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Leser-Story zum AMAZONA.de Redaktionsartikel: TOP NEWS: Synthstrom Audible Deluge

Synthstrom Audible Deluge : Unabhängige Studiokiste

 

Synthstrom Audible Deluge

Die Synthstrom Deluge ist eine Groovemachine in Form eines portablen Studio aus Neuseeland. Von einer Zwei-Mann-Boutique aus Neuseeland mit genau einem Produkt. Nur im Internet direkt erhältlich zu bestimmten Zeiten. Konzentrierte Jungs, meine ich als Kunde. Der auf Empfehlung meines Musikhauses meines Vertrauens blind bestellt hatte. Mit Seriennummer 188 scheine ich schnell gewesen zu sein, denn die von der Stückzahl abhängige Preispolitik zeigt, es sind etliche Deluges über die Welt verteilt.
Warum sie selten zu sehen sind und in Verkaufsgeschäften die sonst alles haben schon gar nicht, liegt an den Qualitäten der Maschine. Ich gebe meine kaum aus der Hand. Dabei hatte ich nicht vor, nur noch an der Kiste zu sitzen. Warum ich das bei diesem Gerät gerne tue, möchte ich hier kurz aus Laiensicht erläutern. Mich interessiert nur die Musik, die hinten rauskommt. Die Deluge bietet einen Sitz mit Afterburner, ohne gross zu übertreiben.

Was bisher bekannt ist

Am einfachsten schaut ihr euch die Website www.synthstrom.com an und folgt den jeweiligen Links. Das sage ich nicht weil Werbung sondern weil informativ:
– ins Forum betreffend Produktpflege. Für Besitzer gibt es eine geschlossene Gruppe zum Betatesten und wer will Mitentwickeln. Unter Support auch ein englisches Dokument eines Nutzers, wo er kurz zusammenfasst, warum Deluge so anders ist und wie man sich darauf einlässt. Voll einverstanden mit seinen Worten.

– zu den Videos, welche die Maschine erklären.

Es sind immer noch dieselben wie beim Start, sie sind auch immer noch sehr brauchbar. Der Hersteller folgt der Einstellung, die Dinge erst mal gründlich und effektiv (nicht nur effizient) zu machen, um sie dann so stehen lassen zu können. Die wollen alles nur einmal tun, dafür recht nahe am Ideal. Nervt manchmal, weil man was anderes will und die das nicht so machen. Kriegt man das Herz aber um das Konzept gewickelt, wird der Minimalismus beliebt.

– das Handbuch.

NUR ONLINE!! Bei einem Offlinegerät. Nee, echt jetzt. Doch. Die sind so schnell, das Handbuch hat das Update noch vor der Website.

– den Downloadbereich

der Deluge-Übersicht. Da ist das neue Betriebssystem schon verlinkt noch vor dem Post im Downloadbereich im Forum. Nicht umgekehrt wie bei den Marketingfanatikern, wo die Werbung für den neuen Link erst am nächsten Morgen funktioniert. Die Updates folgen einer vernünftigen Zeitfolge und Versionierung. Sie laufen entweder stabil oder werden bei neuen Fehlern sofort nachgebessert.

Das Gerät ist ein Bildschirm

Die Deluge hat nur ein kleines Segmentdisplay aus dem Taschenrechner. Dafür wunderschöne Metallknöpfe, toll anzufassen. 4 drückbare Drehregler links davon, 2 rechter Hand. Ein paar Leds und Knöpfe noch verstreut und in einer Linie zum Datenfenster gesät. Darunter eine grosse Matrix. Der Rücken ist gepackt mit Anschlüssen.
Nun denkt ihr vielleicht, die reduzierte Oberfläche biete kryptischen Zugriff auf verschachtelte Untermenus. Die möglichst auswendig zu lernen sind. Die Videos schauen für mich so aus und ich dachte mir „Hm, dann lern ich das halt auch mal wenn’s sich lohnt“. Da ich das nun auch kann, ohne es gelernt zu haben und so verstehe, erklär ich euch modernes Songwriting gerne an der Deluge. Die eignet sich nämlich bestens dafür. So wie der Minimoog für Subtraktive Synthese ist der Deluge ein Template für …hm, wie nennt man das wenns neu ist… Die Bedienung wird gefördert durch klare Strukturen

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    Trollblaster AHU

    Besten Dank für diese Leserstory! Mich interessiert die Kiste auch schon seit ich davon zum erste mal las, hatte aber bisher noch nicht die Chance eine zu ergattern. Ich hoffe dass das bei der nächsten Charge klappen wird. Da ich in immer mehr Bereichen meines Lebens zum Minimalisten werde, würde mir dieses Teil sehr gelegen kommen, da hier offenbar alles auf’s Wesentliche reduziert ist und man nicht durch unnötiges abgelenkt wird. Was man bisher an Infos und Berichten findet, ist aber leider ziemlich dürftig und so hab ich mich umso mehr über deinen Bericht gefreut, der wie eine weitere Antwort auf meine Frage erscheint, ob der Deluge wirklich das ist, was ich mir wünsche = Offenbar schon :)

    • Profilbild
      antiandi

      Danke, gerngeschehen. Das Ding wurde mir angedient und ich möchte es nicht missen. Amazona Anmeldung wegen Kommentar, der war zu lang, darauf in einem Wusch (und mit Fehlern für die Ewigkeit ;) siehe Korrwkturen) diesen Fanhype. 4 real, i’love this machine. Schön wenn das rüberkommt. Ich bin sonst gar nicht der Maschinenbediener da beruflich schon als Mathematiker glücklich mit 0101. Aber Deluge hats mir angetan durch die Praxis. Viel Spass und teils mit der Welt :)

  2. Profilbild
    antiandi

    Korrwkturen
    1. Ich hab das alles aus der aktiven Erinnerung geschrieben, mein Baby ist gemoddet. Diese schönen echten original Deluge Knöpfe (Dachte mir, die sind weniger echt in echt. Sind sie nicht.) zieren nun den Vintage Amp ;)
    darum und allgemein 2. Knöpfe sind im echten Leben manchmal andersfarbig oder anders bedient als beschrieben. Aber immer schön. Die kühlen Knöpfe und die vorwärts orientierte, intuitive Bedienung.
    3. 40+ Lieder. Im Ernst. Bin gerade dazu übergegangen, alle guten Songstarts von 999 rückwärts abzuspeichern und die neuen von 1 vorwärts. 0 vorwärts in Buchstaben meine Lieblingsgrooves für Durchhängermomente.

  3. Profilbild
    antiandi

    Soundbeispiele: Da werden in Zukunft schlicht viele Songs als „Made on Deluge“ deklariert werden.
    Bin beim Schreiben dieser Zeilen bei 60 brauchbaren Songspeicher-ABC-Slots, aber davon auch mal 10er Blöcke Skizzen, auch irgendwo in den 870er Speichern solche Fragmente. Als ich noch nur mit der Soundengine spielte, eigentlich. Habe also schon locker 60×5=300 Versionen verbraten. Aber alle nur vorwärts und so kommen statistisch beim Anfänger 20% aufhorchen lassende Songs raus. Ganz unabhängig der persönlichen Geschmacksrichtung, mehr wegen des Live eingespielten tonalen Gefüges. Knöpfe eindrehen funzt mir nicht. Lieder schreibt der Delugionist am Laufmeter. Weil ihr mir das nicht glaubt, siehe den Link im Profil. Das war nach zwei Wochen und ich habs mal zum Speichern hochgeladen. Nur Deluge für mich, dadurch zum Spass Künstler geworden :D Und weil direkt resamplet werden kann, landet weniger online, weil ich mit dem offline Produzieren dank ständig neuer Songs nicht nachkomme. Gefällt mir prima, Danke, Ian!

  4. Profilbild
    antiandi

    Für den Transportschutz empfiehlt sich ein 15″ Laptopsleeve. Akai Mini (gibts nimmer) passt perfekt. Mono Loop 15″ mein persönlicher Schutz. Das dann im Laptopfach im Rucksack, das etwas grössere Format (13″ geht manchmal auch) schützt und versorgt sich besser mit dem Sleeve-Schnitt-Bedingten Couvertformat. Knöpfe sind wie Displays, wollen wenig Druck. Der Ein/Aus-Schalter ist zu schützen, mittelhart eingestellt kann ihn das Eigengewicht des Deluge bei sportlichen Transporten betätigen. Drum immer gleich orientiert eingelagert im Etui und im Rucksack, der Loop hat dazu eine perfekt stosschützende Schlaufe.

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Über den Autor

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antiandi

Mitglied seit: 17.10.2017

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Aktuelle Kommentare

Namm News 2018: Analogue Solutions Treadstone

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Kyotonic AHU
am 20.01.2018 15:36 Uhr
Nicht nur zu hoch sondern viel zu hoch. Diese "full analog" aber mini Ausstattung Synth-Riege für 500+€ ist hart umkämpft und ich suche da verzeifelt ein Alleinstellungsmerkmal. Ja ja, der Sound bla bla. Mir fällt da spontan der Hades Eurorack (210€) und MFB Nanozwerg Pro (250€) ein. Ab 500€ beginnt…

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costello RED
am 20.01.2018 15:16 Uhr
Schön beschrieben. So ging’s mir auch, hatte ein Wurlitzer, eine Crumar-Orgel und einen Yamaha CS-15D, den ich gegen einen CS40M ersetze (Tonnenschwer aber nur duophon). Da war der Polysix eine Offenbarung, zusammen mit einem Prodigy ein sehr vielseitiges Set dabei leicht zu transportieren. Hat unheimlich Spaß gemacht damals und deshalb…

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Kari
am 20.01.2018 15:14 Uhr
Ein neuer oder verbesserte Version des Blofeld wäre ein Traum. Kaum zu glauben das er schon zehn Jahre alt ist. Für mich ist er immernoch einer der besten von den digitalen, gibt nichts vergleichbares in der Preisklasse!

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phil_dr110 ••
am 20.01.2018 14:47 Uhr
Ein schönes Instrument, besonders für Flächen, aber er konnte auch gläsern singen. War auf Dauer aber nicht so wichtig für meine Musik, also habe ich ihn weitergereicht. War in den 90ern auch kein Problem, denn damals bekam man alle Kisten für kleines Geld. Wenn ich diese Klanganmutung mal brauche, reicht…

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psv-ddv AHU
am 20.01.2018 14:45 Uhr
Haargenau, ging mir auch so :)

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mdesign ••
am 20.01.2018 14:22 Uhr
ja, der polysix war halt der erste bezahlbare - wenn auch immer noch teure - polyphone. ich hab ihn 1982 direkt bei einführung auf der musikmesse in frankfurt bei meinem ebenfalls anwesenden musikhändler bestellt. er nahm dafür eine korg CX3 und - tatsächlich! - einen minimoog in zahlung. letzterer entpuppte…

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Radeon
am 20.01.2018 13:57 Uhr
Was ich mich mit Blick auf Waldorf frage: Was ist mit dem Blofeld, der 2018 sein zehnjähriges Jubiläum hat, aber offenbar (zumindest als Desktop Version) bei fast allen großen Musikhäusern nicht mehr verfügbar ist. – Gibt es da wohlmöglich ein verbessertes Mk.2 Modell?

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Trollblaster AHU
am 20.01.2018 13:52 Uhr
Der Stromberg wurde wohl vor allem wegen dem neueren Quantum aufgegeben. Durchaus eine sinnige Entscheidung. Auch wenn es ein paar Abstriche gibt, wird der Quantum in der Summe doch mehr können. Was aus Mario Maggi's Synthex 2 geworden ist, würde mich auch interessieren. Ich hatte damals schon den Eindruck, dass…

Blue Box: Korg Polysix, Analogsynthesizer

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Son of MooG AHU
am 20.01.2018 13:37 Uhr
Ich hatte meinen MS-10 auch in dieser Weise angetriggert, allerdings durch einen Soundmaster SR-88. Dessen Trigger-Ausgang lieferte "normalen" V-Trigger, der auch vom Clock-In des Arpeggiators meines Juno-6 akzeptiert wurde. Beim DDM-110 funktionierte das genauso (auch wenn dafür die Claps geopfert werden mussten)...

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costello RED
am 20.01.2018 13:31 Uhr
Vielleicht fehlten den Konzertbesuchern damals ja auch ein bisschen die Vergleichsmöglichkeiten ;-) Aber "In the air tonight" klang ziemlich überzeugend. Und Kim Carnes "Bette Davis Eyes" auch (das war soweit ich mich erinnere sogar ein Werkspreset). Betonung liegt natürlich auf P5 für Arme.

Blue Box: Korg Polysix, Analogsynthesizer

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psv-ddv AHU
am 20.01.2018 13:21 Uhr
Wirklich ein robuster Synth mit gutem, solidem Grundsound. Mehr aber auch nicht. Ich würde einen Prophet 6 jederzeit vorziehen, obwohl ich kein Fan von dem Teil bin. Habe den Polysix lange Zeit live gespielt. Das Fehlen einer Glide/Portamento Schaltung hat mich immer sehr geärgert. Der klangliche Vergleich mit einem Prophet…

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Tyrell RED
am 20.01.2018 13:16 Uhr
Ist am Ende des Artikels verlinkt :-)