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Keys-Legenden: Keith Emerson


Meister des Moog Modular Systems

Am 10. März 2016 ist Keith Emerson von uns gegangen. Er war wohl der Protagonist schlechthin, wenn man die Ära „Herrscher über die Keyboardburg“ betrachtet. Wie kaum ein anderer hat er in anarchischer Weise die Performance eines Tastenspielers im Rock-Ensemble aufgemischt und damit den Typus des energischen Keyboarders neu definiert. Laut, brachial, plakativ bis sensibel – und das alles virtuos. Kurz gesagt: Raum fordernd. Und gleichzeitig den Spagat von Klassikpiano bis Moog Modular Gejaule hinkriegen. Das alles hat nicht nur ein kleines Publikum interessiert, nein, es war dadurch sogar finanziell ein ziemlich einträgliches Geschäft. Doch der Reihe nach.

Keith Emerson 70er Jahre

Zurück ins Jahr 1970. Das jährlich stattfindende Festival Isle of Wight steht an, und zwar zum dritten Mal schon. In jener auch von Woodstock geprägten Zeit war das ein beliebtes Konzert-Event, und bereits beim ersten 1968 zog es 150.000 Zuschauer an. Wie sich das in etwa abgespielt hatte, kann man sich im YouTube-Clip hier anschauen, es ist das Konzert in Zürich im selben Jahr:

Keith war zu diesem Zeitpunkt schon längst als außerordentlich passabler Pianist bekannt, hatte in den Jahren davor Gigs und Tourneen mit mehreren Bands, darunter The Nice. Sein Style entwickelte sich unter Einflüssen von Oscar Peterson und Dave Brubeck genauso wie Johann Sebastian Bach und Aaron Copland. Was sich schon da abzeichnete, waren seine Fähigkeiten beim Klavierspiel.

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    gutzufuss ••

    Noch eine Legende die von uns gegangen ist. Die 60er und 70er waren halt die Ära der Innovatoren und Superhelden in der Musik, egal ob Rock, Folk oder Elektronik. Und die Zeit verschont niemanden. Also, Farewell, Keith! Es hat sehr viel Spaß gemacht mir dir.
    Zur Unterstützung der Trauerarbeit empfehle ich die neue Model 15 App von Moog.

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    MidiDino AHU

    Danke für den Hinweis auf den Tod von Keith Emerson: Für mich war er vor allem ein herausragender Musiker (Komponist und Instrumentalist). In dieser Hinsicht bereicherte er die Aufbruchstimmung in den 70ern. – Leider waren die musikalischen Errungenschaften gesellschaftlich nicht nachhaltig.

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      pmm AHU

      Da hat man offenbar den Richtigen gebeten Keith entsprechend zu würdigen. Danke für diesen sehr guten Artikel.

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    Filterspiel AHU

    Ich hatte mich an anderer Stelle gewundert, warum es zu Keith Tod hier keine Meldung gab. Wenn ich mir nun diese Würdigung anschaue, dann war es das Warten mehr als wert. Vielen Dank für die vielen Videos, Bits & Pieces und Anekdoten!

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    costello RED

    Danke für den informativen und liebevoll geschriebenen Artikel über Keith Emerson, einen meiner absoluten Heroes. Niemand spielte Hammond-Orgel so wie er. Mein Bruder hat „The Nice“ noch im Londoner Marquee Club gehört und 1971 sogar mit einem Cover von Emersons Lenny Bernstein-Adaption „America“ einen Plattenvertrag bei Polydors Krautrock-Label Kuckuck bekommen. Dadurch ist Keith so etwas wie der Keyboard-Heilige der Familie ;-)

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      k.rausch RED

      Ja, ich musste mich da auch der Yamaha Bezeichnung beugen, die ihre GX-1 so beschreiben: „Conceived for theatres and similar uses, the GX-1 electronic organ is the finest Electone Yamaha has developed.“ Ich hatte etwas später, ab 1980, die Entwicklungen der Electones aus einer gewissen Nähe miterlebt, selbst da waren Synthesizer und Electone Orgeln noch nah beieinander. Das änderte sich erst mit der GS, CE und DX Generation. Wobei sogar die Modelle CE20 und CE25 in leicht modifizierten Gehäusen der PS Reihe stecken, man machte da noch gelegentlich gemeinsame Sache im Hause Yamaha. Was ab später nicht mehr der Normalfall ist.

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    costello RED

    Ring the bells that still can ring
    Forget your perfect offering
    There is a crack in everything
    That’s how the light gets in.
    Jetzt ist auch Leonard Cohen von uns gegangen, in diesem Jahr, in dem so viele großartige Musiker gestorben sind. Er wurde 82, das ist ein gesegnetes Alter. Rest in peace!

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