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Leser-Story zum AMAZONA.de Redaktionsartikel: Happy Knobbing 2017 – Das Modular-Event

Happy Knobbing 2017, Mensch, Maschine, Dino-Steaks

Gestern ist es zu Ende gegangen: Happy-Knobbing 2017. Sehr wahrscheinlich eines der größeren Treffen der Freunde (und Freundinnen!) modularer Synthesizer in Deutschland.

Das Treffen wird schon seit gut 10 Jahren in der Nähe von Idar-Oberstein in dem kleinen Ort/Dorf Fischbach ausgetragen. Die Idee des Treffens ist einfach. Menschen mit modularen Synthesizern treffen sich, tauschen sich aus, schauen was es Interessantes an Modulen gibt, lachen, quatschen, essen und trinken gemeinsam rund um die Uhr von Freitag vor Pfingsten 15 Uhr bis in den Pfingsonntag-Abend.

Es gibt auch ein paar Traditionen die sich über die Zeit gebildet haben. So steht am Freitag der Besuch in der „Blauen Grotte“ an. Dort gibt es Pizza, Salate und die klassischen Fritten-Schmiede-Standards wie Currywurst, Jägerschnitzel & Co. Dieser Besuch, und die ausgiebigen Begrüßungen der über den ganzen Nachmittag/Abend  hereintröpfelnden Teilnehmer sorgen dafür das der Aufbau der eigenen Geräte sich sehr gerne bis tief in die Nacht hinein zieht.

Apropos eigene Geräte. Ein eigener Modularsynthesizer ist die Eintrittskarte für das Meeting. Dabei ist es unerheblich wie umfangreich das System ist. Auch halbmodulare Instrumente wie ein MS-20, Mother-32 oder die wunderbaren Geräte von Dreadbox, um nur einige zu nennen, sind gerne gesehen. Da der Raum nicht gemietet ist wird von jedem ein Kostenanteil von 20 Euro erhoben. Verpflegung und Unterkunft regeln die Teilnehmer selber.
Eine weitere Tradition wird am Samstag-Abend gepflegt. Um 18 Uhr wird der Grill angeworfen. Jeder kann dort sein mitgebrachtes, oder vor Ort erworbenes Grillgut verfeuern. Stilprägend für das Happy Knobbing sind aber die Dino-Steaks. Riesige Fleischbrocken bei dessem Anblick einem Neandertaler vor Freude die Socken geplatzt wären! Wer sich am Tag vorher in die Liste eingetragen hat konnte sich für 5 Euro solch einen sehr schmackhaften Brocken vom Grill ziehen.

Aber das alles ist nur die Einleitung in den Abend. Denn nach dem Essen wurde gespielt. Jeder konnte (wenn er wollte) alleine oder in der Gruppe auf seinen Instrumenten spielen und zeigen was damit möglich ist. Dafür ist extra eine kleine PA vorgesehen, deren Anschluss-Kabel dann die Runde machen. An diesem Abend ist es übrigens auch zum ersten Mal etwas lauter in Fischbach. Ansonsten ist nämlich ein eigener Kopfhörer Pflicht. Anders wäre die Ansammlung von so vielen experimentierfreudigen Modular-Fans akustisch auch kaum auszuhalten.

Fazit

Das war mein erstes Happy-Knobbing. Ich kannte kaum jemand vor Ort, kannte mich mit den Gepflogenheiten, Örtlichkeiten und der Organisation nicht aus. Aber mir wurde sehr schnell klar, das muss ich auch alles nicht. Ich bin in Fischbach auf dutzende maximalentspannte Menschen gestoßen die Spaß an modularen Synthesizern haben, und den Fun, ihr Wissen, ihre Erfahrungen und ihre Freude mit jedem teilen der sich dafür interessieret.
 
 
Alle auftretenden Herausforderungen (es gab nur sehr wenige) wurden Schwarmintelligent und Null-Bürokratisch gelöst. Und wenn ich mir in den Nachrichten betrachte was da draußen für Vollpfosten rumlaufen die alles und alle kaputt machen wollen, dann hatte ich dieses Pfingsten das vollkommene Gegenteil dazu erlebt. Danke an alle. Bitte mehr davon.

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    Tyrell RED

    Ich wünschte ich wäre dabei gewesen, aber der Zeitpunkt war (zumindest für mich) leider unpassend. Das nächste Jahr vielleicht :-)

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polyaural ••••

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Bewertung

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Aktuelle Kommentare

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ISE500
am 28.06.2017 20:00 Uhr
Ich denke mal, die wollen den Digitakt lange verfügbar haben ... ist ja ein Produkt mit "Mainstream-Appeal" ... ich war so doof und habe mein Digitakt-Budget für den Monologue verblasen ... 744 ist schon eine Ansage. Im Moment klappt das Midi-Sequencing wohl auch noch nicht. Du willst ihn wahrscheinlich eher…

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Atarkid AHU
am 28.06.2017 18:52 Uhr
Hi Toby :).. Das mit dem kritischen Abbruch stelle ich mir wirklich sehr, sehr lustig vor ^^... So sehr ich Rolands Intention hinter der Cloud verstehe, so wenig leuchtet es mir ein, Kunden ein solches Produkt vorzusetzen. Betriebssicherheit hat bei der Produktion einen hohen Stellenwert. Live ist die Betriebssicherheit sogar…

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lightman ••••
am 28.06.2017 18:51 Uhr
Denke ich auch, ich habe das Gerät vor Ort getestet und war recht angetan. Ich spare momentan auf einen Digitakt, aber wer weiß, was passiert... :)

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lightman ••••
am 28.06.2017 18:44 Uhr
Ich für meinen Teil habe viel übrig für Federhalls, und was ich hier höre, gefällt mir sehr gut. Leider sprengt der Preis meinen Rahmen für Effektgeräte ziemlich drastisch, da muß ich leider passen. Ich habe im Netz verschiedentlich über Federhall-Selbstbauten gelesen, und denke, daß ich da mal selbst Hand anlegen…

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Wellenstrom ••••
am 28.06.2017 18:01 Uhr
Jo, Federhall hal(l)t, Gut klingend, aber auch immer ein bissken speziell. Muss man schon oft brauchen, damit er sich bezahlt macht. Guter Test.

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amazonaman AHU
am 28.06.2017 16:52 Uhr
Also mich kann das einfach nicht befruchten. Bei dem Preis und dem was da hinten raus kommt muss ich sagen fehlt mir der Bezug zum Federball. Man muss schon ziemlich verrückt sein wenn man das Teil braucht. Aber ein sehr schöner Artikel! Mein Tipp, ich hab mal aus einer alten…

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A.Vogel AHU
am 28.06.2017 16:50 Uhr
War in der Tat etwas mißverständlich, da ja beide Geräte ADX-1 heißen. Und ja, gleiches Platinenlayout, daher sind auch die "Problemstellen" (MIDI-Kanal via Mäuseklavier, kein Abziehen der eingesteckten Einzelausgänge von der Summe) identisch. Der Sound (des originalen MAM, den Nachbau kenn ich nicht und kann daher Abweichungen durch andere Bauteile…

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dilux AHU
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ich antwortete auf anthony rothers post, in dem er schrieb "alle anderen themen...haben nichts mit dem adx-1 zu tun" und da irrt er sich.

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Kyotonic AHU
am 28.06.2017 16:14 Uhr
Müsste man mal hören um das zu beurteilen. Ich halte seit dem DM12 lieber meinen Mund. Bashing gibt es derzeit bei Synthopia weil der "D" nur 300$ kosten soll. :)

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A.Vogel AHU
am 28.06.2017 15:44 Uhr
Die Effektliste ist (ziemlich) identisch mit den Effekten im Xenyx2442USB, du dürftest da mit deiner Vermutung also richtig liegen. Wenn es so ist, dann sind die Effekte OK, aber eben auch nicht mehr. Da fährt man für den Preis wahrscheinlich mit einem gebrauchten Virtualizer aus gleichem Haus etwas besser...

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Lux Gaia
am 28.06.2017 15:29 Uhr
Ist eigentlich schon einmal jemandem aufgefallen das der Vermona ´14 vom Design der ganz alten Vermona Ionika Röhrenorgel inspiriert ist?

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80salive
am 28.06.2017 15:15 Uhr
Nehme mal an, werden die Effekte von den Behringer Pulten sein, oder?