sei ihnen und dem Hersteller gegönnt. Wer das Geld für ein neues Instrument nicht hat, findet am Markt wunderschöne gebrauchte Markeninstrumente, die restauriert wieder wie neu sind und teils für 1000€ und weniger exklusive Transport und Stimmung zu haben sind.
Die größere Variante wurde von Martin Andersson hier ja schon getestet:
https://www.amazona.de/test-interview-keybird-x1-piano-piano-lounge-15/
@Lewis Danke für den Hinweis! Ich habe es eben im Artikel ergänzt.
Cool!
Endlich mal wieder ein Spielzeug für die Kleinen ohne nervigen Batteriewechsel…! 😁
Mal im Ernst:
Ich sehe da eigentlich keinen Fall, in dem mit (teilweise wirklich günstigerer!) Hard- oder Software nicht besser bedient wäre.
Den Klang finde ich gar nicht mal übel, es gibt im Netz einige aussagekräftige Videos.
Vielleicht ist das Spielgefühl/die Haptik auch inspirierend, mag durchaus sein.
Aber zu dem Preis, und alles Mögliche kostet (zumindest beim X1) extra…?
Und 4(!) Oktaven bei einem Piano, wo Du selbst mit 61 Tasten schnell an die Grenze kommst…?
Das muss man aber schon wirklich wollen…
@Codeman1965 Naja, das Ding sieht natürlich schon Meilen besser aus als ein Laptop mit MIDI-Keyboard oder ein Stagepiano 😉. Ist halt ein richtiges Musikinstrument mit einem recht eigenständigen individuellen Charme, ich kann mir schon vorstellen, dass das Interessenten findet. Wenn ich mir nochmal eine neue Alustikgitarre gönnen wollte, würde die preislich eher auch in diesen Regionen landen (mindestens). In ein echtes Instrument kann man sich halt verlieben, in ein MIDI-Keyboard eher weniger.
Und für eine Kleinstserienproduktion aus Dänemark finde ich das jetzt relativ gesehen gar nicht mal soo teuer, wenn man so sieht, dass manche “Boutique”-Hersteller auch schon mal 3-400 Euro für ein simples Verzerrerpedal oder Emvelope/LFO-Modul verlangen.
Nur die 49 Tasten bringen für mich auch nicht so recht Sinn.
@janschneider Ich kann Dir so weit folgen, daß ein Instrument von hoher Qualität durchaus Geld kosten darf.
Aber (bezogen auf den Tastaturumfang) würdest Du das Geld ausgeben für eine sehr gute Akustikgitarre mit 10 Bünden…?
Für mich(!) ist das einfach kein vollwertiges, ernstzunehmendes Instrument…🤔
Für Clavichord Stücke eventuell schon ^^
Hmm für wen? Könnte mir ein cooles Ambient Setup vorstellen mit Effektpedal, looper und einem Prophet 6. Dafür ist es aber immer noch 39kg. Aber cool wärs schon.