Kurztest: E-Mu PIPEline Wireless-Audio

3. Oktober 2009

Drahtlos glücklich

E-Mu Music Systems ist dem einschlägig vorbelasteten Musikern hauptsächlich bekannt als Hersteller von Hardware Samplern. Mitte der 90er Jahre wurde die Firma von Soundblaster Erfinder Creative Labs übernommen. Durch die immer weitere Verbreitung der Computer änderte sich auch die Produktausrichtung von Emu, so dass die heutigen Produkte meist für den professionellen Musikbereich abgeänderte CreativeLabs Produkte sind.
Im heutigen Test findet sich die Emu Pipeline, wobei das Ganze nichts mit Öl oder Gas zu tun hat.

Bei Pipeline handelt es sich um ein kleines drahtloses Sende-/Empfangssystem für Audiosignale.

Das Ganze hat die Größe von einer Zigarettenschachtel.

Ein einzelnes Pipeline Gerät kann als Sender oder Empfänger fungieren, wodurch man flexible Setups umsetzen kann. Im jedem Gerät ist ein Akku eingebaut, so dass auch ein mobiler Einsatz möglich ist. So ist zum Beispiel ein Einsatz als drahtloser Gitarrensender oder Monitoringsystem denkbar.
Insgesamt kann das System auf drei unterschiedlichen Kanälen arbeiten.

Vorderseite

Vorderseite

Auf der Vorder- und Oberseite des Geräts befinden sich neben zwei Statusanzeigen noch der Ein/Ausschalter und eine Lautstärkeanpassung.
Auf der Rückseite des Geräts findet man einen Netzteilanschluß, die Audioanschlüsse, einige Dip Schalter und eine Connect-Taste.
Die Audioanschlüsse erfolgen entweder über einen 3,5mm Stereo-Klinkenstecker oder über ein Cinch Paar. Beide Steckertypen können sowohl als Eingang wie auch Ausgang genutzt werden. Die Cinch-Verbindung kann ebenfalls als S/PDIF-Strecke eingesetzt werden. Als S/PDIF Übertrager wird das mit 48 kHz gesendet. Leider ist es nicht möglich, das Gerät auch als Wandler zu nutzen. Sender und Empfänger müssen immer im gleichen Modus arbeiten, also nur analog oder digital. Eine Übertragung von kodierten Daten wie z.B. DTS oder Dolby ist ebenfalls nicht möglich.

Rückseite

Rückseite

Die Emu Pipeline Geräte arbeiten in zwei unterschiedlichen Modi.
Im Broadcast Modus gibt es einen Sender der ein Signal auf mehrere Empfänger überträgt. In der Praxis kann man dies gut für einen Monitormix nutzen. Genauso gut geht es aber auch, wenn man ein Signal von einem zentralen Abspieler auf mehrere unabhängige Boxensysteme verteilt. Das nutzte ich mittlerweile zu Hause als Musikzentrale.
Der zweite Modus nennt sich Paired (Abgestimmt). Hierbei werden Sender und Empfänger auf einander eingestellt und bilden dann eine Einheit.
Emu gibt die Reichweite der Geräte mit 15 Metern an, in der Praxis kommt der Wert ungefähr hin, solange man freei Sicht hat. Nutzt man das Ganze in Räumen, in denen sich Wände zwischen Sender und Empfänger befinden, dann verringert sich die Reichweite.

Fazit

Im praktischen Einsatz funktioniert das ganze System erfreulich gut. Die Übertragungsqualität ist für Live-Anwendungen ausgezeichnet, ebenso ist sie  ausreichend bei der Nutzung als Monitoringsystem,. Für den Einsatz im Studio ziehe ich allerdings eine Kabellösung vor.
Das ganze Set ist ein günstiger Einstieg in die Nutzung eines drahtlosen Übertragungssystems. Die drei verfügbaren Kanäle sind für kleine Setups ausreichend, will man aber mit mehreren Leuten drahtlos arbeiten, ist ein größeres System notwendig.
Für knapp 200 Euro bekommt man einen guten Einstieg in die drahtlose Übertragungstechnik. Leider bietet Emu kein Starterpaket an, man benötigt ja mindestens 2 Einheiten des Geräts.

Plus

  • günstig
  • einfache Handhabug

Minus

  • nur einzeln erhältlich

Preis

  • Straßenpreis: 99,- Euro
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