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Leser-Story zum AMAZONA.de Redaktionsartikel: AMAZONA.de Freeware Synthesizer TYRELL N6 V3

Hardware-Synthesizer-Projekt für Tyrell N6

Auslösende Momente waren eigentlich 2 vorhanden.
Das Entdecken eines wirklich analog klingenden VST-Synthesizer`s sowie ständig steigende Hardwarepreise.

In einer langen Installationsnacht mit Free- VST- Synthesizern auf meinem Studiorechner kam ich an den Tyrell N6.

Tyrell N6 2015

Nanu… kein bisschen kalt digital klingend und schön rund im Bassbereich. Die GUI übersichtlich und klar strukturiert… den möchte man fast in echt vor sich haben. Das war mein erster Gedankengang. Ich muss dazu sagen, ich war vom Beruf her langjährig bei einem großen Computeranbieter in der Technik beschäftigt. Mit Latenzeinstellungen der verschiedenen Windowsversionen habe ich auch meine Erfahrungen gemacht und schon entstand in Gedanken ein Hardware-VST-Synthesizer auf PC-Basis.

Was man braucht:

  1. Ein nicht zu langsamer und kleiner PC: MSI Hetis, CPU Core2Duo E8600 2x3GHZ, 3GB RAM, schnell drehende Festplatte mit Kapazität für mehr…1TB oder alternativ für besser betuchte auch SSD
  2. gute Soundkarte: Nach kurzer Suche wurde eine ESI-Maya 44 PCI für gut befunden…
  3. Betriebssystem: Windows XP prof. SP3
  4. Hostsoftware: wahlweise eine DAW oder VSThost (Freeware und stabil laufend!)
  5. Tastatur: CME M-Key (weil günstig und gut mit 49 Volltasten und Anschlagdynamik)
  6. Eingabemöglichkeit: Touchscreen 15zoll und zu guter letzt…
  7. Ein Chassis…

Ein guter Freund (Danke Johannes!) der Rapper, Grafik Designer, Maler, Technikfreak und Holzwurm ist, versprach mir ein Gehäuse für die Komponenten zu designen und zu bauen.

Alt sollte es aussehen mit einem Stich Cyberpunk. Das Chassis wurde im Laufe 2er Monate fertig. In der Zwischenzeit installierte ich das System. Bei der Installation gibt es eine bestimmte Reihenfolge, die man einhalten sollte:

  1. System
  2. Chipset – Treiber
  3. Sound
  4. Grafik
  5. sonstige Hardware

Nach der Konfiguration des System`s auf Geschwindigkeit (Bootzeit 14s) kam noch der VSTHost sowie zum nochmaligen senken der Latenz Asio4all dazu. Nachdem alle Komponenten im mittlerweile fertigen Chassis verbaut waren, kam noch ein riesiges Problem auf mich zu.

Probleme bereitete der Touchscreen Bildschirm, dessen Eingabe nur mit Hilfe der Kalibrierung genau genug war um alle Regler zu treffen. Bei meinem Modell handelte es sich um einen Touchscreen mit dem Interface DMC TSC-10/USB. In der Software des Interfaces gibt es keine Einstellung. Also war ich gezwungen mich nach Alternativtreibern mit Kalibrierungsmöglichkeit umzusehen. Nach 5 Tagen Suche und Installationen wurde ich auch hier fündig…

Und nun noch ein Keyboardständer der unser Ungetüm (er kommt auf beachtliche 25kg) auch tragen konnte. Die Firma K&M kann ich in diesem Zusammenhang sehr empfehlen…
Nun steht er hier und ich möchte euch diesen Synth natürlich nicht vorenthalten.
Getauft wurde er auf „Mayan Galaxy“.

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Hier noch einige technische Daten:
Echtzeitfähigkeit / Audiolatenz: unter 0,006ms
CPU-Auslastung bei Tyrell max. 38% bei 96kHz 24bit stereo Ausgabe.
Rauschfaktor unter -68db
Ein paar Sounddemos findet Ihr unten… falls sie jemand hören möchte…
natürlich mit meinem Liebling dem Tyrell N6 V2 erstellt!

Fazit

Was mit rund 350,-€ Materialeinsatz und rund 80h Bauzeit möglich ist, ist durchaus beachtlich und schlägt was Klanggüte und Benutzerfreundlichkeit angeht viele Produkte die am Markt sind und ist als zusätzlicher Nutzen, sicherlich nicht nur für den Tyrell N6 sondern auch noch für andere Synthesizer - VST zu gebrauchen.

Klangbeispiele

  1. Profilbild
    Tyrell RED

    Hallo Darkmaster. Schick uns doch noch mehr Bilder Deines Projekts worauf man die Hardware noch besser sehen kann. Wäre toll!!!

    • Profilbild
      Darkmaster001

      Hallo! Kurz vorweg… Es handelt sich um Standartkomponenten eines PC-Systems siehe Text. Die Verkabelung ist nach hinten ausgeführt an die normalen PC-USB-Anschlüsse. Der PC ist also im wesentlichen Original mit einer Ausnahme: nach außen geführter Molex-Anschluß für 12V für den Touch. Das eigentliche Geheimnis hinter diesem VST-Synthi ist das Zusammenwirken der Komponenten und die Konfiguration. Welche ich natürlich hier nicht preisgeben möchte… wobei ich schon viel verraten habe. Ansonsten gern per PM etwas genaueres. MFG Darkmaster001

  2. Profilbild
    krollspell

    Guten Tag,
    entschuldige mich bitte, aber ich verstehe den Sinn dieses Artikels nicht ganz. Zumindest ein paar Bilder mehr wie schon von Tyrell gewüscht würden wohl dein „Patent“ nicht untergraben. Ferner verstehe ich nicht wieso du Asio4All einsetzt obwohl die Maya Soundkarte bereits ASIO 2.0 Treiber mitbringt. Die Kosten von 350€ erstaunen mich ein wenig. Eine Auflistung der Preise der Komponenten wäre nett.
    Betrachtet dies bitte als konstruktive Kritik. Ansonsten finde ich nämlich die Idee, mit möglichst wenig finanziellem Aufwand etwas feines zusammen zu schustern toll.

    • Profilbild
      Darkmaster001

      Ein kurzes Wort zu den ASIO-Treibern der Maya. Sie sind gut, jedoch ist ASIO4ALL anscheinend besser… Gemessen habe ich im System mit dem DPC-Latency-Checker.

  3. Profilbild
    Andreaz Vogel

    Wenn das mal nicht nerdig ist….. :)
    Aber warum machst du denn so ein Geheimnis aus der HW-Konfiguration? Ein halbwegs performantes System aufzusetzen ist ja nun kein Hexenwerk…
    Und eine Frage noch: Von den 350 EUR entfällt wieviel auf die Computerhardware, wieviel auf das Gehäuse und wieviel aufs Betriebssystem?

    • Profilbild
      Darkmaster001

      Fangen wir hinten an. Das Betriebssystem habe ich inklusive Key auf Ebay für 27,-€ erstanden. Die Hardware im einzelnen… PC Ebay 50,-€, RAM Ebay 25,-€, HD 60,-€, Soundkarte Maya 44 Ebay 45,-€, Keyboard Ebay 70,-€,Kleinzubehör ca.20,-€ und 50,-€ Gehäuse. Zum ersten Teil des Kommentares… ich wollte mit diesem Artikel einen Anreiz geben es selbst zu versuchen. Sicherlich steckt kein Hexenwerk dahinter. Nur Wissen! Und Danke für das nerdig… :-) Das freut mich… MfG Darkmaster001

  4. Profilbild
    Darkmaster001

    Nach nunmehr einigen Monaten des testens wurde der Synthesizer zwar für gut, aber noch nicht ganz gelungen eingestuft… und deshalb ging die Suche nach einer analog klingenden Soundkarte in eine neue Runde!!!
    Ich habe lang gesucht und auch einige Modelle getestet aber es gab eigentlich nur eine Wahl: EGOSYS WaveTerminal 2496.
    Jetzt hat der Synthesizer seinen endgültigen Status als Soundmonster erreicht.
    Einige Werte noch zum Vergleich:
    Latenz: 0.00003
    Prozessorauslastung bei Tyrell: nur noch 3% max.
    Rauchfaktor:-87db
    Und der Klang ist jetzt definitiv so warm wie echt analog. Den Beweis trete ich demnächst durch hochladen neuer Soundfiles an…
    MfG Darkmaster001
    Frank S.

  5. Profilbild
    Darkmaster001

    Habe den neuen Tyrell jetzt auch auf diesem Synthi und muss sagen… TOP!!! Danke für diesen Super-Software-Synth!!!

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Darkmaster001

Mitglied seit: 23.04.2015

Bewertung

Bewertung: 5 Sterne Die Produktbewertung von Darkmaster001 .

Aktuelle Kommentare

Test: KSdigital C8 Reference, Studiomonitor

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Stephan M. RED
am 23.10.2017 19:26 Uhr
Ich schrieb ja auch nicht, dass es keine messbaren und theoretischen Latenzen gäbe. Ich höre sie aber nicht und darf von mir behaupten, ein von biologischer Natur sehr gutes Gehör zu haben. Und das ist doch, was zählt. So gibt es physikalisch betrachtet bei der Signalübertragung stets Latenzen, es sei…

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psv-ddv ••••
am 23.10.2017 19:24 Uhr
Klar wird über Studiomonitore eingespielt. Das ist bei der Verwendung von Instrumentenplugins am modernen DAW Arbeitsplatz der Normalfall. Auch bei einer reinen Mischanwendung soll es Leute geben die Ihre Faderautomationen nicht einzeichnen sondern live aufnehmen von der Verwendung analoger Pulte nebst Outboard für den Mixdown mal ganz abgesehen. Auch dafür…

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DerSchlagzeuger
am 23.10.2017 19:14 Uhr
Hallo Oliver Schulte, Gerade auch im professionellen Bereich wird man es grundsätzlich vermeiden wollen, überhaupt erst ein E-Drumsystem nutzen zu müssen. DAS ist der springende Punkt! Auch diese E-Drums von Roland werden in erster Linie dafür konzipiert, um die häusliche Kundschaft im Wohnzimmer zu erreichen. Entsprechende Anforderungen wie für den…

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Franz Walsch AHU
am 23.10.2017 18:02 Uhr
Das Video zur Box ist sehr aufschlussreich. Dort erfährt man das aufgrund der Bassreflexöffnung der Wandabstand 10-15cm betragen sollte. Das ist eine sehr ärgerliche Einschränkung. Außerdem strahlt ja die Öffung angewinkelt zum Boden bzw. zur Raumecke. Das in Summe schleisst dieses Modell für mich als Box aus. Schade, ich mag…

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Johannes Krayer RED
am 23.10.2017 17:48 Uhr
Hallo mar beso, ob eine VST Einbindung geplant ist, entzieht sich leider meiner Kenntnis. Das H9 ist deutlich kostenintensiver, qualitativ sicherlich sehr hochwertig und bietet ja auch noch Reverb und Delay. Da fällt ein Ratschlag aus der Ferne nicht leicht, da ich Deine persönlichen Bedürfnisse nicht genau kenne. Besser Du…

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Oliver Schulte RED
am 23.10.2017 17:04 Uhr
Hi dertrommler, gerade im professionellen Bereich macht das TD50 für mich Sinn. Am Theater, in der Galaband...immer mit kontrolierter Lautstärke und somit aufgeräumtem PA Sound. Klar, Weiterentwicklungen sind immer gut. Aber die Triggertechnologie funktioniert schon mehr als ordentlich. Gerade in diesem Fall. Die Pads sind unförmig? Wie meinst Du das?…

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JohnDrum
am 23.10.2017 16:55 Uhr
Mein Ziel ist ein älteres Rolandsystem, ein umgebautes Akkustikset und SuperiorDrummer3. Ist zwar auch nicht billig, aber man kann es andersweitig verwenden: MacBook, SD3, Set. Das Meiste besitzt man ja sowieso schon. Best buy for me.

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Oliver Schulte RED
am 23.10.2017 16:47 Uhr
Das die Presets nicht alle überzeugen ist nicht verwunderlich. Letztendlich ist´sdoch Geschmackssache. Auch habe ich schon sehr gute Meinungen zu den Werkssounds gehört. So unterschiedlich sind die Menschen eben...;-) Bei deinem Messebesuch 2016 müßte es sich noch um das TD30 gehandelt haben. Hier gibt es klanglich wie preislich natürlich große…

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Oliver Schulte RED
am 23.10.2017 16:37 Uhr
Das TD50 ist sicher nicht mit der Norddrum zu vergleichen. Es ist als robustes Arbeitstier zu verstehen, das wirklich erstaunlich schön zu spielen ist.

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mar beso
am 23.10.2017 16:34 Uhr
Hallo Johannes, danke für den Test. Weißt du ob eine VST-Einbindung in bekannte DAW´s geplant ist? Und wie siehst du den Preis/Leistungsvergleich zum Eventide H9 Max mit 45 Algorithmen? Danke dir.

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Oliver Schulte RED
am 23.10.2017 16:34 Uhr
An Durchsetzungskraft fehlt es dem Instrument nicht, kommt eben ganz drauf an, ob man es versteht gute Sounds zu programmieren. Das Set gibt das auf jeden Fall her. Einen Mix zu produzieren um zu demonstrieren, das sich das Set durchsetzt wäre hier nicht schwierig, aber auch nicht objektiv. Eine repräsentative…

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Oliver Schulte RED
am 23.10.2017 16:27 Uhr
Die internen Sounds desv TD50 zu bearbeiten macht schon absolut Sinn. Im Grunde bedient man sich doch eher selten der Presets in elektronischen Instrumenten. Keyboarder basteln, Gitarristen schrauben an ihren modeling Amps, Studioleute sowieso. Drummer eben auch. Ich würde mit keinem Instrument direkt einen Gig spielen müssen, ohne vorher alles…