Workshop: Kompression – DBX160SL vs. DBX Quantum II

Das wichtigste Unterscheidungsmerkmal ist die Fähigkeit des Quantum, das Audiomaterial in unterschiedlichen Frequenzbändern getrennt zu bearbeiten, und das dessen klangliche Resultate sich enorm vom einbandigen Betrieb abheben. Zwar gibt es auch analoge Multiband-Kompressoren, aber es hat sich gezeigt, dass das Gros der Anwender sich entweder für klassische einbandige analoge Kompressoren oder für digitale Multibandkompressoren entscheidet. Zwei Welten, die hier beleuchtet werden wollen.

DBX 160SL

Der schicke Blaue ist ein analog aufgebauter Kompressor der Spitzenklasse und eignet sich aufgrund seines guten Klanges (nicht nur) für den Einsatz beim Mastering. Das traditionell als Singlebandkompressor aufgebaute Gerät ist mit Übertragern der Firma Jensen ausgestattet. Die DBX-Overeasy Schaltung, die hier angewandt werden kann, ist im Volksmund besser als „Softknee“ bekannt, und stellt eine weiche Kompressorkennlinie zur Verfügung. Zudem sind die Attack- und Releasezeiten von der manuellen Einstellung auch auf einen automatischen Betrieb umschaltbar. Über den Sidechain lässt sich das Kompressionsverhalten auf unterschiedliche Weise beeinflussen. Als letzte Stufe steht ein Peak-Limiter zur Verfügung. In der Regel wird der Peak-Limiter dazu eingesetzt um musikalisch unwichtige Signalspitzen zu kappen, die das nachfolgende Audiosystem übersteuern würden.

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Funktionsbeispiele

Folgende Mischung wird mit dem DBX 160SL bearbeitet. Zur Veranschaulichung werden verschiedene Kombinationen der einzelnen Funktionen beschrieben. Die Klangbeispiele werden über den DBX Quantum D/A-gewandelt, symmetrisch in den 160SL geführt und anschließend über den internen optionalen Wandler des 160SL wieder in die digitale Ebene gebracht.

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Die Mischung ist bis 0 dB ausgesteuert. Die Bearbeitung erfolgt zunächst bei eingeschaltetem Overeasy (Softknee) und automatischen Regelzeiten von Attack und Release.

Bei falscher Einstellung des 160SL kann man eindeutig die Pump-Geräusche wahrnehmen, die bei einer Singleband-Kompression schnell auftreten können.

Um den Effekt zu verstärken sind hier der Overeasy-Mode und die automatische Regelung der Attack- und Release-Zeiten ausgeschaltet. Ein zweites Beispiel ist noch extremer, veranschaulicht aber auch den analogen Charakter des 160SL. Ein solches Regelverhalten mitsamt allen Artefakten habe ich noch von keinem digitalen Kompressor gehört.

Nach diesen eher symbolischen Beispielen folgt nun eine Bearbeitung, die auf Lautheit der Mischung zielt. Die Mischung wurde hierbei mit einer Ratio von 1,5 und niedrigem Threshold, sowie den Automatischen Regelzeiten und Overeasy bearbeitet.

Klangbeispiele
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