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Test: Korg Kaoss DJ, DJ-Controller

Ausprobiert: Die Effekte und das Kaoss Pad

Der Kaoss-DJ kommt mit gleich zwei Effekt-Abteilungen, die beide über das Kaoss-XY-Pad gesteuert werden: Zum einen die Handvoll Serato-internen Effekte, zum anderen die 120 Effekte, die der Kaoss DJ selber mitbringt.

Das Handling der sechs Serato-Effekte ist erstaunlich griffig: Zwar lässt sich nur der erste Slot nutzen, doch lassen sich da die Effekte per Hardware einfach auswählen und über das XY-Pad manipulieren. Per Hold-Button kann der Status Quo auch eingefroren werden.

Angesichts des fetten Angebots an Kaoss-Effekten dürfte aber eh kaum jemand auf die Serato-Klangmanipulatoren zurückgreifen, sondern sich gleich in die Vollen stürzen. Die Auswahl der 120 Effekte erfolgt über einen Endlos-Encoder. Hier hätte ich mir eventuell einen Push-Encoder gewünscht, um während eines laufenden Effekts stufenlos zum nächsten „encoden und pushen“ zu können. Da aber Effekte ohne „push“ sofort wirksam sind, muss man halt einen erst beenden und dann durch die Liste scrollen. Das nur als kleiner Vorschlag an die Entwicklungsabteilung.

Wir sehen: Hier ist alles eine Nummer kleiner.

Wir sehen: Hier ist alles eine Nummer kleiner.

Apropos durchscrollen: Da das dreistellige Display nur kryptische Abkürzungen der Effekte anzeigt, lernt man die entweder auswendig oder legt sich eine Liste neben den Controller. Es dauert halt, bis man verinnerlicht hat, dass „d.28“ der Hard Limiter ist, „r.60“ das Spring Reverb und dass sich hinter „o.79“ der Shuttle Looper versteckt.

Die Kaoss-Effekte sind in „Filter“ (13), „Modulation“ (12), „Dynamics“ (3), „LFO“ (17), „Delay“ (12), „Reverb“ (5), „Grain Shifter“ (3), „Looper“ (21), „Lead“ (9), „Acoustic“ (2), „Bass“ (6), „Chord“ (5) und „Sound Effect“ (12) unterteilt. Neben den Standards gibt es also auch durchaus ausgefallenere Spielereien. Die Effekte können mit dem BPM-Tempo synchronisiert werden, auch lassen sich bei den Effekten aus den Synth-Kategorien Tonart, Scale und Grundton auswählen. Das gibt Raum für längere Basteleien und perfekt zugeschnittene Effekte.

Die Qualität der Kaoss-Effekte ist – wie schon in den anderen Kaoss-Geräten wirklich gut und überragt die meisten angebotenen Software-Lösungen bei weitem. Wer also bei seinen Sets auf Effekte schwört, bekommt hier ein – in dieser Hinsicht – ziemlich mächtiges Arbeitsgerät. Das Kaoss-Pad lässt sich überdies auch als Steuereinheit für die Sampler-Funktion nutzen. Dazu wird es in vier gleich große Teile unterteilt. Eine nette Idee.

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