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Leser-Story zum AMAZONA.de Redaktionsartikel: Test: Elektron Analog KEYS, polyphoner Analog-Synthesizer

Elektron Analog Four – Hochzeitsnacht mit der schwedischen Diva  

Hochzeitsnacht mit der schwedischen Diva

… oder, wie mich der Elektron Analog Four durch die sieben Himmel führte.

Wie ich im ersten Teil schon illustrierte hat der Elektron Analog Four — die erwähnte Diva aus Schweden — so ihre Eigenheiten. Und wie mir einige Kommentatoren berichteten bin ich nicht der Einzige der unter ihrem zuweilen zickigen Verhalten leiden durfte. Aber was, so fragt sich mancher, ist der Grund es trotzdem immer wieder mit ihr zu versuchen? Ganz einfach. Es ist der Duft der Verführung, die Ausstrahlung ungeahnter Möglichkeiten, und natürlich (immerhin sind wir hier überwiegend Männer) ihre unwiderstehliche, und im wahren Wortsinne kühle Erscheinung. Wer kann da schon widerstehen? Ich konnte es nicht, und wurde ausnahmsweise mal reich belohnt.

Im ersten Teil habe ich mich mit den durchaus bemerkenswerten Eigenheiten (andere sagen „Zicken“) des A4 beschäftigt, und dabei die schnöde Beschreibung des Offensichtliche außen vorgelassen.  Hier im zweiten Teil will ich mich mit ein paar der Besonderheiten befassen, die aus einem Wald-und-Wiesen-4-Voice-Synthesizer ein Ausnahmeinstrument machen. Denn machen wir uns nichts vor: Ein Korg Minilogue ist auch analog aufgebaut, hat 4 Stimmen und einen Sequenzer, kostet aber nur 1/3 so viel wie ein Analog Keys. Es muss also Unterschiede geben. Und hier sind ein paar davon.

Global, drunter tun sie es nicht in Schweden.

Das Global-Menü des A4 ist recht umfangreich und hält einige Überraschungen parat. Mir passiert es oft das ich von einem Feature an einem Instrument höre, aber nicht wirklich einschätzen kann wie wertvoll es tatsächlich ist. Vor allem nicht wie weitreichend es mich und meinen Umgang mit dem Instrument beeinflusst. Aber einer der ersten Einträge im Global-Menü hat mir schnell klargemacht, die Entwickler bei Elektron meinen es wirklich ernst mit ihren Geräten. Dieser Eintrag hat den Namen „Global Slot“. Die Idee dahinter ist einfach. Der A4 kann gut in einem Home-Studio, Proberaum, Recording-Studio, als auch in einem Club verwendet werden. Und wer zwischen diesen (oder vielen anderen Orten) wechselt, muss dann immer wieder wichtige Parameter im Global-Menü wechseln. Jetzt kommt’s: Alle globalen Parameter lassen sich in einem von vier Global-Slots abspeichern. Also, wechsle ich von einer Umgebung in eine andere kann ich sehr schnell alle Einstellungen anpassen. Das hat mich sofort überzeugt. Da hat ein Schwede mitgedacht.

Ein Beispiel ist die MIDI-Konfigurierung. Der A4 hat das klassische MIDI-Trio an Bord. MIDI-Out und -Thru können aber in 24/48er DIN-Sync-Ausgänge verwandelt werden.  Wenn ich in meinem Home-Studio MIDI-Out verwende um Expander zu benutzen, im Club aber eine 808 synchronisieren muss, dann ist diese Einstellung mit dem Wechsel des Global-Slot schnell und zuverlässig erledigt. Und gleichzeitig kann ein Haufen weiterer Parameter ebenfalls angepasst werden. Yo.

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    h3rtz

    Ich habe den Text auch wieder sehr genossen. Wenn’s noch Material fuer nen dritten gibt, immer her damit. Mit dem A4 hatte ich mich im Musikhaus meines Vertrauens schon mal ein wenig auseinandergesetzt, natuerlich ohne die Bedienung auch nur ansatzweise zu kapieren. Mir ging es auch erst mal nur um den Sound, welchen ich als recht angenehm in Erinnerung habe. Dein Text hat mich nun ueberzeugt, mich darauf einzulassen. Zumal mich traditionelle Synthies mittlerweile eh etwas langweilen, ebenso wie step sequencing in der DAW. Also wehe, das Ding taugt nix! ;)

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    tonvibration

    Toller Text. Schön geschrieben und interessant mal so ein paar Anwendungsfälle näher zu betrachten. Ich selbst habe zwar keinen A4, mag es aber auch durch technische Spielereien auf neue musikalische Ideen zu kommen. So schleife ich gerne Sequenzen von externen Synths oder Plugins durch meine Doepfer 404 (weil ich die Filter so toll finde). Hierbei entstehen aber immer Verzögerungen, ein gewisses Delay, da das Signal ja z.B. mehrfach gewandelt werden muss. Bei DAWs spricht man von Roundtrip Zeiten. Mit meiner Focusrite 18i20 schaffe ich hierbei bei 44,1kHz 8ms. D.h. in Ableton muss ich die anderen Tracks 8ms verspäten, damit alles wieder tight ist. Frage: Kann das der A4 dann auch? Oder hattest Du bei Deinen Experimenten nie Probleme mit (wandlungsbedingeten) Verzögerungen?
    Ansonsten weiterhin viel Spaß und ich freue mich schon auf weitere Erfahrungsberichte :)

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      polyaural ••••

      Hi tonvibration! Der Audiopfad im Analog Four/Keys ist strikt analog. Nur wenn er in die Effekte geht wird der Effektanteil digitalisiert, und dann dem Analogsignal wieder zugemischt. Dort gibt es also keine Verzögerungen.
      .
      Die vier Geräte der „Analog“-Reihe Four, Keys, Rhythm und Heath können via USB an einen Computer angeschlossen werden, und werden dann mit der kostenlosen Software Overbridge Teil Deiner DAW. Welche Latenzen da entstehen entzieht sich meiner Kenntnis. Hier der Link zu Overbridge auf der Elektron-Site. Vielleicht gibt es dort die Antworten die Du suchst: https://www.elektron.se/overbridge/

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polyaural ••••

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Coin ••••
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